Gibt es eine erbliche Vorbelastung was Bratwurst und Ketchup angeht? Ich vermute es fast, wenn ich so meine beiden Kinder ansehen. Wenn sie auch sonst nicht viel essen, sobald wir grillen und es gibt Bratwurst und Ketchup dazu, das essen sie nicht mehr, dann fressen sie richtig. Und jetzt hat mein Sohn auch noch seine Vorliebe für ein saftiges Nackensteak entdeckt, und futtert so ein Stück weg wie nichts. Diese Gier nach Gerilltem mit Ketchup müssen die beiden eindeutig von ihrem Vater haben *ggg*.
Beim Grillen mit Holzkohle dauert das ganze ja etwas, weil der Grill erst heiß sein muss. Und leider sind unsere Kinder auch nicht gerade die Geduld in Person. Deshalb habe ich mich im Frühling von einigen Webmiles, genauer gesagt 4700 Webmiles, getrennt, und sie gegen einen Lavastein Gasgrill getauscht. Das ganze ging auch ruck zuck, und keine 2 Wochen nach der Bestellung stand der freundliche Fahrer von UPS vor unserer Tür und überreichte mir ein sehr großes Paket, das ich kaum die Treppe hochbekommen habe.
Als mein Männe dann nach Hause kam, haben wir uns ans Öffnen des Paketes gemacht, wobei sich herausstellte, der Grill war in viele kleine Einzelteile zerlegt, die wir noch alle zusammen bauen mussten. Also haben wir erst einmal wieder alles nach unter in den Garten gebracht, und das Abenteuer Zusammenbau konnte losgehen :o)))
Nach gut 1 1/2 Stunden und unter Beobachtung von zwei Kindern, die uns mit Fragen löcherten, stand er dann fertig vor uns, unser neuer PKM Lavastein Gasgrill. Das Zusammenbauen war doch etwas komplizierter, als wir dachten. Die Anleitung stellte sich als etwas unübersichtlich heraus, und es war nicht einfach, das Gestänge für den Grill richtig zu montieren. Auch fehlten ein paar Schrauben, und bei einigen wussten wir überhaupt nicht, wo wir damit hin sollten. Aber letztendlich haben wir es dann ja doch geschafft.
Bevor wir nun loslegen konnten, mit dem Grillen, fehlten uns drei Sachen. Einmal eine Gasflasche, damit der Grill überhaupt funktioniert. Wir haben, wie auf der Beschreibung angegeben, eine 5 kg Gasflasche gekauft, die uns ganze 50,00 Euro gekostet hat. Allerdings sind 35,00 Euro davon Miete für die Flasche. Ist das Gas aufgebraucht, kann man die Flasche tauschen und zahlt nur noch 10,00 Euro dafür. Bisher mussten wir noch nicht tauschen, und ich hoffe, die Flasche hält auch noch ein wenig. Laut Hersteller verbraucht dieser Grill 504 g pro Stunde. Das heißt, mit meiner 5 kg Flasche müsste ich eigentlich knapp 10 Stunden lang grillen können.
Das Zweite, was uns noch zum Grillen fehlte war ein Regler für das Gas, der wurde leider nicht mitgeliefert. Deshalb mussten wir nochmals 8,00 Euro im Baumarkt ausgeben, um diesen zu kaufen. Dieser Regler ist notwendig, um die Gasflasche am Grill zu befestigen und Gas zuzuführen.
Das dritte, was uns noch fehlte war dann das Grillfleisch, bzw. Bratwürstchen. Doch das ist ja schnell besorgt, und wir sind auch noch am selben Tag zu meinem Schwiegervater gefahren, der Fleischer ist, und haben uns dort für den Abend und das nächste Wochenende
zu versorgen :o)))
Kommen wir jetzt mal zur Funktionsweise unseres Lavastein Gasgrills. Am Boden unseres Grills sind zwei Brenner angebracht. Auf diese kommt ein Rost, der dann mit den mitgelieferten Lavasteinen gelegt wird. Es sind doch einige Lavasteine, ca. 2-3 kg, und diese müssen auch bei Nichtbenutzung schön trocken gehalten werden. Diese Lavasteine werden dann durch die beiden Brenner erhitzt und so wird gegrillt. Man grillt so nicht direkt auf dem Gas sondern auf den erhitzten Lavasteinen, praktisch, oder ?
