Totenmontag Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.6 von 5)
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
fachliche Kompetenz, witzige und symphatische Charaktere, Spannung hoch 10!!!
Flüssiger Schreibstil, Schlafraubende Spannung ( in meinen Augen)
eigentlich interessante Thematik und ein spannender Fall, schon recht unterhaltsam und lesenswert
spannend und emotional geschrieben
Nachteile/Kritik
hmmm...wüsste ich jetzt nicht. Story vielleicht nichts für schwache Nerven.
französische Wörter
wenig authentische Figuren, magerer Spannungsaufbau, schlichte und schmucklose Sprache, zu viel forensisches Fachgesimpel, eine ideale Straßenbahnlektüre, sehr vergängliche Literatur
Tell me why I don't like Mondays...
ein Testbericht von VictorianMaiden2007-01-23 17:36:59vom 23.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: fachliche Kompetenz, witzige und symphatische Charaktere, Spannung hoch 10!!!...Nachteile/Kritik: hmmm...wüsste ich jetzt nicht. Story vielleicht nichts für schwache Nerven.
“Mit Hochgeschwindigkeit jagt man durch den neuen Fall von Tempe Brennan –da klappern einem die Knochen. Keine Frage: Der siebte Fall der taffen Anthropologin gehört zu den Höhepunkten der Serie. Weiter so, Kathy Reichs!“
Bild am Sonntag
Titel: Totenmontag (Originaltitel: Monday Morning)
Autor: Kathy Reichs
ISBN: 3896672487 (stimmt nicht mit der meinen überein, da meins vom „DerClub“-Verlag stammt)
Verlag: Blessing, Auflage 1
Erscheinungsjahr: 2004
Format: Hardcover (22cm x 14,5cm x 3,5cm) <- Meine Ausgabe…
Seiten: 383
Genre: Thriller/ Krimi
Gattung: Roman
Wie schon erwähnt, habe ich eine andere Ausgabe als die, die auf dem Foto abgebildet ist. Ich habe die ISBN- und Verlagsdaten allerdings an die abgebildete Ausgabe angepasst. da ich diese Version jedoch nicht besitze, kann es im Folgenden zu leichten Abweichungen in meiner Beschreibung kommen (gerade was die Aufmachung betrifft).
*****************Über die Autorin:***************
Kathy Joan Reichs wurde 1950 in Chicago geboren und arbeitet als forensische Anthropologin in North Carolina und Quebec (Kanada). Des weiteren ist sie als Professorin an der Uni in Charlotte (North Carolina) tätig und doziert an der Akademie des FBI in Virginia. Man kann also sagen, sie ist eine richtige Powerfrau ^^ Und neben all ihren beruflichen Aktivitäten findet sie trotzdem noch die Zeit und nebenbei als Autorin zu agieren und das nicht nur auf dem Themengebiet der wissenschaftlichen Schriften. So erschien 1997 ihr erster Roman „Tote lügen nicht“ mit der Titelheldin Temperance Brennan, mit dem sie gleich den Durchbruch schaffte und viele Auszeichnungen einheimste.
Weitere Bücher:
-„Knochenarbeit“
-„Lasst Knochen sprechen“
-„Knochenlese“
-„Mit Haut und Haar“
-„Totgeglaubte leben länger“
-„Hals über Kopf“
****************Aufmachung:********** ****
Muss dazu erst einmal anmerken, dass sich die Titelgestaltung meines Buches etwas von der oben dargestellten abhebt. „Mein“ Cover ist eher sehr hell gehalten und zweigeteilt. In der oberen Hälfte des Covers sieht man die Wolkenkratzer einer Großstadt in Winterlandschaft, dann kommt in schwarzer Schrift und rot unterstrichen die Verfasserin (Kathy Reichs). Darunter steht in grün-brauner Schrift der Titel (Totenmontag). Allgemein ist die Schrift sehr groß gestaltet und in einer einfachen Schriftart, also keine großartigen Verschnörkelungen.
Darunter kommt die Abbildung eines Kellergewölbes und im Vordergrund drei menschliche Skelettschädel. Das ganze ist sehr sanft gehalten, also keine scharfen Konturen oder harte Kontraste zum hellblauen Hintergrund.
Auf der Rückseite findet man eine meiner Meinung nach sehr ausführliche Inhaltsangabe und noch zwei Kurzkritiken aus „The Sunday Times“ und „Bild am Sonntag“.
Die ganze Covergestaltung ist bei mir auf einem extra Umschlag gedruckt. Nimmt man diese ab, erscheint der rote Festeinband des Buches, der außer dem eingravierten Schriftzug mit überzogener weißer Farbe keine weiteren Details enthält. In den Umschlagsinnenflächen findet man außerdem eine noch ausführlichere Inhaltsangabe und eine Kurzbiografie Kathy Reichs und ein Schwarz/Weiß-Foto von ihr.
*****************Die Story****************
„Monday, Monday....
Can’t trust that day....”
Es ist Dezember in Montreal, und ein eisiger noch dazu. Mit diesem Ohrwurm steigt Tempe Brennan in einen noch eisigeren Keller einer kleinen Pizzeria hinab. Dort warten schon die sterblichen Überreste dreier Mädchen, verscharrt unter einer dünnen Kruste Erde.
Außer ein paar antiken Schmuckstücken gibt es jedoch keine weiteren Hinweise auf ihre Identität und die Zeit ihres Todes. Tempes Gespür sagt ihr jedoch, dass es sich
dabei nicht um die Aufgabe eines Archäologen handelt: Im Gegenteil. Sie ist der festen Überzeugung, dass die Mädchen erst in jüngster Zeit gewaltsam zu Tode kamen. Doch nicht nur die Mädchen beschäftigen Tempe. Denn ihr „netter Kollege“ Claudel von der Polizei hält wenig von weiblicher Intuition, geschweige denn von KriminalistINNEN überhaupt und legt den Fall zu den Akten. Dies stachelt Tempes Ergeiz jedoch umso mehr an und sie betreibt eigene Nachforschungen.
Aber erst mit den Ergebnissen einer neuen Messmethode zur Altersbestimmung von organischem Material, gelingt ihr der Durchbruch: Die Mädchen wurden erst vor ein paar Jahren ermordet und „beseitigt“...
Kurz darauf findet Tempe ihre Wohnung verwüstet vor und von ihrer besten Freundin Anne, die zu Besuch bei Tempe ist, fehlt jede Spur.....Soll sie das nächste Opfer des Unbekannten werden???
Fragen über Fragen...
Und das sind noch nicht die einzigen Rätsel, mit denen Tempe künftig konfrontiert wird. Abgelegen in einem dunklen Häuschen trifft sie auf den ihren Widersacher und wird Zeugin jener Gräueltaten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen...
Wird dies zum letzten Fall von Tempe Brannan...???
Wer ist Temperance Brennan???
„Die abgebrühte Kriminologin, liebevolle Mutter, mutige Schnüfflerin und Seelenverwandte von Bridget Jones: Tempe Brennan besticht in all ihren Rollen“
The Sunday Times
Temperance „Tempe“ Brennan ist die Hauptfigur der Kathy Reichs-Romane.
