Osterinsel - Mythen und Kultur
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Osterinsel - Mythen und Kultur

Platz 2 in der Kategorie "Osterinsel". Typ: Kultur / Berichte über die Mythen und Sagen der Insel wie Vogelmannkult, Mu-Das Reich der Sonne usw. die die Osterinsel bis heute prägen. ...mehr
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Osterinsel - Mythen und Kultur Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

cornfue

Langohr? Kurzohr? **

ein Testbericht von 2005-01-18 14:16:58 vom 18.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Gedanken der Menschen der Vergangenheit...
Nachteile/Kritik: war es wirklich so??
Ich möchte nun meinen ersten Teil fortführen und besonders auf die Kultur und die Lebensumstände eingehen.

Der Vogelmannkult
Das religiöse Oberhaupt und der Leiter des Lebens auf der Insel war der Ariki Mau, der Vogelmann. Er übte sein Amt für ein Jahr lang aus und lebte in Orongo in Gebet und Meditation zum Vogelgott Make Make. In den ersten fünf Monaten wusch er sich nicht und seine Haare ließ er wachsen. Da er abgeschieden lebte, durfte seine Frau das Haus nicht betreten und das Essen wurde getrennt von den anderen Bewohnern zubereitet. Am Ende seine Herrscherzeit kehrte er ins Alltagsleben zurück, er wurde verehrt und ihm wurde nach dem Tod ein besonderes Trauerritual zugesichert. Ein neuer Vogelmensch wurde durch einen Wettkampf bestimmt. Der anstrebende Vogelmann konnte selber versuchen auf der
Insel Moto Nui ein Ei der Seeschwalbe (Sterna hirundo) zu finden, er konnte aber auch einen Vertreter für sich antreten lassen. Der herrschende Stamm (Matatoa) des alten Ariki Mau`s und die untergebenen Stämme (Hopu), bejubelten die Wettkämpfer, die die steilen Klippen südlich von Orongo hinunter stiegen und zur Insel Moto Nui schwammen. Das gefundene Ei der Seeschwalbe wurde in ein Schilfkörbchen gelegt und er Rückweg wurde angetreten. Derjenige, der zuerst beim alten Vogelmann in Orongo ankam, hatte den Wettkampf gewonnen und er bzw. sein Auftraggeber wurde der neue Vogelmann für ein Jahr. Neben der langen Strecke zu Moto Nui waren die steilen Klippen und das Meer mit vielen Haien oft der Grund für den Tod eines Beteiligten. Der neue Vogelmensch wählte Menschen aus, die dem Gott Make Make geopfert wurden. Da diese aus den anderen Stämmen kamen, entfachten oft neue Kriege, die einen Machtwechsel bewirken sollten. Eine Überlieferung erzählt von einer Schlacht zwischen den herrschenden Langohren und den untergebenen Kurzohren. Die Kurzohren besiegten die Langohren im Jahr 1676 fast vollständig(nach Radiocarbonmessungen, 1689 nach Englert)im Poike-Graben.Das Umstürzen der Moai und der sich ausbreitende Kannibalismus waren die Folge.

