Rechtsanwaltsfachangestellte/r
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Rechtsanwaltsfachangestellte/r

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Rechtsanwaltsfachangestellte/r gebraucht & neu

Rechtsanwaltsfachangestellte/r Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)
von 38% aller Autoren empfohlen (5/13).
Bewertungsverteilung:
Einstellungschancen:  gut
Aufstiegsschancen:  gering
Verdienstmöglichkeiten:  schlecht
Sozialleistungen:  durchschnittlich
Vorteile
  • Interessante Fälle, Kunden- bzw. (Mandanten-)Kontakt
  • -sehr fundierte Ausbildung, so daß man auch als Sekretärin arbeiten kann -selbstständiges Arbeiten und Denken
  • Abwechslungsreichheit
  • gute Aufstiegschancen, man kann sich auch mal selber helfen
  • Kleine Kanzleien bieten häufig ein nettes Arbeitsklima, man lernt schnell, da alles gemacht werden muss
Nachteile/Kritik
  • Verdienst, Aufstiegsmöglichkeiten, unflexible Arbeitszeiten
  • -die geringe Bezahlung -keine sozialen Absicherungen oder sonstige Sozialleistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Zuschüsse zu vermögenswirksamen Leistunen oder ähnliches -man wird für alles verantwortlich gemacht und muß ständig Überstunden schieben
  • Geringverdiener, Mobbing
  • die Ausbildung
  • schlechte Bezahlung, keine soz. Leistungen, keine Gleitzeit, wenig Urlaub, schlechte Aufstiegschancen
Sortiert nach 
Ollessja

Die Rechtsanwaltsfachangestellte (oder eher Sklavin??)

ein Testbericht von 2003-05-07 23:28:21 vom 07.05.2003
Empfehlung: nein
Vorteile: Interessante Fälle, Kunden- bzw. (Mandanten-)Kontakt...
Nachteile/Kritik: Verdienst, Aufstiegsmöglichkeiten, unflexible Arbeitszeiten
Heute möchte ich mal einen Beruf vorstellen, und zwar MEINEN :))

Voraussetzungen:
~~~~~~~~~~~~~~~~
Es werden wenige Voraussetzungen benötigt, um diese Ausbildung zu absolvieren. Es reicht ein Hauptschulabschluss (Deutschnote mindestens 2). Das Alter ist irrelevant. Vor Erreichen der Volljährigkeit muß allerdings eine ärztliche Begutachtung stattfinden. Warum dieses nach Erlangen der Volljährigkeit nicht von Nöten ist, ist fraglich.

Meiner Meinung nach sollten die Voraussetzungen höher angesetzt werden. Dadurch könnte gegebenenfalls verhindert werden, dass die Durchfallquote bei der Abschlussprüfung bei ca. 30-40% (!!!!) liegt.

Ausbildungsform:
~~~~~~~~~~~~~~~~
Es handelt sich hierbei um eine duale Ausbildung (Berufsschulunterricht sowie Ausbildung in der Kanzlei) , die in der Regel 3 Jahre andauert. Es besteht bei einem Notendurchschnitt von 2,0 die Möglichkeit, die Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen.
Der Verdienst während der Ausbildung ist katastrophal. Zur Zeit liegt das Ausbildungsgehalt bei ca. 300,- € -400,- €. Einen festgelegten Tarif gibt es leider nicht, lediglich Empfehlungen der Rechtsanwaltsanwaltskammer.

Inhalte des Aufsbildungsberufs:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~Berufsschule:
In der Berufsschule, die zweimal in der Woche stattfindet werden Fächer unterrichtet wie Rechtskunde, Fachkunde, Rechnungswesen, BWL, sowie Deutsch und Politik.

Der Schwerpunkt liegt hier bei den fachspezifischen Unterrichtsfächern also Rechtskunde und Fachkunde. Hier werden das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), der ZPO (Zivilprozeßordnung), der BRAGO (Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung), StGB (Strafgesetzbuch), etc. förmlich auseinandergepflückt.

An Fallbeispielen wird gelernt, die jeweiligen Paragraphen anwenden zu können sowie die Kostenrechnung für die Beauftragung eines Rechtsanwalts (die sehr komplex sind) zu erstellen.

Ziel ist es, einen Großteil der Angelegenheiten in der Praxis eigenständig bearbeiten zu können und dadurch den Rechtsanwalt zu entlasten.

~Anwaltskanzlei:
In der Anwaltskanzlei erlernt man den praktischen Teil des Berufes. Hierzu gehören während der Ausbildung das Zusortieren von Posteingängen, Überwachen der Wiedervorlagen, Anlegen und Ablegen von Akten, der Mandantenempfang, Telefondienst, Erstellen von Schriftsätzen, Erstellen einfacher Kostennote, sowie die Bearbeitung des Derzernates Mahnverfahren und der Zwangsvollstreckung.

Abschluss der Ausbildung:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Abschlussprüfungen unterliegen der Rechtsanwaltskamm (Hamm). Es gibt einen schriftlichen Teil, der von der Rechtsanwaltskammer erstellt wird, (wird ungefähr zu 70% gewichtet) sowie die mündliche Prüfung vor dem ortsansässigen Prüfungsausschuss (Gewichtung zu 30%).

Aufgaben nach Abschluss der Ausbildung:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~

Nach Abschluss der Ausbildung muss die Rechtsanwaltsfachangestellte in der Lage sein, ein Sekretariat eigenständig zu führen, den Großteil der schriftlichen Korrespondenz selbständig zu erledigen, sowie die Abrechnungen für die Tätigkeiten eigenständig zu erstellen und zu überwachen. Gleichzeitig unterliegt ihr die Aktenverwaltung sowie die Fristenüberwachung.