Eigentlich gibt es zu ihr nicht viel zu sagen, da Tempe meiner Meinung nach genau die Autorin wiederspiegelt. Auch sie ist forensische Anthropologin, arbeitet „nebenbei“ jedoch noch an vielen anderen Stellen, die „zufälliger“ Weise auch mit denen der Autorin übereinstimmen. Außerdem ist sie noch Mutter einer gerade flügge gewordenen Tochter, was ihr grad bei Funden von toten jungen Frauen etwas den Magen verstimmt. Und wie The Sunday Times schon passend beschrieb: In Tempe Brennan findet man auch eine ordentliche Portion Bridget Jones: Neben den erschreckenden (fiktiven) Alterungsprozessen und dem ein oder anderen Gramm zu viel auf den Hüften gibt es natürlich noch IHN... Der Mann, mit dem man nicht mit, aber auch nicht ohne kann. Der nette, gutaussehende Kollege mit den verführerischen blauen Augen: Ryan. Wenn da nur nicht die Desaster mit den Ex wären, an die man sich noch gut erinnert und die die eigene Meinung zu Männern reichhaltig geprägt haben...Eine Mutter, die einen lieber unter der Haube sehen will als im ewigen Singleleben....Was ja auch nicht das Problem wäre, Ryan ist DER Traumtyp schlecht hin, wenn man nicht das „klitzekleine“ Talent zu hätte, alles zu vermasseln!
Wie man sieht, ist Tempe eine typisch amerikanische Romanfigur vom Schlag „BusinessWoman“ oder „überzeugter Single“, die zwar außerordentlich gut aussehen, an denen man sich jedoch die Zähne ausbeißt. *lach*
*******************Leseprobe****** *********
Ich las eben einen Artikel im Journal of Forensic Science, als Claudel auftauchte.
„Der Tote ist Neal Wesley Catts.“
„S’il vous plaît.“ Ich deutete auf den Stuhl vor meinem Schreibtisch. „Asseyez-vous.“Setzen Sie sich.
Claudel zog die Mundwinkel nach unten und setzte sich.
„Catts wurde 1963 in Stockton, Kalifornien, geboren. Die übliche Tränendrüsengeschichte, kaputte Familie, Mutter Alkoholikerin.“
Claudel sprach Englisch. Was hatte das zu bedeuten?
„Neunundsiebzig brach Catts die High School ab, hing eine Weile mit den Banditos rum. bekam aber keinen Stammplatz. Saß eine Zeit wegen Drogen in Soledad.“
„Hatte er irgendwelche Jobs?“
„Hat Burger gewendet, Bier gezapft, in einer Fensterrahmenfirma gearbeitet. Aber jetzt kommt was, das wird ihnen gefallen. Der kleine Perversling spitzte gern, wo er nicht durfte.“
Ich hörte zu, ohne ihn zu unterbrechen.
„Catts wurde mehrmals wegen Spannens verhaftet.“
„Das überrascht mich nicht.“
„Es reichte jedoch nie für eine Anklage.“
„Voyeurismus ist ein typischer erster Schritt für Sexualstraftäter.“
„Ein altes Mütterchen beschuldigte ihn, ihren Pudel abgemurkst zu haben. Wieder keine Beweise, keine Anklage.“
„Wo war das?“
„Yuba City, Kalifornien.“
Der Name traf mich wie ein Schlag auf die Brust.
„Yuba City liegt ganz in der Nähe von Chico.“
Claudels Lippen machten etwas, das fast wie ein Lächeln aussah. „Und Red Bluff.“
„Wann war Catts dort?“
„Ende der Siebziger, Anfang der Achziger. Verschwand Mitte der Achtziger von dort.“
„Musste er sich nicht bei einem Bewährungshelfer melden oder Ähnliches?“
„Ab vierundachtzig war er von allen Auflagen befreit.“
Claudel ging LaManche suchen, und ich wandte mich wieder meiner Lektüre zu. Ich war zum zweiten mal unterwegs in die Bibliothek, als mir der Chef über den Weg lief.
„Ein großer tag gestern was, Temperance?“
„Carnaval. Haben Sie schon mit Claudel gesprochen?“
„Ich habe ihm eben eine vorläufige Beurteilung von Monsieur Catts gegeben.“
„Irgendwelche Überraschungen?“
LaManche spitze die Lippen und wedelte mit den Fingern. Vielleicht ja. Vielleicht nein.
„Was?“
„Ich habe auf den Händen keine Schmauchspuren gefunden.“
„Waren sie in Tüten verpackt?“
„Wareb sie.“
„Aber sollte denn nicht Schießpulver vorhanden sein, wenn er eine Waffe abgefeuert hat?“
„Ja.“
„Wie kann das sein?“
LaManche hob eine Schulter und beide Brauen.
Charbonneau rundete den Reigen meiner morgendlichen Besucher ab.
„Menard und Catts kannten sich“, sagte er ohne Einleitung.
„Wirklich.“
„Ich hab’s geschafft, einen von Menards ehemaligen Profs an der Cal State in Chico aufzutreiben. Der Kerl unterrichtet dort, seit Truman das Weiße haus neu eingerichtet hat, aber sein Gedächtnis ist noch erstklassig. Er hat mir den Namen einer von Menards Ex-Freundinnen genannt. Eine Frau namens Carla Greenberg.“
Das sagte mir nichts.
„Greenberg unterrichtet jetzt an einem kleinen College in Pennsylvenia. Sie sagt, sie und Menard hätten in ihrem ersten Jahr an der Uni etwas miteinander gehabt, aber dann sei sie nach Belize gegangen. Er habe keinen Job bei dieser Ausgrabung bekommen und auch bei keinem anderen Projekt und sei deshalb in diesem Sommer in Chico geblieben. Als Greenberg zurückkam, verbrachte Menard fast seine ganze Zeit mit einem Kerl aus Yuba City.“
„Catts.“
„Unserem Helden.“
„Wie entstand die Beziehung zwischen Catts und Menard?“
„Sie sehen gleich aus.“
„Ach, kommen Sie.“
Charbonneau hob die Hand. „Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, Doc. Laut Greenberg sagten die Leute Menard immer wieder, irgendein Pfandleiher in Yuba City sei sein perfekter Doppelgänger. Die Archäologiestudenten stöberten gern im Laden dieses Kerls, weil er es mit den Gesetzen in Bezug auf Antiquitäten nicht allzu genau nahm, wenn Sie wissen, was ich meine.“
„Und?“
„Menard schaute sich den Laden ebenfalls an. Zumindest ist das die Geschichte, die Menard Greenberg erzählt hatte.“
„Das klingt absolut lachhaft.“
„Greenberg hat mir das hier gemailt.“
Charbonneau gab mir den Computerausdruck eines Farbfotos auf Normalpapier. Die Aufnahme zeigte drei Personen, die auf einem Pier standen.
Die Frau war untersetzt und muskulös und hatte glatte, braune Haare und weit auseinander stehende Augen. Die Männer links und rechts von ihr sahen aus wie identische Buchstützen. Beide waren lang und dünn und hatten wilde rote Haare und Unmengen von Sommersprossen.
„O Mann.“
„Laut Greenberg hielt Menard sich immer weniger in Chico auf und ließ schließlich das Studium ganz sein. Sie war mit ihrer Doktorarbeit beschäftigt und dachte nicht mehr groß an ihn.“
„Haben Sie in Yuba City jemanden gefunden, der sich noch an Catts erinnert?“
„Ein altes Paar. Sie wohnen noch immer in einem Wohnwagen neben dem, den Catts gemietet hatte.“
„Lassen Sie mich raten. Netter junger Mann. Still. Eher verschlossen.“
„Auf den Punkt.“
Charbonneau nahm Greenbergs Foto wieder zur Hand und betrachtete es, wie man einen Kothaufen auf dem Rasen anschaut.
