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Oddworld 2 - Abe's Exoddus
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Oddworld 2 - Abe's Exoddus
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Oddworld 2 - Abe's Exoddus

 PS1 Spiel
Platz 85 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Adventures & Rollenspiele / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Oddworld 2 - Abe's Exoddus Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • skuril, witzig, brutal, einfach grandios
  • Gute und witzige Animationen der Charaktere, gelungene Grafik und guter Soundtrack, keinerlei Übersichtsprobleme, viel Spielwitz und schräger Humor
Nachteile/Kritik
  • teilweise schwierig, Grafik
  • Angestaubt und unspektakuläre Perspektive in 2D, manchmal dämliche Sprungpassagen, die phasenweise nerven können, einmal durchgespielt, besteht die Gefahr, dass es ewig verstaubt
racheengel65

Exoddus---here come´s Abe

ein Testbericht von 2008-04-23 10:46:37 vom 23.04.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: skuril, witzig, brutal, einfach grandios...
Nachteile/Kritik: teilweise schwierig, Grafik
Was bewegt ein kleines grünes Männchen sich gefährlichen Gefahren auszusetzen? Richtig, er will seine Artgenossen retten und dafür nimmt er alles in Kauf, setzt sein Leben auf´s Spiel und wird letztendlich zum großen Helden.
Die Rede hier ist von Abe, dem kleinen grünen Mudokon, so heißt seine Rasse, die von den Glukkons versklavt worden sind und auf Rupture Farm als Arbeiter und Prügelsklaven gehalten werden. Abe´s Exoddus ist der bereits zweite Teil, der vom ersten Teil Abe´s Oddysee übergeht. Es handelt sich hier bei um ein Jumpf´n Run Spiel, welches durch seine schöne Grafik (2D) besticht und dadurch das unser Held Abe auch sprechen kann und noch andere tolle Sachen drauf hat, doch dazu später. Abe´s Exoddus ist ein Spiel für die Playstation 1. Ich glaube aber, dass man es auch für den PC kaufen kann. Ich habe allerdings beide Teile damals für die Playstation gekauft. Exodus habe ich mir über Ebay für ca. 9 Euro (gebraucht) ersteigert.

Auf diese Spiele bin ich damals durch Zufall gekommen. Ich kaufte mir in den 90zigern die Playstation, sie revolutionierte damals den Markt, vorher hatte ich noch ein altes Gerät von Nintendo, das Supernintendo und spielte dort fleißig Zelda und Secret of Mana. Damals hatte ich die Qual der Wahl, entwender die weitere Ausführung des Supernintendos zu kaufen, oder eben die Playstation. Meine Wahl fiel auf die Playstation, schon alleine wegen der CD´s, die ja robuster erschienen(Irrtum). Als ich mir das Gerät dann kaufte war eine Demo-CD dabei und auf dieser CD sah ich zum ersten mal Abe, im ersten Teil Oddysee und ich hatte mich sofort in das kleine grüne Etwas verliebt. Von da an spielte ich Oddworld andauernd. Vom ersten Teil wechselte ich dann zum zweiten, der mir genauso gut gefällt. Erst letztens habe ich mir die Spiele mal wieder herausgekramt, sowie meine Playstationkonsole, die langsam auf dem Schrank verstaubte. Seit einiger Zeit spiele ich nun wieder Oddworld ;o)) und es begeistert mich noch genauso wie früher. So, nun zum Spiel
`
@@@@@Hersteller@@@@@

GT Interactive Software GmbH
Warburgstr. 34
20354 Hamburg

dort ist der Kundenservice, falls mal was nicht in Ordnung ist mit der CD oder wenn man Fragen zum Spiel hat. Sicherlich gibt es auch Lösungshefte darüber, auch eine Internetseite www.oddworld.de gibt es für diese herrliche Kultfigur.

