SIMM PS/2 32.0 MB Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Guter alter RAMbo der PCs von gestern!
ein Testbericht von Herr_Tom2007-01-14 17:09:23vom 14.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Sind sehr robust, auch noch heute bei älteren PCs gut verwendbar, super billig bei Online-Auktionen zu haben...Nachteile/Kritik: Sind nicht für die aktuellen PCs zu gebrauchen
Als wichtigen Bestandteil jedes PCs gehört seit jeher der sogenannte ArbeitsSpeicher, den man, um es einfach auszudrücken, für ein reibungsloses Arbeiten am PC benötigt.
Während vor rund 10-12 Jahren in den PCs der Arbeitsspeicher mit den 30poligen Simm-Modulen gebildet wurde, folgten die sogenannten PS/2 Module, die heutzutage gleichermaßen als antik zu bezeichnen sind, da sie in den aktuellen PCs keine Verwendung mehr haben.
Da es allerdings durchaus auch noch Leute gibt, die auf diese Speichermodule zurückgreifen, weil man noch einen alten Zweit- oder Dritt-PC hat, gerne bastelt oder auch vielleicht einfach nicht das Geld für neuere PC-Komponenten ausgeben wollen, bekommt man die PS/2-Module durchaus auch noch heute zu kaufen.
Ich selbst hatte diese RAM-Bausteine bis Ende 2000 bei mir im Einsatz bis ich mir dann einen neuen PC mit Dimm-Speichermodulen zulegte. Während man für 32 MB der PS/2-EDOs bzw. FPM zum damaligen Zeitpunkt umgerechnet rund 30 Euro hinlegen musste, bekommt man sie heutzutage in erster Linie bei den Online-Auktionen und das gewissermaßen hinterher geschmissen.
- Technische Daten -:
Die PS/2-Module haben eine 72polige Bauform und eine Datenbreite von 32 Bit. Ihre Geschwindigkeit liegt bei 60 bzw. 70 Nanosekunden.
Man unterscheidet diese Module zwischen EDO und FPM (Fast Page Mode). Der Unterschied liegt darin, dass die EDO-RAMs gleichzeitig ausgelesen und beschrieben werden können, während bei FPM-Speicher, die ich in diesem Fall selbst hatte, erst eine Löschung des Inhaltes erfolgen muss, bevor eine neue Beschreibung stattfinden kann. Dies hat letztendlich zur Folge, dass die EDO-Rams, die vorwiegend in Pentium I-Rechnern sowie in Systemen mit AMD oder Cyrix Prozessoren für Sockel 7 eingesetzt werden, bis zu 15 Prozent schneller sind als die FPM-Speicher, die auf einigen Motherboards aber durchaus zusammen mit EDOs eingestetzt werden können.
Die Bestückung der Speicherbänke erfolgte in den älteren Pentium I Motherboards paarweise aufgrund der dort vorhandenen Gesamt-Datenbreite von 64 Bit.
- Einsatz der PS/2-Module -:
Wie schon erwähnt lohnt sich der Einsatz dieser Speichermodule vor allem dann, wenn man aus einem alten PC noch etwas an Leistung herauskitzeln kann, was vor allem auch dann sinnvoll ist, um mit einem Betriebssystem wie Windows ME einfach ein zügigeres schnelleres Arbeiten zu ermöglichen, was zumindest einen Arbeitsspeicher von 64 MB voraussetzt.
Interessant ist die Tatsache, dass auch Motherboards existieren, auf denen man sowohl die PS/2 Module als auch
Dimm-Module einsetzen kann. Auch diese bekommt man zum Beispiel bei den zahlreichen Online-Auktionen wie beispielsweise von der Marke Chaintech das 5 TDM M101, das neben vier PS/2 Steckplätzen noch zusätzlich zwei Dimm-Steckplätze besitzt. Ein gleichzeitiger Einsatz beider Module ist in der Regel jedoch nicht möglich, da die Betriebsspannung der PS/2 Module mit 5 Volt höher ist als die der Dimm-Module, die bei 3,3 Volt liegt und bei gleichzeitigem Einsatz die Dimms dann unbrauchbar macht.
- Erfahrung -:
Im Einsatz hatte ich diese Module eigentlich relativ lange, zuerst auf dem genannten Motherboard der Marke Chaintech und zuletzt hatte ich ein älteres Gigabyte AT-Motherboard der Pentium I Generation damit bestückt
Die darin vorhandenen vier Steckplätze wurden mit zwei der 32 MB FPM-Modulen und mit zwei 16 MB EDO-Modulen versehen.
Die Module hatte ich online bei Ebay
erworben, wobei ich für die beiden 32 MB umgerechnet um die 40 Euro bezahlt hatte und für die 16 MB etwa die Hälfte.
Die Funktionalität der Module war von Anfang an trotz ihres gebrauchten Zustands einwandfrei, sodass demzufolge die Funktionalität in keinster Weise zu beanstanden war. Die FPM-Module arbeiteten mit den EDO-Modulen problemlos zusammen.
Umfangreichere Programme und Grafiken ließen sich ohne größere Verzögerungen öffnen und auch Internetaufenthalte waren für damalige Verhältnisse keine allzu nervende zeitraubende Angelegenheit. An Abstürze oder diverse Systemstillsände kann ich mich nicht erinnern.
Der PC mit dem darin befindlichen MB und den Speichern habe ich heute noch für den äußersten Notfall, gelegentlich kommt dieser auch noch mal zum Einsatz, wenn man eine alte Software aufrufen möchte, die man beispielsweise unter XP nicht mehr zum Laufen bekommt oder auch so etwas abrufen möchte.
- Fazit -:
Alles in allem bleibt als Fazit zu den PS/2 Modulen zu sagen, dass jemand, der einen aktuellen Rechner hat oder sich einen neuen Rechner zulegt, sich damit logischerweise nicht mehr auseinandersetzen wird, es sei denn er interessiert sich generell für Computer und bastelt auch gerne an ihnen herum wie ich es tue. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch noch einen Zweit-PC für alle Notfälle, der mit diesen Modulen ausgestattet ist oder man will einfach an Altbewährtem festhalten, dann sind Kenntnisse darüber sicherlich nicht ganz für die Katz.
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