Ogg Vorbis Audiotools Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (5.0 von 5)
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Bewertungsverteilung:
Vorteile
sowohl Player, Encoder, Decoder und Format sind abolut FREI von Patenten und Lizenzrechtlichen Punkten, selbe, wenn nicht bessere Qualität wie MP3
ohne Einschränkungen nutzbar, bessere Qualität und bessere Kompression
Nachteile/Kritik
nicht so bekannt/verbreitet wie MP3, noch nicht von jedem Player unterstützt
alle reden nur von MP3
OGG vs MP3
ein Testbericht von MOFFt2003-06-24 21:30:59vom 24.06.2003Empfehlung: ja
Vorteile: sowohl Player, Encoder, Decoder und Format sind abolut FREI von Patenten und Lizenzrechtlichen Punkten, selbe, wenn nicht bessere Qualität wie MP3...Nachteile/Kritik: nicht so bekannt/verbreitet wie MP3, noch nicht von jedem Player unterstützt
Wer kennt MP3? Mittlerweile sicherlich fast jeder.
Wer kennt jedoch OGG? Hier werden die Stimmen sicherlich schon weniger, obwohl sich jeder MP3-Begeisterte dieses Format zumindest mal ansehen sollte ... WARUM? Das erfährst du in diesem Bericht über OGG-Vorbis.
=ALLGEMEINES===
Musikdaten in digitaler Form gibt es ja schon des längeren als WAV oder AU-Format. Vor allem fürs Internet hatten diese Formate aber den Nachteil, da sie sehr gross sind. So hat ein durchschnittlicher Song schon mal 40 MB und mehr im WAV-Format.
Daher hat sich im Laufe der Zeit ein noch relativ neues Dateiformat MP3 entwickelt, dass die Musikdateien stark komprimieren kann, ohne einen merklichen Qualitätsverlust einzubüssen. Spezielle MP3-Player können diese Musikdateien dann wiedergeben, die so meist nur mehr ein Zehntel der Original WAV-Datei benötigen.
So ist heute MP3 sicherlich das derzeit gängigste Audioformat im Internet und sicherlich jeder von Euch hatte schon mal Kontakt mit einer solchen Datei.
=DER HAKEN AN MP3===
Warum sollte man sich also um etwas anderes umsehen, wenn es MP3 gibt?
Nun ja - das Verfahren, wie man MP3 erzeugt ist von der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt, aber auch patentiert worden (Patente im Softwarebereich, die in letzter Zeit auch immer stärker in den europäischen Raum drängen, sind meiner Meinung nach sowieso nur Entwicklungshemmend und stellen kleinere, finanzschwächere, innovative Softwarehersteller/Programmierer nur Hürden in den Weg ... aber das ist ein anderes Thema).
MP3-Encoder, welche man zum Erzeugen der MP3 benötigt und auf den Fraunhofer Encodern basieren müssen lizensiert werden ... selbst wenn sie so wie unter Linux gratis vertrieben werden (der wohl bekannteste MP3-Encoder ist hier wohl lame)
Der originale Fraunhofer MP3-Encoder kostet scheinbar satte 200 Dollar und kommt für Private sicherlich nicht in Betracht.
Zwar können meines Wissens nach MP3-encoder noch über Länder vertrieben werden in denen die MP3-Patente nicht gelten, aber das könnte in Zukunft auch wegfallen und jeder MP3 Freak hätte evtl. mit Lizenzproblemen zu kämpfen.
Natürlich hatte das die Opensource Bewegung schon länger im Blickfeld und entwickelte ein wirklich freies Konkurenzformat zu MP3 --> OGG Vorbis
=OGG-Vorbis===
Die wesentlichen Unterschiede von OGG zu MP3?
OGG ist frei (sowohl das Format selbst, die Encoder, wie auch die Decoder und Player)
So habe ich hier auf meinem Linux System oggenc, der mir WAVs flott und sauber in .ogg Songs umwandelt. Spezielle Vergleiche zu MP3 habe ich noch nicht durchgeführt, jedoch schon des öfteren gelesen OGG sei sogar noch eine Spur komprimierter bei gleicher Soundqualität.