@@@@@Die Geschichte@@@@@

Bevor man das Spiel beginnt, kann man sich einige Videos ansehen, in denen man einen kleinen Einblick in das Spiel bekommt, bzw. um was es geht. Auch zwischendurch, also zwischen einigen Leveln werden Videos gezeigt, die meistens ganz lustig sind, obwohl das Spiel auch teilweise ziemlich brutal ist. Denn Abe´s Freund werden oft sehr makaber hingemetzelt. Auch Abe selbst kann auf erdenkliche Art und Weise sein Leben verlieren. Die Geschiche beginnt in einer Brauerei, aus der Abe versuchen sollte, möglichst viele seiner Artgenossen zu retten. Das skurile, die Brühe die dort gebraut wird, wird aus den Knochen der toten Mudokons hergestellt und macht Abe´s Freund süchtig, wenn sie davon trinken. Abe muß nun versuchen die Totenstadt zu finden, in der das Teufelszeug hergestellt wird, nämlich die Stadt Necrum. Sein weiter Weg führt ihn durch eine Wüste, durch die Mine und andere lebensbedrohliche Gegenden.

@@@@@Die Gegner@@@@@

Glukkons: Das sind die Bosse von allem, sie leiten das Knochenwerk und versklaven die Mudokons.

Sligs: Das sind die Handlanger der Glukkons und Aufpasser im Werk. Sie prügeln die Mudokons und sind ausgestattet mit Maschinenpistolen, von denen sie auch gebrauch machen. Auch die Sligs können sprechen und Geräusche von sich geben.

Scrabs: Diese kuriosen Tierchen findet Abe auf seinem Weg durch den Dschungel, doch sie lieben ihn nicht, sie sind spinnefeind und versuchen ihn zu kriegen. Und Abe hat keine Chance. Sie sind etwas langsamer als er und ungelenkt, doch wenn sie ihn mit ihrer spitzen Schnautze erwischen, ist es um ihn geschehen. Oh ja, und sie fressen ihn auch noch auf!

Paramites: Auch diese kleinen häßlichen Tierchen begegnen Abe in vielen Bereichen des Spiels. Ein Paramite alleine ist keine allzu große Gefahr, ausser man drängt ihn in eine Ecke, aber wehe es sind mehrere von ihnen zusammen, dann heißt es nur noch rennen und versuchen sich auf einen Vorsprung zu retten.

Creeches: Sie hängen an Bäumen, wie kleine Raupen, schlafen oft und Abe muß vorsichtig sein, dass er sie nicht weckt. Denn sie saugen sein Blut aus. Und sie können ihm folgen, auch auf die steilsten Klippen hinauf.

Fliegende Sligs: Die Variante der am Boden hausenden Bodyguards der Glukkons. Nur mit dem Unterschied, diese Art kann fliegen und wirft mit Bomben.

Slogs: So eine Art Hund, auch Begleiter der Sligs. Aber echt fies. Auch ihnen sollte man nicht zu nahe kommen.

Wie man sieht, hat der kleine grüne Kerl ne Menge zu tun, bevor er all seine Freunde retten kann und diese Fabrik zum stillstand bringt. Aber Abe ist auch nicht ganz ohne. Auch er hat so seine Fähigkeiten. Natürlich gibt es noch einige Gegner des kleinen Helden mehr. Hier habe ich nur die wichtigsten beschrieben.

