Physik
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Physikstudium an der Universität Leipzig

ein Testbericht von 2003-01-13 13:13:31 vom 13.01.2003
Empfehlung: ja
Eines erstmal vorweg... Physik gehört zu den schwersten Studiengängen überhaupt und ist nicht für Leute gedacht, die einfach mal so studieren wollen um zu studieren. Solche Leute bestimmen eintscheidend das Niveau der Ausbildung an einer Hochschule mit, in dem sie es einfach nach unten korrigieren.
An der Universität Leipzig bleiben von diesen Leuten allerdings nach dem Vordiplom nicht mehr viele übrig. Ich möchte auch hier nur den Weg bis dorthin beschreiben und bewerten, da ich selbst erst im 5. Semester bin.

Der Physikstudiengang ist hier NICHT Zulassungsbeschränkt, jeder mit Abitur darf hier Physik studieren.

Das Grundstudium belegen Physik-Diplom-, Meteorologie-, Lehramt Physik-, Geologie- und Geophysikstudenten bis auf das nebenfach (welches bei den NichtPhysikern aus Vorlesungen aus Ihrem Fachbereich besteht) weitestgehend zusammen. Nach dem Vordiplom hat man ohne hindernisse die Möglichkeit zwischen diesen Studiengängen zu wechseln.

Zunächst hat man also im ersten Semester Experimentalphysik, Lineare Algebra, Analysis und ein Nebenfach...(im normalfall -> und auch empfehlenswert Chemie).
Der 2-Semestrige Chemiekurs wird auf eins komprimiert (2 Vorlesungen statt einer) und endet mit einem 2 Wochen Blockpraktikum in den Semesterferien, und der Möglichkeit gleich nach dem ersten Semester die Vordiplomprüfung abzulegen. Dazu würd ich jedem raten, da nach dem 4. Semester die anderen 3 Prüfungen folgen und diese nicht zu den leichtesten gehören. Alternativ kann man sich auch ein anderes Nebenfach nehmen allerdings muss man sich hier selbst um die Lehrveranstaltungen kümmern.
Die Mathematikvorlesungen werden die ganzen 4 Semester speziell für Physiker gehalten. Sie Unterscheiden sich im Inhalt besonders dadurch von den Vorlesungen für Mathematiker, dass die gebrachten Rechenbeispiele / Übungs- und Klausuraufgaben zum Teil aus Physikalischen Anwendungen kommen. Das Niveau der Mathematik Vorlesungen:
1. Semster Algebra und Analysis I
2. Semester Analysis II und Gewöhnliche Differentialgleichungen
3. Semester Analysis III (Funktionentheorie)
4. Semester Analysis IV (Partielle Differentialgleichungen)
ist hoch. Man muss aber nur in 3 dieser Vorlesungen die Klausuren bestehen und die Übungsaufgaben machen (den Leistungsschein machen) um zur Prüfung zugelassen zu werden.. aber HÜTET EUCH davor.. macht so viel wie möglich.. den in der Prüfung wird alles verlangt und wer gleich mitarbeitet hats leichter.
Es empfiehlt sich auch unbedingt die im ersten Semester angebotene Zusatzvorlesung "Mathematische Hilfsmittel für Physiker" zu besuchen.
Die ist a) richtig gut und b) erleichtert sie den Einstig und die Arbeit mit der Mathematik sehr.

Weiter gehts mit Experimentalphysik..die Qualität der Vorlesung hängt sehr vom Professor ab. Wir haben hier von allem was dabei. Auf jeden Fall ist aber Ex-Physik das Fach wo man am ehesten bestehen sollte. Wer merkt dass er mit Experimentalphysik NICHT klarkommt wird wohl kaum die Theoretische Physik schaffen in Leipzig.
Die hat hier ein Sehr hohes Niveau. und stellt extrem hohe Anforderungen an die Studenten. Es beginnt im 3. Semester mit theoretischer Mechanik, gefolgt von Theoretischer Elektrodynamik im 4. und der Quantenmechanikreihe sowie statistischer Physik im 5.-7. Semester. Studenten die von anderen Universitäten nach Leipzig wechseln, müssen errungene Leistungsscheine in theoretischer Physik wegen des hohen Niveaus hier zum Teil wiederholen.

Weiterhin gibt es noch das Praktikum ... jeden Donnerstag 4 Stunden mit sofortiger Auswertung des Experiments vom 2.-4. Semster.. hier sind Experimente aller SChwierigkeitsstufen enthalten die einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit geben und die Grundlage für das weitestgehend selbstständigere Fortgeschrittenenpraktikum im Hauptstudium bilden.

