Platz 5 in der Kategorie "Zubehör für Wirbellose". Terrarien-Einstreu aus Kokosfasern - Der Spiderbrick (tm) ist eine spezielle 160g-Packungsgröße für Spinnen- u. Insektenterrarien, die nach dem Aufquellen mit ...mehr
Namiba Terra The Spiderbrick Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Brikett für bodenständige Achtbeiner
ein Testbericht von Tut_Ench_Amun2004-01-08 13:47:33vom 08.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Leicht zu verarbeiten / gut dosierbare Größe / rottet und schimmelt sehr schwer / Wasserspeicherkapazität / quasi unverzichtbar als Bodengrund...Nachteile/Kritik: Riecht anfangs sehr streng / gibts von anderen Herstellern/Importeuren auch günstiger
Für den Bodengrund eines Terrariums werden verschiedene Substrate (Streus) angeboten, damit sich Reptilien, Insekten und/oder Spinnen wohlfühlen und ein artgerechtes Ambiente geboten bekommen. Dem Substrat kommen hierbei mehrere Funktionen zu, es reguliert nicht nur das Klima dank seiner Wasserspeicherfähigkeit- was den Feuchtigkeitshaushalt im Mini-Ökosystem zugute kommt – es nimmt auch Ausscheidungen auf und dient als Baumaterial zum Beispiel für grabende/bauende Spinnen, die damit ihre Lauer ausgestalten. Vor allem Spinnen mögen in aller Regel eher feinen Bodengrund aus Kokosfasern und nicht die relativ grobschlächtigen Raspel aus unterschiedlichen Holzarten. Kokos als Grundmaterial eignet sich deshalb so gut, weil es nur schwerlich schimmelt oder verrottet und daher die Wechselintervalle angenehm lang ausfallen. Da gerade Spinnenterrarien etwas kleiner sind, als beispielsweise die für Leguane, Schlangen, Frösche usw. ist nicht immer die Standardgröße dieser Blöcke notwendig, weswegen es als Packungsgröße auch den so genannten „Spiderbrick“ (Spinnen-Ziegel) bei Namiba im Lieferprogramm gibt. Für die Einrichtung meiner Terrarien für bodenbewohnenende Achtbeiner also ideal geeignet und mit 99 Cent (Zoo Zajac / Duisburg) durchaus erschwinglich.
[ Zerstreut | Der Steckbrief ]
Artikel Nummer: 0401 - „The Spiderbrick“
Material: Gepresste Kokosfasern
Packungsgröße: 8 x 8 x 3 cm (160g - ergibt etwa 2 Liter Substrat)
Hersteller: Namiba Terra GmbH / 47906 Kempen
Website: www.namibaterra.de
Einkaufsquelle: Reptilien-Zoohandel, Versand
Preis: 99 Cent bis 1,50 Euro / Ziegel
Besonderheiten: Allround-Substrat, Geeignet für trockene, halbtrockene und Regenwald-Terrarien, riecht etwas streng und unangenehm am Anfang, wobei ich nicht genau definieren kann wonach – irgendwie... komisch ;-)
[ Wühlen im Dreck | Anwendung ]
Denkbar einfach und absolut identisch etwa mit den Kokos-Blöcken von Seramis, die Palmenerde/Humus zur Bepflanzung ergeben, wobei diese nicht nur teuer sind, sondern auch mit Düngemitteln und/oder Pestiziden versetzt sein können – Das ist bei ausgewiesenem Terrarienhumus nicht der Fall und darf es auch nicht – Daher ist von solchen Experimenten abzusehen! Tut bitte mir, euch und vor allem euren Schützlingen den Gefallen und verwendet nur speziell für Tiere freigegebene Substrate als Bodengrund. Namiba unterzieht das Substrat vor dem Pressen einer Hitzesterilisation, wobei Keime und Pilzkulturen abgetötet werden. Zudem ist das Substrat pestizid- und torffrei und hat einen Basis pH-Wert von 5-6, enthält also auch keine für die Tiere schädlichen Säuren oder Laugen. Um aus dem gepressten Spiderbrick verwendbaren Bodengrund zu machen wird der trockene Ziegel in etwa einen Dreiviertelliter lauwarmen Wassers eingeweicht. Dafür kann man einen Eimer nehmen (in dem aber vorher – da kann man auch selbst drauf kommen - kein Putzmittel o.ä. gewesen sein darf!) oder ne olle Tupperschüssel mit 2 – 3 Liter Volumen. Innerhalb einer halben Stunde hat das Substrat das Wasser aufgesaugt und ist zu einem Volumen von etwa 2 Litern aufgequollen.
