PDA - ja oder nein? Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (3.0 von 5)
von 67% aller Autoren empfohlen (4/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
kaum Wehenschmerz, man kann entspannen und neue Kraft sammeln, die Geburt wird u. U. beschleunigt
Geburt wird je nach dem beschleunigt
fast vollstänige Schmerzlinderung
halbwegs schmerzt freie Geburt
Nachteile/Kritik
Nebenwirkungen wie starke Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, in einigen wenigen Fällen Querschnittslähmung
nebenwirkungen werden in bericht erläutert
man bekommt sie eventuell erst nach einer weile
Für mich Wirkungslos und im Verhältnis dazu zu Riskant!
Außerdem sehr unangenehm wenn sie gelegt wird!
Geburt ohne starke Schmerzen
ein Testbericht von alexphilip2005-07-11 13:08:26vom 11.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: kaum Wehenschmerz, man kann entspannen und neue Kraft sammeln, die Geburt wird u. U. beschleunigt...Nachteile/Kritik: Nebenwirkungen wie starke Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, in einigen wenigen Fällen Querschnittslähmung
Ich habe 5 Kinder, davon habe ich mir bei den beiden letzten Geburten eine PDA geben lassen.
Die ersten drei Geburten waren von den Schmerzen recht unterschiedlich, aber doch teilweise sehr heftig, so dass ich beim 4. Kind doch Angst vor der Geburt hatte.
In der 4. Schwangerschaft kam alles anders als zuvor. Ich hatte das erste Mal vozeitige Wehen und musste Wehenhemmer schlucken. Nur am Ende der Schwangeschaft war dann Ruhe im Bauch.Nachdem ich einige Tage über Termin war, frage mich mein Arzt, ob er die Geburt einleiten soll. Ich entschied mich dafür, denn beim 2. Kind wurde die Geburt auch eingeleitet. Da diese Geburt die einfachste war, hatte ich keine Bedenken.
Ich wurde für den nächsten Tag im Krankenhaus angemeldet.
Geburtsbeginn:
Als ich im Krankenhaus angekommen war, wurde ein CTG geschrieben,dem Kind ging es bestens und es war sogar eine
leichte Wehentätigkeit da. Ich bekam aber trotzdem eine Gel auf den Muttermund, welches die Wehen verstärken und den Muttermund öffnen sollte. Das mit den Wehen klappte auch ganz gut nur das Öffnen nicht, und das beim 4. Kind!
Mittags bekam ich nochmal von dem Gel, worauf die Wehen dann auch stärker und regelmaßiger wurden.
Nachdem ich den ganzen Tag mittelstarke Wehen hatte und der Muttermund abends erst 3-4 cm geöffnet war war ich ziemlich mutlos.
Nachdem die Hebamme der Nachtschicht ihren Dienst angetreten hatte, versucht sie alles mögliche um den Geburtsvorgang zu beschleunigen. Sie gab mir Buscopan zum Entspannen der Bauchmuskeln, stundenlanges Baden,laufen usw.
Nachts um 2.00 war ich am Ende. Sie gab mir eine Schmerzmittel und ich konnte wenigstenseine Stunde schlafen, doch dann ging es wieder los mit stärkeren Wehen. Alos das ganze Programm nochmal Buscopan, baden ..... Erfolg : Der Muttermund war ca. 6 cm offen.
Gegen 8.00 Uhr wollte mir die Hebamme der Tagschicht die Fruchtblase öffnen,da ich aber wusste das dann die Wehen noch stärker werden. wehrte ich mich dagegen. Ich konnte einfach nicht mehr. Sie frage mich , ob ich schon einmal über eine PDA nachgedacht habe. Sie erklärte mir , daß dann wahrscheinlich der Muttermund schneller aufgehe, weil ich mich mehr entsannen kann.Ich entschied mich dafür.