Hat man nach dem 4. Semster alle vorraussetzungen für die Prüfungen erfüllt (2 Scheine Ex-Physik, 3x Mathe, 3x Praktikum, 1x Theoretische Physik).. so kann man sofort das Vordiplom machen (man hat dazu bis zum 6. Semster zeit wenn man durchfallen sollte oder die Vorraussetzungen noch nicht sofort hat).

Die allesamt mündlichen Prüfungen sind grundsätzlich in lockerer Atmosphäre, fair und angenehm (ist aber vom Professor abhängig -> meine Prüfungen waren es).
Man bekommt besonders in der Theoretischen Physik prüfung detailliert eine mündliche Auswertung und eine sicherlich strenge aber gerechte Bewertung. Dabei lassen die Professoren auch die Vorleistungen (wann hat man wie Übungsaufgaben abgegeben..-> je mehr und kontinuierlicher man im vorfeld gearbeitet hat desto einfacher die Prüfung) mit einfließen. Bei Versagen ist eine Nachprüfung ohne weiteres nach Absprache mit dem Professor möglich.

Nach dem Vordiplom geht es dann mit einer Pflichtvorlesung Theoretische Physik und einer in Experimentalphysik, sowie dem Fortgeschrittenenpraktikum..(die Pflichtvorlesungen verhindern das total zum Fachidioten verkommen).

Alles Weitere muss man sich selbst organisieren...das sind dann die Nebenfächer (Physikalisches und Nichtphysikalisches).. das Angebot an physikalischen Wahlfächern ist groß und Niveauvoll.. es reicht von Biophysik über Theorie der elementarteilchen bis zu Spektroskopie und Astrophysik. Hier finden dann Kurse im kleinen Kreis (mit 3 bis 10 Leuten zum Teil) in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt. Allerdings weiß irgendwie immer keiner so richtig wie das mit den nebenfächern funktioniert. (hier gibt es vielleicht in der Organisation und INformation noch das eine oder andere zu verbessern).

Das 8. Semester steht voll und ganz für die Wahlpflichtfächer zur Verfügung bevor man dann im 9. und 10. an der Diplomarbeit schreibt.

Allgemein finden die Lehrveranstaltungen (Vorlesungen mit dazugehörigen Seminaren) in modern ausgestatteten und angenehmen Räumen / Hörsäälen statt. Auch die Praktikumsausstattung ist zeitgemäß. -> Da haben wir einfach Glück, dass die Physik-Uni erst renoviert wurde.. udn die Chemie einen kompletten Neubau bekommen hat :).

Alles in Allem kann ich jedem empfehlen, der Physik auf hohem Niveau studieren will, oder sich auf theoretische Physik spezialisieren will nach Leipzig zu gehen. Hier ist NOCH keine Massenabfertigung wie in anderen Universitäten.. (auch wenn es von Jahr zu Jahr mehr Studenten werden) und im Grundstudium die Hörsääle voll sind.
Ein wenig fehlt es vielleicht an der Praxis. Es wird vielleicht zu wenig Praktikum gemacht. Dies lässt sich aber im Hauptstudium durch die Wahl eines Physikalischen Nebenfachs mit Praktikum ausgleichen.

Noch kurz allgemein zum Studium:

Man bezahlt im Semster einen Beitrag von 56 Euro .. der einen Zuschuss zum Mensaessen enthält sowie einen Sockelbeitrag für das Semesterticket, durch den man jeden Tag von 19-4 Uhr und am Wochenende kostenlos straßenbahn fahren kann (das echte semesterticket für den rest der woche kostet dann nochmal 49 euro). ist aber wenn man in den Studentenwohnheimen Phillip-Rosenthalstraße oder Straße des 18. Oktober wohnt (die übrigens sehr angenehm überraschen) nicht von nöten da man dann einen Weg zur Uni hat von so 5 Min zu Fuss.
Ich empfehle aber, sich bereits im April um einen Wohnheimplatz in einem dieser Wohnheime zu bemühen.

