Nikon Zoom Nikkor 50-300mm/ 1:4.5 ED
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 Kameraobjektiv
Platz 1000 in der Kategorie "Kameraobjektive". Das Zoom mit dem damals größten Zoombereich und einer konstanten Lichtstärke über den gesamten Zoombereich. 2200 g schwer und eine Frontlinse mit 95 mm ...mehr
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Nikon Zoom Nikkor 50-300mm/ 1:4.5 ED gebraucht & neu

Nikon Zoom Nikkor 50-300mm/ 1:4.5 ED Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Allgäuer

Ohne das lange dicke Ding macht es keinen Spass

ein Testbericht von 2003-03-16 19:59:50 vom 16.03.2003
Empfehlung: ja
Das ED-Zoom-Nikkor 1:4,5/50-300 hat damals, als es auf dem europäischen Markt eingeführt wurde, ganz schön reingehauen. Ein 6-fach-Zweiring-Zoom von 50 bis 300 mm Brennweite bei einer konstanten Lichtstärke von 1: 4,5, und dabei mit allerhöchstem Qualitätsanspruch. Auch bei mir hat es Spuren hinterlassen.

1. Auf dem Konto, denn 1986 hat das Objektiv gebraucht in gutem Zustand immerhin noch über 4000 DM gekostet.
2. In meinem Archiv, denn so ein Objektiv prägt die Art und Weise zu fotografieren und die Zahl der Aufnahmen nimmt deutlich zu.
3. Auf meinen Schultern, denn das Ding wiegt 2,2 kg.
4. In meiner Fototasche, denn fast 30 cm Baulänge sind kein Pappenstiel und eine Frontlinse von 95 mm Durchmesser will geschützt sein und sie muß Platz in der Fototasche finden.

Dieses Objektiv hat mich wie kein anderes seit 17 Jahren begleitet, Einfluß auf meine fotografische Entwicklung genommen und hat auf 4 Kontinenten alle Belastungen wie Regen, Schnee, Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Vibrationen, Schläge und Stöße, Staub und Strahlung, Klimaveränderungen usw. ausgehalten ohne Schaden zu nehmen. Es ist also ein optisch und mechanisch extrem robustes Objektiv, dem auch stärkste Beanspruchung nichts ausmacht. Es wurde natürlich von Nikon damals auch für Sportreporter entwickelt.

Die Abbildungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Über den gesamten Zoombereich bildet das Objektiv mit hervorragender Schärfe sowie mit überdurchschnittlichem Kontrast und hervorragender Brillianz ab, zeichnet sich durch eine neutrale Farbwiedergabe aus und leuchtet bei allen Brennweiten sehr gleichmäßig aus. Das ist wohl auf die Verwendung von ED-Gläsern zurückzuführen, die dafür sorgen, dass Nikkore mit der Bezeichnung ED im Namen, zu den weltbesten Objektiven gehören. Auch bei offener Blende kamen immer Spitzeneregebnisse heraus. Das Zoom ist auch heute noch konkurrenzfähig, was die Abbildungsleistungen angeht.

Die Optik ist allerdings sehr gewöhnungbedürftig. Mit den beiden Einstellringen für Brennweite und Fokussierung kann nicht jeder gleich problemlos umgehen, denn die Hand, die das Objektiv führt, muß ja außerdem 2200 g tragen. So richtig gut kommt man mit einer Kombination aus Camera, Motor und dem Zoom erst nach einer gewissen Einarbeitung zurecht. Dann aber ist die Ausrüstung sehr gut ausbalanciert und liegt gut in der Hand. Mir sind Aufnahmen mit 1/60 s und voller Brennweite gelungen die durchaus noch als „gestaltet scharf“ bezeichnet werden können. Für eine Dokumentation oder Reportage in der Tageszeitung allemal genug.


Am liebsten mag ich das Objektiv mit der FA und dem MD 15 oder mit der F 3 und MD4. Durch häufiges Benutzen wird man mit diesem Objektiv nach einiger Übung sehr schnell. Blende, Brennweite, Focus, alles geht dann wie von selbst. Durch die Belichtungsautomatiken der Cameras braucht man sich nur noch dann um die Belichtung zu kümmern wenn man mit der 08/15 Messung und Einstellung nicht zufrieden ist. Die ist jedoch bei der FA überdurchschnittlich gut, sofern es sich um Aufnahmen im Querformat handelt. Durch den großen Brennweitenbereich ist es ein optimales Arbeitsgerät für Urlaubs- und Reisefotografie, für Sportaufnahmen, für Landschaftsfotografie und Tieraufnahmen und wegen der relativ großen Öffnung können auch gut freigestellte Portraits gemacht werden.