„Luc und ich fahren runter nach Vermont und zeigen das Bild herum. Mal sehen, ob wir nicht ein paar Erinnerungen wachrütteln können.“
Nachdem Charbonneau gegangen war, wählte ich Annes Handynummer. „Es tut und Leid. Der Teilnehmer........“
Ich arbeitete mich durch die Zeitschriften, die die Bibliothekarin für mich herausgesucht hatte. British Journal of Psychiatry. Behavioral Sciences an the Law. Medicine and Law. Bulletin of the American Academy of Science and the Law.
Es brachte nichts. Meine Gedanken schweiften immer wieder ab.
Ich rief Anne noch einmal an. Ihr Handy war noch immer ausgeschaltet.
Ich rief Tom an. Er hatte nichts von seiner Frau gehört. Ich rief Annes Brüder in Mississippi an. Keine Anne. Kein Anruf.
Ich zwang mich wieder zur Lektüre zurück.
Ein Artikel beschäftigte sich mit Leonard Lake und Charles Ng, den kalifornischen Genies, die unterirdische Bunker gebaut hatten, um Sexualsklavinnen darin gefangen zu halten.
Vor Gericht argumentierten Ngs Anwälte, ihr Mandat sei nichts als ein Zuschauer gewesen, eine abhängige Persönlichkeit, die sich danach sehnte, geführt zu werden. Die Verteidigung behauptete, Lakes Ex-Frau sei die eigentlich treibende Kraft gewesen.
Genau, Charlie. Du warst ein Opfer. Wie die arme kleine Karla Homolka.
1991 wurde die vierzehnjährige Leslie Mahaffy zerstückelt und in einem Betonmantel in einem See in Ontario gefunden.
Im Jahr darauf tauchte die fünfzehnjährige Kristin French nackt und tot in einem Graben auf. Beide waren misshandelt, vergewaltigt und ermordet worden.
Paul Bernardo und seine Frau Karla Homolka wurden daraufhin verhaftet. Da sie beide jung und blond und gutaussehend waren, nannte die Presse sie die Ken-und-Barbie-Mörder.
Als Gegenleistung für eine Aussage gegen ihren Mann gestattete man Homolka, sich des Totschlags für schuldig zu bekennen. Bernardo wurde verurteilt wegen heimtückischen Mordes, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Entführung und Unzucht mit einer menschlichen Leiche.
Wie Lake und Ng hatten auch die Bernardos ihre kleinen Orgien gefilmt. Als die Kasetten schließlich auftauchten, zeigte sich, dass gatte und Gattin mit identischem Enthusiasmus gequält und gemordet hatten. Aber Karla hatte ihren Deal bereits in der Tasche.
Ich wandte mich eben dem nächsten Artikel zu, als das Telefon klingelte.
„Sie sind verschwunden.“ Ryan klang, als würde er vom Uranus anrufen.
„Wer ist verschwunden?“
„Anique Pommerleau und Tawny McGee.“
.....
*******************Meine Meinung***************
Schreibstil:
Allg emein muss man sich bei den Romanen von Kathy Reichs nicht mit grammatikalischen Satzverknotungen rumschlagen. Was das Lesevergnügen jedoch nicht weniger anspruchsvoll macht, da sie dafür mit medizinischem Fachchinesisch nicht gerade spart. Im großen und ganzen ist dies jedoch sehr gut erklärt und war für mich vor allem sehr interessant. Als ich das Buch gelesen habe, hatte ich im Unterricht zum Beispiel gerade in mehreren Fächern die C14-Methode zur Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigem Material behandelt. Und es ist doch immer wieder schön, wenn man merkt, dass der Schulkram doch zu irgendwas Nütze ist. Neben dem Fachchinesisch kommen jedoch auch noch Sprachen wie Französisch zum Einsatz. Ich selbst bin der französischen Sprache dank Schule zwar mehr oder weniger mächtig, hatte daher mit einigen französischen Aussagen keine Probleme, aber auch für „Nicht-Franzosen“ dürfte dies keine Probleme bereiten, da auch hier die Übersetzungen mit in den Text eingebaut sind.
^^
Auch an Humor wird nicht gespart....allerdings kommt dieser eher indirekt zur Geltung. Zum Beispiel durch Verhaltensweisen der Figuren, die oft sehr sarkastisch-ironischen Gedanken und manchmal sehr bissigen Kommentare der Romanheldin, was besonders hervorsticht, da die Story aus der Sicht von Tempe geschrieben ist.
Ich bin ein absoluter Fan von Kathy Reichs Romanen und warte immer schon heißhungrig auf ein nächstes Abenteuer von Tempe Brennan. Reichs hat wirklich einen sehr fesselnden Schreibstil und weiß es, die Stories gekonnt aus zu gestalten. Ich glaube aber eher, dass die Romane von Kathy Reichs eher die weiblichen Leser anspricht...die Gründe dafür habt ihr ja sicher schon in der Charakterisierung von Tempe Brennan entdeckt. *lach*
Story:
Die Story finde ich mal wieder als sehr gelungen und muss der Bild am Sonntag mal Recht geben. Mit Totenmontag hat sich die Autorin selbst übertroffen.
Zwar befindet sich der Höhepunkt der Story wie üblich am Ende des Buches, doch durchzieht das gesamte Buch ein gewisses Spannungsniveau.
Regelrecht vom Hocker gerissen hat mich das Ende!!! Ich habe selten einen Krimi gelesen dessen Ermittlungen zu so einer überraschenden Wendung im Ende führten... Aber mehr werde ich zu dem Ende jetzt nicht verraten. ;)
Da die Autorin selbst in den Berufen tätig ist und vor allem selbst bei einigen Straftaten zur Aufklärung als Hilfe heran gezogen wurde, steht sie natürlich fest in der fachlichen Materie...Die Hintergründe sind sehr gut recherchiert, trotz des allseits gern benutzten Klichees, dass eine Pathologin, Anthropologin oder ein verarmter Detektiv plötzlich die kompliziertesten Verbrechen über Nacht im Alleingang lösen und die unumstrittenen Helden der ganzen Story und in der fiktiven Gesellschaft werden. Dass es da in der Realität ein wenig anders aussieht...na ja...ein guter Krimi oder Thriller braucht halt seine Helden.
Ich möchte jedoch noch eine Art Warnung hier anfügen...
Grad zum Ende hin wird die Story...wie soll ich sagen...sehr makaber. Ich möchte nur so viel sagen, dass der gesuchte Täter eine Vorliebe für kleine Mädchen und SM-Spielchen hat. Wem solche Berichte immer sehr ans Herz gehen, der sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen, da einige Sachen da natürlich auch etwas ausführlicher beschrieben werden. Es ist zwar nicht so extrem, dass man beim Schreibstil dann schon von einer Art Perversion reden kann, aber die Schilderungen in dem Roman können doch schon zu einigen Schauern führen.
Aufmachung:
Da habe ich eigentlich nichts zu bemängeln... Die Covergestaltung meiner Ausgabe und die der hier angebotenen gefallen mir beide eigentlich Recht gut. Die Schrift ist schön groß und lässt sich auch gut lesen. Die Seiten sind zwar etwas dünner, als ich es gewohnt bin, aber nicht minderer Qualität. Es ist also nicht mehr Anfällig für Risse/Knicke und die Buchstaben auf der Rückseite schimmern auch nicht durch.
*************Fazit***********
Toten montag gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich kann eigentlich nur jeden Roman von Kathy Reichs empfehlen...
Hier erwartet euch echt Spannung von der ersten bis zur letzen Seite, gepaart mit „Weibertratsch“ á la Bridget Jones.