So das wars aber nu und viel Spaß beim Studieren.
...
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leser@tte

Diplom Physik in Braunschweig

ein Testbericht von 2002-10-29 12:03:06 vom 29.10.2002
Empfehlung: ja
Eigentlich hatte es mich ja interessiert, was andere über das Physikstudium in Braunschweig denken, aber Alles was ich bei ciao fand, wo ich zuerst nachschaute, war eine Aufforderung: Schreiben Sie den ersten
Bericht zu Physik - Techn. Uni, Braunschweig – die ich jetzt einfach mal in die Tat umsetze. Da auch bei Yopi lediglich ein Beitrag zu dem Themengebiet existiert werde ich auch mal hier zu einer Erweiterung beitragen.

Schließlich habe ich ja Physik in Braunschweig studiert und sollte eigentlich einiges darüber schreiben können.

Wer nach Braunschweig kommt um Physik zu studieren mag die unterschiedlichsten Gründe haben. Fachlich gibt es bei uns eigentlich zwei große Bereiche: Geophysik und Festkörperphysik, wobei die letztere sich auf mehrere Institute verteilt.

Dabei muß ich sagen, daß ich zu Beginn meines Studiums gar nicht wußte, was Festkörperphysik eigentlich ist. Ich befürchte auch, daß es kaum jemandem helfen wird, wenn ich jetzt sage, daß es sich um die Physik der kondensierten Materie handelt. Nun jedenfalls ist es ein recht weites Feld von Supraleitung bis Halbleitertechnik – von mechanischen über magnetische und optische zu elektrischen Eigenschaften von allem möglichen eigentlich...

Nun, da ich lediglich mal in die Geophysik reingeschnuppert habe und auch nicht auf Lehramt studiert habe möchte ich hier etwas zum Diplomstudiengang Physik schreiben.

Dabei ist in Braunschweig auch noch zwischen dem normalen und dem intensiven Studiengang zu unterscheiden. Den Intensivstudiengang gibt es erst recht neu. Dieser ermöglicht es das Studium in 8 Semestern – also 4 Jahren – abzuschließen, ist dafür aber in meinen Augen sehr verschult. Als ich angefangen habe zu studieren gab es den jedenfalls noch nicht und auch heute hätte ich keine Lust auf diesen Studiengang. Aber es gibt ja auch noch weiterhin die Möglichkeit ganz normal zu studieren.


WIE ALLES ANFÄNGT

Das Grundstudium beläuft sich auf 4 Semester und vermittelt einige mathematische und chemische Grundlagen, sowie die ersten 4 Vorlesungen in Experimentalphysik und 2 Vorlesungen in theoretischer Physik (Mechanik und Elektrodynamik). In der Regel müssen für alle Scheine Klausuren geschrieben werden. Um für die Mathe und Theorie Klausuren zugelassen zu werden ist zudem notwendig einen gewissen Prozentsatz (meist 2/3) aller Hausaufgaben richtig gelöst zu haben. Das kann schon ganz schön nerven.

Zusätzlich muß ein chemisches Praktikum absolviert werden, welches ich damals eher halbherzig von den Chemikern betreut empfand, und 40 Praktikumsversuche zur Experimentalphysik sind zu bewältigen. Hier wird oft gesagt, daß Braunschweig recht großen Wert auf die Praktika legt. Meist fand ich die Versuche auch sehr nett.

Hat man das hinter sich kann man sich zur Vordipomsprüfung anmelden und anschließend mit dem Hauptstudium beginnen. Bis zu diesem Punkt hatten etwa die Hälfte derer, die mit mir das Studium begonnen haben, aufgehört oder gewechselt. Wer das Vordiplom besteht macht aber dann aber in der Regel auch das Diplom.


IM HAUPTSTUDIUM...

... beginnt dann etwas die Spezialisierung. Grob gesehen gibt es die Wahl zwischen der Geophysik, sowie Theoretischer Physik oder Experimentalphysik. Neben den allgemeinen Pflichtveranstaltungen sollte man sich hier einige Spezialvorlesungen anhören um irgendwann in einem der Institute seine Diplomarbeit zu machen.

Zu den Pflichtveranstaltungen gehören weitere Mathevorlesungen wie DGL oder Funktionentheorie, weitere Experimentalphysikvorlesungen und theoretische Vorlesungen in Quantenmechanik und Thermodynamik bzw. Statistischer Physik. Auch weitere Praktikumsversuche sind zu erfüllen, wobei diese jetzt in der Regel nich an einem Nachmittag zu bewältigen sind und einen tieferen Einblick in die einzelnen Institute ermöglichen sollen.