@@@@@Abe´s Stärken@@@@@

Abe kann nämlich "chanten" und das heißt, er kann erstens seine Freunde durch das chanten retten. Wenn er chantet, ist es wie eine Art Meditation, ein Kreis aus Vögeln öffnet ein Portal, durch das seine geretteten Freunde fliehen können, auch ihn selbst kann dieses Portal an einen anderen Ort bringen. Doch nicht nur das, mit dem chanten kann er auch Besitz von einigen Kreaturen nehmen, so z B. von einem Slig. Nimmt er erst mal Besitz von ihm, kann er mit der Figur andere Sligs oder Feinde eleminieren. Verlässt er den Slig wieder und kehrt wieder in seinen eigenen Körper zurück, überlebt der Slig es nicht. Anders sieht es aber bei den Scrabs und Paramites aus. Auch sie kann Abe durch das chanten übernehmen, doch sie überleben seine Attacken, wenn er sie wieder los lässt. Es macht Spass mit einer durchs chanten übernommenen Kreatur durch das Gelände zu laufen. Man kann andere ausschalten, die Abe so nicht bekämpfen könnte. Öffnet Abe ausserdem noch einige Schlösser der Geister der Mudokons, kann er sich auch für eine kurze Zeit unsichtbar machen, aber wirlich nur für eine kurze Zeit ;o))

Auch sind noch andere Eigenschaften Abe eigen. Zwar kann er damit seine Feinde nicht in die Flucht schlagen, doch sie sind ein lustiges Tüpfelchen des Spiels, wie z. B. das Furzen, ja, Abe kann auch furzen und wenn er vorher eine bestimmte Brühe trinkt, kann er mit seinen Fürzen auch Bomben explodieren lassen. Abe kann auch seine Freunde Ohrfeigen, trösten, mit ihnen sprechen . Abe kann laufen, rollen, springen, schleichen, gehen, werfen und sich an Vorsprüngen hochziehen. Also so ganz hilflos ist der kleine Kerl gar nicht in dieser rauhen Welt.

@@@@@Die Umgebungen@@@@@

Abe´s Weg führt ihn durch verschiedene Landschaften, die allesamt gefährlich für ihn sind.

Necrum Minen: Dort werden die Knochen der Mudokons zu Soulstorm verarbeitet. Und dort arbeiten auch Abe´s Freunde.

Mundanchee-Grabstätten: Die Heimat der Scrabs auf der einen, und die Heimat der Paramites auf der anderen Seite.

Slig Kasernen: Auch dorthin führt ihn sein Weg, in die finsteren Kasernen der Sligs.

Zum Schluß steht nur noch die Soulstorm Brauerei auf Abe´s gefährlichem Weg, wo dann das Spiel auch endet, falls er alles erledigen kann.

@@@@@Aufgaben im Spiel@@@@@

Hier möchte ich einige der Aufgaben, bzw. Hindernisse beschreiben, die Abe enträtseln muß:

Geisterschlößer: Abe muß durch einfaches Draufschlagen auf das jeweilige Schloß, Geister befreien. Als Dank erhält er besondere Kräfte.

Bomben: Die muß Abe ausser Gefecht setzen, in dem er drauf haut, wenn die Bombe die Farbe grün hat, oder falls es geht, springt er einfach drüber.

Falltüren: Um Falltüren zu öffnen muß man an Hebeln ziehen.

Steinsäcke: Abe muß gegen diese Säcke springen, damit Steine herausfallen. Er braucht im Spiel teilweise Steine, um Bomben zum explodieren zu bringen.

Fleischsäcke: Auch gegen die muß er springen. Mit den herunterfallenden Fleischbrocken füttert er dann die Paramites.

Materientransporter: damit kann Abe sich von einem Transporter in einen anderen teleportieren, das dient ganz gut der Flucht von den lieben Tierchen im Land.

Lore: damit kann Abe eine zeitlang fahren und Bomben und Feinde mit platt fahren. Doch sollte er darauf achten, nicht aus Versehen auch seine Freunde damit zu plätten.

Es gibt noch viele andere Aufgaben, die der kleine grüne Held, der sich im späteren Verlauf des Spiels in Shrykull verwandeln kann, in so eine Art Überheld, erledigen muß.

