Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter
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Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter
Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter
Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter

Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter

 (Taschenbuch)
Platz 578 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Der". Roger de Lunel hat sich dem ersten Kreuzzug nach Jerusalem nicht nur aus christlich-ritterlichen Motiven angeschlossen, sondern vor allem, um Buße zu tun für ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,90 / 5,00 (2.9 von 5)

Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter gebraucht & neu

Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 2,90 / 5,00 (2.9 von 5)
von 60% aller Autoren empfohlen (3/5).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • interessante Nebengeschichten, Einblick in den 1. Kreuzzug
  • realitätsnäher geht`s kaum
  • zeitnah, spannend und fesselnd
  • wenig
Nachteile/Kritik
  • kein Tagebuch sondern ein erfundener Roman
  • nichts
  • Manchmal etwas langwierig, schwierig zu lesen
  • weitaus mehr
  • mehr
templerthomas

Ein interessanter Roman - leider basierend auf einer Lüge

ein Testbericht von 2008-02-05 00:56:09 vom 05.02.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Nebengeschichten, Einblick in den 1. Kreuzzug...
Nachteile/Kritik: kein Tagebuch sondern ein erfundener Roman
Unterhaltsam aber historisch komplett daneben.

Nachdem ich auch "Der Kreuzritter" gelesen habe möchte ich mich auch dazu äußern.
Ganz so schlecht ist dieses Buch meiner Ansicht nach nicht.
Zumindestens nicht so schlecht wie "Die Königin von Jerusalem".
Das Buch ist durchaus unterhaltsam, die historischen Fehler nicht so eklatant.


Inhalt:

Der Inhalt ist schnell erklärt.
Der Plot des Buches geht davon aus dass ein Amerikaner das Tagebuch seines provenzalischen Vorfahren des Adligen Roger de Lunel findet.
Dieser schloss sich angeblich dem ersten Kreuzzug nach Jerusalem an. Das Buch wird gefunden und fortan wird das Tagebuch zitiert.

Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Länder Südosteuropas, Byzanz und Vorderasiens, die viele Gefahren und Strapazen birgt, sondern auch manch erotische Verlockung und Liebe. Es gibt dabei auch überraschende Wendungen und sehr unterhaltsame Schilderungen.

Das Buch endet nicht mit der Eroberung Jersulems sondern (soviel ist logischerweise nichts verraten) - der Heimkehr des Protagonisten. Ob dies als Held oder als tragische Figur geschieht muss jeder selber herausfinden.


Eigene Meinung, Fehler, Betrachtung

Das Buch ist an und für sich unterhaltsam, es ist zügig zum Lesen, es gibt interessante Handlungsstränge - daher ist es kein schlechtes Buch. Ein Meisterwerk?
Sicherlich nicht, lediglich ein mittelmässiger Roman.

Bezüglich dem ersten Kreuzzug passieren dem Autor dann einige Fehler und dies ist umso tödlicher als er am Anfang dem Leser auftischt es handle sich bei dem Buch um eine Übersetzung des Tagebuchs eines Vorfahren der beim Kreuzzug dabei war.
Eindeutig erfunden. Man könnte auch gelogen sagen.

Wieso er dies gemacht hat kann ich nicht beurteilen. Vielleicht kann mir das hier jemand erklären der ciao Berichte klaut und hier unter seinem/ihrem Namen veröffentlicht ;-)

Nun, es zerstört den guten Eindruck des Buches. Ansonsten wäre es - trotz kleiner historischer Fehler - ein 4 Sterne Buch geworden.

Die historischen Fehler wurden schon besprochen, ich gebe sie aber nochmals komprimiert wieder:
- ein Schotte lauft im Kilt umher. Interessant den gab es nämlich erst im 16. Jahrhundert.
Oder war er ein modischer Trendsetter im 11. Jahrhundert ?