Zudem ist es nötig sich ein Nebenfach zu suchen, den zum Diplom kommen neben der schriftlichen Arbeit – welche bei uns ein Jahr dauert – auch noch vier Prüfungen in theoretischer, technischer und experimenteller Physik, sowie in dem Nebenfach. Oft bietet sich hier sicher Mathe oder Chemie an, man kann aber auch etwas anderes beantragen, was dann aber oft einer Begründung bedarf. So habe ich mich für Philosophie entschieden, was ich als sehr interessant empfand.


UND DAS ENDE

Ist dann mit der Abgabe der Arbeit und der letzten Prüfung besiegelt.


WEITERE INFOS

Sollten nach meiner Meinung auf keinen Fall bei der Zentralen Studienberatung eingeholt werden. Dort war ich einmal und nie wieder und habe eigentlich nur mitbekommen, daß man nach deren Meinung vielleicht besser überhaupt nicht studiert.

Die aktuellen Regularien finden sich in der Diplomprüfungsordnung, welche man beim Fachbereichssekretariat bekommt. Der Fachbereich (Nummer 2!) ist auch im Internet vertretten, allerdings werden die Seiten gerade umgestaltet und ihr müßt Euch wohl über www.tu-braunschweig.de dort hinklicken. (Die alten Seiten waren unter der kurzen www.tu-bs.de Adresse schneller eingetippt...)

Eine gute Adresse ist sicher auch die Fachgruppe/Fachschaft. (Auch im Internet vertreten und über die Fachbereichsseiten zu finden!) Dort bekommt man z. B. auch alte Prüfungprotokolle und alte Arbeiten um sich vorzubereiten.


UND SONST:

Angenehm empfand ich am Studium in Braunschweig, daß der Fachbereich eine überschaubare Größe hat und man irgendwann alle Studenten und Dozenten kennt. In größeren Unis ist das schon mal oft unpersönlicher.

Auch die Stadt hat eine angenehme Größe. Es ist eigentlich immer irgendwo etwas los, aber man verliert sich auch nicht so leicht aus den Augen.

Zudem gibt es im Umfeld auch einige Institute, wie die DLR, die PTB oder das Fraunhofer IST. Hier bietet sich u.a.die Möglichkeit ein Praktikum oder auch eine externe Diplomarbeit zu machen.

Ich denke das Physikstudium in Braunschweig kann ich durchaus weiterempfehlen.


P.S.: Die Angaben zu Handhabung und Preis/Leistungverhältnis bitte ich nicht zu sehr beachten. Wieso man dies hier bei einem Studium angeben soll ist mir nicht ganz klar.
...
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Sternenstaub

Studium der Physik, insb. Grundstudium

ein Testbericht von 2002-03-27 22:28:22 vom 27.03.2002
Empfehlung: ja
Ich studieren im 4. Semester an der TU Muenchen (TUM)Physik. Da ich selbst noch im Grundstudium bin, werde ich mich hauptsaechlich darauf beschraenken.

Also, eins vorneweg: Wer Physik studieren will, sollte sich das genauestens ueberlegen. Es ist fuer den Durchschnittsstudenten unheimlich viel Arbeit, und selbst fuer die wenigen Genies unter uns noch viel zu tun. Party jede Woche oder gar noch oefter kann man vergessen, und einen Job nebenbei zu haben ist - wenigstens fuer die meisten Studenten - einfach zeitlich nicht moeglich.

Jetzt zu den einzelnen Vorlesungen (dies bezieht sich alles auf die TUM, aber bei anderen Unis ist es aehnlich):

Im Grundstudium hoert man sehr viel Mathe: Lineare Algebra 1, Analysis fuer Physiker 1-3, ein mathm. Wahlfach im 4. Semester. Es ist ausserdem zu empfehlen, auch Lineare Algebra 2 zu hoeren, was aber freiwillig ist. Lineare Algebra haben wir mit den Mathestudenten zusammen gehoert. Es war sehr theoretisch aufgebaut, d.h. Defenition, Satz, Beweis, Definition, ... Analysis war eine Vorlesung nur fuer uns Physiker, die sich mehr auf der Anwendung des gehoerten konzentrierte. Es gibt auch die Moeglichkeit, die Analysisvorlesungen fuer die Mathematiker zu hoeren, was ich aber nicht empfehlen wuerde, da diese langsamer vorgehen als die fuer Mathematiker, man den Stoff aber schon im 3. Semester fuer Theoretische Physik braucht.