Das faszinierende ist, dass man von 300 mm Brennweite blitzschnell wieder im Bereich eines Normalobjektives ist, und das ohne die Schärfe verändern zu müssen. Kurz ein universelleres Objektiv, das für so viele Arten der Fotokunst gleichermaßen gut geeignet ist gab es nicht vorher und gibt es auch seit dem nicht mehr. Egal ob im Gegenlicht, bei Nacht oder mit Infrarotfilm im Nebel. Mein 50-300 ED macht immer eine hervorragende Figur.

Es gibt teurere, kleinere, leichtere, Objektive, manche haben einen größeren Zoombereich, oder eine größere Öffnung, aber keines vereint so viele positive Eigenschaften nebeneinander ohne dass dem Nutzer Kompromisse besonders negativ auffallen würden. Nikon baut seine Geräte für den praktischen Einsatz. Das sieht man z.B. daran, dass das Objektiv eigene Befestigungsösen besitzt, an denen ein zusätzlicher Camerariemen befestigt werden kann. Für ein Objektiv mit über 2 kg Gewicht eine angenehme Sache. Für das Camerabajonett schonend und lebensverlängernd.

Der Fairness halber muß ich sagen, dass es Freunde gibt, die dieses Objektiv ganz anders sehen wie ich. Für die ist mein Liebling ein riesiger unförmiger Klotz, der einem das Fitnesscenter ersetzt. Das sind aber auch diejenigen die Leichtbau und Autofocus einer soliden Metallfassung mit manueller Bedienung vorziehen. Beim Begutachten der Ergebnisse sind wir uns dann aber wieder alle einig. Spitzenklasse! Das trifft in nur wenig eingeschränktem Rahmen auch dann zu wenn ich das Zoom im Notfall mit Hilfe eines Nikon TC 201 zur Übertüte gepusht hatte. Auch so kann man immer noch von sehr guter Bildqualität sprechen. Dass diese Lösung aber eine ganze Menge Licht oder ein sehr schweres Stativ erfordert muß wohl nicht besonders erwähnt werden.

Man muß außerdem berücksichtigen, dass dieser Brennweitenbereich damals nur mit mindestens 3 Objektiven abgedeckt werden konnte.Die wären dann zusammen vielleicht etwas billiger gewesen aber auch nicht leichter und bezüglich der Handhabung ist der ständige Objektivwechsel sicher auch nicht besser.


Vor ein paar Jahren habe ich dem Objektiv eine Generalüberholung direkt bei Nikon gegönnt. Das hat fast soviel gekostet wie ein modernes AF-Zoom mit annähernd gleichem Brennweitenbereich. Über mechanische und optische Qualitäten dieser Billigzooms will ich hier aber nicht referieren.

Zum Schluß noch ein paar technische Daten, weil es für dieses schöne Stück ja keine Prospekte mehr gibt:

Typ: 6-fach Zoomobjektiv
Aufbau: 6 Linsen in 5 Gruppen
Gewicht: 2200 g
Brennweite: 50-300 mm für Kleibild
Bedienung: Zweiringzoom
Naheinstellung: 2,5 m
Anschluß: AIS-Kupplung
Besonderes ED-Glaselemente für Brillianz und Schärfeleistung
Stativring
Filtergewinde E 95
Befestigungsöden für Camerariemen

Einige weinige Nachteile konnte ich aber auch an diesem Objektiv entdecken.
Die Sonnenblende könnte teleskopierbar eingebaut sein anstatt einer Aufschraubblende. Durch die große Frontlinse ist das Verwenden von Filtern eine koststpielige Sache. Eine Filterschublade hätte den Nutzwert diese Objektivs nochmals wesentlich verbessert. Im Vergleich zu den Qualitäten des ED-Zoom-Nikkors 1:4,5/50-300 fallen diese „Mängel“ kaum ins Gewicht,

Zusammenfassend will ich betonen, dass mit diesem Objektiv sicher ca. 60 –70 % aller meiner Bilder aufgenommen worden sind. Der damals unverschämt teure Preis von über 5000 DM neu hat dazu geführt dass nur wenige Fotografen dieses Objektiv geordert haben. Es hat also einen gewissen Seltenheitswert. Nicht jeder kann sich mit diesem schweren Riesenteil anfreunden, diese Objektiv polarisiert, aber bei mir war es Liebe auf den ersten Blick.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Produktbeschreibung Nikon Zoom Nikkor 50-300mm/ 1:4.5 ED

Technische Daten und Produkteigenschaften
Das Zoom mit dem damals größten Zoombereich und einer konstanten Lichtstärke über den gesamten Zoombereich. 2200 g schwer und eine Frontlinse mit 95 mm Durchmesser hatte sonst kein anderes Zoom zu bieten. Durch Verwendung niederbrechender Gläser (Nikon bezeichnet diese Objektive mit dem Kürzel ED) war das Zoom Nikkor selbst manchen Festbrennweiten seiner Zeit überlegen.
Allgemeine Informationen Nikon Zoom Nikkor 50-300mm/ 1:4.5 ED
gelistet seit: 25.09.2003
Hersteller: Hersteller: NikonNikon, www.nikon.de/
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