Ein Meisterwerk der Autorin!!!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. ^^
Bilder werden wieder folgen, soweit der Akku meiner Cam geladen ist ;)
Gruß Karo
...
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Ich meide Pizzerias mit Kellergewölbe...
ein Testbericht von jansdarling20022007-02-25 06:57:42vom 25.02.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Flüssiger Schreibstil, Schlafraubende Spannung ( in meinen Augen)...Nachteile/Kritik: französische Wörter
Hallo liebe Community,
nach zwei erholsamen Urlaubswochen mit etwas bescheidenem Wetter – welche mich zum Lesen animierten – möchte ich mich nun dran machen, meine Eindrücke nieder zu schreiben.
Um welches Buch handelt es sich? Um Kathy Reichs Totenmontag.
Doch lest selbst, was mich knapp drei Tage beinahe vom Schlafen abgehalten hat.
Autorin
Die Autorin Kathy Reichs wurde 1950 in Chicago geboren. Neben ihrer Schriftstellertätigkeit arbeitet Sie als forensische Anthropologin an den gerichtsmedizinischen Instituten in Montreal und Charlotte (North Carolina), sowie als Gutachterin für die Vereinten Nationen und das US – Verteidigungsministerium. Aber das ist noch längst nicht alles, sie unterrichtet auch an der FBI – Akademie in Quantico (Virginia).
Internationale Erfolge knüpfte sie mit Ihrem Roman “Tote Lügen nicht“, welcher in 15 Sprachen übersetzt wurde, diesen Erfolg konnte Kathy Reichs mit Ihrem Roman “Knochenlese“ sogar noch steigern.
Aktuell ist Ihr Buch “Hals über Kopf“ mit Ihr in der Hauptrolle als Tempe Brennan auf den oberen Plätzen des Spiegel – Bestsellerliste zu finden.
Weitere Bücher der Autorin:
Tote lügen nicht - Knochenarbeit - Lasst Knochen sprechen - Knochenlese - Mit Haut und Haar - Totgeglaubte leben länger - Hals über Kopf
Zum Inhalt
Die forensische Anthropologin Tempe Brennan stellt sich an einem eher tristen Montagmorgen die Frage, was schlimmer sein könnte als ein eisig kalter Dezembersturm im Kanadischen Montreal. Die Antwort wird Sie schnell gewahr, als sie zu einem außergewöhnlichen Fundort gerufen wird. Unter einer Pizzabäckerei in einem unheimlichen Kellergewölbe sind menschliche Knochen gefunden worden, nicht nur einer, sondern gleich mehrere. Tempe Brennan wird gebeten, weitere Ausgrabungen zu machen, wobei sie dann insgesamt drei Skelette findet, was nur sehr suspekt ist, am Fundort werden weder Fasern von Kleidungsstücke noch andere Indizien gefunden, die Aufschluss über die Skelette geben könnten. Lediglich ein paar Knöpfe lassen so ungefähr darauf schließen, dass diese schon älteren Datums sind, Tempes Gespür sagt ihr, das es einen besonderen Grund für das Unglück dieser Menschen – welche hier als Skelette vorgefunden wurden – geben muss. Der leitende Mordkommissar Luc Claudel befindet den Fall aber für weniger wichtig und legt den Fall zu den Akten. Tempe Brennan will da aber nichts von wissen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an nachdem Sie herausgefunden hat, dass es sich bei den Skeletten um drei Gebeine von jungen Mädchen handelt. Bei Ihren Nachforschungen wird Sie von Ihrem Freund und / oder Liebhaber (Ryan begehrt Brennan, nur Sie selber ist sich Ihren Gefühlen nicht so ganz sicher) Andrew Ryan zeitweise unterstützt, obwohl dieser sich immer wieder in Ausreden flüchtet, denn er hat ganz andere Probleme und auch andere dienstliche Obliegenheiten zu erledigen.
Brennans Nachforschungen tragen erste Früchte, als immer wieder eine Person an den Orten auftaucht, wo die Mädchen verschwunden sind.
Wenn Tempe Brennan nicht gerade mit Ihren Nachforschungen beschäftigt ist, befindet sie sich im Autopsiesaal, um sich die Skelette immer wieder von neuem auf versteckte Fakten anzuschauen, gerne nimmt sie auch Hilfe von anderen Fachanalytikern an, und erhält so den einen oder anderen hilfreichen Hinweis, welchem Sie auch prompt nachjagt.
Zeitgleich muss Sie sich
aber auch noch um Ihre Freundin Anne kümmern, welche sich zu einem Spontanbesuch bei Ihr angesagt hat, um auf andere Gedanken zu kommen. Anfangs ist Brennans Freundin an dem Fall etwas interessiert und kann sogar den einen oder anderen Tipp geben, welcher dann von beiden nach Cagney & Lacey Manier umgesetzt wird. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse:
Tempe Brennans Wohnung wird verwüstet.
Eine ältere Dame, welche hilfreiche Indizien per Telefon ankündigt wird tot aufgefunden, ermordet mit einem Federkissen!
Und dann verschwindet auch noch Brennans Freundin Spurlos….
Kann die Anthropologin Tempe Brennan auch diesen Fall wieder lösen und den wahren psychopatischen Mörder der drei toten Mädchen ausfindig machen?
Die Protagonistin Tempe Brennan
Die Protagonistin Tempe Brennan wird als trockene Alkoholikerin beschrieben. In Ihrem Leben gibt es einen, ja wie soll man sagen, halben Liebhaber, nämlich Andrew Ryan, welcher Sie begehrt, aber Brennan sich nicht so sicher über Ihre Gefühle zu ihm ist, zumal Sie ihn mal wieder mit einem jungen Mädchen im Arm gesehen hat, in diesem Punkt wird Sie später aber eines besseren belehrt.
Immerhin lebt Brennan nicht ganz allein, sie hat einen Kater “Birdie“ als Haustier, welchen Sie gerne mir Fragen überschüttet, aber verständlicherweise keine Antworten bekommt.
Eckdaten zum Buch
Die mir vorliegende Taschenbuchausgabe “Totenmontag“ erschien im November 2006 im Blanvalet – Verlag, einem Unternehmen der Random House Verlagsgruppe, München.
Im Jahr 2004 erschien die amerikanische Originalausgabe unter dem Titel “Monday Mourning“ bei Scribner, Simon & Schuster, Inc., New York.
Ins Deutsche übersetzt wurde das Buch von Klaus Berr.
Das 383 Seiten starke hat mich 8,95 € gekostet und hat die ISBN: 3-442-36600-3
Meine Taschenbuchausgabe hat ein anderes Cover als das Produktbild von Ciao, welches ich Euch als Foto anbei lege.
Selbstverständlich ist im Buch ein Umwelthinweis abgedruckt, dass alle bedruckten Materialien chlorfrei und umweltschonend sind.
Meinung – Fazit
Wieder erwartend habe ich nun den zweiten Roman – wenn auch nicht in der erschienen Reihenfolge - um die Anthropologin Tempe Brennan gelesen, auch wenn ich von dem ersten Buch - “Durch Mark und Bein“, nicht sonderlich begeistert war, aber irgend etwas muss mich ja doch dazu bewogen haben, der Autorin noch eine Chance zu geben. Vielleicht war es aber auch die Empfehlung des Ciao – Mitgliedes laurathoma – an dieser Stelle Herzlichen Dank. Oder auch einfach doch die recht einfache Lesbarkeit des Buches an sich.
