Im Juni hatte ich das Vergnügen diese Attraktion Océanopolis in Brest kennen zu lernen.
Was ist das Océanopolis?
Im Prospekt heißt es: Themenpark der Weltmeere.
In anderen Städten spricht man vom Aquarium oder vom Meeresmuseum.
Das Océanopolis besteht aus 3 Pavillons, in denen die verschiedenen Weltmeere und deren Bewohner auf wunderbare Weise gezeigt werden.
Diese 3 Pavillons liegen in einer weitläufigen parkähnlichen Gelände und sind durch einen Rundgang miteinander verbunden. Außer den 3 Pavillons befinden sich noch Restaurants, Boutiquen für Geschenke, Bekleidung, Spielzeug, Schmuck, Bücher und Multimedia, eine Bücherei und ein Spielplatz auf dem Gelände.
Ich war mit einer Gruppe dort zu Gast und wir wurden durch eine nette Französin, die recht gut deutsch sprach, geführt. Was ich anfangs nicht für möglich gehalten habe, wurde uns diese Führung, die 4 Stunden dauerte zu keinem Zeitpunkt langweilig oder zu lang. Zwischendurch legten wir eine Mittagspause ein und wir freuten uns, als es wieder weiter ging. Es war wirklich ein Riesenerlebnis und ich würde jederzeit ein 2. Mal hinfahren.
So nun habe ich genug geschwärmt und nun möchte ich die 3 Pavillons genauer vorstellen.
Mit welchem Pavillon man beginnt, bleibt einem selbst überlassen.
Ich beginne mit dem Pavillon der gemäßigten Breiten.
Zuerst nimmt der Besucher an einem simulierten Tauchgang teil. Dabei lernt man den Atlantik in verschiedenen Tiefen kennen. Nach dieser Erfahrung kommt man an die Becken mit den Haien unserer Meere. Stundenlang könnte man dort sitzen und den Bewegungen zusehen. Es gibt auch ein Seehundbecken und ein Quallenaquarium zu bestaunen. Interessierte Besucher erfahren viel zum Themenbereich Ozeanographie. Wie funktioniert Ebbe und Flut – ist eine der Fragen, die geklärt werden. Natürlich sollte man französisch können oder so eine nette Führung haben, wie wir sie erlebten. Aber auch ohne Erklärung gibt es mehr als genug zu sehen.
Eine besondere Attraktion für Kinder ist das Streichelbecken, wo sie Seegurken, Seesterne, Muscheln und anderes beobachten und auch mal berühren können.
Der 2. Pavillon ist der Polarpavillon.
Sehr beeindruckend ist das Multimedia-Schauspiel. Auf einer superbreiten Leinwand erlebt man das ewige Eis der Arktis und der Antarktis, fliegt mit einem Hubschrauber, sieht Pinguine und herrliche Naturaufnahmen. Dazu ertönt eine wunderbare Musik.
Ich musste mich immer mal im Raum orientieren, weil es mir schwindlich wurde, als ob ich an einem wirklichen Abgrund wäre.
Mit diesem beeindruckenden Erlebnis geht man dann weiter zu den Pinguinen.
Von 2 Seiten kann man in das Gehege schauen. Besonders schön war es, die Tiere auch unter Wasser beobachten zu können. Sie kamen direkt an die Scheibe geschwommen und schauten immer wieder aus dem Wasser heraus. Es sah drollig aus. Die Seehunde haben in ihrem Gehege sogar Packeis, damit sie sich fast wie zu „Hause“ fühlen können.
Der 3. Pavillon war dann der Höhepunkt für mich.
Im Tropenpavillon war ein wahres Feuerwerk von Farbe zu sehen. Die seltsamsten Farbkombinationen – z.B. rosa und gelb – konnte man bei den Fischen sehen. Ein besonderes Ereignis war dann die Fütterung der Fische. Ein Taucher stieg in das Becken hinein und fütterte die Fische mit der Hand. Teilweise sah man vor lauter hungrigen Fischen den Taucher nicht
mehr.
