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Top-Breitbildgerät mit Superbild, günstig, 14.03.2006
Eigentlich hatte ich mir kurz vor dem Philips ja erst einen neuen Fernseher gegönnt (den Universum FT8132 für damals rund 800 Euro), aber nachdem ich kürzlich das 50%-Sonderangebot für meinen neuen Philips bei Quelle sah, zögerte ich nicht lange, und der Universum ging den Weg alles sterblichen... (Ebay)... – denn so 100 %ig zufrieden war ich mit dem Universum-Gerät leider nicht (Verarbeitung und Bildqualität)...
1. Gerätetyp/Preis:
Beim Philips 32PW8609/12 handelt es sich um ein Breitbild-Fernsehgerät (16:9-Format) mit 82cm-Flachbildröhre, Virtual Dolby Surround und 100Hz-Technik. Bei Quelle hatten sie eine 50%-Sonderaktion für den PW8719 (ähnliches Gerät) zu 599,-- EUR. Da letzteres bei Quelle offenbar ausverkauft war, bekam ich ohne Aufpreis als Ersatzlieferung den – offenbar etwas hochwertigeren – PW8609. Der UVP für den PW8609 liegt laut Philips.de bei 999,-- EUR.
2. Installation:
Die Installation klappt relativ problemlos, beim ersten Anschließen sucht sich der Fernseher die empfangbaren Kanäle und „versucht, sie vorzusortieren“, was natürlich nicht immer 100% mit der persönlichen Sendersortierung passt, also heisst’s dann üblicherweise noch mal nachsortieren (geht aber auch recht leicht über Menu). Hilfreich dabei ist, dass der Fernseher bei jedem Umschalten bzw. Programmanzeigen für die ersten paar Sekunden immer den Kanalnamen (sofern vorhanden) einblendet und unten sogar oft noch den Titel des aktuell laufenden Programms (sucht er sich wohl aus dem Videotext, klappt nicht immer).
3. Technische Ausstattung des Fernsehers:
Flachbildröhre
Der Philips verfügt über eine planare Bildröhre, das heißt, der Bildschirm ist nicht gekrümmt. Dies hat den Vorteil, dass zu den Seiten hin keine Verzerrungen im Bild auftauchen, und man auch dann noch ein recht gutes Bild wahrnehmen kann, wenn man etwas seitlich versetzt vor dem Gerät sitzt. Insofern ein klares Plus.
Mein Quelle-Gerät (Vorgänger-TV) hatte im 4:3-Modus am linken Bildrand leider eine leicht gekrümmte Linie, was nicht so schön anzusehen war. Beim Philips ist dies zum Glück nicht der Fall, denn auch im 4:3-Modus (schwarze Balken links und rechts) sind die Bildrandlinien absolut gerade.
16:9-Format, Bildformate, Farbton
Das Gerät ist hauptsächlich auf das Kinoformat, also 16:9 ausgelegt. Mehr und mehr Sendungen werden im Breitbildformat ausgestrahlt, so dass der Fernseher dann auch voll und ganz zur Geltung kommen kann. Das 16:9-Format entspricht ergonomisch auch eher dem menschlichen Blickwinkel, und bei 16:9-Sendungen bzw. DVDs wird der Platz auf dem Bildschirm natürlich optimal ausgenutzt, so dass eine Art Kinofeeling aufkommt.
