Platz 4 in der Kategorie "Zubehör für Wirbellose". Feuchtigkeitsspendendes Gel mit Calcium angereichert, zur Verwendung hauptsächlich zur Lebenserhaltung bei Futterinsekten, die damit ihre Flüssigkeitshaushalt ...mehr
Namiba Terra Calci Cricket-Gel Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Lebensspendendes Schlabberzeuchs
ein Testbericht von Tut_Ench_Amun2004-02-05 23:00:13vom 05.02.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Hygienisch / Lebenserhaltend / Gute Akzeptanz bei den Tieren / Zusätzliche Kalzium Quelle / wirkt sich indirekt positiv auf die Terrarium-Tiere aus / recht ergiebig / leicht anzuwenden & gebrauchsfertig...Nachteile/Kritik: Die gebrauchsfertig angemischte Substanz von Namiba ist mengen- und verhältnismäßig teuer, gegenüber anderen Herstellern, bei denen man sein Gel in Pulverform selbst anrühren muss.
Nicht nur die Terrarienbewohner selbst, sondern auch die Futtertiere benötigen natürlich Flüssigkeit in Form von Wasser zum Überleben, während Reptilien und Spinnen gut aus einem mehr oder weniger großen Napf trinken können, gestaltet sich die Versorgung von kleineren Insekten manchmal recht schwierig, denn diese können im wahrsten Sinne des Wortes in einem solchen absaufen. Zudem verdrecken sie Trink- und Futtergefäße durch Exkremente oder verplatschen den Inhalt in regelmäßigen Abständen und wachsender Begeisterung, was ein höheres Wechsel- und Reinigungsintervall von Napf und Bodengrund notwendig machen würde. Zum Glück gibt es aber auch Wasser in fester Form... Was? Glaubt ihr nicht? Doch! Bei dem vorliegenden Produkt handelt es sich nicht um Eis (die einzige feste Form von Wasser, welche die meisten kennen dürften), sondern um ein Gel, dass Wasser speichern kann und dem Satz “Wasser hat keine Balken“ Hohn spricht. Zusätzlich ist der Schlabberpampe auch noch Kalzium beigemischt, warum das so ist und was es bringt, soll dieser Bericht klären. Der wohl bekannteste Hersteller für gebrauchsfertiges Aqua-Gel ist der Terraristik-Sortimenter Namiba Terra, es gibt auch von diversen anderen Anbietern Gel-Pulver zum selbst anmischen (zum Teil sogar erheblich günstiger), doch wie schon beim „Spiderbrick“ ist „(Calci) Cricket-Gel“ in der Szene der Vivarianer ein feststehender Begriff geworden, bei dem Namiba als Namenspatron und Urheber gelten darf. Dargeboten wird das Gel in Tiegeln zu 50 oder 250 Gramm im Schnitt für 4,50 Euronen für den größeren Becher. Namiba selbst bedient allerdings keine Privatkunden, sondern nur den Handel, sodass sämtliche ihrer Produkte per (Reptilien-)Zoofachgeschäft oder auch per Versand zu beziehen sind.
[ Klar, wie Kloßbrühe | Inhalt & Anwendung ]
Das Gel hat in der Tat das Aussehen eines farblosen Haar-Gels, lediglich die Konsistenz ist in der Regel etwas körniger. Doch ist es natürlich nicht zum Stylen von Spinnen oder Insekten gedacht, sondern zum Verzehr – wo wir grade dabei sind: Nicht nur Futterinsekten kann man den Glibber verabreichen, sondern auch einige Achtbeiner akzeptieren ihn als Wasserersatz (wenn auch längst nicht alle). Gerade Jungspinnen, die noch nicht aus einem Wassernapf trinken können, weil sie zu klein sind, oder in ihrer Aufzuchtkiste ein solcher wegen täglichem Auffüllenmüssens, sehr schlecht handelbar ist, kann man mit einer recht kleinen Portion bequem mit Flüssigkeit und einer Zusatz-Ration Kalzium über mehrere Tage versorgen. Primär gilt das Zeuchs aber zur Lebensverlängerung der Futtertiere und wirkt sich eher auf indirektem Weg positiv auf Spinnen oder andere Terrarientiere aus, die sie danach verzehren. Es geht, wie bei Menschen nach dem Motto: „Du bist, was du isst“, je gesünder die Futtertiere (auch dank Kalziumzusatz im Gel) ernährt werden, desto besser natürlich auch für die endgültigen Nutznießer am Ende der Nahrungskette.