Man ist also quasi eine Sekretärin mit juristischen Kenntnissen.

Das Gehalt nach Abschluss der Ausbildung ist auch absolut lächerlich. Es liegt bei ca. 1.700,- € brutto. Dieses variiert allerdings von Kanzlei zu Kanzlei. Leider existiert auch hier kein Tarif.


Weiterbildungsmöglichkeiten:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Es gibt die Möglichkeit sich zum Bürovorsteher weiterzubilden. Dieser Lehrgang, der 2 Jahre dauert, befähigt zur Personalführung, eigenständigen Bearbeitung von Schadensersatzangelegenheiten, etc. Er ist eine Art Vermittler zwischen Rechtsanwaltsfachangestellten und den Rechtsanwälten.
Hier besteht die Möglichkeit eines höheren Verdienstes, genaue Empfehlungen existieren allerdings nicht.


Fazit:
~~~~~~
Der Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten beinhaltet beinahe ein halbes Jurastudium wird allerdings leider oft unterschätzt.
Die Verdienstmöglichkeiten sind eher schlecht.
Die Berufsaussichten sind zur Zeit auch sehr schlecht. Lediglich ein geringer Teil wird nach Abschluss der Ausbildung in der Betrieb übernommen. Anwaltskanzleien tendieren leider dazu, sich aus Kostengründen mit Auszubildenden über Wasser zu halten.

Ich persönlich habe die Ausbildung zwar gerne gemacht, bin aber trotzdem von meiner Berufswahl enttäuscht, da es keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten gibt und der Verdienst zu wünschen übrig läßt!!!!
...
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campimo
campimo, 07.03.2007
.quot SH LG quot.
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
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Rechtsanwaltsfachangestellte - Pro & Contra

ein Testbericht von 2005-05-26 13:44:55 vom 26.05.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Abwechslungsreichheit...
Nachteile/Kritik: Geringverdiener, Mobbing
Bei diesem Beruf gehen die Meinungen weit auseinander. Ich finde, dass dieser Beruf interessant und abwechslungsreich sein kann, soweit man Interesse für die Einsatzgebiete, so zum Beispiel das Recht allgemein, hat. Die Ausbildungsvergütung reicht von etwas mehr 300,00 € bis zu mehr als 500,00 € brutto. Diese Spanne ist schon seltsam, aber verständlich. Ein Anwalt, der allein arbeitet, kann einem Azubi nicht so viel bezahlen, wie ein Anwalt, der in einer Sozietät tätig ist. Als Azubi in diesem Beruf kann man viel Glück oder eben Pech haben. Ich selbst bin im dritten Ausbildungsjahr und werde in etwas mehr als einem Jahre meine Ausbildung beendet haben. Die Prüfungen - also die schriftlichen - habe ich jetzt hinter mir und ich freue mich schon, Anfang Juli die mündliche zu haben! Denn ich kann es gar nicht mehr erwarten, endlich von meiner Kanzlei wegzukommen. Die Anwälte sind spitze, aber die drei angestellten Rechtsanwaltsfachangestellten können mich leider nicht allzu gut ausstehen, sie mobben mich wenn es nur geht. Aber sowas kommt bei Bürojobs nicht selten vor, vor allem nicht bei Rechtsanwaltsfachangestellten. Entweder man versteht sich mit den Kollegen, oder eben nicht. Die Bezahlung allerdings ist nicht das Wahre. Wenn ich in meiner Kanzlei weiter tätig sein würde, also quasi übernommen und eingestellt werde, würde ich gerade mal 1.300,00 € brutto verdienen. Das ist nun wirklich nicht die Welt. Aber in Leipzig ist es eben nicht so wie in München zum Beispiel. Da gibt es viel mehr Geld, wenn man Glück hat. Der Beruf an sich ist abwechslungsreich und macht Spaß, aber man kann mit seinem Gehalt nicht allzu viel beiseite legen oder ein Haus bauen wie manch einer, der mehr als die Hälfte mehr verdient... Schade!
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 3,0 mittelmäßig
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 3,0 mittelmäßig
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 2,0 weniger gut
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 5,0 sehr gut
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campimo
campimo, 07.03.2007
.::. ... H LG ... .::.
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
XxSwordAngelxX
XxSwordAngelxX, 11.10.2006
Guter Bericht!
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marion_b

Richtige Entscheidung

ein Testbericht von 2005-01-13 10:21:27 vom 13.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Man hat mit interessanten Menschen und Themen zu tun...
Nachteile/Kritik: Schlechte Bezahlung für die Leistung die man in diesem Beruf erbringt
Hallo Zusammen!

Ich habe meine Ausbildung 1999 begonnen. Nach 2 1/2 Jahren scnloss ich diese dann vorzeitig ab.
Zur Ausbildung kann ich zuerst nur mal sagen: Für Leute mit Hauptschulabschluss überhaupt nicht zu empfehlen! Wir hatten zwei Mädels mit Quali, und die sind - vor allem im Fach Rechnungswesen - qualvoll versackt.
Eine weitere Voraussetzung: man sollte sich für Recht und Justiz interessieren. Derjenige, der diese Ausbildung beginnt, nur damit er etwas hat, diesem wird der Job nicht viel Spaß machen.

Aber das wichtigste ist: das Betriebsklima. Leider steckt man da nicht drin. Ich meinem Ausbildungsbetrieb hatte ich zwei Chefs; eine Rechtsanwältin, die angestellt war, und das schlimmste: wir waren 6 (weibliche) Angestellte (hier kann man sich das Getratsche und Gelästere wohl schon bildlich vorstellen).