Abe´s Exoddus ist ein umfangreiches Spiel, was man gerne immer wieder spielen mag. Gut, die Grafik ist eben die die für die Playstation 1 geeignet ist. Keine 3d Effekte, doch das ist mir eigentlich egal, denn das macht das Spiel nicht aus. Die Spannung, der Spass und der kleine grüne Held sorgen schon für ausreichend Unterhaltung. Man spielt Oddworld mit dem handelsüblichen Joypad. Die Steuerung des kleinen Helden ist eigentlich relativ einfach, wenn man sich mal durchgeklickt hat. Mit dem Sprechen hatte ich früher etwas Schwierigkeiten, da man auch die R1, 2 und L1, 2 Tasten mitbenutzt und gleichzeitig auch noch Kreis, Viereck usw. drücken muß. Ich bin am Anfang immer etwas durcheinander gekommen. Exoddus ist dem ersten Teil dieser Serie ähnlich, nur Abe kann in diesem Teil mehr. Es handelt sich bei Exoddus und auch Oddysee um Spiele, in denen es auf Schnelligkeit und Reaktionsvermögen ankommt, da man mit dem Helden keine Sekunge zögern darf, um seinen Feinden zu entkommen. Man muß viele Dinge fast gleichzeitig machen, rennen, springen, rollen usw. Sonst spielt man halt mit dem Leben des kleinen Abe.

Die Musik ist eher unheimlich, finde ich. Man kann im ganzen Verlauf des Spiels mehr oder weniger Dschungelgeräusche hören und falls Abe mal die Hufe hoch macht(das zeitliche segnet) wird die Musik ziemlich dumpf und gruselig. An Spannung fehlt es in diesem Spiel auf jeden Fall nicht. Am Anfang des Spiels wird während den einzelnen Aktionen gut erklärt, welche Tasten man drücken muß, bzw. welche Aktionen neu auf Abe zu kommen. Das ist ganz hilfreich wenn man das Spiel noch nicht kennt. Hat man dann alle Aktionen drauf und kann sie schon, wird dann natürlich nichts mehr großartig erklärt, ist ja auch nicht mehr notwendig, wenn man sich auf der Flucht befindet. Und das ist Abe nun mal, immer auf der Flucht.

Ich mag dieses Spiel, genauso wie seinen Vorgänger. Für mich ist Oddworld das A und O für die Playstation 1, vorausgesetzt man ist ein Jump`n Run Fan. Exoddus ist ein Bonusspiel der insgesamt 5-teiligen Serie von Oddworld. Das Spiel kann auch immer kurzzeitig abgespeichert werden, also nicht an irgendwelchen Speicherpunkten, das ist schon sehr hilfreich. Natürlich sollte man, wenn man aufhört zu spielen, es auf eine Speicherkarte abspeichern. Oddworld Abe´s Exoddus ist 1998 erschienen, als Nachfolger von Abe´s Oddysee
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
campino
campino, 05.07.2007
sh lg Andrea
ChiChi
ChiChi, 11.07.2007
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diana75
diana75, 23.07.2007
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Yasmeen

Abgedrehtes Hüpfabenteuer

ein Testbericht von 2004-10-21 10:03:40 vom 21.10.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Gute und witzige Animationen der Charaktere, gelungene Grafik und guter Soundtrack, keinerlei Übersichtsprobleme, viel Spielwitz und schräger Humor...
Nachteile/Kritik: Angestaubt und unspektakuläre Perspektive in 2D, manchmal dämliche Sprungpassagen, die phasenweise nerven können, einmal durchgespielt, besteht die Gefahr, dass es ewig verstaubt
Nun folgt ein Bericht von mir über ein Playstationspiel und zwar über ein Hüpfspiel, ein sogenanntes „Jump and Run“. Davon gibt bzw. gab es auf der Sony Playstation zwar so viele wie „Sand am Meer“, aber nur eine Minderheit verdient es in meinen Augen, überhaupt erwähnt zu werden, besonders deswegen, weil die Playstationspiele ja mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommen sind. „Abe’s Exoddus“ gehört meiner Ansicht nach jedenfalls zu den erwähnenswerten Hüpfspielen für die alte Spielkonsole Sonys und wieso das so ist, immerhin erschien dieses Jump and Run schon im Jahr 1999, erzähle ich Euch natürlich jetzt.