Man kann jederzeit die Einstellung für das Bildformat individuell anpassen auf eine der voreingestellten Anzeigeformate (also entweder 4:3, 14:9, 16:9 Untertitel, Superzoom und Breitbild). Angeblich erkennt das Gerät grundsätzlich auch die Bildformate der ausgestrahlten Sendung (bzw. DVD) und passt sich automatisch an. Das klappt allerdings leider nicht so besonders. Meistens muss ich manuell nachhelfen. Das wiederum hatte bei meinem Universum wesentlich besser funktioniert. Noch ein paar Sätze zu den Bildformaten: 4:3 ist also das klassische Fernsehbild, wie man es von den „Nicht-Breitbild-Fernsehern“ her kennt. 16:9 ist eigentlich das klassische DVD-Format; sprich: bei 16:9-Einstellung erscheint der Film der DVD in der Regel bildschirmfüllend (keine Balken mehr, oben/unten bzw. links/rechts). Dies heißt aber, dass hier etwas vergrößert wird, also ein ganz klein wenig vom Bild wird abgeschnitten (links und rechts). Nachteil bei 16:9 ist, dass man die Untertitel in der Regel nicht mehr oder nur zum Teil angezeigt bekommt (sofern man die DVDs – wie ich – gerne im O-Ton mit deutschen Untertiteln guckt). Dafür gibt’s bei dem Philips zum einen aber das Bildformat „16:9 Untertitel“, bei dem das Bild etwas nach oben gerutscht wird, und unten ein schmaler schwarzer Streifen erscheint (nur unten), auf dem dann die Untertitel einsehbar werden. Das ist recht praktisch, auch wenn man sich erst mal an ein Bildformat gewöhnen muss, auf dem oben kein Streifen ist, unten aber schon. Deutliche Bildverzerrungen treten dadurch aber nicht auf (abgeschnitten wird oben jedenfalls nichts). Bei allen Bildformat-Modi außer „Breitbild“ kann man übrigens noch manuell über die Pfeiltasten hoch/runter auf der Fernbedienung noch quasi stufenlos das Bild nach oben oder unten verschieben. Nettes Gimmick, welches ich bis dato allerdings noch nicht wirklich gebraucht habe. Ach ja, das „Breitbild“-Format ist übrigens das Format, auf dem die Breitbild-Filme auch wirklich im Breitbild angezeigt werden, also es wird links und rechts nichts abgeschnitten (und auch nicht gezoomt, wie bei 16:9), aber dafür erscheinen schmale schwarze Streifen noch oben und unten im Bild. Dennoch sehe ich die DVDs meistens im angepassten 16:9-Format, da der Bildschirm so am besten ausgenutzt wird, ohne dass es zu Verzerrungen kommt.
Man kann also auch konventionelle 4:3-Format-Sendungen auf „Breitbild“- bzw. „16:9“-Format bzw. Super-Zoom „zwingen“, aber dadurch wird das Bild etwas gedehnt, also erscheinen die Leute meist etwas dicker und kräftiger als sie sind (16:9-Format), oder das Bild wird oben und unten etwas abgeschnitten (Zoom-Format). Eine geschickte Alternative von Philips ist hier das 14:9-Format, bei dem nichts unproportional gedehnt wird, aber dafür noch oben und unten etwas abgeschnitten wird, aber relativ wenig.
Der Farbton lässt sich auf drei vorgegebene Varianten namens „kalt“, „normal“ oder „warm“ stellen. Ich hab meinen auf „normal“ stehen, bei „kalt“ wirkt das Bild etwas farblos mit leichtem Blaustich, bei „warm“ zu gelbstichig, meiner Meinung nach. Aber das ist Geschmackssache.
100 Hertz-Technik, Zeilen verdoppeln
Der Fernseher wird mit 100 Hertz-Technik ausgeliefert, d. h. das Bild wird doppelt so oft aufgebaut wie auf einem traditionellen 50 Hertz-Gerät. Dies soll besonders augenschonend sein, da man kein Flimmern mehr wahrnimmt, und das Bild brillanter rüberkommen soll. Beim Philips kann ich im Gegensatz zu meinem alten Universum auch bei schnellen Bewegungen im Bild kein Nachziehen feststellen, das ist offenbar halt schon bessere Technik (sogenannte „Digital Scan“-Technik, die bei bestimmten Bildern zu geringerem Flimmereffekt führt). 100 Hz.-Geräte stellen übrigens auch Störeinflüsse aus dem Kabelnetz bzw. Satellitenempfang deutlicher dar, aber das hält sich in Grenzen bzw. fällt dann nicht mehr so auf (meist auch nur bei höherer Kontrasteinstellung). Beim Philips kann man im Setup-Menu noch bei Bedarf auf „Zeilen verdoppeln“ umstellen, was bei NTSC-Sendungen (bzw. NTSC-Wiedergabe von DVD bzw. VHS) zu empfehlen ist (= Verdopplung der vertikalen Auflösung, die sichtbare Bildlinien eliminiert).