Damit möchte ich nun erst mal auf den Schreibstil der Autorin eingehen, der Schreibstil ist nicht ganz so rund, wie man es sich wünscht, fielen mir da doch die vielen französischen Wörter auf – mit denen nicht jeder, der so wie ich, kein Französisch in der Schule hatte, etwas anfangen kann. Okay, manche Wörter sind in der Handlung selber dann übersetzt worden, durch die Ich – Erzählweise Kathy Reichs. Denn die Geschichte gibt inhaltlich den Beruf der Autorin wieder, auch wenn keine aktuellen Falldaten verwendet werden, so ist zumindest der Beruf Ihrer selbst der Fakten- und Eindrucksgeber für die Handlung des Buches.
Wie ich schon erwähnte, haben mir die französischen Ausdrücke ein wenig zu schaffen gemacht, aber davon mal abgesehen, ist Kathy Reichs ein überaus flüssiger Schreibstil gelungen, welcher den Leser dazu verführt, dass Buch anzufangen zu lesen und dann nicht wieder so schnell aus der Hand zu legen. Ich habe nicht mal ganz drei Tage zum durch lesen gebraucht. Weil ich immer wissen wollte, was nun passiert. Nicht alle Passagen waren gleich spannend, es kamen auch mal Abschnitte im Buch vor, die eher etwas fade und abschweifend geschrieben waren, aber dann kam die Spannung in meinen Augen wieder “knüppeldicke“.
Dieses mal hatte ich auch kaum beziehungsweise weniger Probleme, mit den detaillierten Beschreibungen der Skelette (Aussehen, Geruch, Handhabung), was ich im ersten Buch etwas zu hart fand, aber da war es auch eine etwas andere Thematik.
Was habe ich noch über das Buch zu sagen?
Die Kapiteleinteilung – in insgesamt 39Kapitel - hat mir sehr gut gefallen, zumal die Einteilung meines Erachtens immer genau an der richtigen Stelle stattgefunden hat. Meistens kam mit dem neuen Kapitel dann auch ein anderer Ort des Geschehens.
Dann wären da noch ein paar Worte über das Buch in der gesamten Reihe um die Anthropologin Tempe Brennan zu sagen, wer so wie ich, die Bücher nicht in der Reihenfolge der Erscheinung liest, wird keinerlei Probleme bekommen, denn der imaginäre rote Faden, wie er bei manchen Reihen verwendet wird, ist hier nicht vorhanden. Alle im Buch vorhandenen Protagonisten, bis auf Tempe Brennan, Andrew Ryan und dem Kater Birdie, kommen in anderen Büchern wenn nur am Rande vor.
Meine abschließende Bewertung
Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne, einen Stern Abzug gibt es für die vielen Französischen Ausdrücke, ansonsten habe ich nichts weiter am Buch auszusetzen und kann es vorbehaltlos an alle Leser mit starken Nerven empfehlen, nur nicht unbedingt als Nachtlektüre, weil dann die Nacht etwas kürzer als erwartet werden kann.
ein Testbericht von mrwong2005-08-04 20:48:55vom 04.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: spannend und emotional geschrieben...Nachteile/Kritik: nix
Titel:
Totenmontag - Ein neuer Fall für Tempe Brennan
Handlung:
Was könnte kälter sein als ein Dezembersturm in Montreal? Diese Frage stellt sich die forensische Anthropologin Tempoe Brennan an einem tristen Montagmorgen. In einem Kellergewölbe liegen - achtlos verscharrt - die Skelette dreier junger Frauen. Nicht eine Gewebefaser, kein Fetzen Kleidung geben Aufschluss darüber, wann und warum diese Mädchen sterben mussten. Dank weiblicher Intuition und akribischer Ermittlungen kommt auf alles gefasst sein, denn gegner scheint ein Herz aus Eis zu haben...
Autor:
Kathy Reichs
Genre:
Roman
Seitenanzahl:
-384 Seiten in Absätzen
Format:
-gebunden
Eigene Meinung:
Dieses Buch ist sehr spannend und emotional
zu gleich, da man nun mitbekommt, wie manches Schicksal von anderen Menschen grausam endet. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, da es zum Teil auch wahre Begebenheiten waren, die uns Kathy Reichs hier vermitteln will.
...
PrinceofLies, 26.03.2008
Füllüberschriften,falsches Genre und Fragen wie wieso es Dir spannend Schreibstil? erschien bleiben ungeklärt
BaBy1987, 18.07.2005
sorry aber das houmlrt sich fuumlr mich genau so an wie das auf den buumlchern steht..entweder du schreibst zu gut oder es ist wirklich nur abgetippt.. deine eigene Meinung koumlnnte auch was laumlnger ausfallen oder? Mehr fehlt mir eigentlich ni
ein Testbericht von linnie2005-07-07 10:52:37vom 07.07.2005Empfehlung: nein
Vorteile: eigentlich interessante Thematik und ein spannender Fall, schon recht unterhaltsam und lesenswert...Nachteile/Kritik: wenig authentische Figuren, magerer Spannungsaufbau, schlichte und schmucklose Sprache, zu viel forensisches Fachgesimpel, eine ideale Straßenbahnlektüre, sehr vergängliche Literatur
Mit "Totenmontag" veröffentlicht Bestsellerautorin Kathy Reichs bereits den siebten Erfolgsroman in ihrer Tempe Brennan-Reihe. Ähnlich wie auch John Grisham macht sich Reichs ihr eigenes Fachwissen zunutze, um wissenschaftlich fundierte und spannende Bücher zu schreiben, die ihre Leser in eine fremde und faszinierende Welt entführen sollen. In diesem Fall begleitet der Leser erneut die forensische Anthropologin Brennan bei ihrer nicht ganz alltäglichen Arbeit.
Im Keller unter einer Pizzabude werden drei Skelette gefunden; die forensische Anthropologin Dr. Temperance Brennan macht sich sogleich an die Untersuchung der Skelette. Doch Detective Luc Claudel, mit dem
sie im persönlichen Clinch liegt, setzt sie unter Zeitdruck, da er die Skelette für antik und damit aus polizeilichen Gründen für wenig wertvoll erachtet. Brennan dagegen hat von Anfang an ein komisches Gefühl im Bauch und schätzt die Knochen als jüngeren Datums ein. Keine Spuren eines gewaltsamen Mordes sind an den Knochen zu erkennen, doch bemerkt Brennan schnell, dass es sich um die Gebeine drei junger Mädchen handelt, die aufgrund ihres Alters sicherlich keines natürlichen Todes gestorben sind.
Tempe Brennans detektivisches Gespür ist schnell geweckt, denn sie vermutet ein Verbrechen und forscht den Besitzern und ehemaligen Bewohnern des Hauses mit der Pizzabude hinterher. Als überraschend ihre Freundin Anne zu Besuch kommt, weil diese große Eheprobleme hat und freundschaftlichen Beistand braucht, bezieht Tempe Anne kurzerhand in ihre Nachforschungen mit ein. Als Brennan herausfindet, dass ein bekannter Mafiosi früher Besitzer des Hauses gewesen ist, wird ihr natürliches Misstrauen geweckt. Gemeinsam mit Anne besucht sie den Mann, der das Haus von dem Mafiosi gekauft hat und befragt ihn nach seinen aktuellen und ehemaligen Mietern.
