...und überraschenderweise mein (naja, nicht ganz - korrekterweise uns, sie gehört meiner Freundin und mir zusammen) !
Am gestrigen Weihnachtstag waren wir bei der Mutter meiner Freundin zu Gast. Als echte Oma unserer Tochter ließ sie sich nicht Lumpen: die kleine wurde mit Geschenken nur so überhäuft: Puppenwagen, Spielzeug, alles hatte sie in Massen aufgefahren.
Über diese Flut von Geschenken wären wir beinahe vergessen worden. Auf einmal meinte sie, so ganz nebenbei „dahinten, das Paket ist für euch beide zusammen!“ Nichts ahnend entfernte meine Freundin das verhüllende Geschenkpapier, und uns blieb der Atem stehen!!!
Das Geschenk war ein Digitaler Camcorder, genaugenommen der NV-GX7EG von Panasonic. Schon seit 1 ½ Jahren wünschen wir uns so ein Gerät, um die rasende Entwicklung unserer kleinen Tochter dokumentieren zu können. Leider ist es bislang beim Wunsch geblieben, aufgrund von Ebbe in der Haushaltskasse kann man halt keine großen Sprünge machen und solche elektronischen Spielsachen erwerben. Mit der Erklärung „Wenn ihr nicht Jetzt so ein Gerät habt, lohnt es sich ja kaum noch“ war meine (Fast)Schwiegermutter also losgezogen, hatte sich schlau gemacht und dieses nette Gerät erstanden.
Das Gerät ist wie folgt ausgestattet:
Aufnahmeformat: MiniDV (mit Longplay-Aufnahmefunktion)
LEICA Dicomar- Optik (1:1.8, 35mm) mit optischem Zoom (1x – 10x)
Digitaler Zoom 20x und 500x
Stereo-Microfon (Digitale Aufnahme: 12 bit und 16 bit)
Farbsucher
2,5 Zoll Farb-LCD
On-Screen Menüsteuerung
Analoger und Digitaler Videoausgang
Blitzlicht
Slot für SD-Card oder MultiMediaCard bis 512MB
Möglichkeit der Aufnahme von
- Digitalen Standbildern (Photoshots) (im *.jpg-Format) mit bis zu 1,23 Megapixel
- MPEG4 - Videos
- SD Voice-Aufnahmen
Übertragung der Daten zum PC mittels USB 2.0
Bluetooth-fähig
Ehrlich gesagt: Ich konnte (und kann) damit wenig anfangen. Der Name LEICA bürgt zwar meines Wissens für qualitativ gute Optiken, aber ansonsten bin ich technisch bei Camcordern nicht auf dem laufenden... wer sich so ein Gerät nicht leisten kann, braucht halt auch nichts darüber zu wissen.
Naja, was befindet sich nun in unserem Karton?
Zunächst einmal natürlich die Kamera selber. Sofort fallen die recht geringen Maße (ca. 7 cm hoch, ca 4 cm dick und ca. 12 cm lang) und das niedrige Gewicht (nur 165gr ohne Akku) auf. Meines wissens nach gibt es zwar noch kleinere und kompaktere Geräte, aber4 auch dieses lässt sich lange ermüdungsfrei und bequem bedienen. Naürlich gibt es eine Handschlaufe auf der rechten Seite. Als nächstes kommt das wichtigste Zubehörteil: Akku und Ladegerät. Der mitgelieferte Akku hält im Dauerbetrieb ca. 1 ½ bis 2 Stunden (je nachdem, ob man das LCD-Display oder den Sucher verwendet). Ebenfalls befindet sich eine Art Adapter für den Anschluss des Camcorders ans normale Stromnetz. (Praktisch wen man Filme umkopiert oder die MultiMediaCard auslesen möchte.) Als Nächstes findet man 2 (!) Fernbedienungen. Zum einen eine Kabelfernbedienung für Zoom, Aufnahme und Photoshot für Stativaufnahmen oder Selbstaufzeichnung, zum anderen eine IR-Fernbedienung, mit der man nicht nur die Aufnahme steuern kann, sondern auch die Wiedergabe. Schließlich findet man noch ein Analoges AV-Kabel, ein USB-Kabel, eine CD-Rom mit Treibern und Bildbearbeitungssoftware, eine Sonnenblende für das Objektiv, eine Objektivabdeckung, einen Handgelenkgurt, die obligatorischen Bedienungsanleitungen und Garantiezertifikate, sowie eine 8MB SD-Card.
