Nail'n Scale
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Nail'n Scale
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Nail'n Scale

 Game Boy Spiel
Platz 72 in der Kategorie "Game Boy Spiele". Typ: Jump & Run / Typ: Jump & Run / Mix aus Jump-and-Run und Denkspiel für den Game Boy, Hersteller: Data East ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)

Nail'n Scale Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Es wird genagelt

ein Testbericht von 2005-05-26 08:45:33 vom 26.05.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Nettes Spielprinzip, übersichtlich, geringe Eingewöhnungsphase, gute Mischung aus Hüpf- und Denkspiel, Zweispielermodus, zwei Schwierigkeitsgrade...
Nachteile/Kritik: Schlappe Grafik, keine Passwortfunktion
„Nail and Scale“, hört sich das nicht irgendwie wunderbar martialisch an? Der Titel dieses Gameboy-Spiels täuscht allerdings gewaltig, denn im Grunde handelt es sich um ein harmloses Game. Das Genre der Geschicklichkeits-, Denk- und Tüftelspiele war seinerzeit nicht gerade selten auf dem GB vertreten, doch - ohne gleich zuviel vorwegnehmen zu wollen – Nail’n Scale hebt sich positiv von der breiten Masse ab, so dass ich mir einen kleinen Rückblick auf das anfangs der 90er erschienene Game erlauben möchte. Wer von Euch jedenfalls ganz gerne durch die Gegend hüpft und ab und zu seine (dunkel-) grauen Gehirnzellen einschalten möchte, der ist mit diesem uralten Gameboy-Titel gar nicht einmal so schlecht bedient. Im Grunde ist allein schon diese merkwürdige Mischung aus Jump and Run und Knobelspiel eine positive Sache, sofern man jene Stilrichtung mag, versteht sich.


Im Mittelpunkt steht jedenfalls ein mehr oder weniger niedlicher kleiner Wutzelmann, der augenscheinlich einen Fetisch hat, was Nägel betrifft. Ob seine ach so junge Seele möglicherweise schon früh durch entsprechend tragische Kindheitserlebnisse zerschunden ist, vermag ich nicht zu beurteilen, dass überlasse ich dann doch lieber denjenigen, die sich der Tiefenpsychologie verschrieben haben. Dementsprechend rustikal gehen wir zu Werke, rammen nahezu unentwegt Nägel in den Boden oder werfen diese wild durch die Gegend, zum Beispiel an die umliegenden Wände. Da wir es unter anderem auch mit Jump-and-Run-Elementen zu tun haben, überrascht es wenig, dass unser kleiner Protagonist besonders begabt im Rennen und Hüpfen ist, er scheint allem Anschein nach ein außerordentlich begabter Weit- und Hochspringer zu sein, ja aber hallo.


Zu beachten ist, dass für den Fall, dass wir mehrere Male auf einem Nagel landen, dieser zerbricht und durch das entsprechende Loch in der Wand neue Durchgänge entstehen, so dass genau auf diese Art und Weise es gilt, jene Mauern zu durchbrechen. Später wird das Ganze dann aber nicht so leicht, da die Wände im weiteren Verlauf des Spiels deutlich stabiler sind und die Nägel nicht gerade selten an den Mauern abprallen, und zwar ohne eine Wirkung erzielt zu haben. Das ist aber noch nicht alles, wäre ja auch ziemlich schlimm gewesen, schätze ich. Denn erstaunlicherweise gibt es tatsächlich auch noch Individuen, die uns offensichtlich feindlich gesinnt sind und unser Treiben doch sehr argwöhnisch verfolgen. Nun ja, dann müssen wir diese eben aus dem Weg räumen, sie betteln ja praktisch darum.


Je nachdem wie robust die Feinde sind, machen sie nach einem oder erst nach mehreren „Einschlägen“ schlapp, was in der Regel für uns nicht das allergrößte Problem darstellen sollte. Weitaus kniffliger wird die ganze Sache allerdings durch die Existenz zahlreicher mieser Fallen und Hindernisse, die nicht selten dafür verantwortlich sind, dass sich die Anzahl unserer Leben erheblich verringert. Demzufolge müssen wir schon mächtig auf Zack sein, was uns im Übrigen durch das Betätigen der Select-Taste erleichtert wird, denn dadurch erhalten wir einen kleinen aber feinen Überblick über das, was uns in der Folgezeit möglicherweise erheblich zu schaffen machen könnte. Wieso wir diese ganzen Strapazen auf uns nehmen, liegt auf der Hand, denn selbstverständlich wollen wir unbedingt den jeweiligen Levelausgang erreichen, welcher in der Regel nicht nur gut versteckt, sondern zudem auch noch bewacht ist.