In diesem Pavillon sieht man ein Korallenriff, ein Tropengewächshaus und ein sehr großes Haifischbecken. Man steht dort auf einer Plattform und sieht durch ein riesiges Fenster die Haie. Wer müde Beine hat, kann dort auch eine längere Pause auf den Bänken einlegen und so die Tiere ausgiebig beobachten.
Das Océanopolis erreicht man über die Autobahn. An der Ausfahrt Brest-Hafen fährt man ab und dann ist der Weg gut ausgeschildert.
Die Adresse lautet:
Oceanopolis
29 275 Brest
Tel: 0298 344040
Das Aquarium ist ganzjährig geöffnet. Öffnungszeiten richten sich nach Saison und Witterung.
Preise: Erwachsene 13,50€
Kinder ab 4 10,00€
Eine Möglichkeit sich in deutscher Sprache weiter zu informieren gibt es unter:
http://www.parkscout.de
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In unserem Frankreich-Urlaub hatten wir die Gelegenheit, das
== Océanopolis in Brest ==
zu besuchen.
In unserem Ferienhaus lag ein Prospekt vom Océanopolis. Und obwohl er nur in Französisch war und sich meine Kenntnisse dieser Sprache auf einem eher geringen Niveau bewegen, sprachen mich doch die Bilder von riesigen Aquarien, Pinguinen, Robben und exotischen Fischen an. Und so viel Französisch konnte ich dann doch, um zu verstehen, dass es sich beim Océanopolis um ein großes Meeres-Aquarium handelt, welches das Leben in den Weltmeeren anschaulich darstellt.
Eine genaue Wegbeschreibung kann ich an dieser Stelle leider nicht geben. Die Adresse des Océanopolis gab ich ins Navi ein und es führte uns unter mehrmaligem Abbiegen und durch eine Menge Kreisverkehre durch Brest auf den riesigen Parkplatz des Meeresaquariums. Alles was ich zur Lage sagen kann, ist das das Océanopolis am östlichen Stadtrand in unmittelbarer Nähe des Yachthafens liegt.
Vom Parkplatz aus ist der Weg bis zum Eingang gut beschildert, so dass man ohne Probleme hinfindet.
Die Dame an der Kasse bemerkte schnell, dass wir nicht gut französisch sprachen und fragte, ob uns englisch lieber wäre. Als ich das bejahte, erklärte sie uns in sehr gutem englisch alles Wichtige: wo der Eingang ist, wo der Rundgang beginnt, das es kein Problem ist, mit Kreditkarte zu bezahlen, das der Prospekt einen Plan der verschiedenen Pavillons enthält, dass es für 5 Euro eine Informationsbroschüre zu kaufen gibt, dass die Eintrittskarten den ganzen Tag gültig sind usw.
Wir bezahlten pro Person 16,90 Euro (Erwachsener) und schon konnte unsere Reise durch die Weltmeere losgehen. Das Océanopolis ist in vier Pavillons aufgeteilt:
Im ersten Pavillon wird die Unterwasserwelt vor der Küste der Bretagne in verschiedenen kleineren und größeren Aquarien dargestellt. Die Beschriftung ist natürlich vorrangig auf Französisch, doch ein Großteil ist auch noch mal auf Englisch darunter geschrieben. Sehr selten gibt es noch den einen oder anderen Hinweis auf Deutsch. Aber das Englisch reichte mir, dadurch war das meiste verständlich. Hin und wieder war ich mir bei den Fischsorten nicht ganz sicher, denn so fit bin ich nicht in englischen Fischbezeichnungen. Aber für den Fall hatten wir ja auch noch das französische Wörterbuch dabei.
Also von der Verständigung her hatte ich dort keine größeren Probleme. Ohnehin gehe ich ja nicht vorrangig zum lesen in ein Aquarium.
Neben den Aquarien hingen immer kleine Schilder, die die Küste der Bretagne schematisch darstellten und den Teil, der in dem betreffenden Aquarium nachempfunden wurde, farbig markierte. So hatte man eine ungefähre Vorstellung, in welcher Tiefe und wie weit von der Küste die Fische vorkommen.