Mit meinen Chefs habe ich mich absolut nicht verstanden, aber glücklicherweise bin ich mit meinen Kolleginnen größtenteils gut zurecht gekommen.

Zu meiner Tätigkeit ist zu sagen, dass ich wortwörtlich ins kalte Wasser gestoßen wurde: Nach ca. einem halben Jahr hat meine Ausbilderin gekündigt und ich habe ihr kompletten Akten übernommen! Aber das war das beste, das mir passieren konnte. Sicher hatte ich noch nicht wirklich viel Ahnung, aber dadurch dass ich mir so größtenteils die Dinge selbst aneignen musste, konnte ich nach einger gewissen Zeit auch mein Zeug.
In dieser Kanzlei ging es hauptsächlich um Forderungseintreibung: Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung, EV, etc...etc...
Was jedoch in jeder Kanzlei gelehrt werden wird ist: Telefondienst, das Tippen - nach Diktat oder selbständige Briefe -, Akten führen, Buchhaltung... die allgemeinen büroorganisatiorischen Angelegenheiten eben.
Nur mit der Besonderheit, dass man in diesem Beruf sehr sorgfältig und zuverlässig sein muss - nur eine Frist falsch notiert oder einen Brief in der falschen Form verschickt und ein ganzer Prozess kann verloren gehen.
Ich weiß wovon ich spreche - ich hatte einmal eine Kündigung nicht mit Einschreiben/Rückschein, sondern als normalen Brief geschickt - Prozess verloren!! Und das schlimmste: da war ich bereits ausgelernt, noch gar nicht so lange bei meinem neuen Chef und ich hatte wirklich tierisch Angst dass ich diesen Job nun los bin.

Glücklicherweise bin ich jedoch noch hier.

Hier ist es nun schön familiär: Meine Chefs sind er + sie, ein Ehepaar, leider leben sie mittlerweile in Trennung, bisher hat sich das aber noch nicht groß auf die Arbeit hier ausgewirkt.
Ich bin die "Hauptdame" und habe noch eine Auszubildende. Sie wird aber auch diesen Sommer ihre Abschlussprüfung schreiben und zum 01.09.2004 werde ich wohl einen neuen Azubi bekommen.

Der Job macht wirklich Spaß, jedoch sollte man, wie gesagt, Spaß am Rechtswesen haben. Nur dann kann man auch über die negative Seite wie den Verdienst hinwegsehen.

Ich bin nun zwei Jahre in dieser Kanzlei, habe eine Auszubildende, mache die Buchhaltung und die Vollstreckungsangelegenheiten weitgehend selbständig und verdiene immer noch nur € 1600,00 brutto.

Aber Hauptsache ist doch: Der Job soll Spaß machen.
Lasst euch nicht von einem blöden Chef diesen Beruf vermiesen. Geht zu einem anderen! Wenn das Betriebsklima passt, kann gar nix schiefgehen. Und der Rechtsanwalt kann gar nix dafür: meiner Erfahrung nach hat jeder RA irgendwie nen kleinen Schlag... :-)

Und noch als kleiner Tipp: mit der Ausbildung zu Rechtsanwaltsfachangestellten und mit einem guten Notendurchschnitt kommt ihr in jedem Betrieb unter!
RAFA´s haben den Ruf, sehr gewissenhaft, sorgfältig und zuverlässig zu sein (und vor allem sehr gutmütig und gelassen....)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 4,0 gut
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 2,0 gering
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Sozialleistungen:Sozialleistungen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 5,0 sehr gut
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campimo
campimo, 07.03.2007
.::. ... SH LG ... .::.
kleinvolli
kleinvolli, 14.01.2005
1.600,00 Brutto is doch ok bei 2 Jahren.
redwomen
redwomen, 13.01.2005
damals auch immer eine Ausbildung gewesen die mich sehr interessiert haumltte. Doch leider habe ich mich dann doch zu etwas anderem entschlossen. Ich hatte zwar mal fuumlr fast drei Monate in einer RA-Kanzlei gearbeitet als Schreibkraft, doch es war do
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chaos_katja

Rechtsanwaltsfachangestellte - die Billigarbeiter der Nation

ein Testbericht von 2004-06-27 16:36:23 vom 27.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: -sehr fundierte Ausbildung, so daß man auch als Sekretärin arbeiten kann -selbstständiges Arbeiten und Denken...
Nachteile/Kritik: -die geringe Bezahlung -keine sozialen Absicherungen oder sonstige Sozialleistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Zuschüsse zu vermögenswirksamen Leistunen oder ähnliches -man wird für alles verantwortlich gemacht und muß ständig Überstunden schieben
Ich komme aus den neuen Bundesländern, genauer gesagt aus Sachsen-Anhalt.

Voraussetzungen

Um hier den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten zu erlernen muß man mindestens einen Realschulabschluß haben, besser noch einen erweiterten Realschulabschluß, ab allerbesten natürlich Abitur.

Ausbildungsdauer- und -inhalte

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, wenn man sie als Umschulung vom Arbeitsamt bekommt nur 2 Jahre.

Während der Zeit der Ausbildung sollte eine angehende Rechtsanwaltsfachangestellte alles erlernen, um den Mandanten gegenüber sicher auftreten zu können, ihnen sachlich und fachlich richtige Antworten geben zu können, denn nicht immer ist es notwendig, die Mandanten mit dem Anwalt zu verbinden.