Die Entdeckung durch die Europäer

Das Schiff „Batchelor`s Delight“ unter der Leitung des Kapitäns Edward Davis wollte 1687 von den Galápagosinseln den Weg in Richtung Süden vorbei am Kap Hoorn zu den Westindischen Inseln reisen. Der Bootsmann Lional Wafer beschreibt in seinem Bericht „Merkwürdige Reis nach der Erdenge Darien, auch durch die Südsee und das mittägige Atlantische Meer“ wie eine kleine sandige Insel erblickt wurde, die 600 Seemeilen von den Galápagosinseln entfernt liegt. Nach den Berechnungen von Davis lag die Insel 27°20`südlicher Breite (heute etwa 27°09`). Der Kapitän vermutete die nördlichste Küstenspitze der „Terra australis incognita“ gefunden zu haben und die Vulkane erschienen Davis wie eine kleine Gebirgskette. Die Schiffe fuhren an der Insel vorbei und keiner der Mitreisenden betrat die Insel, jedoch wurde der erblickte Landstrich als „Terra Davis“ bezeichnet.
Anfang August 1721 sollte Jacob Roggeveen den nördlichen Teil des Südlandes „Terra australis incognita“ aufsuchen. Der Niederländer wurde von der Westindischen Handelskompanie beauftragt und drei Schiffe („Arend“, „Thienhoven“, „Afrikaanische Galei“) wurden ihm zur Verfügung gestellt. Roggeveen erreichte die Insel am 5. April 1722. Da dieser Tag ein Ostermontag war, nannte Roggeveen die Insel nach dem Tag der Entdeckung Osterinsel („Paasch-Eiland“). Die Reise und die Entdeckung wird von drei Berichten beschrieben, die nur geringfügig voneinander abweichen. 1728 erschien in Dordrecht der Bericht eines unbekannten Mitreisenden. Der Bericht mit dem Titel „ Der wohlversuchte Südländer“ vom Soldaten Carl Friedrich Behrens wurde 1737 in Frankfurt veröffentlicht, dieser Bericht ist wesentlich informativer als das Logbuch von Jacob Roggeveen, welches erst 1838 in Middleburg erschien. Unter anderen beschreibt er wie Osterinsulaner vom Schiff aus erschossen wurden. Nachdem es zu einem Missverständnis gekommen war.
Manuel de Amat, Vizekönig von Peru, veranlasste die Suche nach dem „terra Davis“ mit zwei Schiffen („San Lorenzo“, „San Rosalia“). Ziel war die Eroberung der Insel für Spanien. Der Spanier Kapitän Don Felipe Gonzales reiste am 10. Oktober 1770 ab und folgte dem von Roggeveen beschriebenen Kurs. Etwa einen Monat später wurde die Insel erreicht und ihr wurde der Name des spanischen Königs Karl III. verliehen: „San Carlos“. Drei Kreuze wurden auf drei Hügel im Ostteil der Insel errichtet. Diese Kreuze und die Unterzeichnung der Proklamation durch Schriftzeichen von Osterinsulanern sollten die anderen Kolonialmächte, vor allem England und Frankreich, von der Eroberung abhalten. Gonzales ließ Karten anfertigen und Meerestiefen messen. Seine Aufzeichnungen waren den weiteren Seefahrern behilflich.
Im Auftrag des englischen Königs George III. verließen Kapitän James Cook und Kapitän Tobias Fourneaux 1772 den Hafen von Plymouth um den Südkontinent und die Osterinsel zu erkunden. Am 11. März 1774 lichteten die Schiffe den Anker. Mehrere Mitreisende verfassten Berichte über Kultur und Landschaft der Osterinsel. Nach der dreitägigen Erforschung reiste Cook und seine Mannschaft wieder ab. Der vom französischen Herrscher Ludwig XVI: beauftragte Kapitän Jean François Galaup de La Perouse begann seine Reise am 1. August 1785 in Brest. Mit seinen zwei Schiffen („Boussole“, „Astrolabe“) sollte er die Klippen, Sandbänke, Buchten und mögliche Ankerplätze erkunden. Die mitreisenden Wissenschaftler waren beauftragt Karten und Seewege zu zeichnen sowie die Lebensgegenstände und –zusammenhänge zu untersuchen. Im April 1786 wurde die Osterinsel erreicht. Die importierten Schweine, Ziegen und Schafe aber auch Pflanzen, wie Mais, Kohl, Karotten und Zitrusfrüchte sollten den Osterinsulanern neue Nahrung sein. Die beiden Schiffe zerschellten und die Sammlungen über Pflanzen und Samen, aber auch bedeutsame Zeichnungen gingen verloren. Einige Berichte und Bücher, welche während der Reise in die Heimat gesandt wurden, geben Aufschluss über die Reise und die Osterinsel. 1882 ankerte Kapitänleutnant Geiseler im Auftrag der kaiserlichen Admiralität mit dem deutschen Kriegsschiff „Hyäne“ vor Rapa Nui. Sachliche Berichte ohne Ausschmückung wurden erwünscht. Das Schiff „Mohican“ mit dem Zahlmeister W. Thomson erreichte 1886 die Ostküste der Osterinsel. Erste Photographien und eine präzise Karte von der Ostküste lieferten unverfälschte Ansichten von der Osterinsel im 19. Jahrhundert.