In erster Linie dient das Calci Cricket-Gel, wie der Name schon sagt (engl. Cricket = Grille) der Lebenserhaltung von Futtertieren, wie Grillen, Heuschrecken, Schaben etc., es eignet sich aus hygenischen und Anwendungstechnischen Gründen auch sehr gut zur Aufzucht von Spiderlingen und der vorübergehenden Versorgung mit Flüssigkeit und Kalzium selbst von erwachsenen Spinnen, um bei längerer Abwesenheit oder Transport eingesetzt zu werden – diese brauchen selbstverständlich entsprechend mehr,
als die angeratene Menge für Insekten, wieviel hängt vom individuellen Tier ab und kann nicht so pauschal beantwortet werden. Bei den (ausgewachsenen) Spinnen im Terrarium bevorzuge ich jedoch grundsätzlich Frischwasser zum Trinken, das ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch artgerechter. Als Standard-Dosierung wird pro Futterinsekt über den Daumen ein halber Teelöffel pro Tag empfohlen, meine Heimchen und (recht kleinen) argentinischen Heuschrecken benötigen alle 2 bis 3 Tage etwa 3 gut gehäufte Teelöffel voll. Beide Faunarien mit Futterinsekten beherbergen immer mindestens 5 – 10 Tiere, das mal so als Vergleichsansatz. Im Gegensatz zu Insekten ertrinken Spinnen für gewöhnlich nicht in ihrem Wassernapf, sie stellen sich nicht so dusslig an, wie ihre sechsbeinigen Kameraden, für Insekten kann eine recht große Tränke durchaus zur Todesfalle werden, allein schon aus diesem Grund ist die Verwendung des Gels sehr praktisch, denn umso kleiner man die Tränke wählt (damit die Tiere eben nicht Gefahr laufen zu ertrinken) desto höher ist das Intervall der Befüllung und der damit verbundene Aufwand, wenn man einfach nur Wasser anbietet.
[ Wasser hat doch Balken | Fazit ]
Die Akzeptanz bei den Tieren gibt keinerlei Grund zur Beanstandung, das Gel wird durch die Bank weg gut angenommen ist sehr gut dosierbar, kann nicht verplatscht werden und ist fast ewig haltbar, jedenfalls ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung vermerkt. Sollte der Wassergehalt durch Verdunstung einmal absinken, so erkennt man das am körnig werden der Substanz, dem lässt sich mit der Zugabe von etwas frischem Wasser und anschließendem Verrühren entgegenwirken – auf diese Weise kann man den Inhalt des Tiegels übrigens auch ein wenig strecken und das Maximum an Wasserspeicherfähigkeit herausholen. Ich benutze für die Futterinsekten der Einfachheit halber ausschließlich Gel, was ihnen offensichtlich nicht schadet, sie wachsen und entwickeln sich mit der gleichen Rate, wie es bei Frischwassergabe der Fall wäre. Abzüge gibt es lediglich für den Preis, denn mit einem Beutel Trockensubstanz (beispielsweise des Konkurrenten Lucky Reptile) , zum Selbermischen kommt man wesentlich billiger weg: Kostet die Hälfte und ergibt zudem einen ganzen Liter Gel. Die fertig angemischten Tiegel in 50 und 250g Portionen, von Namiba Terra hingegen eignen sich für faule Naturen und sofern nicht viele Tiere im heimischen Bestand sind und dadurch der Kauf von größeren Mengen unsinnig erscheint. So reicht es denn nicht ganz für die volle Punktzahl, empfehlenswert ist das Calci Cricket-Gel aber dennoch uneingeschränkt.
So Long
Der Glibber-Pharao
Warnhinweis:
Schnellklicker werden von Kopf bis Fuß mit Gel einbalsamiert und ins herrscherliche Spinnengehege geschubbst...Viel Spaß! ;-)
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Produktbeschreibung Namiba Terra Calci Cricket-Gel
Technische Daten und ProdukteigenschaftenFeuchtigkeitsspendendes Gel mit Calcium angereichert, zur Verwendung hauptsächlich zur Lebenserhaltung bei Futterinsekten, die damit ihre Flüssigkeitshaushalt auffrischen können was indirekt (und durch die Calcium-Beimengung) den Spinnen bei der Verfütterung zugute kommt. Auch ( z.B. Klein-)Spinnen, die (noch) nicht gern direkt aus dem Wassernapf trinken wollen, können übergangsweise hierüber auch direkt mit Wasser versorgt werden. Gängige Packungsgrößen sind 50 und 250 ml Tiegel.
Allgemeine Informationen Namiba Terra Calci Cricket-Gel
gelistet seit: 27.01.2004
Hersteller: Namiba Terra weitere Namiba Terra Zubehör für WirbelloseBewertung durch unsere Mitglieder