Was ich während meiner Ausbildung lernte? Von 1996 bis 1999 absolvierte ich meine Ausbildung in einer hiesigen Anwaltskanzlei. Dabei hatte ich das Gefühl, daß ich nur der Blödmann (obwohl ich weiblich bin) für alle war. Mehrmals in der Woche war ich mit Botengängen beschäftigt, die mich nicht unter 1 1/2 Stunden wenn nicht sogar 2 Stunden an die frische Luft brachten. Das waren aber auch die einzigen schönen Momente meiner Ausbildung. Ansonsten war ich der absolute "Aktendackel". Stets und ständig habe ich Akten durch die Kanzlei getragen, manchmal auch total sinnlos, habe sie umgeheftet, denn ablegen durfte ich sie nicht.

Während meiner Ausbildung hatte ich auch nie die Chance am Computer zu arbeiten. Statt dessen durfte ich Kurzbriefe mit der Hand schreiben (Adressen einsetzen), Anlagen kopieren, Post zusortieren und die Ergänzungslieferungen einsortieren. Und nicht zu vergessen die Mahnbescheide, die ich seit Anbeginn erstellen durfte....

Am Ende meiner Ausbildung stand die Prüfung, vor der ich natürlich richtig Angst hatte, denn immerhin habe ich während meiner Ausbildung nicht sehr viel gelernt. Mein gesamtes Wissen, mit dem ich in die Prüfung gegangen bin, habe ich aus dem Berufsschulunterricht gehabt. Trotzdem habe ich einen guten Abschluß erreicht.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

So richtig habe ich den Beruf mit allem, was dazugehört, erst während meiner ersten Anstellung erlernt. Mein Einstiegsgehalt lag damals bei 2.000,00 DM (!) monatlich wovon natürlich noch Abzüge abgingen und, da ich außerhalb arbeitete, 300,00 DM (!) Fahrtkosten.

Da dieser Anwalt jedoch nicht mit Finanzen umgehen und wirtschaftlich denken konnte, sah es auf seinem Firmenkonto nicht mehr sehr gut aus, so daß er sehr bald Personal entlassen mußte. Aufgrund der zeitraubenden und nervtötenden Fahrerei war ich ihm nicht böse, daß er mich nach ungefähr 1 1/2 Jahren entlassen hat.

Eine neue Stelle zu finden, ist hier nicht sehr einfach. Jedoch hatte ich Glück. In der Kanzlei, wo ich meine Ausbildung absolvierte, war eine Angestellte schwanger und auf dem Weg in die Babypause. So durfte ich dort erneut arbeiten, diesmal aber richtig. Nach der Zeit dort ergatterte ich die nächste Schwangerschaftsvertretung. Bei dieser Kanzlei war ich im Prinzip so etwas wie Bürovorsteherin. Für den anwaltlichen Bereich gab es dort einen Rechtsanwalt, eine Angestellte (mich) und eine Auszubildende. Bei dieser Stelle bekam ich bisher auch das meiste Gehalt gezahlt, ganze 1.200,00 EUR/Monat brutto.
Bei diesen Erfahrungen wundert es mich sehr und regt es mich vor allem sehr auf, wenn sich gerade frisch ausgelernte Rechtsanwaltsfachangestellte darüber aufregen, daß sie nur 1.600,00 oder 1.700,00 EUR/Monat brutto erhalten .

Nach dieser letzten Schwangerschaftsvertretung war ich wieder arbeitslos. Nach vielen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen bekundete eine Kanzlei Interesse an mir, jedoch mit der Maßgabe, ich müßte vorher eine 8wöchige betriebliche Trainingsmaßnahme absolvieren. Während dieser Zeit bekam ich weiter mein Arbeitslosengeld und arbeitete also "für lau" für diese Kanzlei. Nach der Zeit der Trainingsmaßnahme erklärte mir der Anwalt, daß ich bleiben dürfte, was mich sehr gefreut hat, denn mit den Anwälten und der Kollegin komme ich sehr gut zurecht. Jedoch wurde mir ungefähr 10 Tage nach der Zusage sehr schlecht. Denn da bekam ich endlich den Arbeitsvertrag und der war für mich ein Schlag in die Magengrube! Ich habe mittlerweile 5 Jahre Berufserfahrung, arbeite sehr selbstständig in allen Belangen einer Kanzlei und was bekomme ich dafür bezahlt bei einer 40-Stunden-Woche, aus der nicht selten eine 50 oder 60-Stunden-Woche wird????? 1.200,00 EUR im Monat? Schön wär's! Ich bekomme 1.000,00 EUR/Monat brutto!!!!! Und ich gehe trotzdem weiterhin dort arbeiten, denn die Arbeit macht mir Spaß und mit meiner Kollegin verstehe ich mich sehr gut.

Alles in allem kann ich den Beruf empfehlen, jedoch nicht unbedingt in den neuen Bundesländern!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 3,0 mittelmäßig
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 2,0 gering
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 1,0 schlecht
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 1,0 schlecht
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campimo
campimo, 07.03.2007
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kleinvolli
kleinvolli, 29.06.2004
Die Erfahrungen mit einer eintoumlnigen Ausbildung kann ich zwar nicht mit Dir teilen, da ich von anfang an in einer kleinen Kanzlei gearbeitet habe, in der auch die Auszubildenden von Anfang an in alles eingelernt wurden.

Allerdings der Teil mit der
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
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kleinvolli

RAFA -

ein Testbericht von 2004-06-21 12:06:56 vom 21.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Vielseitigkeit ...
Nachteile/Kritik: Mittelmäßige Vergütung
Leider musste ich feststellen, dass die bisherigen Berichte fast kein gutes Haar an dem Ausbildungsberuf der Rechtsanwaltsfachangestellten (RAFA) lassen.