Die PDA:
Der Gynäkologe oder der Anesthäsiearzt darf die sogennante Rückenmarkspritze setzen. Ich musste mich auf den Rand des Kreißbettes setzten und einen runden Rücken machen. Die PDA wird im Lendenwirbelbereich zwischen zwei Wirbel in den
Rückenmarkskanal gesetzt. Der Einstich war sehr schmerzhaft.
Dort in das Rückenmark wird das Anästhetikum eingeführt.
Daurch wird der untere Bereich des Rumpfes und die Beine betäubt. Von der Einstichstelle am Rücken wird ein dünner Plastikschlauch vom Rücken über die Schulter gelegt .Dort kann immer nach Bedarf von dem Betäubungsmittel nachgespritzt werden.
Bei mir wirkte die PDA nach ca. 20 Minuten. Die Wehen waren nicht mehr zu spüren und ich konnte endlich mal richtig Pause machen. Meine Beine ware nur leicht betäubt , ich konnte sie noch bewegen, was ich sehr angenehm fand.
Aufstehen darf man nach der PDA erst wieder , wenn die Wirkung verschwunden ist.
Nachdem die Wirkung die Wirkung der PDA bei mir eingesetzt hatte, bekam ich eine sehr hohe Dosis Wehenmittel über den Tropf.
Ohne die PDA hätte ich das nicht aushalten können(Aussage Des Arztes). Die Hebamme erkärte mir, das ich wahrscheinlich eine Wehenschwäche entwickelt habe , wobei die Wehen keine Kraft haben das Kind nach unten zu schieben. Da die anderen drei Kinder sehr groß waren, ist die Gebärmutter geschwächt. Also wäre bei mir ohne das hochdosierte Wehenmittel ,wahrscheinlich ein Kaiserschnitt nötig gewesen.
Die Geburt
Ich lies mir im Laufe des vormittags noch zweimal etwas nachspritzen und überstand diese Zeit dadurch so gut wie schmerzfrei.
Kurz vor 12.00 Uhr bekam ich einen starken Schmerz und Druck nach unten. Die von meinen Mann herbeigerufene Hebamme und Arzt kamen sofort.
Der Muttermund war nun vollständig offen und nach 3 Presswehen war unser kleiner Marvin geboren. 4230 Gramm schwer und 57cm groß. Endlich...
Die Gefahr bei einer PDA ist, das man die Presswehen nicht als solche spürt und das Pressen auch beeinträchtigt ist und die Geburt mit Zange oder Saugglocke beendet werden muß.
Ich hatte kein Problem,obwohl ich die Presswehen nur als Dauerschmerz gespürt habe und diesen Schmerz nícht einordnen konnte.
Nachwirkungen
Ich hatte keine Neben- oder Nachwirkungen. Keine Kopfschmerzen, was wohl das häufigste Problem ist.
Bei unserem 5 Kind war alles ähnlich wie bei Marvin. 9 Tage über Termin, keine Wehen ,Einleitung. Die Hebamme frage mich ob ich diesmal wieder eine PDA möchte ,da der Muttermund auch wieder nur langsam aufging. Ich entschied mich wieder dafür. Der Einstich war wieder sehr schmerzhaft, wobei der Arzt noch zweimal daneben gestochen hat.
Da das Kind aber überstreckt lag und dabei sehr,sehr groß war (5100 Gramm), war zum Schluss noch ein Kaiserschnitt nötig, da meine kraftlosen Wehen es nicht schafften das Kind in den Geburtkanal zu schieben.
Nachwirkungen
Diesmal hatte ich noch ca. 3 Monate Schmerzen in Höhe der Eintsichstelle. Vielleicht lag es aber nur an den 2 Fehlversuchen.
Fazit:
Ich würde mich wieder für die PDA entscheiden, da der Nutzen bei den Geburten sehr groß war( u.a. die Geburten auch etwas beschleunigte) und das Kind so gut wie nichts von den Betäubungsmitteln abbekommt. Ich wäre froh gewesen wenn ich bei meinem 1. Kind vor 12 Jahren in einem anderen Krankenhaus die Möglichkeit gehabt hätte. Ich hatte sehr starke Wehen und der Muttermund ging bei 8 cm nicht mehr weiter auf, so dass eine Zangenentbindung nötig war.