Meine Erfahrungen
Wie schon erwähnt: die Kamera ist leicht und handlich. Nachdem der
Akku aufgeladen war, machte ich mich sofort daran, ihre Möglichkeiten kennenzulernen. Nachdem man die Kamera eingeschaltet hat und ein Band eingelegt hat (etwas fummelig, aber doch recht einfach), kann man quasi schon loslegen. Einfach in den Sucher Blicken (spätestens jetzt merkt man, das der Objektivdeckel noch Drauf ist ;-)!!!), mit dem Daumen den rot markierten Aufnahmeknopf drücken (auch leicht zu ertasten, da gut platziert), und schon nimmt man seinen ersten eigenen Film auf. Ein Wippschalter auf der Oberseite erlaubt das Hinein- und Herauszoomen. Die Automatic für die Blende sowie der Autofocus sind zuverlässig. Klappt man den LCD-Display aus (an der Linken Seite des Gehäuses), wird die Aufnahme noch angenehmer, da man die Kamera jetzt nicht mehr vor das Augehalten muss. Das Display ist dreh- und schwenkbar und bietet guten Kontrast und gute Helligkeit, ist also bei jeder Situation gut zu sehen. Auf der Gehäuseseite, normalerweise vom Display verdeckt, befindet sich der Slot für die Speicherkarten und die Tasten zum Abspielen der aufgenommenen Videos. Über einen Schalter kann man, einstellen, ob Filme und Bilder auf Band oder auf Karte gespeichert werden sollen. Je nach Größe der Speicherkarte und Qualität der Aufnahme kann man bis zu 14000 Bilder im *.jpg - Format und bis zu 10 ½ Stunden MPEG4-Video abspeichern. Bei der beiliegenden 8MB-Karte sind es nur 2-6 min. Video und ca. 40 Bilder von guter Qualität.
Photos knipsen kann man sowohl mit der Karte als Speichermedium als auch mit dem Band. Auf Band werden 8 sek. Lange Standbilder aufgezeichnet, die man bei Bedarf auf die Speicherkarte kopieren kann. Zum Aufnehmen von Photos benutzt man den Knopf „Photoshot“ an der Oberseite des Gehäuses. Zur Aufnahme von Fotois wird auch der eingebaute Blitz benötigt, der angenehm schnell lädt. Man muss ihn einfach nur durch eine Drehung nach oben einschalten. Ein „Anti-Rote Augen-Option“ ist natürlich implementiert.
Die Vielfältigen Einstellmöglichkeit und Sonderfeatures werden bequem über ein On-Screen-Menü verwealtet, das über ein kleines Drehrad am Gehäuse gesteuert wird. So kann man die Qualität der Aufnahme, bestimmte Wiedergabefeatures und natürlich eingebaute Digitale Effektprogramme anwählen. Möglich sind neben Schwarz-weiß- oder Sepiaaufnahmen (gelbstich, wie bei alten Fotos) kann man aufnahmen Spiegeln, splitten, einen Stroboskop-effekt einbauen (wie in der Disco), das Bild rastern, Überblenden, u.v.m. Auch die Anzeige „Bild- in-Bild“ und die gleichzeitige Anzeige von 8 Bildern ist möglich. Die eingebaute Wackelkorrektur ist leider nicht allzu zuverlässig.
Zubehör
Neben stärkeren Akkus und größeren Speicherkarten (diese beiden zubehörteile werde ich mir wohl als nächstes anschaffen) gibt es noch Filter- und Makrolinsen, Externe Mikrofone, externe Blitzlichter, ein Lesegerät für die Seicherkarten, Videoschnitt- Titel- und Bildbearbeitungsprogramme, Digitale Anschlusskabel, ein Bluetooth-Set sowie Photodrucker und bessere Ladegeräte für die Akkus.
Fazit.
Zwar habe ich die Kamera erst seit etwas mehr als 24 Stunden in der Hand, konnte mich aber schon mit den meisten Möglichkeiten dieses Gerätes vertraut machen. Das liegt vor allem an der leichten Bedienung des Gerätes selber. Die Bedienungsanleitung hilft einem Neunutzer nur wenig weiter. Mit dem Prinzip „Try And Error“ kommt man wesendlich weiter. Gut gefallen hat mir die Möglichkeit, den Camcorder auch als Digitalkamera zu nutzen. Mit 1,23 Megapixel kann sie zwar (logischerweise) nicht mit den aktuellen Geräten mithalten, für kurze Schnappschüsse reicht es aber sicherlich aus. Die einizgen Mankos, das ich bislang finden konnte (und ich habe mich ausgiebig mit unserem kleinen Wunderwerk beschäftigt ;-)!!!), sind
1. die kleine Kapazität des Akkus
2. der geringe Speicherplatz der mitgelieferten CD-Card (nur 8 MB)
- hier muss ich wohl bessere Teile als Zubehör erstehen. Eine weiterer Nachteil ist paradoxerweise auch ein Vorteil: Das geringe Gewicht!