Die vorgefundene Kultur und die Lebensumstände

Carl Friedrich Behrens beschreibt die Einwohner als „ziemlich groß und stark, von bräunlicher Körperfarbe und mit angenehmen Gesichtszügen“. Die Bewohner sind tatauiert mit wunderlichen Figuren auf ihrer Haut und auffällig sind die langen Ohren mit weißen Klötzen darin. Die schönen Gesichter der Frauen sind mit leuchtendroter Farbe bestrichen. Die Körper der Osterinsulaner sind in weiße und rote Decken gehüllt (Tapa) und diese werden auch beim Schlafen als Unterlage genutzt. Viele Bewohner tragen auf dem Kopf einen kleinen Hut aus Stroh oder Rohr. Die Frauen entkleiden sich vor den Seefahrern und winken die Fremden in die Hütten, welche „sechzig Schuh lang, sechs bis acht Schuh breit“ sowie mit hölzernen Stangen hoch aufgerichtet sind. Die Dächer weisen keine Lücken auf und sind mit Palmblättern (wahrscheinlich von der Osterpalme) bedeckt. Götzenbilder sind am Strand in großen Mengen zu finden und diese sehen aus wie Menschen mit langen Ohren, deren Kopf mit einer Krone bedeckt ist. Um die Figuren liegen weiße Steine. Vor den Götzenbildern wurde oft Feuer gemacht zum Gebet und zur Opferdarbringung. Behrens bezeichnet das Benehmen einiger Bewohner wie das von „Pfaffen“, die mit einer Federmütze „umherirren“. Das gut bearbeitete Land der Osterinsulaner wirkt modern und überlegt strukturiert.
Gonzales fällt die sanftmütige Art der Einheimischen auf, die zwar scheu sind, aber den Besuchern freundlich erscheinen. Vom Schiff aus dachten Gonzales`Seefahrer die Insel sei mit europäischen Soldaten besetzt, die gelbe und weiße Umhänge tragen. Die Bemalung der Haut mit Pyramiden, Masken und dunklen Linien lassen die „wohlproportionierten Körper“ sehr schlank erscheinen. Die Einwohner sind nach Gonzales Diebe und sie haben keine Achtung vor Fremden Eigentum. Unter den etwa 1000 Insulanern leben nur wenige Frauen. Die einzigen Tiere die es dort gibt sind Ratten, Hühner und die Seeschwalbe. Die Hühner und Ratten leben nahe an den schiffsförmigen Hütten, die stabil und robust sind.
Georg Forster, ein Mitreisender von Cook`s Schiff, sieht das Leben der Bewohner als „armselig“. Das unfruchtbarere Land, welches Forster als „Ödland“ bezeichnet, lässt nur schlechte Lebensverhältnisse zu. Die Moai seien „Überbleibsel vormaliger besserer Zeiten“. Unter den geschätzten 700 Einwohnern befinden sich weniger als 30 Frauen . Die Menschen auf der Insel schaffen Menschen-Figuren aus gelben Holz. Bis auf die durchlöcherten langen Ohren sowie das Tragen eines Strohhutes und eine Federdiadems , bezeichnet Forster das Aussehen der Einwohner als (fast) europäisch. La Perouse mißtraute den Einwohnern, da sie sehr diebisch waren. Die Frauen verwöhnten die Seefahrer und die Männer der Insel klauen ihnen sogar „die Hüte von den Köpfen und die Schnupftücher aus den Taschen“. La Perouse hält die Einwohner „...in Anlehnung ihres sittlichen Charakters für so verdorben, als sie es nach Verhältnis ihrer Lage und Umstände nur immer sein können“ . Die Dummheit und Unsitte der Osterinsulaner kommt durch ihr ständiges sanftes und schmeichelndes Verhalten und durch übertriebene Heuchelei zum Ausdruck. La Perouse bestrafte die Einwohner nicht: „Ich bildete mir ein, daß ...wenn sie in der Morgendämmerung sahen, daß unsere Schiffe fort sind, werden sie unsere schnelle Abreise mit unserem Mißvergnügen über ihre Diebereien in Verbindung bringen und daß dieser Gedanke bessere Menschen aus ihnen machen würde.“
Kapitän F.W. Beechey (erreichte 1885 die Osterinsel) beschreibt die etwa 1500 Einwohner als „...ein schönes Volk, besonders die Frauen, mit ovalen regelmäßigen Gesicht, hoher glatter Stirn, prächtigen weißen Zähnen und schwarzen, kleinen, etwas tiefliegenden Augen.“ Beechey zieht einen Vergleich mit dem Aussehen der Bewohner Neuseelands und er ist fasziniert von der Kraft und Gewandtheit der nicht sehr muskulösen Körper. Die Lebenseinstellung bezeichnet Beechey als ein „Leben ohne Gestern und Morgen“.
Steinhäuser auf dem Rano Kao-Kraterrand wurden vom Schiffsarzt J. L. Palmer 1868 genauer untersucht. Im Boden dieser Häuser befand sich ein Loch in dem eine Steinkiste war. Dort wurden Menschenopfer vorgekocht und warm gehalten, bis sie zu einem geeigneten Anlass verspeist wurden. Das Vogelmotiv welches sehr oft auf der Insel gesehen wurde, befand sich auch an einigen Steinhäusern. Diese Zeichnungen sah Palmer wie Vögel mit „pinguinartigen Köpfen, tukanförmig, mit Händen und Füßen“. Totenköpfe und verbrannte Knochen fand man auf Plattformen vor den „Steinkolossen“. Palmer vermutete, dass hier Brandopfer dargebracht wurden.

Sicherlich gibt es noch viele Theorien und Vermutungen zur Kultur und wenn jemand Interesse hat kann er noch weitere Berichte über Rapa Nui lesen. Die Kategorie dich ich beantragt habe soll eigentlich über die Kultur und mögliche Thoerien berichten, aber auch über die Menschen und die Entdeckung. Deshalb sind unten die Antworten nicht so eng zu sehen, da vorwiegend die Kultur und Entdeckung im Mittelpunkt steht, aber ciao.de hat es so genehmigt.

euer tongariki
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Kommentare
PrinceofLies
PrinceofLies, 07.01.2008
sh
Volker111
Volker111, 03.04.2007
quotaber ciao.de hat es so genehmigt.quot gg -
DOMMEL
DOMMEL, 08.04.2008
SH, man liest sich, werde mal einige deiner Berichte beweren
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Technische Daten und Produkteigenschaften
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Allgemeine Informationen Osterinsel - Mythen und Kultur
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