...
mami_online, 20.07.2005
was fuumlr eine Leistung!!!! Ich habe zwei und bin dabei voumlllig ausgelastet.... Meine Geburten lieszligen mir leider! keine Zeit fuumlr eine PDA. Ich haumltte beide male auch gerne eine gehabt. Aber es ging alles fuumlr die Aumlrzte zu s
Mayani, 21.07.2005
Ich haumltte allein vor den Fehlstichen Angst. Ich mag generell keine Spritzen seitdem ich 14 Zaumlhne gezogen bekommen hab und diese Spritzen immer so wehgetan haben. Da bin ich doch ein groszliger Angsthase. Aber dir gegenuumlber habe ich wirkl
tammy, 12.07.2005
ich habe das alles abgelehnt... ich habe 29 std gebraucht, bis meine Tochter da war :o wahrscheinlich auch ein grund, warum sie ein Einzelkind bleiben wird :o liebe Gruumlszlige Tammy
ein Testbericht von tipsibaby2007-08-26 18:41:55vom 26.08.2007Empfehlung:Vorteile: halbwegs schmerzt freie Geburt...Nachteile/Kritik: man bekommt sie eventuell erst nach einer weile
Ich habe sie leider erst sehr spät bekommen nach dem ich schon 10 Stunden in den Wehen lag aber sie ist wirklich hilfreich, kann aber nur sagen das ich sie erst als der Muttermund 5 Cm offen war bekommen habe. Nur der Anästhesiearzt darf sie Spritzen. Bevor alles Ggemacht wird bekommt man einen Belehrungsbogen den man gründlich lesen und unterschreiben muss, wo alles drin steht 1. welche 2 verschiedenen arten gibt, 2.wie sie gesetzt wir, 3.Nebenwirkunge wie Bludtruckabfall, bei Verletzungen der Rückenmarkshaut anhaltende Kopfschmerzen ist aber selten und Folgen und Risiken nach dem eingriff wie Infektionen,kopfschmerzen oder Blasenentleerungsstörungen. Erst setzt man sich am Bettrand, macht einen leicht runden Rücken und legt sein Kinn auf den Brustkorb, danach wird die stelle wo der Arzt die Spritze setzt desinfiziert. Wenn die spritze gegeben wird merkt man nur ein kleines Pieksen, dann wird ein kleiner schlauch auch Verweilkatheter genannt, ins Rückenmark geschoben wo das Schmerzmittel je nach Größe und Gewicht der Mutter in verschiedenen mengen verabreicht. Wenn es doch noch zum Kaiserschnitt kommen sollte dann wird das Mittel noch mal in eine anderen Dosis. Man merkt kaum noch die schmerzen nur ein leichtes ziehen und vom Brustkorb runter kribbelt es. Das fand ich ganz lustig. Aber bei jedem kann es anders sein. Kurz bevor mein Söhnchen kam lies die PDA etwas nach aber nicht zu doll und die Wehen ließen etwas nach ,so musste ich ein Wehenmittel bekommen damit es weiter gehen konnte und ich nicht noch länger als 24 Stunden im Krankenhaus sein musste. Also ich kann sie nur Empfehlen wer nicht so auf schmerzen steht.
P.S. Durch die PDA sind wir Frauen meist für unseren Männern bzw. für die Begleitung erträglicher.
Jedem ist es aber selbst überlassen ob man sich für oder gegen entscheidet.
ein Testbericht von hebammenshop.com2003-10-06 07:19:31vom 06.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Geburt wird je nach dem beschleunigt
fast vollstänige Schmerzlinderung...Nachteile/Kritik: nebenwirkungen werden in bericht erläutert
Die Frage ist nicht sofort mit einem klaren ja oder nein zu beantworten. Wichtig ist in welchem Zusammenhang die Entscheidung zur PDA gefällt wird. Mit diesem Bericht möchte ich alle Interessierten umfangreich Informieren um die Frage für sich persönlich zu beantworten.