Bei der Hauptfigur namens Abe handelt es sich um eine eher merkwürdiges Wesen, er ist von seinem Äußeren her einem Außerirdischen nicht ganz unähnlich, zumindest so, wie wir uns einen solchen vorstellen. In der Tat gehört Abe der Spezies der Mudokons an, aber soll jetzt keine weitere Rolle spielen. Auf jeden Fall stecken seine Stammesbrüder wieder einmal ordentlich in der Klemme und wir ganz allein müssen die Sache erneut bereinigen und sind dabei nahezu völlig auf uns allein gestellt. Unsere Kameraden wurden nämlich diesmal entführt und in eine Brauerei verschleppt, wo sie einer Sklavenarbeit nachgehen müssen. Dies könne wir natürlich nicht so einfach dulden und so machen wir uns schleunigst auf den Weg in Richtung der Brauerei. Das Gemeine ist zudem dabei, dass sich die entführten Kameraden oft gar nicht ihrer schrecklichen Lage bewusst sind, denn nach vollbrachter Tagesarbeit werden sie mit dem produzierten Bier schlichtweg „abgefüllt“, so dass sie sich im Grunde schon nach wenigen Tagen wehrlos in ihr Schicksal ergeben haben und in der Regel nur noch so apathisch vor sich hinvegetieren. Denn anscheinend wurde es von den skrupellosen Besitzern der Brauerei geschafft, die bedauernswerten Opfer von dem Bier abhängig zu machen, bei eventuellen Widerstand droht einfach Bierentzug und diesen scheint niemand aus der Gruppe der Geiseln wirklich verkraften zu können. Dieser verheerende Zustand darf natürlich nicht länger andauern und so ist es wenig verwunderlich, dass wir den gemeinen Haufen der Sklaventreiber einmal ordentlich aufmischen müssen.

