Pedjikent
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Pedjikent Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

LoMei

Ein Kurzbesuch in Pedjikent

ein Testbericht von 2002-03-11 16:59:13 vom 11.03.2002
Empfehlung: ja
Die Straße nach Pedjikent führte das Tal des Serafjan aufwärts. Die Vorstadt von Samarkand sah hier im Südosten ähnlich aus wie im Süden auf dem Wege nach Schachrisabs. Niedrige flache Lehmhäuser, hinter denen manchmal verwunschene Innenhöfe sichtbar wurden. An manchen Stellen waren zwischen niedrigen Pfählen Schnüre gespannt, an denen Tabakblätter trockneten. Neben Baumwollfeldern sah man immer wieder Tabakfelder. Die unteren Blätter waren bereits gebrochen und die Blüte stand mit wenigen kleinen Blättern bis zu 2 m hoch. Die Sonne brannte heiß in die rechten Busfenster.

Es war Ende September 1990. In der Golfregion braute sich etwas zusammen und in Bonn und Berlin wurde noch an der deutschen Einheit gezimmert. Im Bus unterrichtete Reiseleiterin Ina uns über die letzten Neuigkeiten vom Persischen Golf, von der UNO und aus Bonn.

Eine Schranke markierte die veterinärmedizinischen Kontrollpunkte beim Überschreiten der Grenze von Usbekistan nach Tadschikistan.

Wir erreichten Pedjikent und hielten vor einem Gebäude, in dem ein Museum untergebracht war. Der örtliche Dolmetscher hieß Mal Muhammad und war Deutschlehrer. Bei der Begrüßung legte er mit betonter Geste die rechte Hand auf das Herz und sagte „Salam alaykum“ und wünschte uns allen Wohlergehen und Gesundheit. Im Museum sahen und hörten wir viel interessantes über seine Heimat, insbesondere über die Tierwelt im Tiefland und im Hochgebirge. Der höchste Berg des Landes ist mit 7 000 m der Pik Kommunismus, der vorher lange Jahre Pik Stalin geheißen hatte. Mal Muhammed informierte über die Geschichte des Landes, über Ausgrabungen, den Heimatdichter Rudaki aus dem frühen Mittelalter und über die dem Persischen verwandte tadschikische Sprache.

Nach dem Museumsbesuch ging es zu dem auf 1000 m über dem Meer gelegenen teilweise ausgegrabenen Alt-Pedjikent, das im 8. Jahrhundert während der Eroberungszüge der Araber zerstört und danach verlassen wurde. Die ehemals aus Lehmziegeln erbaute Stadt lag als kantige Trichterlandschaft vor uns. Russen und Ausländer graben hier gemeinsam und werden noch Jahre zu tun haben. Alexander der Große soll hier Schlachten geschlagen und auch seine Frau Roxine gefunden haben.

In rasender Fahrt ging es holpernd und schlingernd zurück nach Samarkand.

Das war leider nur eine Stippvisite. Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland von seltener und unberührter Schönheit. Die Berge haben uns nur von ferne gegrüßt. Ich kann leider keine Tipps geben über Trekkingmöglichkeiten und Urlaub im Gebirge. Das würde mich sehr reizen. Vielleicht kann jemand anders diesen Aspekt einmal in einem aktuellen Bericht beleuchten.
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Informationen zu Pedjikent

 
Allgemeine Informationen Pedjikent
gelistet seit: 24.09.2003
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Allgemeine Informationen
Typ: Stadt 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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