Römisch-Germanisches Museum
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Römisch-Germanisches Museum

Platz 65 in der Kategorie "Köln". Typ: Museum / ...mehr
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Römisch-Germanisches Museum Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
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Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Prächtige Mosaike, gut sortierter Museumsshop
Nachteile/Kritik
  • Sonderausstellung
Travelwriter

Das Römergrab im Schaufenster

ein Testbericht von 2004-01-31 23:09:26 vom 31.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Prächtige Mosaike, gut sortierter Museumsshop...
Nachteile/Kritik: Sonderausstellung
Auf meinen Reisen zu den römischen Spuren mußte ich natürlich auch mal nach Köln kommen, jener Stadt wo noch ganze Türme und Kanäle von den alten Römern berichten. Ich selbst möchte nun auch berichten, und zwar vom römisch-germanischen Zentralmuseum:

LAGE

Das römisch germanische Zentralmuseum in Köln ist sehr leicht zu finden, den es befindet sich direkt neben dem Kölner Dom auf dem Roncalli Platz. Dort hat auch der Back Packer mit schmalen Budget sein Erfolgserlebnis, den zwei der prächtigsten Ausstellungsstücke sind von außen durch die Fenster einsehbar. So kann man das riesige Grabmal eines römischen Bürgers und das Dionysos Mosaik auch bei geschlossenem Museum bewundern. Zusätzlich gibt es jede Menge weitere Römersteine im Durchgang zum Museum zu betrachten und neben dem Museum ist sogar ein Teil der alten römischen Hafenstraße freigelegt.

PARKEN

Gleich hinter dem Museum befindet sich eine öffentliche Tiefgarage.

EINTRITT

Der Eintritt betrug 3,60 Euro (Vollpreis). Angesichts des breiten Angebots halte ich den Preis für okay.

MUSEUMSSHOP

Der Museumsshop birgt wirklich ein großes Angebot sowohl für Alt und Jung. So kann man Bastelbögen für römische Kastelle genauso kaufen, wie Plastikfigurinen von Römern, um die Kastelle auch zu verteidigen. Das Bücherangebot bietet neben einem breiten Angebot von Fachliteratur auch Romane von so berühmten Kennern der römischen Sitten wie etwa Hans Dieter Stöver. Da sich der Museumsshop außerhalb des Ausstellungsbereiches befindet, steht einem Besuch des Shops auch ohne Besuch des Museums nichts im Wege.

GARDEROBE/FOTO

Die Garderobe war von drei wackeren Damen bewacht, die gegen 50 cent bereit waren meine Jacke aufzubewahren. Meinen Fotoapparat bekamen sie aber nicht, den im Museum ist das Fotografieren ohne Blitz erlaubt.

WC/MOBILITÄT

Die Toiletten im Erdgeschoß waren in meinen Augen allerdings eine mittlere Katastrophe, sie waren in einem für mich völlig unverständlichen blauen Licht getaucht. Da bleibt man wirklich nur so lange wie man unbedingt muß. Es gibt aber auch Toiletten im Kellergeschoß, die schon etwas besser aussahen. Leider sind nicht alle Ausstellungsbereiche mit Rollstühlen erreichbar, im Untergeschoß gibt es einige Stufen und im Obergeschoß gibt es eine Sammlung von Öllampen, die ebenfalls nur über Treppen erreichbar sind. Für Menschen die auch gerne mal sitzen finden sich im Museum große Bänke.

AUSSTELLUNG

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wer sich für das zivile Leben der Römer interessiert ist hier gut aufgehoben. Es gibt alles mögliche über das Mobilar, die Küchengegenstände, die Hygieneartikel, dem Schmuck der Römer zu sehen. Was hingegen kaum besprochen wird sind geschichtliche Zusammenhänge, politische und kriegerische Ereignisse, Details über die römische Armee. Wer sich für solche Details interessiert findet wohl mehr in den Ausstellungen in Aalen oder im Römisch Germanischen Zentralmuseum in Mainz.

Bemerkenswert ist für mich, das ein Großteil der Beschriftung dreisprachig ausgeführt ist. Dabei wird allerdings das Meiste in Deutsch beschrieben, während in Englisch und Französisch lediglich Zusammenfassungen angeboten werden.

Sehenswert sind zweifellos die prächtigen Mosaike, die das Museum sein eigen nennen kann. Natürlich wußte ich schon immer, daß die römischen Villen mit sehr schönen Mosaiken ausgestattet waren. Aber wie sie konkret ausgesehen haben, konnte ich erst in diesem Museum erfahren. Dabei handelt es sich aber nicht um einige gekrümmte Bruckstücke aus irgendwelchen Ruinen sondern nahezu vollständige Mosaike mit Köpfen und Tieren in einer Größe von mittleren Sälen.