Zwar kann man den Camcorder lange ermüdungsfrei tragen und verwenden, allerdings lässt er sich auch ohne Übung nur sehr schwer ruhig halten. Die Wackelkorrektur hilft einem da auch nicht viel weiter. Da heißt es nur : Üben, Üben , Üben...
Über den Preis kann ich nichts sagen. Zwar könnte ich ihn bequem im Internet recherchieren, möchte ich aber nicht. Das gerät war ein Geschenk. Ein Geschenk, das wir uns nicht mal erträumt haben. Ich möchte es nicht in die Vitrine legen müssen, weil ich den Preis kenne. Bitte versteht das!
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Edel und kompakt, aber alles dabei
ein Testbericht von werwolf9992004-08-18 10:03:58vom 18.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Kompakte Abmessungen, Vielzahl von Anschlüsse, überdurchschnittliche Pixel bei Fotofunktion...Nachteile/Kritik: kleiner Akku, kleine Speicherkarte, teilweise umständliche Bedienung
Als sich bei uns 2001 Nachwuchs ankündigte, wollte ich natürlich jede Bewegung des Kindes dokumentieren. Zuerst wurde eine Spiegelreflexkamera angeschafft, dann bekam ich irgendwann eine analoge Videokamera von Can*n als Leihgabe in die Hand gedrückt.
Mit dieser filmte ich kräftig. Irgendwann wollte der edle „Spender“ seine Kamera wieder zurück haben und ich musste mich selber kümmern.
Ich recherchierte kräftig und blieb bei 4 verschiedenen Herstellern hängen. S*ny fiel weg, da diese Firma zu sehr auf proprietäre Eigenlösungen setzt. Mit Can*n hatte ich bisher gute Erfahrungen gemacht, was Fototechnik angeht. Diese Firma fiel dann leider auch raus, da es hier arge Probleme gibt, die Laufwerksgeräusche bei der Aufnahme zu isolieren. Den Ausschlag für die Panasonic NV-GX7EG gegenüber einem vergleichbaren Camcorder von J*C gab dann der Tipp eines Freundes, welcher in der selben Lage, also mit Kind war und auch schon kräftig verglichen hatte.
Ich hatte mir im Juli 2003 ein Limit von 1000 EUR gestellt, was ich für die Kamera ausgeben wollte. Mit einem Preis von ca. 950 EUR lag ich drunter, kaufte aber noch einen größeren Akku und eine größere Speicherkarte, blieb also letztendlich im Limit.
Kaufentscheidend waren für mich folgende Gründe
- analoge und digitale Eingänge (gut zum Überspielen alter Aufnahmen)
- Fotofunktion mit über dem damaligen Durchschnitt liegender Auflösung
- Fotospeicherung auf Karte
- Kompakte und leichte Ausführung der Kamera
***Ausstattung / Merkmale
Es wäre müßig, hier sämtliche technischen Daten wiederzugeben. Diese können von der Panasonic-Seite abgerufen werden. Da das Mini DV-Format mehr oder weniger eng genormt ist, gibt es hier keine großen Unterschiede, was die Filmaufnahmeparameter angeht. Hier einfach wahllos einige Daten, welche ich für wichtig halte:
- Stromversorgung mit ca. 7,5 Volt
- Bildwandler ¼ inch CCD
- F1,8 Objektiv,
- Brennweite 3,55-35,5 mm
- 10-fach optischer Zoom
- 2,5-inch Monitor
- USB-Anschluss
- DV in /out IEEE1394 Firewire
- Abmessung: 71x93x139 mm
- Gewicht ca. 600g
- MMC-, SD-Speicherkarten kompatibel
- Höchste Auflösung für JPEG auf Speicherkarte 1280x960 Pixel
- Blitzmöglichkeit für die Fotofunktion
Mitgeliefert werden der Akku, welcher eigentlich nur als Ersatz taugt, die Fernbedienung und eine dafür benötigte Batterie, der Objektivdeckel, ein AV-Kabel, ein Schulterriemen, eine SD-Speicherkarte, welche von der Kapazität zu knapp bemessen ist. Dazu kommt noch ein Netzanschluss-Kit, womit man die Kamera permanent mit Strom, also ohne Akku, versorgen kann. Dies eignet sehr für Situationen, bei denen es auf stabile Stromversorgung ankommt, also zum Überspielen des Filmes über Firewire auf den PC beispielsweise.