Dazu noch frei erfundene Massaker, Scharmützel die es nicht gab - allerdings keine groben Fehler für mich.
Die Kanibalismusvorwürfe? Dies ist Propaganda und hat es zumindestens in der erwähnten Schlacht laut den Historikern nicht gegeben.

Für jeden dessen Geschichtswissen über ein gewisses Niveau hinausgeht bzw. wer ein Buch kritisch hinterfragen kann ist dies alles ein Ärgernis.
Dafür unterhält dieses Buch über weite Strecken sehr gut.

Es gibt auch sehr interessante Dialoge daher doch noch ein "MITTEL", 3 Sterne als Bewertung. Mittelmässig in dem Sinne das der Durchschnitt der historischen Romane- Autoren historisch auch nicht besser informiert ist.

Sprachlich und inhaltlich ist dieses Buch über dem Durchschnitt.

Am meisten ärgert mich abschließend betrachtet aber doch die Lüge es sei basierend auf einem historischen Tagebuch und die fehlerhaften Angaben zu den Ereignissen des ersten Kreuzzuges der zu einem primitiven Plündererzug verkommt.
Dafür hätte das Buch dann doch wieder ein "Schlecht" verdient.

Fazit: bedingt empfehlenswert
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
herbertschmidt88

Ein miserables Buch

ein Testbericht von 2010-04-06 17:26:34 vom 06.04.2010
Empfehlung: nein
Vorteile: wenig...
Nachteile/Kritik: mehr
Hervorragende amazon Kritiken bewogen mich zum Kauf dieses Buches.

Kurzbeschreibung
Ins tiefste Mittelalter führt uns das Tagebuch des provenzalischen Adligen Roger de Lunel, der sich dem ersten Kreuzzug nach Jerusalem angeschlossen hat. Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch unbekannte und exotische Länder, die nicht nur viele Gefahren und Strapazen birgt, sondern auch manch erotische Verlockung. (klingt doch ganz gut lt. amazon.de)
Was für ein Fehlkauf.

Der Autor tischt uns auf das er in Frankreich das Tagebuch seines Vorfahren fand der beim ersten Kreuzzug mitmachte.
Wunderbar. Aber leider eine Lüge. Selbst als historisch mittelmässig gebildeter Mensch entdeckte ich dutzende von Fehlern !!!
Die Kleidung der Ritter wird falsch dargestellt, ein Schotte lauft im Kilt umher (den es damals noch gar nicht gab), Boemund de Tarant wird als Witzfigur dargestellt die er sicher nicht war, der Kreuzzug geht bei Rivelle eine andere Route als die historisch verbürgte, Massaker werden erfunden die es nicht gab, Ritter laufen in Fellen umher, die stolzen, eitlen, Normannen werden als Wikinger verunglimpft, rundherum historische Fehler. ich kam auf über 30 Fehler und verlor dann die Lust weiterzuzählen.

Der Autor kann ja erfinden was er will aber er darf nicht behaupten es sei historisch war.
Der Autor tischt uns allen eine Lüge auf das ist unverzeihlich.
Es stimmt nicht das die Tafur oder die Kreuzritter Menschenfleisch gegessen haben, es ist lächerlich wie der Autor die Türken darstellt, die Figuren entspringen 3 Groschen Romanen und alle außer den Südfranzosen (die der Autor mag) sind abstossend.

Der Autor hat nur eine oberflächliche Ahnung vom ersten Kreuzzug und verwurstelt ein Mythos nach dem anderen. Zudem passieren ihm massenweise Inhaltsfehler. Sogar falsche Jahresdaten!
Taschenbuch: 526 Seiten
Verlag: Heyne (Mai 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453470184
ISBN-13: 978-3453470187
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 4,2 cm

PS Der Bericht erschien bei ciao unter meinem damaligen Nickname kingoflazywriters. Mittlerweile schreibe ich nur noch für dooyoo.de und yopi.de
..