Eines dieser Mosaike befindet sich übrigens mehr oder weniger in seiner ursprünglichen Fundlage, den das Museum wurde an der Stelle einer ehemaligen römischen Villa gebaut. Wo genau sich diese Villa im römischen Köln befand, konnte ich an Hand eines sehr aussagekräftigen Gemäldes im Untergeschoß des Museums erkennen. Dort war auch gut erkennbar, das sich der berühmte Kölner Dom genau auf jener Stelle befindet, wo sich zu Zeiten Roms schon eine christliche Kirche befand.

Aber auch die Rekonstruktion eines römischen Reisewagens empfand ich als sehr aufschlußreich. Leider darf man sich nicht in den Wagen rein setzen, aber Details wie zum Beispiel die Aufhängung können aus nächster Nähe betrachtet werden.

Kurios finde ich ja immer die Reste der Rheinbrücken, die es auch in diesem Museum zu sehen gibt. Bekanntlich schlugen die Römer ja die ersten Brücken über den Rhein und Reste davon zog man doch tatsächlich bei Köln und Mainz aus dem Wasser. Wie so ein römisches Brückenteil aussieht konnte ich also hier mal in Ruhe erforschen.

Als Freund der experimentellen Archäologie gefiel mir auch die Möglichkeit im Untergeschoß an Kursen teilzunehmen wo man z.B. römische Öllampen herstellt. Diese Kurse sind vor allem für Schulklassen angedacht.

Die Römerzeit ist aber nicht die einzige Zeit in diesem Museum. So werden auch Fundstücke aus der Vorzeit gezeigt und auch Gegenstände der Frankenzeit erklärt.

Als Spezialität möchte ich hier noch anführen, das in diesem Museum ein sogenanntes Sonntagsfrühstück veranstaltet wird, wo man nach Genuß des Marmeladebrötchens und einem Pott Kaffee in Führungen mehr über die alten Römer erfahren kann.

DIE SONDERAUSSTELLUNG

Die Sonderausstellung trug den Titel "Das Gold von Köln" und war zwar für sich interessant, ist aber keinen besonderen Besuch wert. Es werden konkret 12 (!) Goldmünzen gezeigt, und die geschichtliche Bedeutung der darauf Abgebildeten erläutert. Bekanntlich konnte sich im vierten Jahrhundert für ein paar Jahre ein Gallisches Sonderreich innerhalb des römischen Reiches etablieren, deren jeweiligen Herrscher eigene Goldmünzen herausbrachten. Meiner Meinung nach kann man aber die ausgehängten Infos auch im Internet nachschlagen und muß nicht nach Köln kommen.

LITERATURTIP

Das römisch-germanische Köln
Gerta Wolff, J.P. Bachem Verlag

Ist im Museumsshop erhältlich und beschreibt die Spuren in Köln sehr genau.

LETZTER TIP

Schaut euch unbedingt noch das Prätorium an! Das sind die Reste des römischen Statthalterpalasts in Köln, die sich im Keller des "Spanischen Baus" in der Budengasse befinden (Einfach im Museum danach fragen, die kennen den Weg bestimmt).

RESÜMEE

Ich denke, das römisch germanische Museum in Köln ist vor allem interessant, wenn man sich für prächtige Mosaikböden interessiert. Auch Freunde von Details des römischen Zivillebens kommen in Köln auf ihre Kosten. Freunde von "kriegerischen" Details hingegen sollten sich eher an die Museen in Aalen oder Mainz halten.

KONTAKTADRESSE/ÖFFNUNGSZEITEN lt. Website

Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4, 50667 Köln
Telefon 0221-221/2 44 38 und 221/2 45 90
Fax 0221-221/2 40 30
E-Mail roemisch-
germanisches-
museum@stadt-koeln.de


Di-So 10 - 17 Uhr
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maertens

Römer in Köln

ein Testbericht von 2002-03-06 10:13:02 vom 06.03.2002
Empfehlung: ja
Was macht man als Tourist vormittags in Köln, wenn es in Strömen regnet, der obligatorische Dombesuch hinter einem liegt und noch nicht Zeit zum Kneipenbesuch ist? Man geht in ein Museum! Was liegt da näher, als gleich in eins in Domnähe zu gehen, und so wählten wir letztlich das Römisch-Germanische Museum am Roncalliplatz. Und ich muss sagen, dass wir diesen Entschluss nicht bereut haben! Mir war vorher nicht bewusst, welche großartige römische Geschichte Köln hinter sich hat, und welche reichhaltigen und sehenswerten Fundstücke von dieser Epoche zeugen. Klar hat man im Geschichtsunterricht davon gehört, aber wenn man es selber sieht, ist es etwas ganz anderes.

In Köln auf Spuren der Römer zu treffen, scheint ziemlich wahrscheinlich zu sein, und das, obwohl die letzten „italienischen Besatzer“ vor mehr als 1500 Jahren die Stadt verließen. Der Name Köln geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück, weshalb die Stadt, welche ca. 50 nach Christus gegründet wurde, auch „Colonia Claudia Ara Aggripinensium“ hieß. 455 räumen die Römer Köln und fliehen vor den neuen Herrschern des Rheinlands, den Franken...

Das Museum selber ist bereits 1946 gegründet worden. Seine Vorläufer waren die Antikensammlung des Wallraf-Richartz-Museums seit dem 19.Jh. und das Prähistorischen Museum (1906, später Museum für Vor- und Frühgeschichte). Das Römisch-Germanische Museum wurde an der Stelle der 1941 entdeckten römischen Stadtvilla mit dem bekannten Dionysos-Mosaik und unweit der mittelalterlichen Kaiserpfalz errichtet.
Der Bau des Museums ist gewöhnungsbedürftig, wie so viele Gebäude aus der Siebziger Jahren. Flach und viel Glas + Sichtbeton. Den Eingangsbereich erreicht man durch eine Art überdachten Platz, der schon ein externer Ausstellungsraum ist. Vielerlei Stelen und Sarkophage etc. sind zu sehen, was den zahlreichen Pennern offensichtlich auch gefällt.

Was gibt es zu sehen:
Für mich am eindrucksvollsten waren die Fußbodenmosaike, deren Farbenpracht umwerfend sind, berücksichtigt man deren Alter. Das bekannteste von Ihnen, das Dionysos-Mosaik ist durch eine große Glasfront sogar von außerhalb zu bestaunen, ebenso ein großes und pompöses Grabmal des Legionärs Poblicius.

Hauptausstellungsstücke sind jedoch Fundstücke aus Köln sowie den angrenzenden Römer-Städten wie Aachen und Xanten. In gelungen und gut ausgeleuchteten Vitrinen kann man sich von der Handfertigkeit damaliger Glasmacher, Töpfer, Goldschmiede und Künstler überzeugen. Das Alltagsleben im Römischen „Colonia“ wird durch eine Vielzahl von ausgestellten Gegenständen des täglichen Gebrauchs, Stadtansichten, Architekturteilen, oder Wandbemalungen dem Besucher nähergebracht. Die Anzahl der gezeigten Ausstellungsgegenstände ist dermaßen groß, dass man Stunden damit zubringen könnte, alles in sich auf zu nehmen. Die Beschriftung der Ausstellungsgegenstände ist oft etwas verwirrend, da nur kleine Nummern bei den kleineren Exemplaren auf eine Beschreibung hinweisen, die man dann andernorts, möglicherweise sogar einige Meter vom eigentlichen Ausstellungsstück findet.

Gegenwärtig widmet sich eine Sonderausstellung im Erdgeschoss dem Thema „Pyramiden“, nicht nur denen in Ägypten, sondern Pyramidenbauten in aller Welt, auch denen in Deutschland (Potsdam, Branitz etc.)

Neben den Ausstellungsstücken im Museums-Hauptbau gibt es einige außerhalb liegende Sehenswürdigkeiten zu sehen, von denen das Praetorium, ein Römischer Statthalterpalast unter dem Rathaus, der Römische Abwasserkanal (Zugang durch das Praetorium) sowie das Mikwe (Judenbad) zu nennen wären.

Verkehrsanbindung:

Das Römisch Germanische Museum ist zentral gelegen und am besten mit der U-Bahn oder DB Station „Hauptbahnhof“ zu erreichen. Autofahrern steht das Parkhaus am Dom zur Verfügung.

Kontakt zum Museum ist möglich über:
Telefon 0221-221/2 44 38 und 221/2 45 90
Fax 0221-221/2 40 30
E-Mail roemisch-germanisches-museum@stadt-koeln.de http://www.museenkoeln.de/rgm/

Die Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 10 - 17 Uhr

Eintrittspreise:
7 DM, ermäßigt 4 DM
Kombinationspreis während der Sonderausstellung "Pyramide - Haus für die Ewigkeit" 9 DM, ermäßigt 5 DM

Fazit: Wieder mal eins der besonders sehenswerten Museen, gut gestaltet, gut zu erreichen und interessant aufgebaut. Oft sind Aha-Effekte eingebaut, was dem Besuch die Eintönigkeit nimmt. Ich würde eine Empfehlung aussprechen.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
my-opinion
my-opinion, 06.03.2002
Koumlln ist von mir zu weit weg. Schade. :- CU Alex
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Informationen zu Römisch-Germanisches Museum

 
Allgemeine Informationen Römisch-Germanisches Museum
gelistet seit: 17.09.2003
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Allgemeine Informationen
Kategorie: Kultur 
Typ: Museum 
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