***Inbetriebnahme / Installation
Eigentlich muss nur der USB-Treiber installiert werden. Dieser erfordert einen Neustart des Rechners nach der Installation. Mit dem USB-Kabel schließt man den Camcorder an den Rechner an, um die Bilder der Speicherkarte auszulesen. Die Kamera selber ist nach der Montage des Tragegurtes und des Einlegens von Akku und Kassette einsatzbereit. In der Kamera muss noch das Datum und die Uhrzeit eingestellt werden. Die restlichen Vorgaben sind für den Anfang ausreichend und können später ohne Problem angepasst werden.
***Handling / Ergonomie / Bedienung
Die Bedienung kann innovativ erfolgen, alle Knöpfe sind am richtigen Platz. Lediglich für größere Hände und da scheinen meine dazu zu gehören, wird es manchmal akrobatisch beim Bedienen. Man weiß nicht, ob der Hersteller für bestimmte Bedienungselemente
und Kombinationen derer untereinander einen Zweihandbetrieb vorausgesetzt hat. Für den normalen Betrieb langt es jedoch vollkommen. Da die Kamera so leicht ist, ist es eh besser, sie für eine ruhige Lage mit zwei Händen zu halten oder irgendwo aufzulegen. Zumindest geht es mir so.
Der optische Zoom ist speziell für Fotoaufnahmen sehr nützlich, 10-fach reicht völlig aus, mehr macht nur mit Stativ Sinn, da an ein „Ruhighalten“ während des Filmens per Hand nicht zu denken ist.
Die Kamera ist sehr zuverlässig, nur einmal, sie fiel mir runter, gab es am oberen und am rechten Rand Pixelfehler. Diese konnte ich am Rechner wegschneiden. Nach Einlegen einer neuen Kassette war das Problem behoben.
Die Kamera ist relativ unempfindlich gegen plötzlich auftretende hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturunterschiede (Schwimmbad etc.) Das Objektiv beschlägt zwar, aber die Kamera blockiert nicht, wie in der Anleitung beschrieben.
Schwierigkeiten bereitet mir das Überspielen der Bilder vom Band auf die Karte.
Es kommt auch oft vor, dass ich ungewollt Bilder aufs Band aufnimmt, weil ich während des Filmes ohne auf Kartenmodus umzuschalten, den Fotoauslöser betätige. Diese Fotos haben mindere Qualität und wenn es ein Schnappschuss war, hat man Pech, weil die Kamera zum Speichern des Bildes mehrere Sekunden braucht. Das gewünschte Motiv kann dann schon nicht mehr vorhanden sein.
Der Schalter zum Umschalten zwischen Video und Fotooption auf Karte befindet sich leider unter dem Display und ist deswegen umständlich zu bedienen. Das Display sollte besser eingeklappt bleiben, weil die Akkulaufzeit darunter leidet und bei Außenlicht nicht viel darauf zu erkennen ist. Auch der Schalter für das Umschalten zwischen manuellen und Auto-Focus ist nicht ideal angebracht, er kann sich unbewusst verstellen, wenn man ihn schon leicht berührt.
Auf die umfangreichen digitalen Effekte legen ich keinen besonderen Wert, da ich diese viel komfortabler auf dem PC vornehmen kann. Das gleiche trifft für die Schnittfunktionen zu.
Die Kamera wird von entsprechender Software am Rechner sofort erkannt und einfache Funktionen, wie Vor- und Zurückspulen, können fernbedient werden. Das Zurückspielen der Filme auf den Camcorder klappt auch einwandfrei.
***Tipps & Tricks / Störungsbeseitigung / Wartung
- Ein Speicherkartenlesegerät zum Auslesen der Karte nutzen, man erspart sich die lästige Installation des USB-Treibers und muss nicht jedes Mal die Camera anschließen
- Anschaffung eines stärkeren Akkus, No-Name-Produkte tun es auch.
- Anschaffung einer größeren MMC- bzw. SD-Karte, Vergleich welche billiger ist – es passen beide Typen
- Effekte können besser am Rechner sowohl für Film als auch Fotos eingebracht werden
- Sollte die Kamera länger liegen, ohne genutzt zu werden, empfiehlt es sich, die Kassette zu entnehmen, bzw. immer mal vor und zurück zu spulen
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