Schulabgänger, die sich für diesen Berufszweig interessieren, sollten sich jedoch nicht von negativen Berichten abschrecken lassen.

Sicherlich sollte Kaffeekochen, Akten sortieren und kopieren nicht einziger Inhalt der drei Jahre Berufsausbildung sein.

Vielmehr sollten die Auszubildenden in die verschiedenen Rechtsgebiete eingearbeitet werden, um mit dem erlerten Wissen den Rechtsanwälten/innen entgegenarbeiten und auch eigenständig Fälle zum Abschluss bringen zu können. Leider ist dies in größeren Kanzlei schon aus organisatiorischen Gründen nicht immer möglich.

Sollte jedoch jemand die Möglichkeit haben in einem kleineren Betrieb
seine Ausbildung zu absolvieren bzw. zu arbeiten wird er doch bestätigen können, dass es sich hier um einen vielseitigen Beruf handelt, der aus meiner Sicht zwar vielleicht nicht der bestbezahlteste ist, jedoch viel Spaß und Freude mit sich bringt.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Einstellungschancen:Einstellungschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 3,0 mittelmäßig
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 2,0 gering
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 2,0 weniger gut
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 3,0 durchschnittlich
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campimo
campimo, 07.03.2007
. H LG .
marion_b
marion_b, 13.01.2005
aber im Kern hast du recht, dass dieser Beruf nicht so schlecht ist wie sein Ruf.
melle7484
melle7484, 02.10.2004
da kann man aber sicher was ergaumlnzen. www.arbeitsagentur.de

cu,
melle
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jacquibaby

Nie wieder Rechtsanwaltsfachangestellte

ein Testbericht von 2004-02-11 15:36:53 vom 11.02.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: Nichts!...
Nachteile/Kritik: schlechte Bezahlung, Tyrannisierung durch Chefs und Kollegen, keine Aufstiegschancen, Streß pur
Per Zufall bin ich auf diese Seite gekommen und habe die Erfahrungsberichte der anderen Rechtsanwaltsfachangestellten gelesen, die mir sehr bekannt vor kommen.
Ich habe im August 2000 eine Ausbildung in einer Kanzlei mir vier Anwälten begonnen. Zu meinen Aufgaben gehörten das Kaffee kochen, Akten suchen und vor allem mehrmals täglich diverse Botengänge in die Stadt. Die führten durch einen "tollen" Stadtpark, wo ich fast täglich von irgendwelchen Typen angequatscht wurde, aber das nur so nebenbei bemerkt. Meine Kolleginnen schoben mir die blödesten Aufgaben zu (Akten im Keller einräumen, Blumen gießen etc.) und ich durfte mir von der einen noch anhören, dass mir meine schönen Fingernägel auch noch abbrechen würden und dass ich im Laufe der Zeit auch noch zunehmen würde, so wie sie. Ich erhielt damals 500 DM pro Monat...
Nach einem Jahr wechselte ich die Kanzlei, weil ich hoffte, dass es dort besser wäre. Ich verdiente dort 1.000 DM, was in der Ausbildung sehr viel war und zuerst lief alles gut, da ich nette Kolleginnen hatte und viele Büroarbeiten erledigen durfte. Nach einem Jahr kündigte der Chef die Sekretärin und damit ging die Hölle los. Ich musste die gesamten Aufgaben wie Fristen, Termine und die gesamte Schreibarbeit übernehmen, am Empfang sitzen, die Mandanten betreuen. Zuerst hielt ich das ganz gut durch, legte nebenbei meine Prüfung ab und wurde dann auch übernommen. Mitte letzten Jahres ging gar nichts mehr. Ich war körperlich und psychisch derart am Ende, dass ich beinahe in die Nervenklinik gekommen wäre. Die Belastung war einfach zu groß. Ich war immer krank, bildete mir Krankheiten ein und zitterte schon, bevor ich überhaupt auf der Arbeit angekommen war.
Mein Chef war ohnehin ein gräßlicher Mensch, der von morgens 8:00 Uhr bis Abends 22.00 Uhr im Büro saß. Er verließ niemals das Büro (außer zu Gerichtsterminen) und tyrannisierte uns, wo es nur ging. Wir mussten schwere Aktenkoffer in den 2. Stock tragen, während er mit der Zeitung unterm Arm nebenher spazierte. Überstunden (natürlich unbezahlt) waren an der Tagesordnung.
Im Dezember hat er mir gekündigt und eine 400 Euro-Kraft eingestellt. Ich bin froh darüber. Lieber arbeitslos sein, als diesen Streß weiter aushalten.
Ich kann niemandem raten, diesen Job zu erlernen. Der Verdienst ist mehr als schlecht, Anwälte sind alle bekloppt und auf kurz oder lang macht man sich total die Nerven kaputt!
"Jacquibaby"
...
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Bewertung Testbericht:hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 4,0 gut
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 1,0 nicht vorhanden
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campimo
campimo, 07.03.2007
. H LG .
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
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Jedo

Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

ein Testbericht von 2004-02-04 20:52:17 vom 04.02.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: Kleine Kanzleien bieten häufig ein nettes Arbeitsklima, man lernt schnell, da alles gemacht werden muss...
Nachteile/Kritik: schlechte Bezahlung, keine soz. Leistungen, keine Gleitzeit, wenig Urlaub, schlechte Aufstiegschancen