Doch wird unser Vorankommen erheblich erschwert und eigentlich gestaltet sich das Ganze doch deutlich schwieriger, als sich das der gute Abe zu Beginn wohl gedacht hat. Denn in den weitverzweigten Gängen und Katakomben der Brauerei wimmelt es nur so von Gegnern, die uns das Leben gehörig schwer machen wollen und dies im Grunde ja auch tun. Denn die Wachen und überhaupt die Angestellten der Brauerei sind nicht nur physisch stark, sondern verfügen auch über ordentlich Waffengewalt. Das Besondere an Abe ist allerdings nicht nur seine Geschicklichkeit, Wendigkeit, Ausdauer und gutes Reaktionsvermögen, sondern auch sein Spezialtalent, welches es ihm ermöglicht, sich in die Gehirnwindungen seiner Opfer praktisch hineinteleportieren zu können. Setzt Ihr zu Eurer entsprechenden Beschwörungsmelodie an und habt Ihr Erfolg, so erkennen Euch die Feinde gar nicht und denken zumindest, dass Ihr zu ihnen gehören würdet. In solch einem Fall sagt Ihr einfach nur ganz nett hallo und haut sie im nächsten Moment einfach um, so einfach geht das. Nun ja, so schrecklich einfach ist das zwar nicht, aber mit ein bisschen Übung solltet Ihr dieses wichtige Talent eigentlich ganz gut beherrschen können. Das Schöne bzw. Interessante an Abe’s Exoddus ist eben, dass Ihr andere Wesen manipulieren und diese dann steuern könnt, ein nicht alltägliches Feature in der weiten Welt der Jump and Runs. Doch nur mit dieser Spezialbegabung allein kommt Ihr auch nicht besonders weit, Ihr müsst auch schon andere Tricks drauf haben. Das Problem liegt eben auch bei den apathischen Freunden, die wir erst einmal aus ihrer Lethargie reißen müssen, um sie überhaupt befreien zu können. Dafür ist es nötig, sämtliche Geister der Vorfahren zu entfesseln, weitere Details erspare ich mir aber jetzt, wollte dies nur kurz anreißen. Auf jeden Fall ist für genug Abwechslung im Laufe des Spiels gesorgt, denn einerseits turnt Ihr durch die Fabrikanlagen der Brauerei und andererseits treibt Ihr außerhalb in freier Natur auf der Suche nach den Geistern der Mukodons Euer Unwesen. Dadurch wurde mir zum Glück nicht so schnell langweilig, wie ich es eigentlich anfangs so nach gut einer Stunde schon etwas befürchtet hatte, sehr schön.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, so ist dieser doch ziemlich moderat, eher leicht als zu schwer. Dies liegt wohl daran, dass Hüpfspiele generell erst einmal für die jüngeren Videospieler(innen) konzipiert wurden, denke ich. Denn auf Eurer langen Reise müsst Ihr eigentlich ziemlich viele Rätsel lösen, die aber nicht allzu schwer ausgefallen sind. Und die Geschicklichkeitspassagen, die ja bei Jump and Runs sehr zahlreich sind, gestalten sich deshalb als nicht so schwer, da wir nach einem großen Fehler bzw. dann, wenn wir das Zeitliche eigentlich segnen müssen, wieder am Levelanfang stehen und meistens nicht allzu viel Zeit verloren haben. Wäre dies nicht der Fall, wäre es genau umgekehrt, denn sehr oft sind mir gerade die Sprungpassagen misslungen und manchmal kam sogar etwas Frust auf. Außerdem können wir bequem fast überall zwischenspeichern, das war mir dann fast schon zu leicht. Die Kameraführung bzw. die Euch gebotenen Perspektiven sind zwar nicht sonderlich spektakulär ausgefallen, dafür aber sehr zweckmäßig. Dies liegt vor allem daran, dass wir es hier mit einem Adventure der noch „alten Schule“ zu tun haben, was bedeutet, dass 3D hier noch ein Fremdwort zu sein scheint. Abe’s Exoddus ist eben ein reines 2D-Adventure, wobei die einzelnen Bildabschnitte seitlich scrollen und dann ein bisschen nach oben und wieder nach unten, das war es. Dass diese Art der Präsentation ihre Vor- und Nachteile hat, dürfte jedem klar sein, zugegebenermaßen war das auch damals schon eigentlich nicht mehr so ganz Standard. Aber okay, dafür legten die Entwickler offensichtlich eine Menge Wert darauf, dass viel Spielwitz und schräger Humor in diesem Abenteuer enthalten sind, das lenkt dann doch zumindest etwas von der leicht angestaubten Präsentation ab. Die Grafik und der Soundtrack halten sich in qualitativer Hinsicht ungefähr die Waage, beide siedeln sich klar im oberen Bereich an. Denn trotz der etwas altbackenen 2D-Präsentation sind sowohl die Figuren als auch die Hintergründe sehr detailliert gezeichnet, speziell die Bewegungsabläufe der Charaktere sind nett anzuschauen. Überhaupt ist das Design der Level sehr farbenfroh ausgefallen, wobei das Ambiente in den Fabrikanlagen naturgemäß eher düster ist. Was den Soundtrack angeht, so gefallen nicht nur die fröhlichen wie auch dramatischen Klänge, sondern besonders die gute deutsche Sprachausgabe, hier war ich doch positiv überrascht.