Besonderes Highlight des Bretagne-Pavillons war für das Robben-Becken. Man kann dort den Robben unter Wasser zuschauen. Zur Bequemlichkeit der Besucher sind vor vielen Aquarien Bänke aufgestellt worden. So haben wir uns also vor das Robbenbecken gesetzt und eine Weile zugesehen, wie die Robben munter herum schwammen.
Nach einem Besuch im großen Souveniershop des Océanopolis begaben wir uns in den nächsten Pavillon: den Pavillon Tropical.
Neben einigen Becken mit wunderschönen bunten tropischen Fischen, gab es dort ein großes Aquarium mit Haien und einem großen Schwertfisch.
Das war sehr beeindruckend. Man konnte das Aquarium auf verschiedenen Ebenen besichtigen und den Haien Auge in Auge gegenüber stehen.
Als nächsten besuchten wir einen Pavillon, in dem die Geschichte der Erforschung der Meere dargestellt wurde. Da hier aber mehr zu lesen als anzusehen war, blieb es für uns bei einem kurzen Rundgang, denn das meiste war nur in Französisch.
Zum Schluss gingen wir in den Pavillon Polaire, der das Leben in der Antarktis darstellt. Dort gibt es ein kleines 3D Kino, in dem man einen 10 minütigen Film über eine Forschungsstation in der Antarktis sehen kann. Die Sprachbarriere ist hier kein Problem, da der Film ausschließlich mit Musik unterlegt ist. Die Bilder von Robben, Pinguinen, Eisschollen und Schnee erklären sich eh von selbst.
Nach dem Film ging es weiter zum Pinguin-Becken. Man kann die Pinguine sowohl an Land als auch unter Wasser beobachten und ich habe das erste Mal „life“ einen Pinguin durchs Wasser fegen und springen gesehen. Ich hätte nie gedacht, dass diese putzigen Frackträger unter Wasser eine derartige Geschwindigkeit erreichen können. Wir verbrachten eine ganze weile damit, vor dem Pinguin-Becken zu sitzen und den süßen Tieren zuzusehen.
Am Schluss ging es noch an einem ausgestopften Eisbären vorbei und unser Rundgang war beendet.
Noch ein Wort zu Fotografien. Das Fotografieren ist prinzipiell erlaubt, allerdings hängen überall Schilder, das es verboten ist, ein Blitzlicht oder anderes Licht zu verwenden. Ich denke mir, dass es für die Fische und die anderen Meeresbewohner einfach zu störend wäre, wenn es ständig blitzt. Vor allem, weil einige Aquarien sehr dunkel sind, weil sie tief im Meer gelegene Orte darstellen, an denen es eben dunkel ist und die Tiere darauf eingestellt sind. Daher gebietet es schon der Respekt vor den Tieren, auf Blitzlichter zu verzichten.
Ich bin nun kein Experte darin, zu beurteilen, ob die Tiere wirklich 100% artgerecht gehalten werden und man kann das Thema „Tiere in Gefangenschaft“ prinzipiell sehr kontrovers diskutieren, was ich an dieser Stelle aber nicht tun möchte. Mein Eindruck war auf jeden Fall, dass man im Océanopolis sehr viel Mühe und auch Geld investiert hat, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu halten und zu zeigen. Die Aquarien bieten sehr viel Platz und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere. Auch der Umstand dass mindestens zwei Schulklassen das Aquarium an dem Tag besuchten, die anscheinend dort eine Art Unterricht erhielten und sich Notizen machten, zeigt wohl, dass das Océanopolis auch einen pädagogischen Auftrag erfüllt.
Für meinen Mann und mich hat sich der Besuch im Océanopolis auf jeden Fall gelohnt. Wir haben viel Beeindruckendes gesehen und den Tag sehr genossen. Man sollte sich auf jeden Fall einen ganzen Tag Zeit nehmen, denn es gibt sehr viel zu sehen und zu entdecken – und noch mehr, wenn man französisch versteht, denn dann gibt es zusätzlich auch noch viel zu lesen.
Wer in Brest ist, oder in der Nähe, sollte das Océanopolis unbedingt besuchen.
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