Mittlerweile können auch schon die meisten gängigen Player (xmms, freeamp, meiner Meinung auch winamp) ogg-Songs abspielen, ansonsten gibt es ogg-patches für die einzelnen Programme oder spezielle ogg-Player (ogg123)
Wie die aktuellen mobilen MP3-Player bzw. MP3-Player für Steroanlage oder Auto inzwischen mit OGG Songs umgehen können, kann ich nicht sagen, einigen Aussagen von Käufern zufolge jedoch noch sehr sporadisch bzw. gar nicht (evtl. vor einem anstehenden Kauf dahingehend informieren - nicht dass man sich einen tollen MP3 Player kauft, sich in Zukunft rechtlich aber keine kostenlosen MP3 mehr erzeugen darf)
Auf meinem Rechner habe ich mit OGG-Dateien keinerlei Probleme und per Skriptläufe sind
sämtliche Dateien auch schnell und problemlos umgewandelt in OGG.
=ZUSAMMENFASSUNG===
Bedenkt bitte in Zukunft die (lizenz)rechtlichen Hintergründe bei MP3 Dateien, besonders wenn ihr vorhabt solche ins Netz zu stellen -> sattelt statt dessen um auf das FREIE OGG-Format, ich bin mir sicher ihr werdet es nicht bereuhen ... alle nötigen Infos dazu gibts auch im Netz unter www.vorbis.com (hilfreich auch diesen Link zu setzen, falls ihr einen OGG-Song auf eurer homepage platziert)
Ich kann allen (digitalen) musikbegeisterten Anhänger nur wärmstens OGG empfehlen, und zwar nicht nur weil ich FÜR Opensource / Linux bin, sondern auch weil OGG keinesfalls schlechter ist als MP3 dafür aber FREI von (lizenz)rechtlichen Problemen.
Ich denke ich konnte mit diesem Bericht wieder einigen neue Blickwinkel und Infos geben und würde mich über Kommentare (was habt ihr in Verwendung, würdet ihr Umsatteln auf OGG?) freuen ...
... happy FREE sound with OGG ... heute schon geMOFFt?
...
ein Testbericht von Ruhollah2003-06-28 12:07:55vom 28.06.2003Empfehlung: ja
Vorteile: ohne Einschränkungen nutzbar, bessere Qualität und bessere Kompression...Nachteile/Kritik: alle reden nur von MP3
OGG Vorbis kommt auch bei mir zum Einsatz. Kennengerlernt habe ich dieses Format im Februar, als ich meine Schubert-CD einlesen wollte und ich natürlich zuerst an MP3 gedacht habe. Ich wunderte mich, warum kein MP3-Kodierer bei Debian dabei war und frage im Debianforum nach und ich bekam die Antwort, ich möge doch Ogg-Vorbis benutzen. Und ich bin total begeistert von OGG Vorbis.
Es gibt zwar auch einen MP3-Kodierer für Linux (Lame), aber dieser darf nicht aufgrund patentrechtlicher Bestimmungen und der in der Quere stehenden Debianphilosophie nicht bei Debian mitgeliefert werden. Es ist so, dass das Institut Fraunhofer ein Patent auf MP3 hat; alle, die einen MP3-Kodierer anbieten, müssen an das Fraunhofer-Institut zahlen. Es gibt ? so glaube ich ? aber auch MP3-Kodierer, die ohne Lizenz arbeiten dürfen, die haben aber dann eine eingeschränkte Funktionalität und Qualität. An sich bin ich kein Gegner von Patenten und halte die Vorgehensweise in Sachen MP3 für vernünftig, anders als manch andere Patente, zum Beispiel das Gif-Format, bei dem der Patentinhaber erst alle Leute dieses Format scheinbar kostenfrei zur Verfügung gestellt hat und anschließend Internetseitenbetreiber zur Kasse bittet. Das Lura-Wave-Format (Grafik) ist dagegen vorbildlich, da man, wenn man z. B. mit dem IrfanView LWF-Dateien erzeugen möchte, auf die Restriktionen hingewiesen wird. Wer die volle Qualität und Kompression haben möchte, der zahlt einen bestimmten Betrag und dann darf er es machen. Warum soll man nicht für etwas zahlen, was wirklich gut ist? Die Patentgeschichte wird schlimm, wenn der Nutzer nicht aufgeklärt und im Nachhinein zur Kasse gebeten wird und wenn Beamten von den Patentämtern meinen, auf essentielle Dinge Patente zu erlauben. Es ist schon irrwitzig, dass Reiter in grafischen Benutzeroberflächen patentiert sind, obwohl sie nur eine Nachbildung von Karteikarten mit entsprechenden Reitern sind. Irgendein Filmkonzern wollte sogar im Nachhinein den Hyperlink patentieren und Geld einsacken, weil in irgendeinem alten Film angeblich ein solcher Hyperlink schon zu sehen war. Mit krimineller Energie werden Patente auch schon missbraucht, z. B. von Druckerherstellern, die jedes einzelne Bauteil der Druckerpatrone patentieren und es damit der Konkurrenz schwer machen und Wettbewerb verhindern.