Wir befinden uns momentan im 3. Lehrjahr unserer Ausbildung und sind mit einigen Punkten dieses Berufes nicht zufrieden.

Zu bemängeln sind in diesem Ausbildungsberuf hauptsächlich die sehr schlechte Bezahlung und das Problem, ständig in unmittelbarer Gegenwart des Chefs arbeiten zu müssen, was vor allem in kleineren Kanzleien oft schon aus Platzmangel unvermeidbar ist.

Die Ausbildungsvergütung ist allgemein sehr niedrig eingestuft, da Rechtsanwälte Freiberufler sind und daher gern in die eigene Tasche wirtschaften. Es verbleiben somit für Azubis im 1. Lehrjahr ca. 300 EUR, für Lehrlinge im 2. Jahr etwa 350 und im 3. Jahr ungefähr 400 EUR. Allerdings gibt es keinen Tarif o.ä., der hierbei eingehalten werden muss. Somit ist es für einen Rechtsanwalt problemlos möglich, auch diese Circa-Angaben noch zu unterschreiten.

Auch gibt es in den wenigstens Kanzleien die üblichen sozialen Leistungen wie vermögenswirksame Leistungen etc.

Ein weiterer Punkt ist der, dass die Arbeit wenig Abwechslung bietet. Beispielsweise ist es nur in sehr wenigen Kanzleien möglich, mehrere Abteilungen zu durchlaufen, wie dies in größeren Betrieben der Fall ist. So muss eine ReFa-Auszubildende meist die weniger angenehmen Arbeiten wie Akten einsortieren, Akten und Wiedervorlagen raussuchen, Akten ablegen u.ä. übernehmen.

Es kommt des öfteren vor, dass am Telefon den Mandanten erklärt werden soll, dass der Rechtsanwalt nicht zu sprechen ist, obwohl dies nicht der Fall ist. Ehrliche Menschen könnten Konflikte mit Ihrem Gewissen bekommen!?!

An Fehlern, die gemacht werden, sind immer sehr schnell die Angestellten schuld, obwohl die Anwälte selbst das Problem verursacht haben. Beispiel hierfür ist die Fristenbearbeitung, für die häufig Freizeit geopfert werden muss, da die Fristen auf den letzten Drücker diktiert, geschrieben, kopiert und gefaxt werden müssen.

Resumée:
Unserer Meinung nach ist es für jeden, der gern eine kaufmännische Ausbildung beginnen möchte ratsam, dies in einem größeren Betrieb zu tun, da dort meist sowohl die Bezahlung als auch die sozialen Leistungen stimmen. Áußerdem stehen die Chancen, danach entweder übernommen zu werden oder anderswo einen Arbeitsplatz zu finden, in dieser Branche sehr viel besser, da die meisten in diesem Job nicht übernommen werden. Grund hierfür ist, dass Rechtsanwälte zwar gern ausbilden, da Azubis günstig sind, aber diese danach selten übernehmen; generell wird eher dazu tendiert, neue Lehrlinge einzustellen.
...
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campimo
campimo, 07.03.2007
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Vorteile: gute Aufstiegschancen, man kann sich auch mal selber helfen...
Nachteile/Kritik: die Ausbildung
1998 war es so weit. Ich sollte ins Arbeitsleben einsteigen. Bei den ganzen Berufen die man heut zu tage lernen kann gar keine leichte Entscheidung. Mein Wunsch war es, seit ich denken kan, Anwältin zu werden. Da ich es in der Schule aber nicht ganz so gut drauf hatte und die elfte Klasse nur mit Hängen und Würgen überstanden habe, habe ich mich entschlossen, nach der Ausbildung eine Lehre zu machen.

Naja, nach einigem Hin und Her fand ich es naheliegend, doch mal beim Anwalt mich zu bewerben. Gesagt getan. Das Vorstellungsgespräch lief auch noch ganz gut. Waren alle ganz nett und freundlich. Vor allem die Anwälte. Ich hatte schon oft gehört, dass Anwälte sehr eigenwillig sind, aber das hielt mich nicht davon ab, den Ausbildungsvertrag zu unterschreiben.

Am 01.08.1998 fing ich meine Lehre in einem Rechtsanwaltsbüro mit drei Anwälten (einer war auch Notar) und 5 Angestellten und weiteren 4 Auszubildenen an. Natrürlich habe ich gehofft, mal ein bißchen n Einblick in das deutsche Rechtssystem zu bekommen. Aber der erste Tag war schon sehr ernüchternd. Außer Putzen, Kaffee koch und einkaufen hatte ich nichts weiter zu tun. Kaffee kochen ist an sich ja nicht mal schlimm. Aber es wurde pebnibel darauf geachtet, dass jeder Anwalt den richtigen Kaffee in der richtigen Menge in der richtigen Kanne bekam. Ja ja, alles war genau festgelegt. Und wenn man etwas verwechselte ... lieber nicht drüber nachdenken. Pünktlich Feierabend war auch nur ein Wunschtraum. Eine viertel bis halbe Stunde war jeden Tag minimum. Diese wurden allerdings nicht bezahlt und konnten auch nicht abgebummelt werden. Meine Aufgaben erweiterten sich in den ersten Wochen um kopieren, faxen und Akten suchen. Wie anspruchsvoll. Lehrjahre sind keine Herrenjahre hat meine Mutter immer gesagt. Aber das was ich im ersten Jahr über mich ergehen lassen musste war alles andere als schön. Sicher, in der Schule habe ich dann auch endlich mal was über das deutsche Recht gelernt. Aber auch wirklich nur da. Eigentlich hätte ich auch ne Ausbildung als Putze machen können. Dachte ich jedenfalls im erten Jahr.