Einsatzorte der PDA:
Egal ob Fußoperationen, Entfernung des Blinddarmes, normale spontan Entbindung oder Kaiserschnitte, sie kann in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt werden um eine vollständige Schmerzfreiheit ab Bauchbeginn zu erreichen.
Durchführung der PDA:
Die PDA wird in der Regel von einem Anästhesisten (Narkosearzt) durch geführt. Da es sich hierbei um eine
Narkoseform handelt muss auch hier eine Einwilligung des Patienten in schriftlicher Form (ausgefüllter Narkosebogen) vorliegen bzw. der Patient über den Ablauf der Narkose und über Risiken aufgeklärt werden.
Bevor nun wirklich mit der PDA angefangen werden kann muss noch eine Blutentnahme erfolgen um sicherzustellen dass keine Blutgerinnungsstörung vorliegt, da es sonst zur Einblutung in den Peridualraum kommen kann. In den meisten Fällen wird die Blutentnahme schon vorher durchgeführt sodass der Wert dem Anästhesisten schon vorliegt.
Die Schwangere setzt sich auf die Bettkante, die Beine werden auf einen Hocker gestellt. In den meisten Fällen werden die Wehen mit einem Mittel gehemmt damit die Frau während der PDA-Legung immer in der selben Position bleiben kann. Nun werden der Frau noch EKG-Elektroden auf dem Oberkörper geklebt, eine elektrische Blutdruckmanschette angelegt und eine Infusion angeschlossen die den Blutdruck aufrechterhält um einem bei der PDA physiologischem Blutdruckabfall entgegenzuwirken. Der Anästhesist sitzt genau hinter ihr und wird erst einmal den Rücken abtasten um den richtigen Einstichpunkt zu ermitteln danach wird der Rücken mit Jod desinfiziert und mit einem Sterilentuch abgeklebt um seine Instrumente auch steril ablegen zu können. Jetzt wird er mit einer Spritze die Einstichstelle betäuben damit das Legen des eigentlichen Katheters nicht schmerzhaft ist. Der Einstich erfolgt mit einer Kanüle die zwischen den 2. und 3. oder den 3. und 4. Lendenwirbelkörper geschoben wird. Mittels einer Testlösung die an der Kanüle angebracht ist kann der Arzt sehen wann und ob er in dem sogenannten Peridualraum ist um dann durch die Kanüle den flexiblen Katheter zu schieben. Während der ganzen Zeit ist es von bedeutsamer Wichtigkeit dass die Frau einen „Katzenbuckel“ macht um somit das Legen des Katheters zu erleichtern, eine Bewegung und der gelegte Katheter könnte dem Arzt wieder aus dem Peridualraum rutschen und somit müsste er diesen von neuem aufsuchen. Wenn dies geschafft ist wird an dem Katheder ein dünner Infusionsschlauch angeschlossen und über den Rücken nach oben zur Schulter gelegt. Dieser wird dann noch mit einem breiten und langen Pflaster am Rücken fixiert so dass dieser nicht versehentlich verrutschen kann. Nun hat die Frau es geschafft und kann sich nun wieder normal hinsetzten. Der Infusionsschlauch wird an eine elektronische Pumpe angeschlossen die dann kontinuierlich immer wieder Narkosemittel in den Rücken abgibt und somit eine ständige Betäubung gewährleistet wird. Wenn es sich um eine PDA für die spontane Entbindung handelt wird die elektronische Infusionspumpe so eingestellt dass die Frau die Wehen noch bemerkt sie aber schmerzlos sind und dann bei Beginn der Pressperiode aktiv mitschieben kann.
Nachdem dies alles geschehen ist muss die Frau sich nun einige Zeit auf den Rücken legen damit eine gleichseitige Betäubungswirkung erzielet wird, ansonsten kann es dazu kommen dass die sie die Wehen weiterhin heftig auf einer Seite spürt.