Ich mache es immer so, dass ich in einer Rührschüssel stets häppchenweise ein wenig Wasser auf den Brick gieße und warte, ob das Substrat noch Flüssigkeit absorbieren kann, oder ob es bereits aus dem gesättigten Block austritt. Sammelt sich unten in der Schüssel bereits Wasser, schütte ich nichts mehr nach. Das hat den Vorteil, dass der fertige Bodengrund nachher nicht ganz klatschnaß ist, denn die wenigsten Spinnen mögen einen zu feuchten Boden, was bedeutet,
dass man bevor man die Tiere ins Terrarium setzen kann mitunter 3 – 4 Tage warten muss, sodass der Boden bzw. mindestens die Oberfläche etwas auslüftet und trocknet. Aus dem gleichen Grund wird das Material bei der Befüllung auch ganz fein in der Hand zerbröselt, das Substrat ist dann fluffiger, besser durchlüftet und kann die Feuchtigkeit innerhalb des Terrariums besser regulieren oder Ausscheidungen aufnehmen – Gleichwohl ist es aber auch für relativ feuchte Regenwald-Terrarien geeignet, daher gilt diese Vorgehensweise für meine Spinnen, die nun mal ziemlich trockenen Boden bevorzugen...und die können ganz schön sauer werden, wenn sie nasse Füße bekommen ;-)
[ Darfs ein wenig mehr sein? | Ergiebig- und Haltbarkeit ]
Mit einem Spiderbrick kann man ein Spinnen-Terrarium bis mittlerer Größe (30 x 30 cm Grundfläche / maximale Füllhöhe typischerweise 5 cm) mit Bodengrund versorgen und zwar bis zu knapp 3 cm Höhe. Das reicht für wenig bis nicht grabende Spinnenarten vollkommen aus, frenetische Buddler benötigen für ihre Höhlensysteme und Tunnel aber mehr als das, da kann man die 5 cm auch ruhig voll ausschöpfen, was mindestens einen zweiten Brick notwendig macht. Die Tiere werden das zusätzliche Baumaterial dankend annehmen. Hier (und bei mehreren Terrarien) ist es eine Überlegung wert, ob statt einzelner Spiderbricks nicht doch die Packung in einer Stufe größer wirtschaftlicher ist. Besser und punktgenau dosieren kann man aber mit den kleinen Ziegeln, dafür sind sie gemessen an der Großpackung (ergibt statt 2-3 Liter, roundabout 8-9 Liter Substrat) aber auch geringfügig teurer – Der Inhalt ist jedoch absolut der Gleiche. Wenn man etwas über behält kann man es auch durchaus aus Blumen- oder Palmenerde anderweitig weiterverwenden, als Pflanzgrund für terrarienpflanzen eignet es sich selbstverständlich. Im Übrigen freuen sich Futtertiere, wie Heuschrecken, Heimchen oder Grillen auch darüber, wenn ihr sie nicht vergesst und mit etwas überschüssigem Substrat in ihrer Behausung beschenkt ;-)
Es ist ratsam stets einen bis zwei Bricks für alle Fälle in Reserve zu haben, man kann ja nie wissen, vielleicht braucht man für den partiellen Austausch mal etwas Substrat oder die angeblich nicht grabende Spinne kriegt auf einmal doch den Heimwerkerkoller und verlangt wutschnaubend nach mehr Baumaterial. Eventuell möchte man sich auch noch weitere Tiere zulegen oder irgend jemand gibt seine ab, weil er doch nicht damit zurecht kommt – für all diese denkbaren Fälle ist eine stille Reserve zu empfehlen. Die