Fazit: nicht empfehlenswert
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
bigmama
bigmama, 14.04.2010
LG Anett
sigrid9979
sigrid9979, 06.04.2010
Liebe grüsse Sigrid
Striker1981
Striker1981, 21.05.2010
SH und Liebe Grüße vom STRIKER
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kingoflazywriters

Ein miserables Buch

ein Testbericht von 2010-03-03 09:08:10 vom 03.03.2010
Empfehlung: nein
Vorteile: wenig...
Nachteile/Kritik: weitaus mehr
Hervorragende amazon Kritiken bewogen mich zum Kauf dieses Buches.

Kurzbeschreibung
Ins tiefste Mittelalter führt uns das Tagebuch des provenzalischen Adligen Roger de Lunel, der sich dem ersten Kreuzzug nach Jerusalem angeschlossen hat. Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch unbekannte und exotische Länder, die nicht nur viele Gefahren und Strapazen birgt, sondern auch manch erotische Verlockung. (klingt doch ganz gut lt. amazon.de)
Was für ein Fehlkauf.

Der Autor tischt uns auf das er in Frankreich das Tagebuch seines Vorfahren fand der beim ersten Kreuzzug mitmachte.
Wunderbar. Aber leider eine Lüge. Selbst als historisch mittelmässig gebildeter Mensch entdeckte ich dutzende von Fehlern !!!
Die Kleidung der Ritter wird falsch dargestellt, ein Schotte lauft im Kilt umher (den es damals noch gar nicht gab), Boemund de Tarant wird als Witzfigur dargestellt die er sicher nicht war, der Kreuzzug geht bei Rivelle eine andere Route als die historisch verbürgte, Massaker werden erfunden die es nicht gab, Ritter laufen in Fellen umher, die stolzen, eitlen, Normannen werden als Wikinger verunglimpft, rundherum historische Fehler. ich kam auf über 30 Fehler und verlor dann die Lust weiterzuzählen.

Der Autor kann ja erfinden was er will aber er darf nicht behaupten es sei historisch war.
Der Autor tischt uns allen eine Lüge auf das ist unverzeihlich.
Es stimmt nicht das die Tafur oder die Kreuzritter Menschenfleisch gegessen haben, es ist lächerlich wie der Autor die Türken darstellt, die Figuren entspringen 3 Groschen Romanen und alle außer den Südfranzosen (die der Autor mag) sind abstossend.

Der Autor hat nur eine oberflächliche Ahnung vom ersten Kreuzzug und verwurstelt ein Mythos nach dem anderen. Zudem passieren ihm massenweise Inhaltsfehler. Sogar falsche Jahresdaten!
Taschenbuch: 526 Seiten
Verlag: Heyne (Mai 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453470184
ISBN-13: 978-3453470187
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 4,2 cm

PS: Dieser Bericht erschien von mir auch schon auf amazon und ciao.de immer unter dem gleichen Namen

Hier bin ich erst jetzt aktiv, freue mich aber auf Lesungen :-)
...
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Kommentare
sigrid9979
sigrid9979, 03.03.2010
Liebe Grüße wünscht Sigi
wusi
wusi, 03.03.2010
sh und sonnige grüße wusi
minasteini
minasteini, 03.03.2010
Herzlich Willkommen hier. Freue mich über Gegenlesung. LG Marina
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Doro1975

Der etwas andere Roman

ein Testbericht von 2005-08-29 14:17:25 vom 29.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: zeitnah, spannend und fesselnd...
Nachteile/Kritik: Manchmal etwas langwierig, schwierig zu lesen
Hallo, heute möchte ich von einem historischen Roman berichten, den man zur Zeit wieder in jedem Buchladen finden kann. Er heißt "Der Kreuzritter" von Stephen J. Rivelle. Da es sich hier, wie in der Überschrift schon erwähnt, um einen etwas anderen Roman handelt, werde ich auch den Bericht diesmal ein wenig anders schreiben. Diesmal wird die Story nur einen geringen Teil des Berichtes einnehmen, aber lest selber.