Da bei der PDA Bauchabwärts alle Funktionen betäubt sind, kann die Frau auch nicht mehr zur Toilette gehen, somit ist Erforderlich dass die Hebamme die Blase regelmäßig mit einem Katheter entleert.
Indikationen für die PDA
· Starke Schmerzen
· Ausdrücklicher Wunsch der Gebärenden
· Zu lange dauernde Eröffnungs- und
Austreibungsperiode
· Mütterliches Risiko ( schwangerschafts- bedingter hoher Blutdruck,Herzerkrankungen)
· Kindliches Risiko (Frühgeburt, Plazentafunktionsstörungen)
· Beckenendlagen Geburten
· Kaiserschnittentbindung, wenn die Frau die
Geburt des Kindes bei vollem Bewusstsein erleben möchte.
· Evt. bei Mehrlingsgeburten
Kontraindikationen der PDA
· Ablehnung der Schwangeren
· Starkes Übergewicht, die Einstichstelle kann
nur bedingt aufgefunden werden (selten)
· Wenn die Schwangere nicht den Anweisungen des
Arztes folgt und sich zu sehr bewegt
· Störung der Blutgerinnung
· Allergie durch Lokalbetäubungsmittel
(Betäubungsmittel wie beim Zahnarzt)
· Erkrankungen des Zentralennervensystems
· Eiliger Kaiserschnitt
· Evtl. bei Kaiserschnitt bei der letzten Geburt
· Infektionen im Einstichgebiet
· Drohende oder vorhandene Blutungen(vorzeitige Plazentalösung, oder Plazenta die auf dem Muttermund liegt
Vorteile der PDA
· Ausschalten der Wehenschmerzen
· Einstellungsanomalien des Kindes können in vielen Fällen behoben werden (wenn das Köpfchen des Kindes sich nicht ins Becken
eindrehen kann weil die Mutter verspannt ist)
· Ein evt. zu versorgender Dammschnitt oder
Dammriss braucht nicht lokal betäubt werden
da die PDA ja noch wirkt
· Geburt des Kindes kann bei einem
Kaiserschnitt von der Mutter verfolgt werden
· Die Betäubung hält auch noch nach dem
Kaiserschnitt an und kann evtl. nochmals erhöht werden
· Mutter muss sich nicht von einer Vollnarkose
erholen und ist somit auch mobiler und wacher
Nachteile der PDA
· Die Beine können nicht mehr bewegt werden, je
nachdem wie stark die Betäubung ist
· Die Blase muss regelmäßig mit einem Katheter
entleert werden weil man keinen Harndrang
verspürt, somit ergibt sich das Risiko einer
evtl. Blasenentzündung durch das einbringen
von Keimen in die Harnblase.
· Ein venöser Zugang am Arm oder Handrücken ist
zwingend erforderlich
· Da bei der PDA die Wehen meist nachlassen
wird eine Wehenmittelgabe erforderlich
· Wenn das Kind die Rückenlage nach der Legung
der PDA nicht ertragen kann kommt es dazu
dass die PDA nur einseitig wirkt und somit
auf einer Seite die Wehen noch sehr heftig
verspürt werden
· Das regelmäßige Blutdruckmessen und die EKG
Aufzeichnung ist nötig
· Das spätere Mitpressen wird zum Problem da
man den Pressdrang zu leicht oder gar nicht
wahrnimmt und somit erhöht sich das Risiko
einer Zangen- oder Saugglockengeburt.
Komplikationen der PDA
· Blutdruckabfall
· Kopfschmerzen durch das versehendliche
durchstechen der Hirnhaut im Rückenmarkskanal
· Allergische Reaktionen auf das
Betäubungsmedikament
· Muskelzittern wird häufig beobachtet (hat
jedoch keine Folgeschäden)
· Blasenfunktionsstörungen (Gefahr des
unbemerkten Harnverlustes)
· Rückenschmerzen und Kopfschmerzen noch
auftretend nach der PDA
· Infektion der Einstichstelle
· Bluterguss an der Einstichstelle und somit
Gefahr von nervenbedingten Komplikationen
(sehr selten)
Kann ich Querschnittsgelähmt werden?