Virtual Dolby Surround / Ton
Die Hersteller haben diesem Gerät einen virtuellen Dolby Surround Sound gegönnt, das heisst, dass hier virtuell Raumklangeffekte über die eingebauten Lautsprecher erzeugt werden (ohne externe Lautsprecher anschließen zu müssen). Na ja, gut, das ist ganz nett, aber ich habe schon einen Dolby Digital Receiver mit entsprechenden Boxen, daher lass ich den Fernseher auch meist über die Stereoanlage laufen, das ist schon ein Riesenunterschied. Man kann aber auch auf Normal-Stereo-Ton umschalten, wirkt sich aber meines Gefühls nach nicht sonderlich aus. Natürlich gibt’s auch eine Taste zum Umstellen der Tonkanäle (I/II) für Zweikanaltonsendungen. Der TV hat auch „Smart Sound Control“ – das ist eine sehr schöne Sache, weil damit in den Werbepausen einen die Werbung nicht so anbrüllt (die ja meist etwas lauter gesendet wird, als die Hauptsendung, die sie ja unterbricht), sprich: der Philips passt die Lautstärke der Werbung auf die Lautstärke des Hauptfilms an.
Standbild
Mittels Drückens auf die „Freeze“-Taste auf der Fernbedienung lässt sich das aktuelle Fernsehbild einfrieren. Na ja, ganz nett, aber wozu? ;-)
Stummschaltung / Lautstärke
Klar, der TV lässt sich über die Fernbedienung auch stumm schalten, sehr lästig ist dabei aber, dass das Symbol für die Stummschaltung auf dem Bildschirm erscheint – und dort auch verbleibt. Wenn ich also den Ton nur über meine Stereoanlage hören will, muss ich also manuell den Fernsehton auf Minimallautstärke regeln, will ich nicht ständig das „Ton-aus“-Symbol auf dem Screen haben. Übrigens wird die zuletzt gewählte Lautstärke auch nach dem Ausschalten des Gerätes gespeichert. Gucke ich also eine DVD mit Ton nur von der Stereoanlage (und habe den TV dafür auf leise gestellt), schalte das Gerät danach aus, bleibt die geringe Lautstärke auch beim nächsten Einschalten zunächst gegeben. In der Stummschaltung gibt der Fernseher übrigens ein gewissen Grund-Rauschen von sich, aber nun ja, das nimmt man im normalen Betrieb überhaupt nicht wahr, stört also eigentlich nicht.
Top-Videotext
Natürlich hat der Philips auch Top-Videotext, also mit 1200-Seiten-Speicher (das ist wohl der Hauptunterschied zum „Vor-Modell“ 8608, der hatte nur 100-Seiten-Speicher). Klappt sehr gut und sehr schnell. Diesen kann man sich sogar hälftig anzeigen lassen – also links das Fernsehbild und rechts die Videotextseite (siehe Foto) oder sogar mit zwei Videotextseiten nebeneinander (links die aufgerufene Seite, rechts die Folgeseite), ganz nett. Zoomen und so kann man natürlich auch, aber das ist ja nichts besonderes mehr.
4. Gehäuse, Fernbedienung, Anschlüsse, Wecker:
Das Gehäuse ist vorne silberfarben gehalten, also die Gerätefront, während die Geräterückseite (also die Umschalung der Bildröhre) in so einem dunkelgrau gehalten ist. Dies ist geschickt gemacht, da das Gerät dort wesentlich schlanker und gar nicht tief erscheint (was es aber natürlich schon ist, die Bildröhre will ja untergebracht sein). Oben am Gerät (wie bei vielen Philips-Geräten) gibt’s noch die Elementarbedientasten für Programm vor/zurück bzw. Lautstärke hoch/runter (Kipp-/Wipp-Schalter).