Idee und Vorarbeit:
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Der Autor Stephen J. Rivelle ist Amerikaner, seine Vorfahren stammten allerdings aus Frankreich. Er studierte an der Aix-en-Provence Universität in Frankreich. Hier wird er von einem Professor angesprochen , der ihm sagt, das sein Nachname sehr alt sei und wahrscheinlich aus der Gegend um Lyon stamme. Viele Jahre später, erinnert sich Rivelle daran und macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln.Er findet heraus das einer seiner Urur....urahnen, der berühmte Roger de Lunel, auch l'Escrivel genannt, war. Er bekommt von dem Pfarrer , der Heimatgemeinde seines Vorfahrens, das Tagebuch des Mannes ausgehändigt. Dieses Buch wurde seit Jahrhunderten von Pfarrer zu Pfarrer weitergeben, bis irgendwann einmal ein Nachfahre auftauchen würde. Dieses Buch lag jahrelang, abgeschlossen in einem Fach unter dem Altar.
Es dauerte fünf Jahre, bis es Rivelle gelungen war, das Tagebuch aus dem Provenzalischen ins Englische zu übersetzen. Dabei hatte er natürlich Hilfe. Ebenso verweist er darauf, das in der Übersetzung kleine Fehler aufgetreten sein könnten.
Und diese, seine Übersetzung liegt nun als das Buch "Der Kreuzritter" in unseren Buchläden.


Das Buch:
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Da Yopi hier das Bild einer älteren Ausgabe eingestellt hat, hier die Beschreibung meiner Auflage.
Die vorherrschende Farbe dieses Buches ist rot. Man sieht eine antike Kampfszene mit Rittern auf Pferden. Das meiste der Szene sieht man nur vage, da es in der roten Farbe untergeht. Deutlich erkennt man nur 4 Ritter. Drei sitzen auf Pferden, wobei man aber nur ein Pferd sieht, sie halten Lanzen in den Händen und tragen Helme. Der vierte Kämpfer ist zu Fuß, ohne Helm und mit einem Schwert in der Hand zu sehen. Er wurde von einem Pfeil getroffen, der noch in seiner Brust steckt. Der Reiter mit dem Pferd ist in das typische weiße Gewand der Kreuzritter gekleidet.
Es handelt sich bei bem Bild um einen Ausschnitt aus dem Gemälde "Die Einnahme von Beirut durch die Kreuzritter 1197" von Alexandre- Jean- Baptiste Hesse.
Es ist ein Taschenbuch mit 526 Seiten, die in die einzelnen Tagebucheinträge unterteilt sind.
Der Roman wurde vom Heyne- Verlag herausgebracht und vonStephen J. Rivelle geschrieben.
Der orginal Titel lautet: A BOOK OF DAYS
Die erste deutschsprachige Ausgabe kam 1996 heraus, meine, die neueste Ausgabe 2005.
Der Preis liegt bei 8,95 Euro
ISBN: 3-453-47018-4


Die Story:
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Der Baron Roger de Lunel ist ein junger Mann, ende zwanzig. Er ist verheiratet, die Ehe ist aber kinderlos. Für seine Frau Jehanne ist es die zweite Heirat. Ihr erster Mann nahm sich das Leben, nachdem er seine Frau inflagranti mit Roger erwischt hatte. Da Roger ein sehr gäubiger Mensch ist, kann er mit dieser Last auf der Seele, nur schwer leben. Für ihn ist es ein schlechter Stern, der über seine Ehe schwebt.
Als der Aufruf zum ersten heiligen Kreuzzug ihn erreicht, ist er sofort Feuer und Flamme. Nicht nur, weil die Kirche den Ablass aller Sünden einräumt, sondern auch um vor seiner Ehe zu fliehen. Der Weg führt durch Italien, Griechenlang, Mazedonien nach Konstantinopel und schließlich Richtung Jerusalem.Auf der Reise lernt er Menschen vieler Rassen und Konfessionen kennen. Wird er die heilige Stadt erreichen? Kann er den Versuchungen der Reise wiederstehen? Wird der Kreuzzug von Erfolg gekrönt sein? Und wird er jemals in seine Heimat zurückkehren?
Das und viel mehr beschäftigt einen das ganze Buch über. Aber mehr möchte ich eigentlich nicht verraten ( von den Kreuzzügen hat sowieso schon jeder gehört), sonst würde ich euch ja die Spannung nehmen.