Nachdem man nun die Lavasteine verteilt hat, und darüber den Rost angebracht hat, kann es mit dem Grillen losgehen. Dafür wird zuerst einmal einer der beiden Gasregler am Grill auf volle Leistung gedreht (vorher das Zylinderventil auf „Ein“ stellen). Dann wird die Taste des Piezoanzünders gedrückt und wieder losgelassen und schon brennt einer der Brenner. Der andere wird dann ebenfalls auf die höchste Einstellung gedreht und brennt dann automatisch auch. Die Lavasteine werden jetzt schnell erhitzt, und nach ein paar Minuten kann man das Grillgut dann auf dem Rost verteilen. Wenn man den Deckel des Grills schließt, erhitzt er sich noch schneller, und die Grilltemperatur ist noch schneller erreicht. Übrigens sollte man den Rost während der Erhitzungsphase abnehmen, da ansonsten das Grillgut daran kleben bleibt.
Wie hoch man die Temperatur einstellt, das kommt dann auf die jeweiligen Umstände (Außentemperatur, Grillgut) an. Unser Grill ist auch mit einem Thermometer ausgestattet, so das wir die Grilltemperatur ablesen können. Leider hat der Deckel keine Sichtscheibe, aber das ist nicht so dramatisch, es geht auch ohne. Wir grillen meist auf der mittleren Einstellung, das geht ganz gut und das Grillgut wird etwas langsamer gegart, aber auch nicht zu langsam. Es geht wirklich recht schnell mit diesem Grill, und die Kinder quengeln jetzt auch nicht mehr so rum. Und zum Warmhalten des Grillguts war als Zubehör noch ein erhöhter Aufwärmständer mit im Lieferumfang enthalten. Wenn man zu viel aufgelegt hat, kann man es dort noch ein wenig warm halten.
Ein weiterer Vorteil dieses Grills ist meiner Meinung nach einmal die einklappbare Ablage und die beiden Räder, die am Ständer angebracht sind. So kann man bei Regen den Grill sehr schnell ins Trockene, bei uns eine Überdachte Veranda schieben. Allerdings steht er bei uns nur unter dem Vordach, drinnen darf man diesen Grill nicht benutzen. Darauf weißt der Hersteller in der Bedienungsanleitung ausdrücklich hin. Die Bedienungsanleitung ist übrigens sehr ausführlich und hilfreich. Man sollte sie auf jeden Fall lesen, bevor man den Grill zum ersten mal in Betrieb nimmt.
Natürlich muss auch dieser Grill regelmäßig gereinigt werden. Nach dem Grillen wird deshalb der Deckel geschlossen und die Brenner auf hoch eingestellt. So wird das übrige Fett weggebrannt und fängt nicht an ranzig zu werden. Den Grillrost reinige ich immer mit einer Bürste und Seifenlauge. Laut Hersteller sollen auch die Lavasteine ein oder zwei mal in der Grillsaison gereinigt werden. Dafür werden sie entnommen und in heißem Seifenwasser gekocht. Dann noch gut abspülen und trocknen lassen, und sie sind so gut wie neu. Wie lange diese Steine halten, kann ich leider nicht sagen. Aber sie können auf jeden Fall nachgekauft werden. Auch die anderen Teile des Grills können als Ersatzteil nachgekauft werden.
Uns gefällt das Grillen mit diesem Lavastein Gasgrill sehr gut. Der Grill ist wirklich schneller heiß, da man keine Grillkohle erhitzen muss. Zwar ist das Gas nicht gerade billig, aber nur beim ersten mal ist es sehr teuer, wenn man die erste Gasflasche kaufen muss. Der Grill ist auch schön groß, und wir haben am Geburtstag meiner Tochter 22 Personen damit abgefüttert. Es ging wirklich sehr schnell, um einiges schneller als bei unserem alten Holzkohlegrill. Über den Preis kann ich nun nicht viel sagen, da ich ja dafür meine Webmiles eingetauscht habe. Allerdings habe ich fast den gleichen Grill im Baumarkt für 99,00 Euro gesehen, das mag ja schon hilfreich sein. Bei Webmiles kann man diesen Grill im Moment auch nicht mehr bekommen, er wurde aus der Prämienliste genommen.
Mein Fazit:
Hat man erst einmal den Aufbau hinbekommen und der Grill ist an eine Gasflasche angeschlossen, dann gibt es wirklich keine Probleme mehr. Er erhitzt sehr schnell, und auch das Grillen geht so schneller. Beim ersten mal ist die Gasflasche zwar teuer, aber dafür kann man ja nachher tauschen. Ich bereue es nicht meine Webmiles dafür geopfert zu haben und bin hundertprozentig mit diesem Grill zufrieden. Deshalb empfehle ich ihn auch uneingeschränkt an euch weiter und vergebe hier alle fünf Sterne. Und wenn es am Wochenende schön ist, dann wird hier wieder gegrillt ;o)))