Wer meint, er würde im Einzelspielermodus auf „Normal“ nicht genügend gefordert, der kann in „Nail’n Scale“ auf zwei Alternativen zurückgreifen: entweder er verschafft sich einen zweiten Mitspieler, mit dem er mittels eines Dialogkabels zusammen aktiv wird oder er wählt den „Hard-Level“ an, welcher die Meßlatte im Hinblick auf die gestellten Anforderungen doch erheblich höher legt, wobei zusätzlich ein Zeitlimit für den gewünschten Druck oder Stress oder was auch immer sorgt. Dies ist allerdings nicht so mein Fall gewesen, da ich es gerade bei diesem Game gut fand, dass ich mir überlegen musste, wie es denn nun weitergehen könnte und wo denn der verflixte Ausgang nun sei. Dadurch entfaltete das Spiel einen gewissen Charme, welcher meiner Meinung nach durch ein Zeitlimit fast vollends verloren geht. Allerdings ist dies natürlich nur meine persönliche Meinung, manch einer von Euch mag dies selbstverständlich anders sehen und beugt sich möglicherweise nur allzu gerne dem Zeitlimit.


Negatives gibt es allerdings auch zu berichten: so präsentiert sich mir Nail’n Scale insgesamt viel zu schlicht, schon die Soundkulisse ist sehr mau, von Soundeffekten kann zudem praktisch gar nicht gesprochen werden. Immerhin nervt der Sound eigentlich nie, dolle Ohrwürmer sind andererseits aber auch nicht dabei. Betrachtet man sich die Optik, wird es sogar noch schlimmer, denn diese als bieder, schlicht, detailarm oder spartanisch zu bezeichnen, ist eigentlich sogar noch untertrieben. Das Positive ist dadurch allerdings, dass alles schön übersichtlich ist und sich das Game relativ problemlos spielen lässt. Trotzdem hätten die Entwickler von Data East hier ruhig eine ordentliche Schippe drauflegen dürfen, das mir Präsentierte war mir eindeutig zu wenig, da musste einfach mehr kommen. Der zweite negative Aspekt betrifft die fehlende Passwortfunktion, was ich ebenfalls richtig übel fand. Speichermöglichkeit? Fehlanzeige. Dies ist umso ärgerlicher, da die Spielabschnitte in Nail’n Scale teilweise doch sehr umfangreich ausgefallen sind, was grundsätzlich ja eigentlich nicht verkehrt ist. So aber wird es nicht selten nervig, insbesondere natürlich dann, wenn man einfach keinen Bock oder keine Zeit zum Weiterzocken hat. Ein Gameboy-Modul ohne Speicher- bzw. Passwortfunktion kann sicher nicht der Weisheit letzter Schluss ein, das schmeckte mir persönlich jedenfalls überhaupt nicht.


Insgesamt überwiegen aber die positiven Dinge, welche speziell mit dem sehr guten und vor allem unkomplizierten Handling, der cleveren Spielidee, dem interessanten Genre-Mix und nicht zuletzt dem Vorhandensein zweier unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, was die Zielgruppe merklich vergrößert, zu tun haben. Interessant und vor allem ungewöhnlich ist Nail’n Scale so oder so, den Spielspaß beziffere ich in diesem Fall einmal mit 66%.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Bedienung:Bedienung von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 4,0 gut
Grafik:Grafik von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 2,0 schlecht
Sound:Sound von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 3,0 mittelmäßig
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene
Suchtfaktor:Suchtfaktor von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 2,0 in Maßen
Wird langweilig:Wird langweilig von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 3,0 nach wenigen Wochen
Geeignet für Spieler ab:Geeignet für Spieler ab von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 4,0 12 Jahre
Haben Sie das Spiel gespielt?:ja
Spielanleitung:Spielanleitung von Nail'n Scale  Game Boy Spiel: 4,0 gut
1-1 von 1  Game Boy Spiele
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Produktbeschreibung Nail'n Scale

Technische Daten und Produkteigenschaften
Mix aus Jump-and-Run und Denkspiel für den Game Boy, Hersteller: Data East
Allgemeine Informationen Nail'n Scale
gelistet seit: 23.05.2005
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Typ: Jump & Run 
Nail'n Scale Game Boy Spiel im Vergleich
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