in Cellophan luftdicht eingeschweißten Ziegel sind praktisch unendlich haltbar, da vollkommen dehydriert und keimfrei. Das gebrauchsfertige Material verrottet & schimmelt nur schwerlich vorausgesetzt die Durchlüftung ist ausreichend, Stauwasser sollte man aber vermeiden, dann kann eine einzige Füllung bis zum nächsten planmäßigen Wechsel (Trockenheit liebende Spinnen etwa jedes Jahr) durchgängig verwendet werden. Bei Regenwald-Terrarien mit sehr humiden Ambiente ist ein Wechsel früher fällig, hier empfehlen sich als Bodengrund dann unter Umständen gröbere Borken- oder spezielle Holzraspeln eher, als die vergleichsweise feinen Kokosfasern. Das muss man von Anwendungsfall zu Anwendungsfall abwägen.
[ Summa Substratum | Fazit ]
Kokosfasern-Substrate können aufgrund der lockeren und porösen Konsistenz nebst der damit verbundenen, großen Oberfläche jede Menge Wasser speichern, eignen sich hiermit also hervorragend zum Einsatz als Dauerstreu und auch Pflanzengrund. Gerade im Urlaub oder auch beim Transport, gewährleistet die langsame Verdunstung über einen längeren Zeitraum eine konstante Luftfeuchtigkeit, ohne dass großartig eingegriffen werden muss. Das macht den Spiderbrick zum unverzichtbaren Allrounder, weswegen es auch nicht wundert, dass er zu einem feststehenden Begriff geworden ist. Der Terminus hat sich nämlich so sehr eingebürgert, dass auch die Ziegel anderer Hersteller mittlerweile so bezeichnet werden, wenngleich das Original von Namiba stammt, was man seitens des Herstellers deutlich am ® dahinter sichtbar gemacht hat, um Verwechslungen zu vermeiden. Solange der Preis stimmt, spricht auch wirklich nichts dagegen, allerdings werden die Original-Bricks zuweilen schon mal für 1,50 pro Stück angeboten, ein Preis, für den man von nicht weniger namhaften Herstellern auf Börsen mindestens 2 Kleine, wenn nicht sogar schon einen großen 9 Liter-Ziegel bekommt. Nichtsdestotrotz ziehe ich hier ein Sternchen ab, zum einen wegen des komischen Geruches (den ich bei keinem anderen Hersteller in dieser Form je festgestellt habe) und wegen des Preises, denn Substrat in mindestens gleichwertiger Qualität gibt's auch wesentlich billiger.
So Long
Der Arachnoiden-Pharao
Warnhinweis:
Schnellklicker werden bis zum Hals in Terrarienhumus eingegraben – wenn Spinne kommt: weglaufen...äääh...will sagen: Viel Glück! ;-)
...
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Produktbeschreibung Namiba Terra The Spiderbrick
Technische Daten und ProdukteigenschaftenTerrarien-Einstreu aus Kokosfasern - Der Spiderbrick (tm) ist eine spezielle 160g-Packungsgröße für Spinnen- u. Insektenterrarien, die nach dem Aufquellen mit Wasser etwa 2 Liter gebrauchsfertiges Substrat (Bodengrund) ergeben. Ansonsten ist der Inhalt identisch mit dem (größeren) Cocobrick (tm) aus dem gleichen Hause.
Allgemeine Informationen Namiba Terra The Spiderbrick
gelistet seit: 08.01.2004
Hersteller: Namiba Terra weitere Namiba Terra Zubehör für WirbelloseBewertung durch unsere Mitglieder