Stück für Stück nähert sich Brennan dem Geheimnis der drei Skelette, während sie immer weiter nach Spuren an den Knochen forscht und schließlich feststellt, dass jedem Mädchen ein Ohr abgetrennt worden ist. Eine C14-Datierung ergibt schließlich ein Todesdatum der Mädchen in den 1980er Jahren, sodass die Knochen keineswegs als antik bezeichnet werden können. Was ist im Haus mit der Pizzabude geschehen? Und wie sind die drei jungen Mädchen umgekommen?
Schon in der ersten Szene findet sich der Leser in einem dunklen Keller mit Claudel und Brennan wieder, als ein Schuss fällt und Brennan blutiges und zerfetztes Muskelgewebe erblickt. Doch schnell wird klar, dass sie lediglich eine getötete Ratte vor sich hat, die Claudel im Eifer des Gefechts erschossen hat. Anschließend geht es wieder etwas ruhiger zu, auch wenn die beiden die Skelette dreier junger Frauen entdecken. Der Fund dreier Knöpfe, die auf das 19. Jahrhundert datiert werden, führt Claudel zu dem Schluss, dass auch die Leichen der Mädchen aus dieser Zeit stammen. Doch Brennan forscht auf eigene Faust weiter und fordert eine C14-Datierung an, um zu beweisen, dass die Skelette sehr wohl aus jüngerer Zeit stammen. Zunächst versucht Kathy Reichs, ihre Leser in die Irre zu führen und legt einige falsche Fährten aus, eine davon ist die der Mafia, die später wortlos unter den Tisch gekehrt wird. Schade, dass Reichs diese Spur, die Brennan zu dem Schluss geführt hat, dass unter der Pizzeria ein Verbrechen geschehen sein muss, später nicht mehr ausführt oder zumindest mit Erklärungen zum Abschluss bringt. So werte ich diese Mafia-Spur als einen lieblosen Versuch, am Anfang Spannung aufzubauen und später für Verwirrung zu sorgen.
Im weiteren Verlauf des Buches sorgen einige Cliffhanger für mäßigen Spannungsaufbau, auch wenn die Geschichte dennoch nicht recht in Schwung kommen mag. Reichs verzettelt sich hier manchmal in zu vielen Handlungssträngen. Neben der forensischen Untersuchung der Knochen taucht plötzlich Tempes Freundin Anne mit ihren privaten Liebesproblemen auf, außerdem hegt Brennan den Verdacht, dass ihr Geliebter Ryan eine Affäre mit einem jungen College-Mädchen hat, zu all dem Ärger kommen die persönlichen Differenzen zwischen Claudel und Brennan und schlussendlich die mühsame Ermittlung im Pizzabudenfall, die weitere Fragen aufwirft. Besonders die ausgiebigen forensischen Untersuchungen wirken hierbei langatmig, da die Details einer genauen Knochenanalyse gespickt mit allerlei Fachvokabular nur wenig interessant wirken und das Buch dadurch oftmals einfach nur ausbremsen. An manch einer Stelle liest sich "Totenmontag" daher eher wie ein Ärzteblatt denn wie ein spannender Thriller. Etwa ab der Hälfte des Buches gewinnt die Erzählung dann etwas an Tempo, da Brennan den toten Mädchen auf die Spur kommt.
Das Buch ist aus der Sicht der Anthropologin Temperance Brennan geschrieben, die wohl nicht nur zufällig den gleichen Beruf ausübt wie die Autorin Kathy Reichs, so gewinnt man als Leser den Eindruck, dass sich Reichs selbst in einen Thriller hineingeschrieben hat. Inwieweit sich Reichs und Brennan über den Beruf hinaus ähneln, wage ich allerdings nicht einzuschätzen. Mir erscheint Brennan in diesem Roman allerdings eher weniger authentisch, da sie als allzu tragisch dargestellt wird. Neben ihrer zerbrochenen Ehe, die immer wieder am Rande angeführt wird, scheint ihre Beziehung zu Ryan zu in die Brüche zu gehen, da er sich heimlich mit einer jungen Frau trifft. Auch die Untersuchung der Knochen geht nicht recht voran, schließlich stirbt die telefonische Informantin und Detective Claudel macht Brennan das Leben nicht gerade leicht. Hier erscheint die sonst eher starke Karrierefrau Brennan plötzlich schwach und bemitleidenswert, was irgendwie nicht in das Bild der intelligenten und promovierten forensischen Anthropologin passt.
Neben Tempe Brennan werden nur wenige Personen ausführlicher vorgestellt, nämlich die beiden Polizisten Ryan und Claudel und Tempes Freundin Anne. Doch reichen die Beschreibungen nicht aus, um sich ein wirklich gutes Bild von den Charakteren zu machen. Selbst von den gefundenen Skeletten erfährt der Leser leider mehr als über die handelnden Charaktere...
Kathy Reichs offenbart recht deutlich eine Vorliebe für Metaphern, so wird beispielsweise ein Steiff-Teddy als Bild für einen Knopfexperten herangezogen, an anderer Stelle spannt Brennan ihre Halsmuskeln an wie Gitarrensaiten, später vergleicht sie Montreal mit einem Fuß. Diese überschwängliche Verwendung von Bildern wirkt ab und an etwas merkwürdig. Darüber hinaus merkt der Leser recht deutlich, dass Reichs von Haus aus keine Schriftstellerin ist, denn abgesehen von den zahlreichen französischen Floskeln, die leider unübersetzt bleiben, ist die Sprache einfach und schmucklos. Kurze Sätze reihen sich aneinander, die das Buch zu einer idealen Straßenbahnlektüre machen, die nicht viel Aufmerksamkeit erfordert. Auch sind die Kapitel so kurz gehalten, dass man schnell Einschnitte findet, an denen sich das Buch beruhigt zuklappen lässt. Meist sind die Kapitelenden auch nicht so reißerisch und spannend, dass man seine Haltestelle verpassen könnte. Störend wirken in der Tat nur die medizinischen Fachausdrücke, die bei der Beschreibung der einzelnen Knochen verwendet werden, etwas weniger Details hätten hier auch ausgereicht, um sich ein gutes Bild der Skelette machen zu können.
"Totenmontag" ist ein Buch, das sich zügig durchlesen lässt und dabei auch etwas zu unterhalten weiß. Der beschriebene Leichenfund ist interessant und wirft schnell einige Fragen auf, denen Tempe Brennan nachgehen möchte. Nach und nach kommt Brennan der Lösung des Falles immer näher, verwirft allerdings zwischendurch wortlos einige Spuren, die zuvor für Spannung sorgen sollten. Auch am Ende versucht Reichs nochmals, ihre Leser zu verwirren, indem sie eine falsche Spur auslegt, doch vermag sie hier leider nicht mehr zu überraschen, da der wahre Tatbestand bereits zu offensichtlich ist. Das Buchende wirkt mir etwas zu glatt und weichgespült, denn selbstverständlich lösen sich die Beziehungsprobleme mit Ryan in Luft aus, als er die junge Dame wie vermutet als eine Verwandte vorstellt. Wen das am Ende noch überrascht, der hat wohl noch nie zuvor ein Buch gelesen. Ein solch kitschiges Ende muss am Ende eines Thrillers einfach nicht sein.
Die Thematik an sich und die wahren Hintergründe der drei Gebeine im Keller der Pizzeria sind wahrlich grausam und spannend, aus diesem schaurigen Kriminalfall hätte man wahrlich ein besseres Buch schreiben können, Kathy Reichs verspielt hier viel Potenzial, indem sie nicht recht Spannung aufbaut und ihre Leser mit zu vielen forensischen Details langweilt. Das Buch übt einfach keine Faszination aus, kann nicht mit glaubwürdigen Charakteren aufwarten und scheut sich auch vor einer Gesellschaftskritik, die am Ende vielleicht möglich gewesen wäre.