Meine Meinung:
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Ich finde es bei diesem Buch äußerst schwierig eine genaue Meinung zu haben. Dafür gibt es viel Positives aber auch einiges Negative. Ich werde es heute einfach mal unterteilen und fange mal mit dem Negativen an:
Das Buch ist relativ schwer zu lesen.Es gibt unheimlich viele Fußnoten, um die alten Begriffe ober Gebiete, zu erklären. Auch der Sprachgebrauchist eher etwas veraltert. Was ja bei dem "ursprünglichen" Autor kein Wunder ist.
Das Buch ist in der Ich- Form geschrieben, was für mich sowieso nicht gerade prickelnd ist. Ich finde, dadurch kann man sich kein so richtiges Bild von der Person machen. Natürlich erfährt man viel von seinen Gedanken, Ängsten und Hoffnungen, aber die objektive Betrachtungsweise Aussenstehender fehlt.
Außerdem ist das Buch an manchen Stellen richtig krass geschrieben. Die Vorurteile von gegenüber anderen Rassenund Religionen kann einem echt Angst machen. Aber leider gibt es diese Vorurteile ja leider heute noch teilweise, darum bringt einen Stephen J. Rivelle einen hier ganz schön zum grübeln.
Ein Nachteil dieser Schreibweise in Tagebuchform ist natürlich auch die einseitige Betrachtungsweise, der Ereignisse. Ich hätte gerne auch was mehr von der anderen Seite erfahren, das wäre bestimmt interessant.
Nun komme ich aber mal zu den Vorzügen des Buches:
Es zeigt ganz klar die damalige Zeit. Es wird wenig verfälscht und man bekommt einen guten Einblick über den Glauben, das Leben und auch über das sterben.
Der Autor hat es geschafft, einen in eine Zeit hereinzuziehen, die man vorher noch nicht kannte. Sie ist faszinierend, schön aber auch sehr beängstigend.
Der Roman ist sehr detailiert und genau, für mich sogar manchmal zu genau, daher kann man sich ein genaues Bild machen. Jemand der sich für diese Zeit interessiert, kann hier noch eine Menge über sie erfahren.
Nun möchte ich noch einige allgemeine Sachen über dieses Buch erzählen:
Die Hauptperson Roger de Lunel wird einem im Verlauf des Buches immer symatischer. Er ist nicht wie die anderen Kreuzritter sondern er macht sich schon seine Gedanken. Vorallem über die anderen Religionen, über welche er genau nachdenkt. Letztendlich hat er aber nicht den Mut seine Gedanken öffentlich zu machen und zieht doch immer mit den anderen mit.
Auch die Macht der Kirche tritt hier mal wieder deutlich hervor. Sie hat die Macht den Sündenablass einzuräumen und die Männer zu Schlacht aufzurufen. Die Kirche der damaligen Zeit ist wahnsinnig intolerant und nur ihre Meinung zählt.
Der Begriff Sünde kommt in diesem Buch häufig vor, damals war eigentlich alles eine Sünde. Gott sei Dank lebe ich heute.
Die Spannung in diesem Buch finde ich mäßig, weil alles doch recht vorhersehbar (durch die regelmäßigen Tagebucheinträge) ist, aber ich würde sagen, das Buch ist sehr faszinierend.