Zurück zu Ogg-Vorbis. Da ich nicht bereit bin, mir einen MP3-Kodierer zu kaufen, raubzukopieren oder Qualitätseinbußen hinzunehmen und weil Lame schon bei der Installation mir zu unheimlich war, habe ich natürlich Ogg-Vorbis ausprobiert und bin wirklich zufrieden. Ogg-Vorbis hat eine bessere Kompression und eine bessere Qualität als MP3. Ich konnte Ogg-Vorbis auch sofort mit XMMS, Freeamp oder MP3-Blaster abspielen; WinAmp und andere Windows-Abspielprogramme beherrschen dieses Format auch längst. Einziger kleiner Nachteil sind die kleinen feinen MP3-Geräte, die leider kein Ogg-Vorbis beherrschen. Aber es gibt Enthusiasten, die versuchen, Ogg-Vorbis-Dekoder-Software nachträglich aufzuspielen.
Unter Linux sind CDs mit cdparanoia ruckzuck eingelesen; dann liegen die Dateien als WAV-Dateien vor. Diese können dann mit oggenc umgewandelt werden; das geschieht relativ rasch. Mit ogg123 ist es sogar möglich von der Kommandozeile aus Ogg-Vorbis-Dateien abzuspielen. Ich habe schon über 400 MB an Ogg-Vorbis-Daten auf der Platte: Schubert, Beethoven, Debussy, Ravel usw. Klassische Musik kann man mit Ogg-Vorbis wunderbar genießen, denn ich habe mit ca. 110 kb/s das Ganze kodiert.
MP3 ist, wenn man nicht dafür bezahlen will, auf 80 kb/s beschränkt.
Dass ich Ogg-Vorbis gerne empfehle, hat v. a. damit zu tun, dass Ogg-Vorbis besser ist und weil ich verhindern will, dass jemand kriminell wird, nur weil er ein MP3-Kodierprogramm raubkopiert; es ist ja selten, dass jemand so ein Programm kauft. Ich hatte auch schon den Fall, dass jemand seine CDs in den Rechner einlas und das ganze Geschunkel in das Microsoft-Format (WMF) kodierte. Übrigens ist das das Schlimmste, was man machen kann! Denn beim Einlesen der CDs hat das Kodierprogramm (ich glaube der Windoof-Medienspieler) Schlüssel angelegt und auf der Festplatte gespeichert. Das soll wohl dazu führen, dass die Dateien ausschließlich auf diesem Rechner abgespielt werden können. Bei einer Generalüberholung des Rechners (Windows musste neu installiert werden), wurden die Schlüssel versehentlich gelöscht; die mehreren hundert Megabyte Musik waren mit einem Male unbrauchbar. Ich empfahl OGG-Vorbis, aber ich war zu spät; er hatte schon die raubkopierte MP3-Software auf dem Rechner und war schon beim Einlesen. Ich empfahl ihm auch, sich generell von microsofteigenen Formaten und deren Kodiermechanismen fern zu halten.
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