Insgesamt ist "Totenmontag" eine recht vergängliche Lektüre, das Buch ist schnell durchgelesen angesichts der schnörkellosen Sprache und des geringen Umfangs und auch schnell wieder vergessen. Der Unterhaltungswert des Buches ist absolutes Mittelmaß, die Charaktere bleiben entweder zu blass oder werden zu tragisch dargestellt, außerdem hält sich Reichs gern zu sehr mit forensischem Fachgesimpel auf. Für zwei Leseabende auf der heimischen Couch oder als kurzweilige Lektüre auf dem täglichen Weg zur Arbeit funktioniert das Buch recht gut, allerdings animiert es wenig zum Lesen weiterer Werke von Kathy Reichs.
kruemel02, 06.06.2005
Dein Bericht klingt sehr interessant. Mal sehn, wenn der Stress hier weg ist, werde ich mal wieder lesen. LG Oli
plötzlichpapa, 07.07.2005
Deiner Bewertung nach ist das Buch aber nicht so der Bruumlller. Bei der Vielzahl guter Buumlcher also auch keinen Versuch wert.
SVoigt3000, 06.06.2005
Schoumlner Bericht - wie immer. CU Stephan
ein Testbericht von Montipora2005-03-15 07:15:19vom 15.03.2005Empfehlung: ja
Die vorherigen drei Bücher um Dr. Temperence Brennan konnten m.E. nicht den Standard halten, den Kathy Reichs mit den ersten drei Büchern aus dieser Reihe selbst gesetzt hat. Mit „Totenmontag" ist sie endlich wieder auf dem richtigen Weg! Ich habe es vor einiger Zeit im Original gelesen und verschlungen:
Im siebten Buch dieser Reihe ist Tempe eigentlich nach Montreal gereist, um in einem Fall auszusagen, aber sie wird in einen anderen Fall hineingezogen: Die Skelette dreier junger Frauen wurden in einem Pizza-Schnellimbiss gefunden. Tempe ist gezwungen mit ihrem Lieblingsfeind, Detective Claudel
zusammen zu arbeiten. Claudel meint, dass es sich um historische Skelette handelt und wiegelt daher ab. Er möchte mit dem Fall nichts zu tun haben. Aufgrund der von ihr durchgeführten Untersuchungen kann Tempe aber mit Sicherheit sagen, dass die Skelette entweder aus den fünfziger, achtziger oder neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts stammen...
So wie die Herkunft der Skelette geheimnisvoll bleibt, wird auch Tempes Beziehung zu Ryan immer rätselhafter: Ryan ist zwar wie immer charmant und sexy, hat aber für Tempe kaum Zeit. Sie fragt sich daher, ob er jemand anderen kennengelernt hat.
Eine ältere Dame, die behauptet über die Skelette Bescheid zu wissen, verstirbt plötzlich. Tempes beste Freundin, die sich eine Auszeit von ihrer Ehe genommen hatte, verschwindet unvermittelt. Tempes Wohnung wird durchwühlt & verwüstet, alle Gläser und Spiegel zerstört... Um sich von den Problemen mit Ryan und ihren Ängsten abzulenken, ermittelt Tempe auf eigene Faust und gerät dabei direkt in die Höhle des Bösen.....
Fazit: Reichs hat endlich wieder zu sich gefunden. Ihr trockener Humor und ihre Wortspiele sind besser denn je. Es ist ihr wieder einmal gelungen, Erklärungen und Auflösungen geschickt in den Fall einzubringen, ohne dabei herablassend zu wirken (z.B. über das Stockholm Syndrom). Manchmal hätten die Erläuterungen allerdings ein wenig kompakter sein können. Trotzdem und trotz des langsamen Anfangs ist „Totenmontag" ein echter Pageturner und hat volle fünf Sterne verdient!
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ein Testbericht von GAWOnline19832005-03-02 10:21:42vom 02.03.2005Empfehlung: ja
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Allgemeines
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Meine erste Erfahrung mit Kathy Reichs liegt schon einige Jahre zurück. Ich brachte eines Tages – noch bevor ich Führerschein hatte – meine beste Freundin an den Bahnhof in Darmstadt. Da die Busfahrt etwas länger dauern sollte, wollte ich für die Rückfahrt unbedingt etwas zu lesen haben. Also schaute ich einmal kurz in den dort ansässigen Buchladen hinein. Bei den Krimis bzw. Thrillern stieß ich schließlich auf Grund der auffälligen Covergestaltung auf Reichs’ Erstlingswerk „Tote lügen nicht“. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich, dass ich mit Kathy Reichs
eine neue Lieblingsschriftstellerin gefunden hatte.
Seitdem verfolge ich kontinuierlich, wann ein neuer Band der Serie erscheint. Ich war zunächst am Überlegen, ob ich mir „Totenmontag“ im Original kaufen sollte. Aber irgendwie traute ich mir Reichs auf Englisch dann noch nicht so wirklich zu, da sie im Vergleich zu anderen Schriftstellerin doch einiges an Fachvokabular verwendet. Schließlich erfuhr ich, dass die deutsche Übersetzung Ende des letzten Jahres erscheinen sollte. Grund genug, das Buch auf meine Wunschliste für Weihnachten zu setzen…
Ihr bekommt von mir erst den gewohnten Kurzüberblick über den Inhalt des Buches, bevor ihr euch in dem darauf folgenden Punkt näher über den Verlauf der Geschichte und die Charaktere informieren könnt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, hoffe euch gefällt mein Bericht und ihr greift eventuell doch zu diesem Buch. Und natürlich freue mich auch wieder auf eure Bewertungen und Kommentare! :)
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Kurzinhalt
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In dem Keller einer Pizzeria findet Tempe Brennan die Skelette dreier junger Mädchen. Ihr Kollege Luc Claudel will ihr nicht glauben, dass diese neueren Datums sind. Doch das Schicksal der Mädchen lässt Tempe nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Die Wahrheit, die sie entdeckt, übertrifft dabei ihre kühnsten Erwartungen und lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.
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Inha lt
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Der Tag begann eigentlich recht gut, doch die Stimmung sollte alsbald umschlagen. Dr. Tempe Brennan, ihres Zeichen forensische Anthropologin, kam eigentlich nach Montreal um in einem Mordprozess auszusagen. Doch schließlich landet sie zusammen mit ihrem Kollegen Luc Claudel in dem Keller einer Pizzeria. Dort finden sie drei Skelette. Claudel tut das Ganze als archäologischen Fund ab, da auch ein paar antike Schmuckstücke gefunden wurden. Tempe lässt die Sache jedoch einfach nicht zu Ruhe kommen. Die ersten Untersuchungen ergeben, dass es sich bei den Skeletten um die Überreste dreier junger Mädchen handelt. Sie glaubt auch daran, dass der Todeszeitpunkt noch nicht allzu lange her sein wird. Aus diesem Grund stellt sie allerlei Untersuchungen an, um ihre These zu untermauern.
Schließlich muss Claudel kapitulieren und Tempe zustimmen. Nun beginnen sie, die Vermisstenkartei durchzuschauen. Leider ohne Erfolg, da irgendwie immer das Alter und die auch die Größe nicht zu stimmen scheint – trotz anderer auffälliger Übereinstimmungen.