Im zweiten Jahr war es dann schon nicht mehr ganz so schlimm. Da hatte ich dann ja noch wen unter mir. Die musste allerdings auch zwei mal in der Woche zur Berufsschule und dann fielen die ganzen "Drecksarbeiten" wieder auf mich zurück. Aber immerhin durfte ich auch schon mal das ein oder andere Schreiben an Mandaten oder an das Gericht schreiben. Naja, wohl gemerkt musste ich die auf der Schreibmaschine schreiben. Wie auch die Mahn- und Vollstreckungsbescheide. Das wahre Gesicht der Anwälte zeigten sie dann auch erst, als die Chance ohne Grund zu kündigen vorbei war. Es schien, als glaubten sie, sie wären der bessere Teil der Menschheit. Sie ließen sich alles hinter her tragen. Ein Wunder das ich den Kaffee nicht auch noch pusten musste. Allerdings muss auch gesagt werden, dass das sicher nicht in jeder Kanzlei so war. Ich habe von einigen Leuten aus meiner Klasse auch gehört, dass sie so was nciht machen mussten, sondern sich ausschließlich damit befassten, was sie gleichzeitig in der Schule lernten. Ich nicht. Was solls dachte ich mir, das ziehst du jetzt durch. Jeden Tag wurde uns vorgehalten, was wir doch für eine tolle Ausbildung machen würde, und wie gut die Chancen stünden, danach ins richtige Berufsleben zu finden.

Im dritten Lehrjahr änderte sich das dann alles schlagartig. Die Sekretärin einer Anwältin war für zwei Monate krank geschrieben und anschließend noch einen Monat im Urlaub. Auf einmal sollte ich das gesamte Sekretariat für diese Anwältin übernehmen. Natürlich hatte ich anfangs arge Probleme, aber mit Hilfe meiner Kollegen bekam ich das dann auch ganz gut in den Griff. Das gab auch in der schulischen Leistung einen Schub nach vorne. Ist ja klar, wenn man sich auch mal praktisch mit den Dingen befasst. Als die entsprechende Sekretärin wieder da war, übernahm ich halbtags das Sekretariat für einen anderen Anwalt. Ja, über das dritte Lehrjahr kann ich mich wirklich nicht beschweren. Leider habe ich aber während meiner ganzen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und NOTARfachangestellten nichts über das Notariat gelernt. Also nur das, was einem in der Schule vermittelt wurde.


Trotzdem schaffte ich die Abschlussprüfung auch in diesem Bereich. Mit einer Gesamtpunktzahl von 79 (Schulnote 3 +) schloss ich meine Lehre ab. Leider war das mit dem Einstieg in das Berufsleben gar nicht so einfach wie alle gesagt haben. Auch von anderen aus meiner Klasse wußte ich, dass sie arbeitslos waren. Nach einem halben Jahr arbeitslosigkeit hatte ich dann einen fantasischen Job. Leider meldete die Firma einige Monate später Insolvens an. Wieder arbeitslos. 6 Monate.

Seit dem 01.01.03 arbeite ich jetzt in einem Anwaltsbüro mit einer super lieben Chefin. Meine Chefin und ich sind die einzigen in diesem Büro, dass auch erst am 01.01.2003 eröffnet wurde. Aber schon jetzt haben wir jede Menge zu tun. Ich komme wirklich gut klar mit ihr und bin froh, dass ich nicht in einer großen Kanzlei arbeite. So ein Arbeitsklima wie ihr gibt es da bestimmt nicht. Vielleicht stellen wir nächstes Jahr eine Auszubildende ein. Da würde ich mich echt drüber freuen. Und eins weiß ich bestimmt. So eine Ausbildung wie ich sie hinter mich gebracht habe, hat sie nicht zu erwarten.

So, jetzt noch mal ein paar Fakten:

Arbeiten:

1. Lehrjahr:

Putzen, Kaffe kochen, Einkaufen, Akten suchen, Akten anlegen, Post eintüten, Post wegbringen, Fristen suchen

2. Lehrjahr:

kleine Schreiben an Mandanten oder Gericht, Eingänge bearbeiten, Mahnbescheide, Vollstreckungsbescheide, Post eintragen, Fristen eintragen

3. Lehrjahr:

Übernahme des gesamten Sekretariates eines Anwalts, Schriftsätze fertigen

Verdienst:

Da kann ich nur davon reden, was ich verdient habe. Das ist schon ein paar Jahre her:
1. Lehrjahr: 450 DM
2. Lehrjahr: 550 DM
3. Lehrjahr: 600 DM

Das ist wohl wahrlich nicht viel. Allerdings hängt das aber auch von der Kanzlei (Größe, Standort) ab. nach der Ausbildung sieht das dann schon besser aus. Aber auch da kommt es wieder auf die Kanzlei an.

Ausbildungszeit: 3 Jahre

Fazit:

Wenn ich wüßte, was mich bei der Ausbildung erwarten würde, würde ich sie wahrscheinlich nicht noch einmal machen. Jetzt bin ich allerdings froh, diese Ausbildung zu haben, da ich einen ganz fantastischen Arbeitsplatz habe. Auch wenn ich nicht das ganz große Geld verdiene, kann ich sagen, dass mir die Arbeit sehr viel Spaß macht und das das Arbeitsklima einwandfrei ist. Ich erlaube mir kein Urteil über alle Anwälte, aber die die ich kennenlernen durfte, waren nicht besonders freundlich.

Aber seid getrost, es gibt sie noch. Die netten Anwälte ...

... meine Chefin!!

Vielen Dank, dass ihr meinen Bericht gelesen habt. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Ausblidung geben. Laßt euch nicht schocken. An sich macht die Arbeit beim Anwalt sehr viel Spaß und ist sehr interessant. Und wie schon meine Mutter sagte:

Lehrjahre sind keine Herrenjahre :-)
...
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Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Rechtsanwaltsfachangestellte/r : 4,0 gut
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Kommentare
campimo
campimo, 07.03.2007
. SH LG .
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
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kesse

Rechtsanwaltsfachangestellte

ein Testbericht von 2003-08-22 21:16:14 vom 22.08.2003