Mein Fazit:
--------------
Ich glaube, das ist kein Buch für jederman. Wenn sich jemand für diese Zeit interessiert und einen genauen Einblick wünscht, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Aber wer mal eben eine leicht Lektüre zum Entspannen sucht, der sollte dieses Buch besser im Regal lassen.
Ich habe diesem Buch auch nur 3 Sterne gegeben, weil ich denke, es ist sehr speziell.


Ich hoffe ich konnte euch auch dieses Buch etwas näher bringen und freue mich auf eure Kommentare.


Eure Doro1975 für Yopi und Ciao!
...
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Kommentare
campimo
campimo, 15.01.2007
.. SH LG ..
feldhase
feldhase, 30.08.2005
Ein ganz toller, ausfuumlhrlicher Buchbericht. LG vom Feldhasen
Jacqui01
Jacqui01, 14.03.2006
sh
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galeria

Ein Schlachtenbericht aus erster Hand

ein Testbericht von 2004-06-02 13:28:35 vom 02.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: realitätsnäher geht`s kaum...
Nachteile/Kritik: nichts
Wie oft wünscht man sich, man wüsste was über seine Vorfahren, wer sie waren, wie sie gelebt haben, was sie dachten. Stephen Rivelle hatte das Glück, in Frankreich durch einen Zufall auf das geheime Tagebuch seines Ahnen zu stoßen, ein nahezu lückenloser Schlachtenbericht aus den Jahren 1096-1099, denn Roger l`Escrivel, Baron von Lunel, war einer der Heerführer der Kreuzzüge ins Heilige Land. Und sein Tagebuch beinhaltet nicht nur die grausamen Kriege in aller Schonungslosigkeit, sondern auch das Werden, Wachsen und auch den Fall dieses einstigen Heerführers. Seine Gedanken, Gefühle, seine inneren Kämpfe, die er mit sich ausfocht, gibt diesem uralten Buch einen ganz besonderen Platz in der Geschichte und wird für mich zu einer Einmaligkeit.

Ein seit fast 900 Jahren verschlossener Kasten in der kleinen Kirche zu Lunel beinhaltete das Tagebuch und wartete auf den Nachfahren Roger l`Escrivel`s. Und Stephen Rivelle wäre kein Schriftsteller, wenn er diesen wertvollen Zeitzeugen nicht übersetzte und veröffentlichte. Fast 5 Jahre hat er dazu gebraucht, bis er mit Hilfe von Fachleuten die altprovenzalische Sprache sinnvoll umwandelte, so dass sie jedermann zugänglich sein konnte. Und so kam dieses Tagebuch eben auch in meine Hände.

Die Geschichte beginnt mit den Aufzeichnungen der Tage kurz bevor Roger von Lunel sich aufmachte, als Kreuzritter das Heilige Land zu befreien. Erst stellt er kurz sein bisheriges Leben vor als spräche er mit uns. Und dann kam der Abschied von Frau und Mutter. Und voller Hoffnungen und Träume, voll vom Glauben erfüllt, beginnt sein langes Martyrium. Er war nur drei Jahre weg, ging als junger Mann, kam aber uralt und gebrochen wieder in die Heimat. Seine Erlebnisse waren vom heutigen Standpunkt aus nicht zu ertragen, aber die damalige Zeit war eben so und nicht anders und so war auch der Mensch, so denke ich, belastbarer.

Und so schonungslos brutal, wie die Kreuzritter im Heiligen Land hausten, so offen spricht Roger in seinem Tagebuch, ebenso verheimlicht er uns in keinster Weise seine Gefühle, seinen Glauben zu Gott, den er immer öfter anzweifelt, je weiter er von zu Hause weg ist. Auch seine intimsten Gedanken bekommen wir zu lesen, es ist in jedem Fall ein Tagebuch, wo sich ein Mensch mit allertiefster Seele auslassen kann. Und das tat Roger von Lunel zur Gänze.