Dieses Jump and Run muss man zwar heutzutage nicht mehr unbedingt haben, doch als Besitzer(in) einer Sony Playstation und Fan von Hüpfspielen sollte man sich den Kauf dieses etwas abgedrehten Abenteuers ruhig einmal durch den Kopf gehen lassen, denn dafür sorgt allein schon der Witzpreis (höchstens noch 10€, wenn überhaupt), so denke ich jedenfalls. Klar, dass die Präsentation in 2D etwas angestaubt wirkt, doch dafür habt Ihr nie Probleme mit Kameraschwenks und verliert auch nie den Überblick. Als Trost sind die Figuren wirklich sehr gut animiert und auch die Hintergründe glänzen durch satte Farben. Wer von Euch dann noch ein Faible für schrägen Humor hat, der dürfte hier doch voll auf seine Kosten kommen, denn der Spielverlauf an sich ist nicht nur sehr eigenwillig, sondern wird Euch witzig und zugleich auf interessante Art und Weise präsentiert. In spieltechnischer Hinsicht wurde ganze Arbeit geleistet, hier solltet Ihr Euch eigentlich über nichts beschweren müssen. Nervige Sprungpassagen mit manchmal ganz leicht aufkommendem Frust werden durch die fast permanente Möglichkeit des Abspeicherns halbwegs kompensiert. Alles in allem habe ich keinerlei Bedenken, Euch dieses Abenteuer für die Sony Playstation auch heute noch empfehlen zu können.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
schwebi

Abe ist wieder da...

ein Testbericht von 2003-03-09 15:05:46 vom 09.03.2003
Empfehlung: ja
STORY
------
Ja, der kleine quirlig grüne Kultheld ist zurück. Seine Freunde wurden ein weiteres Mal gefangen genommen und du bist der einzige, in er Rolle Abe's, der sie retten kann. Im großen und Ganzen ist es fast wie der erste Teil, aber auch nur fast. Denn diesmal geht es nicht nur darum in einer Fleischfabrik deine Freunde zu befreien sondern auch in Minen, Landschaften etc.. Ausserdem tauchen weitere neue Feinde auf und sie sind ein wenig agressiver als im Vorgänger. Was auch neu ist, dass du deine Furze mithilfe des "chants" mit dem man auch in die Gedanken seiner Feinde eindringen kannst, lenken kannst und zum explodieren bringen, was bei diesem Teil wirklich hilfreich ist. Der Schwierigkeitsgrad hat sich wirklich um einiges erhöht. So sind z.B. auch viele bis sehr viele Gegner in einem Raum und man muss wirklich gut überlegen, wie man diese los wird, da man sonst sein Leben verliert.
Auch in diesem Teil muss man viel springen und einige Hüpfpassagen bringen einen echt zum Verzweifeln.
Das komplette Spielende und der Abspann ist erst zu erreichen, wenn du alle 100 Freunde gerettet hast, was das Spiel nicht gerade vereinfacht. Ich hab nur 99 gefunden...
Neu ist auch, dass Abe's Freunde verschiedene Stimmungen haben, so sind sie z.B. traurig oder wütend. Je nachdem, wie sie drauf sind, kannst du sie auch schlagen oder streicheln um ihr Vertrauchen zu erlangen, dass sie Dir folgen und gerettet werden.

GRAFIK
-------
EIn sehr detailgetreues 2D Jump-Run, mit 3D-Video-Sequenzen; ich habe weder Grafikfehler gefunden, noch hat es geruckelt. Das einzige was mich manchmal gestört hat waren die langen Ladezeiten zwischen den Einzelnen Passagen.

GAMEPLAY
---------
Sehr gute Steuerung,vor allem reagiert die Figur sofort auf Knopfdrücke (was auch zwingend notwenig ist); eine flüssige Steuerung, ohne dass es hakt, Respekt!
Mit Dreieck hält man sich fest, mit R1 läuft man, mit X springt man und Kreis ist der "benutzen" Knopf, mit dem man auch andere Figuren schlagen oder streicheln kann. Und mit den hinteren L/R Knöpfen kann man "chanten" und somit seine Furze lenken oder aber in andere Personen hineingehen.

FAZIT:
------
Eine echt gute Fortsetzung mit coolen Neuerungen und einer ganzen Menge spaßigen Ereignissen. Nur der hohe Schwierigkeitsgrad macht einem manchmal zu schaffen, aber da kann man auch drüber hinwegsehen.
Alles in allem lohnt es sich, dieses Spiel zu kaufen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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