Empfehlung: nein
Ich finde Schnabulle liegt mit ihrer Meinung und ihren Erfahrungen nicht daneben. Ich bin seit 2001 Azubi zur Refa und höre (hoffentlich) im Dezember 2003 mit meiner Abschlussprüfung auf. Ich bin zwar die einzige in meiner Klasse (wir sind 25 Mädels), die früher geprüft werden will, die meisten oder alle teilen aber die Meinungen über die Ausbildung und die Rechtsanwälte selber. Anwälte sind extrem schwierig; sie denken, sie haben was in ihrem Leben erreicht und können nun die kleinen Angestellten fertig machen. Sie sparen an jeder Ecke. Ich zum Beispiel bin in einer Kanzlei mit 2 Anwälten alleine!! Ich bin die einzige, die ihre "Drecksarbeit" machen kann. Wir haben nicht einmal eine Sekretärin, eine Putzfrau oder sonst was. Wenn einige aus meiner Klasse vob ihrer Bürovorsteherin erzählen, denke ich gleich, was für ein Luxus! Eigentlich denkt man sich, Anwälte verdienen viel und können sich Festangestellte leisten, wenigstens eine Putzfrau. Meine Aufgaben sind die selben wie im Beitrag von Schnabulle plus Abwaschen, Müll runter bringen, Einkaufen, zur Post, zum Notar, zu McPaper...! Meine Arbeitszeit ist auch nicht ganz ohne: von 9 bis 18 Uhr. Danach habe ich kaum Freizeit und nach einem auslaugenden Tag wie bei einem RA hat man eh keine Lust mehr, was zu unternehmen. Mir sind Anwälte jedenfalls sehr unsympathisch. Ich bin seit Anfang des 2. Lehrjahres auf dem gleichen Lernstand. Das heißt, ich habe seitdem nichts neues mehr gelernt und das meiste, was ich gelernt habe, kommt von den ehemaligen Azubis in meiner Kanzlei, die in der Zeit noch mit mir gearbeitet haben und inzwischen ausgelernt haben. Außerdem verdient in meiner Klasse keine Azubine über 300 EUR. Ich kann von der Ausbildung also nur abraten! Ich werde nach meiner Ausbildung doch noch studieren - aber bestimmt kein Jura.
...
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schnabbule

Rechtsanwaltsfachangestellte, nein Danke

ein Testbericht von 2003-07-10 17:17:29 vom 10.07.2003
Empfehlung: nein
Ich habe meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten im Juli 2000 begonnen und habe sie jetzt im Juni 2003 fast hinter mich gebracht.
Die ersten Jahre waren eigentlich schon ganz gut und man konnte recht viel lernen. Doch dann, als ich im zweiten Ausbildungsjahr war, begann meine Chefin plötzlich an mich zu mobben.
Ich durfte nicht mehr ans Telefon mit den Worten dass sich schon mehrere Mandanten bei ihr über mich beschwert hätten, im Nachhinein weis ich , dass es nicht so war. Naja, ich durfte dann im dritten Ausbildungsjahr nur noch ans Gericht laufen um die Post zu holen, zur Bank gehen und Kontoauszüge holen, Bänder schreiben...
Die wesentlichen wichtigen Dinge der Ausbildung durfte ich dann nicht mehr machen. Ich musste mir dann sogar noch von meiner Kollegin sagen lassen, was ich zu tun hätte und das nur, weil sie und die Chefin beste Freundinnen sind. Aber es geht nicht nur mir so, ich hatte fünf Freundinnen in der Klasse, denen es nicht anders erging. Ich weis sogar von 3 aus dem zweiten Ausbildungsjahr, dass sie die Ausbildung wegen Mobbing abgebrochen haben.

Irgendwie scheint das die Lieblingsbeschäftigung der Anwälte zu werden.

Zum Gehalt braucht man ja auch nicht viel zu sagen.
Im ersten Jahr gab es satte 260 EURO, im zweiten Jahr dann 280 EURO und im dritten Jahr doch volle 310 EURO.

Ich habe mir wirklich den Arsch für den Laden aufgerissen um meinen Job gut zu machen, der Dank war dann auch noch ein Arbeitszeugnis unter aller Granate. Meine Chefin hat mir ein Zeugnis verpasst, in demn zu gut Deutsch drinnen steht, dass ich faul und dumm wäre. Also, die Note wäre eine glatte 5.
Meine schriftliche Prüfung habe ich mit der Gesamtnote 2,1 abgeschlossen.

Normalerweise sind in einer Rechtsanwaltskanzlei folgende Tätigkeiten auszuüben:

- die Botengänge zum Gericht
- Briefe vom Diktat schreiben
- zwangsvollstreckungsaufträge
- Mahnungen fertigen, wenn Mandanten nicht zahlen
- Kassenbuch führen
- Teilweise auch Buchführung machen
- Klageschriften fertigen
- Telefonanrufe tätigen
- Mandanten betreuen

Derzeit versuche ich mein Recht auf ein vernünftiges Arbeitszeugnis vor Gericht einzuklagen, auf den Erfolg oder Nichterfolg bin ich mal gespannt.

Den Beruf würde ich nie wieder lernen.

Ich hatte nun einen kleinen Erfolg erzielt. Man hat mir vor dem Arbeitsgericht Landau Recht gegeben.
Meine Chefin wurde verurteilt, mir ein vernünftiges Zeugnis zu erstellen.

Für mich war es schlimm genug einer solchen Person nochmal in die Augen sehen zu müssen.

Dank des Prozesses habe ich jetzt einen sehr guten Arbeitsplatz erhalten. Hier übe ich den Beruf als Rechtsanwaltsfachangestellte aus und ernte dafür ein wesentlich besseres Gehalt als meine Freundin.

Als gute ausgelernte RA-fachangestellte verdient man in Baden-Württember ca. 1500 € brutto.

Ich hoffe, mit dem Artikel weitergeholfen zu haben.
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Kommentare
campimo
campimo, 07.03.2007
.quot H LG quot.
creedy18
creedy18, 20.05.2008
feiner Bericht LG Andrea
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