Dieses Buch wird jeden Leser nachhaltig beeindrucken. Wer zart besaitet sein sollte, dem rate ich ab, dieses Buch zu lesen, denn Gewalt, Blut und die ganze Härte eines Krieges werden hier offenbart. Es stellen sich mir folgende Fragen: Wie grausam kann ein Mensch sein? Wie abgebrüht kann ein Mensch sein, wie eiskalt und bar jeglichen Mitleids? Und wieso das Alles nur wegen einem unerschütterlich starken Glauben? Aber nicht der Glaube macht die Kriege sondern der Mensch selbst. Und NUR ein Mensch ist dieser Gewalttaten fähig, niemals ein Tier. Nicht nur das Denken unterscheidet den Menschen vom Tier, sondern auch seine Grausamkeit. Oder stützt sich gerade diese Grausamkeit auf das Denken? Wie sonst kann man sich wohl den Ideenreichtum erklären, den der Mensch an den Tag legt, um seine Feinde zu quälen?

Und wenn einer sagt, diese Grausamkeiten waren tagtäglicher Lebensinhalt im Mittelalter, so waren es doch genauso Menschen wie wir heute, und auch heute ist der Mensch noch keinen Schritt weiter gekommen. Und was mich immer noch wundert, für jede Tat im Namen Gottes haben die Geistlichen immer einen Spruch drauf, der alles wieder ins Reine bringt. Widerlich kann ich nur sagen.

Roger von Lunel machte Unheimliches durch, vor allem sein Kampf mit sich selbst. Ist dies wirklich von Gott gewollt? Wieso lässt Gott das zu? Zweifel, die Roger belasten.

Für mich selbst war dieses Buch ein faszinierender, aber auch ein harter Trip durch die Hölle eines Krieges. Und die ganze Zeit über war ich von dem Gedanken beseelt, das hier ist wirklich mal so gewesen, das ist kein historischer Roman wie sonst, wo nur ein Teil sich an historische Fakten hält, der Rest dazugesponnen ist. Das Tagebuch hier ist absolute Realität, was da vor mir liegt. Ich sag nur: Gänsehauteffekt.

Vielen Dank fürs Lesen,

eure Galeria.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-5 von 5  Belletristik Romane & Erzählungen - Der
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Produktbeschreibung Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter (Taschenbuch)

Technische Daten und Produkteigenschaften
Roger de Lunel hat sich dem ersten Kreuzzug nach Jerusalem nicht nur aus christlich-ritterlichen Motiven angeschlossen, sondern vor allem, um Buße zu tun für die Sünden, die er in seinem jungen Leben auf sich geladen hat. Doch auf der abenteuerlichen Reise durch unbekannte und exotische Länder sieht sich der Edelmann nicht nur ungeahnten Strapazen ausgesetzt, sondern auch erotischen Verlockungen, die sein eigentliches Ziel der christlichen Sühne durchkreuzen...
Allgemeine Informationen Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter
ISBN: 3453131320
EAN: 9783453131323
gelistet seit: 10.06.2004
Hersteller: Rivelle, Stephen J.
weitere Rivelle, Stephen J. Belletristik Romane & Erzählungen - Der
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,90 / 5,00
Allgemeine Informationen
Maße (L x B x H): 186 x 129 x 40 
Details
Abbildungen: Mit Ktn. 
Ausgabeformate: Taschenbuch 
Erscheinungsjahr: März 1998 
Gattung: Roman 
Hersteller / Verlag: Heyne Verlag, München 
Kurztitel: Rivelle, S: Kreuzritter 
Schlagworte: Amerikanische Belletristik / Historischer Roman, Erzählung;Kreuzzug;Kreuzfahrer;Kreuzritter;Ritter / Kreuzritter; 
Seitenzahl: 526 
Untertitel: Das Tagebuch des Roger von Lunel. (_Tb) 
Unverbindliche Preisempfehlung: 8.95 
Übersetzer: Aus d. Englischen v.: Schatzhauser, K. 
Stephen J. Rivelle: Der Kreuzritter (Taschenbuch) im Vergleich
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