Während Tempe noch über den Fall nachgrübelt, passiert auch in ihrem Privatleben einiges. Da ist zum einen die Beziehung mit dem Polizisten Andrew Ryan, die in ihren Augen im Moment nicht ganz so gut zu laufen scheint. Dies hat ihr in der Vorweihnachtszeit natürlich noch gefehlt. Zudem hat ihre beste Freundin Anne selbst Eheprobleme und beschließt, sich für ein paar Tage bei Tempe einzuquartieren. Kurz nach ihrer Ankunft wird Tempes Wohnung verwüstet. Dann verschwindet auch noch Anne und Tempe muss um ihre beste Freundin fürchten. Wer weiß, ob sie nicht in die Fänge eines Psychopathen geriet? Schließlich ist weibliche Intuition die beste und die sagt Brennan, dass der Fall mit den drei Skeletten noch nicht abgeschlossen ist und eine viel größere Sache dahinter steckt.
Auf eigene Faust beginnt Tempe nun weiterzuermitteln und bemerkt gar nicht, wie sie sich immer mehr in Gefahr beginnt… das Grauen, das sie aufdeckt, ist jedenfalls um einiges schlimmer, als sie sich je hätte ausmalen können!
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Meine Meinung
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Vor ein paar Tagen habe ich dieses Buch ausgelesen, komme aber erst jetzt dazu einen Bericht zu schreiben – der Aufbau des neuen Bücherregals nahm doch mehr Zeit als geplant in Anspruch ;-). Ich habe bisher alle Romane, die Kathy Reichs über ihre Protagonistin Tempe Brennan veröffentlichte gelesen und fand sie ausnahmslos toll. Doch ich kann schon vorwegnehmen, dass Reichs sich mit diesem Werk einmal mehr selbst übertroffen hat. Von der ersten Seite an konnte ich den Roman einfach nicht mehr aus der Hand legen
Manche mögen denken, dass zu Beginn die wissenschaftliche Seite etwas zu sehr dominiert, doch das gibt sich im Laufe des Buches. Reichs ist eben sehr daran gelegen, dem Leser die Geschichte so authentisch wie möglich beizubringen. Und so erfährt man einiges über die wissenschaftliche Arbeit einer forensischen Anthropologin. Zudem gibt diese Vorgehensweise dem Leser das Gefühl, dass der Roman wirklich sehr gut fundiert ist – was daher rühren mag, dass Kathy Reichs neben ihrer Autorentätigkeit diesen Beruf selbst ausübt und sich von ihren Fällen zu den Romanen inspirieren lässt. Dies übrigens nur als kleine Anmerkung am Rande, aber gegen Ende des Buches erläutert Kathy Reichs in einem Schlusswort auf welchen Fakten ihr aktueller Roman aufbaut. Selbst wenn die Details schließlich nicht stimmen, den Skelettfund gab es wirklich. Nur waren diese Menschen schon vor langer Zeit umgekommen. Reichs ließ diese Idee jedoch nicht mehr los und sie verband diese Erlebnisse zu einer Geschichte, in der sie ihrer Fantasie freien Lauf ließ.
Es dreht sich aber in diesem Buch nicht nur um ihren aktuellen Fall, vielmehr kommt auch ihr Privatleben etwas voran. Diese Komponente ist für mich sehr wichtig, da ich letztendlich nicht einfach nur Action und eine waghalsige Aktion nach der anderen geboten haben möchte. Durch diese Beschreibungen gewinnen Reichs’ Figuren, allen voran Tempe Brennan, Andrew Ryan und Tempes beste Freundin Anne sehr an Tiefe. Außer Acht werden aber auch nicht die Personen von Luc Claudel und anderen gelassen. Kathy Reichs schafft es einfach ihren Romanfiguren etwas Menschliches anhaften zu lassen, so dass man sich wunderbar in diese hineinversetzen und mit ihnen fühlen kann. So ergreift den Leser auch vollends die Spannung und man gar nicht erwarten zu erfahren, wie der Roman schließlich endet.
Aber auch der Humor fehlt an einigen Stellen nicht und hellt so das düstere Thema, mit dem Kathy Reichs sich beschäftigt etwas auf – so zum Beispiel bei Tempes waghalsiger Aktion am Ende des Romans oder in ihrer Beziehung mit Andrew Ryan. Ich möchte jetzt selbstverständlich noch nicht zu viel verraten, da die beiden angesprochenen Szenen in einem Kontext erläutert werden müssten, der schließlich interessierten Lesern die Spannung nehmen würde. So müsst ihr euch daher mit Andeutungen und der Aussage zufrieden geben, dass Reichs damit wunderbar das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Elementen eines Buches hält.
Nun aber noch einmal zurück zu dem eigentlichen Fall der drei Skelette, mit denen Tempe sich beschäftigt. Reichs schafft es dabei wunderbar, die Spannung kontinuierlich aufzubauen. Sie legt dabei verschiedene Spuren, so dass man einmal jenen und dann einen anderen verdächtigt. Aber selbst als man denkt, dass der Fall gelöst wäre, ist es noch nicht vorbei. Man vermutet zwar einiges, doch die Wahrheit ist viel grausamer als man während des Lesens dachte. Zeitweise erinnerte mich das Ende leicht an „Die Geduld der Spinne“ von Jonathan Nasaw – aber um die Spannung nicht rauben, möchte ich auf diesen Vergleich nicht näher eingehen. Aber selbst wenn sich Parallelen aufzwängen, so ist Reichs etwas Eigenes gelungen, das einen nicht mehr so schnell schlafen lassen wird. Man kann letztendlich schon sagen, dass der neue Roman etwas härter als die andere ausgefallen ist – insbesondere was schließlich die Rolle der Opfer angeht. Zartbesaiteten würde ich daher auch von der Lektüre abraten. Mir hingegen hat das Lesen wirklich Freude bereitet und ich kann auch Neulingen nur zu diesem Roman raten.
Vorkenntnisse braucht man eigentlich nicht unbedingt. Kathy Reichs hat nämlich das Talent so zu schreiben, dass auch Neueinsteiger mit ihren Romanen wunderbar zu Recht kommen. Aber vielleicht allein um des Vergnügens willen sollte man mit der Reihe von vorne beginnen.
Von mir gibt es jedenfalls fünf Sterne und ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre, solltet ihr euch für dieses Buch entscheiden.
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Da s Buch
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„Totenmontag“ erschien in Deutschland erstmals im Dezember 2004 bei Blessing. Unter dem Originaltitel „Monday Mourning“ erschien das Werk im gleichen Jahr bei Scribner in New York. Der Roman umfasst 384 Seiten und ist unter der ISBN 3-89667-248-7 für 20,00 Euro im Handel erhältlich. Die Übersetzung aus dem Englischen wurde von Klaus Berr vorgenommen.
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Di e Autorin
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Die Autorin Kathy Reichs wurde in Chicago geboren und lebt mittlerweile in Quebec. Sie ist eine von nur fünfzig zugelassenen forensischen Anthropologen in Kanada.
(Quellenangabe: Autorinneninfo in "Mit Haut und Haar")
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Mehr von Kathy Reichs
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1. Tote lügen nicht
2. Knochenarbeit
3. Lasst Knochen sprechen
4. Durch Mark und Bein
5. Knochenlese
6. Mit Haut und Haar
7. Totenmontag
8. Cross Bones (auf Englisch angekündigt für Ende Juni 2005)
mummlerin, 02.03.2005
fuumlr den spannenden und ausfuumlhrlichen Bericht.Auch mich laumlsst Kathy Reichs nicht mehr los. Also auf in den Buchladen :- Gruszlig Mummlerin