Ausserdem hoert man waehrend der gesamten 2 Jahren Experimentalphysik (Mechanik, Elektrodynamik, Optik, Atomphysik) und im 3. und 4. Semester theoretische Physik (theoretische Mechanik, Quantenmechanik). Die Experimentalphysikvorlesungen sollte man nicht unterschaetzen, denn obwohl man einiges schon im Physik-LK in der Schule gehoert haben koennte, schreitet der Stoff schnell voran. Theoretische Physik ist dann der Hammer. Alles ist wunderschoen und sehr elegant, aber auch unglaublich schwierig. Man darf aber den Kopf nicht haengen lassen und muss sich durchbeissen.

Ausserdem hoeren die Physiker im 2. Semester Chemie fuer Physiker, was meiner Erfahrung nach nur auf stupides Auswendiglernen hinauslief und daher wenig beliebt war.

Hinzu kommt im 2. und 3. Semester noch das sog. Anfaengerpraktikum, bei dem man unter Anleitung leichte Experimente selbst durchfuehrt. Ich habe bei diesem Praktikum sehr viel gelernt und finde es wirklich interessant. Allerdings hat die dem Experiment folgende Ausarbeitung immer sehr viel Zeit in Anspruch genommen (meist jeden Abend der Woche).

Die Wochenenden wurden dann durch die Hausaufgaben und Lernen allgemein in Beschlag genommen.

Im Hauptstudium hoert man dann keine Mathevorlsungen mehr, sondern nur noch Physik. Ausserdem kann man sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren.

Der Ablauf im einzelnen:

Zu jeder Mathevorlesung gibt es eine Zentraluebung, in der eine Person vor allen Studenten an der Tafel Aufgaben vorrechnet. Dann gibt es zu allen Vorlesungen Tutoruebungen, in denen in kleinen Gruppen weitere Aufgaben gerechnet werden. Oft muss man zusaetzlich dazu noch Hausaufgaben abgeben, die korrigiert werden. Je nach Professor muss eine gewisse Punktzahl bei den Hausaufgaben erreicht werden, damit man an der der Vorlesung folgenden Semestrale teilnehmen darf.

Damit kommen wir zu den Pruefungen:

Jeder Vorlesung folgt eine Semestrale, eine meist 1 1/2-stuenidge Klausur ueber den Stoff der Vorlesung. Nur wer die Semestrale bestanden hat, erhaelt einen Schein. Welche Scheine man haben muss, um zur Diplomvorpruefung zugelassen zu werden, haengt vom Pruefungsplan ab. Ausserdem gibt es noch die Diplomvorpruefungen, jeweils im Sommer ueber das vorherige Jahr. Um das Vordiplom zubestehen, muss mna an der TUM DVPs in folgenden Faechern mit 4.0 oder besser bestehen: Experimentalphysik 1-4, Theoretische Physik 1-2, Analysis 1-3, Lineare Algebra 1, Chemie fuer Physiker. Ausserdem Scheine im Anfaengerpraktikum 1-2, mathm. Wahlfach.

Besteht man eine Pruefung nicht, darf man sie ein- bzw. unter gewissen Umstaenden zwei Mal wiederholen.

Abschliessend moechte ich noch etwas ueber den Studienbeginn sagen:

Am Anfang war ich ziemlich verloren. Ich habe, besonders in Mathe, nichts verstanden, musste alles zu Hause noch einmal genauestens durcharbeiten usw. Das gibt sich mit der Zeit, wenn man immer mitarbeitet, nicht aufgibt und wirklich viel Zeit in das Studium investiert.

Insgesamt ist Physik meiner Meinung nach eines der interessantesten, aber auch schwierigsten Studiengebiete. Man muss unglaublich hart arbeiten, wird aber damit belohnt, dass man interessante Dinge zu hoeren bekommt, seinen Kopf einsetzen kann und spaeter auch interessante und herausfordernde Arbeit findet. Fuer Leute, die es ernst meinen, sehr zu empfehlen.
...
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Kommentare
elektronaut
elektronaut, 28.03.2002
du solltest mehr bewerten, so das andere auf dich aufmerksam werden und auch deine meinungen lesen
gruumlsse elektronaut
jinix
jinix, 23.04.2002
Hi, will auch Physik studieren. Bin leider etwas weit weg Koeln, aber meld dich trotzdem mal -gt jinixcreatium.de
leser@tte
leser@tte, 25.07.2002
Das Grundstudium in M houmlrt sich fast genauso wie bei uns in BS an. Aber zum Gluumlck hab ich das hinter mir...
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