Diese Frage kann mit einem eindeutigen NEIN beantwortet werden, da sich die Einstichstelle für die PDA unterhalb des Rückenmarkes befindet und somit diese nicht verletzt werden können.
Meine privaten Erfahrungen
Da ich als zweifache Mutter einmal eine PDA bekommen habe kann ich sagen dass es unproblematisch ist diese zu legen, auch wenn die obig beschriebene Ausführung nicht grade den freudigen Entschluss zur PDA begünstigt. Als ich bei meinem zweiten Kind in einen Teufelskreis der Angst gerutscht bin, hatte mir die PDA geholfen dort wieder rauszukommen. In diesem Augenblick war es für mich die beste Entscheidung die ich Treffen konnte.
Von den Nachteilen der PDA wurde ich nur ein einem Punkt überrascht. Da ich mich nach der Legung der PDA in Rückenlage begeben musste (damit auch beide Seiten betäubt werden) fing mein Kind an das nicht zu tolerieren, die Herztöne gingen runter und somit musste ich mich auf die Seite legen. Die PDA wirkte nur links und somit merkte ich jede Wehe auf der rechten Seite weiterhin, da die Geburt danach nur noch ca. 45 Minuten dauerte war es nicht arg so schlimm, aber wenn die Geburt noch länger dauert kann das zum Problem werden. Da die Geburt von meiner Tochter nicht so lang dauerte wurde meine Blase auch nicht mittels Katheters entleert.
Meine beruflichen Erfahrungen
Da ich Hebamme bin konnte ich sehr viele positive und negative Erfahrungen machen. Im Fazit ist aber zu sagen dass viele PDA’s nicht notwendig sind wenn sie „nur“ auf Schmerzen beruhen die es auszuschalten vermag. Mit einer guten Geburtsleitung in Form von Verständnis, Lob und aktiver Mitatmung ist es mir schon oft gelungen einigen Frauen bei Dienstbeginn von der PDA abzubringen, da sie durch die umfassende Betreuung nicht notwendig wurde. Ich bin weder privat noch beruflich ein Gegner der PDA, nur muss man für sich als werdende Mutter die Notwendigkeit dazu gut abwägen. Die PDA ist nun mal ein Eingriff der auch Nachteile und Komplikationen mit sich bringt so wie alle anderen auch, und darüber muss man sich im klaren sein. Für alle die eine PDA hatten oder noch bekommen, ihr seit weder schlechtere Mütter noch wehleidiger als alle anderen die keine hatten, auch wenn man das immer wieder zu hören bekommt.
PDA – mehr Nutzen als Schaden?
Entscheidet selbst und es wird für euch die richtige Entscheidung sein.
ein Testbericht von aj4442003-07-06 23:18:23vom 06.07.2003Empfehlung: nein
Vorteile: -...Nachteile/Kritik: Für mich Wirkungslos und im Verhältnis dazu zu Riskant!
Außerdem sehr unangenehm wenn sie gelegt wird!
Ich hatte bei meinem ersten Sohn eine Pda und beim 2. nicht.
Es war völlig unangenehm wie mir die Ärzte die PDA in den Rücken legten.
Von der versprochenen Schmerzlinderung habe ich leider in keinsterweise etwas gespürt!
Beim 2. Kind (welches ich im übrigens im Auto geboren habe)ging alles so schnell und war wesentlich schmerzärmer(deshalb sind wir wohl auch zu spät losgefahren) obwohl es eben ganz natürlich ohne alles war.
Da ich also den Unterschied kenne, kann ich persönlich von der PDA nur abraten.