Unterhalb der Bildfläche prangt noch leicht dezent silber-glänzend das „PHILIPS“-Logo, an der linken unteren Seite sind noch ein paar Knöpfe für die wichtigsten Einstellungen (Lautstärke, Kanalwechsel) und der Kopfhöreranschluss. An der rechten Seite ist der 3. AV-Anschluss (Cinch-Video/Audio + S-VHS) angebracht, recht geschickt, da nicht sofort von vorne einsehbar, aber andererseits auch gut zugänglich. Hier kann man eben Digicam oder Videocamera anschließen. An den S-VHS-Anschluss kann man natürlich auch den DVD-Player anschließen, aber da das Kabel dann doch etwas hässlich stets zu sehen ist, habe ich den DVD-Player trotzdem an einer der beiden Scart-(EURO-AV)-Buchsen hinten am Gerät angeschlossen. Eine davon ist „S-VHS-fähig“, was das auch immer heißen mag (offenbar, dass das bessere SVHS-Format auch über diese Scart-Buchse übertragen werden kann, aber na ja, ich seh keinen Unterschied, ob ich das Kabel nun in die Scart1- oder Scart2-Buchse anschließe..). Auf der Rückseite verfügt das Gerät dann noch über einen Cinch-Audio-Ausgang zur Verbindung mit der Stereoanlage und den Antennenanschluss.
Die Fernbedienung ist relativ leicht und liegt gut in der Hand, leicht in silberfarbenen Plastik gehalten, das jedoch auch nicht unbedingt sehr hochwertig wirkt. Die Tasten sind aber gut zu bedienen und zu finden.
Der Philips hat noch einen Wecker, also man kann den Fernseher auch nach Zeituhr einschalten lassen (was ich aber nicht brauche, da er nicht im Schlafzimmer steht), und auch eine Schlummertaste (also „ausschalten nach 30, 45, 60 min. etc.“), für Leute, die gerne vor dem Fernseher einschlafen.
5. Maße, Gewicht:
* Maße B/H/T 88/54/56 cm
* Gewicht: ca. 54 kg
6. Bezugsquelle/Garantie:
Quelle war bei mir Quelle (www.quelle.de), Garantie 2 Jahre. Das Gerät gibt’s natürlich auch bei anderen Shops im Internet. Den billigsten Preis, den ich für das Gerät sonst im Internet fand (abgesehen von der Sonderaktion von Quelle zu 599 EUR), waren so um die 650 Euro zzgl. Versand. Üblicher Preis um die 700 EUR.
7. Quintessenz:
Für 599 Euro habe ich hier ein Markengerät bekommen, das deutlich besser ist als mein teureres Vorgerät von Universum. Vor allem die Bildqualität ist beim Philips wirklich ziemlich ungeschlagen (meiner Meinung nach), der Ton kommt auch sauber und nicht zu blechern rüber, und unter den verschiedenen Bildmodi kann sich jeder seinen Lieblingsmodus aussuchen (mehrere und bessere Bildgrößeneinstellungen als bei meinem Universum). Fragte mich zwar vorher schon, ob ich wirklich einen neuen Fernseher brauchte (zumal ich für den Universum nur noch 300 Euro bekam bei Ebay – also ein Wertverlust von rund 500 Euro in ca. 12 Monaten), aber das Sonderangebot hat mich nicht enttäuscht, das war die richtige Entscheidung! ...(Ebay)... – denn so 100 %ig zufrieden war ich mit dem Universum-Gerät leider nicht (Verarbeitung und Bildqualität)...
1. Gerätetyp/Preis:
Beim Philips 32PW8609/12 handelt es sich um ein Breitbild-Fernsehgerät (16:9-Format) mit 82cm-Flachbildröhre, Virtual Dolby Surround und 100Hz-Technik. Bei Quelle hatten sie eine 50%-Sonderaktion für den PW8719 (ähnliches Gerät) zu 599,-- EUR. Da letzteres bei Quelle offenbar ausverkauft war, bekam ich ohne Aufpreis als Ersatzlieferung den – offenbar etwas hochwertigeren – PW8609. Der UVP für den PW8609 liegt laut Philips.de bei 999,-- EUR.
2. Installation:
Die Installation klappt relativ problemlos, beim ersten Anschließen sucht sich der Fernseher die empfangbaren Kanäle und „versucht, sie vorzusortieren“, was natürlich nicht immer 100
Pro: Preis, Bildqualität, Ton, Bildformate, Anschlüsse, Design... Kontra: Autoerkennung (Bildformat) klappt nicht immer, Gewicht
Abbildungen & Videos für diesen Testbericht: