SKS Crusher Carbon front/ rear

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Produktbeschreibung

SKS Crusher Carbon front/ rear

gelistet seit 06/2004

Tests und Erfahrungsberichte

  • Doch kein Motorrad!

    Pro:

    Design, Haltbarkeit, Spritzschutzfunktion

    Kontra:

    zu teuer, schwingt, unstimmiges Befestigungskonzept

    Empfehlung:

    Ja

    1. Intension

    Unter den hard core bikern (ohne Motor) gibt es ein Schimpfwort: „Schutzblech-Fahrer“.
    Wenn man aber darauf angewiesen ist, bei jedem Wetter fahren zu können, sind Schutzbleche schon sehr nützlich.
    Da ich vorwiegend im Sitzen am Computer arbeite, versuche ich, so häufig wie möglich mit dem Fahrrad auf Arbeit zu fahren.
    Gießt es am Morgen schon in Strömen, dann nehme ich doch lieber das Auto. Was bleibt einem aber anderes übrig als trotzdem zu fahren, wenn es zum Feierabend regnet. Zu Hause möchte man ja auch nicht aussehen wie ein Wildschwein nach der Suhle.
    Mein Mountain-Bike war ursprünglich nicht mit Schutzblechen ausgestattet. Da es vollgefedert ist, passen normale Schutzbleche überhaupt nicht.
    Sowohl meine Doppelbrückengabel vorn als auch die spezielle Form der Rahmenversteifung hinten bedingen eine besondere Form der Schutzbleche.

    2. Auswahl und Beschaffung

    Das was an Schutzblechen in Baumärkten etc. herumhängt oder -liegt gefiel mir überhaupt nicht, weder vom Aussehen, noch von der zu erwartenden Funktionalität. Was hilft es wenn irgendwo oberhalb des Hinterrades irgend so ein länglich geformtes Teil herumwackelt, dieses aber kaum Dreckspritzer auffängt.
    Die ersten Schutzbleche, die mir gefielen sah ich an einem Fahrrad in der „Domäne“. Es konnte mir aber niemand den Hersteller sagen, da die Hersteller-Logos fehlten. Bei einer Gesundheitsmesse in einem örtlichen Einkaufszentrum sah ich genau diese Schutzbleche wieder, diesmal mit Hersteller-Logo. Der Mitarbeiter der Firma, die den Stand inne hatte, konnte mir auch Näheres sagen. Es waren SKS Crusher. Beim Preis bekam ich erst einmal einen Hustenanfall. Das Schutzblech für vorn oder hinten kostete einzeln soviel wie drei bis vier Paare im Baumarkt. Eine Recherche im Internet bestätigte diesen Preis.
    Diese Schutzbleche sollten es aber sein! Bei Ebay waren mehrere Paare im Angebot. Ich erhielt den Zuschlag für ein Paar im Carbon-Look für gut 30 EUs.

    3. Auspacken

    Da die Schutzbleche bereits einmal montiert waren, kamen sie nicht in der Originalverpackung. Ich habe diese aber mittlerweile in einem Supermarkt gesehen, der eine sehr gute Fahrrad-Abteilung hat. Die Schutzbleche sind an einer farbig bedruckten Pappe befestigt, an deren ausgestantem Loch der ganze Artikel an einen Ständer gehängt werden kann.
    Die Schutzbleche bestehen aus hochflexibler Plaste, die mit regelmäßig angeordneten silbergrauen Flecken bedruckt ist. Dies sieht bei etwas Abstand wie Carbon-Verbundmaterial aus. An den Seiten befinden sich orange-schwarze Aufdrucke mit der Aufschrift „Crusher“, auf der Oberseite ist das SKS-Logo aufgedruckt.
    Die Schutzbleche sind sehr breit und vor Allem das hintere ist an den Seiten sehr weit nach unten gezogen. Diese Form lässt einen sehr guten Spritzschutz erwarten.
    Beide Schutzbleche sind sehr leicht.

    4. Montage

    Das hintere Schutzblech wird mit einem kleinen Riemen aus synthetischem Material, der um die Sattelstange gelegt und mit einem kleinen Hebel gespannt wird, befestigt. Die Voreinstellung war sicher für eine normale Sattelstange vorgesehen. An meinem Fahrrad wollte ich das Schutzblech an der etwas dickeren Rahmenstange, die die Sattelstange aufnimmt, befestigen.
    Dazu musste die Länge des Riemens etwas verstellt werden, was zwar möglich, aber relativ schwierig zu handhaben ist. Aber das macht man i.d.R. ja nur ein einziges Mal. Der Winkel kann mit einer seitlichen Imbusschraube eingestellt werden.
    Das vordere Schutzblech wird von unten mit Hilfe eines mitgelieferten Befestigungskonuses in die Gabel eingeschraubt. Dafür benötigt man einen sehr kurzen Schraubendreher, oder man muss das Vorderrad abbauen.
    Hier sollte eigentlich schon jeder den konzeptionellen Widerspruch in der Befestigung sehen. Das hintere Schutzblech kann sehr schnell ohne Werkzeug an- und abgebaut werden, für das vordere ist unbedingt Werkzeug erforderlich und die Montage / Demontage ist nicht so einfach.

    5. Das Aussehen

    Die Schutzbleche mit ihrem Moto-Cross-Dessign geben meinem Fahrrad, einem Fully mit Doppelbrückengabel, ein richtig cooles Aussehen. Die Farben passen auch sehr gut zu denen meines Fahrrades, aber das wusste ich ja schon beim Aussuchen.

    6. In der Praxis

    Durch ihre relativ große Breite, optimale Form und die Möglichkeit der Höhenverstellung beim hinteren Schutzblech bieten diese einen bestmöglichen Spritzschutz.
    Der Hersteller bezeichnet das Material in Anlehnung an eine frühere Werbung für Leichtflaschen als „unkaputtbar“. Das Material ist auch wirklich sehr flexibel.
    Das hat trotz der Längsrillen zur Erhöhung der Biegungssteifigkeit die Folge, dass die Schutzbleche auf unebener Strecke mitschwingen.
    Hier hätte man von Seiten des Hersteller einmal ein paar Untersuchungen zu den Eigenfrequenzen der Schutzbleche durchführen sollen.
    Das einfache Entfernen des hinteren Schutzbleches erweist sich in der Praxis zum Nachteil, wenn man sein Rad irgendwo angeschlossen stehen lassen muss. Entweder man nimmt das hintere Schutzblech mit, oder man schließt es ebenfalls an.

    7. Zusammenfassung

    Für viel Geld erhält man mit dem SKS Crusher ein Paar spitzenmäßig aussehender Schutzbleche, deren mechanische Eigenschaften leider suboptimal sind und deren Befestigungskonzept insgesamt unstimmig ist. Ihre eigentliche Funktion, den Spritzschutz erfüllen sie hervorragend.
    Für die UVP des Herstellers (vorn € 37,50, hinten € 35,-) würde ich sie nicht empfehlen. Für den von mir bezahlten Preis von gemeinsam ca. 30 EUs sind sie in Ordnung.

    © 06/2004 by froes

    Ich danke allen, die es bis hierher geschafft haben und bitte hiermit um eine wohlwollende Bewertung.

SKS Crusher Carbon front/ rear im Vergleich

Hersteller SKS sks
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