Allerdings hat mir meine Hebamme erklärt, daß es eben einige gibt,
bei denen die PDA nicht wirkt, oder falsch gelegt wird, dazu gehöre ich wohl...
Wenn ich mir heute die Risiken der PDA vor Augen führe, und im Verhältnis dazu nur negative Erfahrungen zu buche führen kann, würde ich persönlich davon abraten.
Ein Kind ohne dieses Hilfsmittel zur Welt zu bringen macht einen hinterher auch stolzer und zufrieden!
...
ein Testbericht von maus19722002-08-07 15:50:23vom 07.08.2002Empfehlung: ja
Ja, es ist fast genau 10 Jahre her, da habe ich meine Zwillinge entbunden - und jetzt stehe ich wieder kurz vor der Entbindung - allerdings nur eines Babys *grins*.
Vor 10 Jahren wusste ich genau, wenn eine spontane Entbindung möglich ist DANN nur mit PDA da die Ärzte die Möglichkeit haben wollten, im Notfall einen Kaiserschnitt zu machen. Dies wäre dann um einiges unproblematischer gewesen als wenn man dann noch eine Narkose setzten müsste.
Die damalige Enbindung musste eingeleitet werden und kurz darauf bekam ich auch die PDA gesetzt. Fragt mich
jetzt nur nicht wie das genau geht - das konnte ich nicht sehen - denn alles fand an meinem Rücken statt. Ich merkte kaum etwas da ich vorher betäubt wurde - wichtig war aber das ich still hielt und genau mitteilte, wann eine Wehe kam.
Kurz darauf kam die Wirkung - ich spürte zwar noch jede Berührung ABER ich konnte nicht unterscheiden, ob es mich schmerzte, angenehm, kalt oder heiß war. Der Arzt machte den Test mit einem Eiswürfel.
da die Entbindung länger dauerte als geplant wurde alle zwei Stunden nachgespritzt. Allerdings habe ich schon gesehen, das ich zwischenzeitlich mal eine zeitlang ohne dieses Medikament auskomme. Durch die Einleitung hatte ich aber dauerhaft Schmerzen und war froh, wenn der Arzt mit der Spritze wieder kam.
Ja und was will ich bei dieser Entbindung? Gerne hätte ich es "normal" und ganz natürlich - also ohne PDA - denn die Stunden danach waren nicht so doll...... Mir hat zwar nach wie vor nix weh getan aber irgendwie fühlte ich mich sehr schlapp. Ob das allerdings an der PDA lag kann ich nicht sagen.
Sollte ich aber merken, das ich die Schmerzen einfach nicht aushalte, werde ich mir wieder eine PDA setzten lassen da ich der Meinung bin, das ich nicht unbedingt mehr leiden muß als sein muß. Vor allen Dingen bin ich der Überzeugung, wenn ich ohne Schmerzen pressen kann, kommt das Kind schneller und "leidet" auch weniger als wenn ich aus Angst vor SChmerz nicht mehr presse und das Kind quasi zurückhalte.
ABER ich finde es nicht okay, von vorne herein zu sagen "Ich will eine PDA" - denn keine Entbindung ist wie die andere.
...
ein Testbericht von stein-becker2002-07-15 13:03:30vom 15.07.2002Empfehlung: ja
Ich hatte bei meinen beiden Töchtern eine PDA und bin wirklich froh darüber.
**Allgemeine Informationen:
Eine PDA kann nur von einem/r Anästhesisten/in vorgenommen werden. Vor der Verabreichung des "Narkosemittels" wird man über die Risiken und Nebenwirkungen belehrt, was mehr oder weniger ins eine Ohr rein und zum anderen wieder rausgeht, da man ja schon ziemlich starke Wehen in sehr kurzen Abständen hat (war bei mir so!). Es wird auch noch mal Blut genommen um die richtige Zusammensetzung herauszubekommen. Nach der Beantwortung der allgemeinen Fragen und der Unterschrift kommt es dann zum eigentlichen
Akt. Vorab wird der gesamte Bereich am Rücken noch desinfiziert und mit einem sterilen Tuch abgedeckt.
Bei einer PDA soll ja nur der Bereich ab dem Bauch betäubt sein. Dabei wird zwischen zwei Wirbel eingestochen und ein Katheder eingeführt (dünner Schlauch), um später eventuell (selber) noch mal nachlegen zu können, wenn die Betäubung nachlässt. Die Wirkung tritt meist nach ca. 15 Minuten ein und hält so ca. 2 Stunden.
Das gute daran ist auch, dass das Narkosemittel dem Baby nicht schadet. Das Mittel wird so dosiert, dass man den Druck des Kindes noch spürt und so auch gut mitpressen kann. Es wird also nur der Wehenschmerz und die Dehnung beim Durchtreten des Kopfes ausgeschaltet.
Oft raten auch die Frauenärzte den Frauen zu einer PDA, da sich der Muttermund dabei oft besser öffnet und alles viel schneller vor sich geht. Durch die Wehen verkrampft man schnell und behindert so das Voranschreiten der Geburt.
Jeder/Jede Anästhesist/Anästhesistin hat seine/ihre eigene Art, wie er/sie eine PDA verabreicht.
Bei mir gab es gravierende Unterschiede bei den beiden PDA´s (in Wirkung und Verabreichung):
**Die Verabreichung:
Nachdem alles desinfiziert und steril abgedeckt wurde, muss die Frau einen runden Rücken machen und auch während den Wehen in dieser Position verharren. Bewegungen während des "Stechvorganges" können schlimme Folgen für die Frau haben. Immerhin verlaufen ja viele Nerven entlang der Wirbelsäule. Der Einstich dauert nicht lange. Nachdem die PDA verabreicht wurde, macht der/die Anästhesist/in noch einige Test (bis wohin alles betäubt ist) und kontrolliert immer wieder den Blutdruck, um bei Kreislaufproblemen sofort handeln zu können.
**Die 1. PDA in München:
Meine erste PDA habe ich mir geben lassen als der Muttermund ca. 7cm auf war.
Die Anästhesistin in München hat mir auf der Seite liegend die PDA verabreicht. Dabei hat sich dann der Katheder mit Blut gefüllt und konnte nicht gelegt werden. So habe ich nur einmal eine Dosis Narkosemittel bekommen. Im Klartext heißt das, ich hätte noch mal gestochen werden müssen, wenn die Narkose nachgelassen hätte. Glücklicherweise hat die Geburt nur noch 2 Stunden gedauert, nachdem ich die erste Dosis bekommen habe und mir wurde ein nochmaliges "Stechen" erspart. Die Dosis, die ich bekommen habe, war auch zu hoch. Ich habe überhaupt nichts mehr gespürt und konnte auch gegen Ende der Geburt nicht richtig mitpressen. Ich habe also den Druck des Kindes nach unten gar nicht gespürt (fand ich schon sehr schade).
**Die 2. PDA in Mühldorf:
Bei der zweiten Geburt war der Muttermund ca. 6cm auf, als ich nach einer PDA verlangte. Der Anästhesist in Mühldorf verabreicht diese zweite PDA diesmal im Sitzen. Diese Stellung hat mir weit weniger Probleme bereitet, als im liegen. Auch habe ich dieses Mal wirklich alles mitbekommen. Natürlich nicht den Schmerz, aber den Druck des Babys nach unten bei Beginn der Presswehen. Das Geburtserlebnis war hierbei sehr intensiv und ich fühlte mich auch beteiligt. Ich bekam den Katheder über die Schulter gelegt, um eventuell nachzulegen, was aber nicht nötig war, da sich die Geburt schlagartig dem sehnlichst erwarteten Ende entgegenbewegte.
**Fazit:
Ich kann eine PDA nur empfehlen, aber man (Frau) sollte sich nicht darauf versteifen. Denn wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Trotzdem wünsche ich allen werdenden Mamis alles Gute und nur nicht unterkriegen lassen.
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