openSUSE SUSE Linux 9.0 Personal Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.1 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Komplettes Betriebssystem inkl. Office- und verschiedenen Anwendungsprogrammen.
Mittlerweile sehr gute Hardware-Erkennung von Suse-Linux.
stabil, relativ billig, umfangreiche mitgelieferte Software
1.Sicherheit
2.Stabilität
3.Benutzerfreundlichkeit
4.noch vieles mehr
Nachteile/Kritik
Probleme mit Win-Modems.
ist leider nicht Standard und wird deshalb auch nicht von allen Software-/Hardwareherstellern berücksichtigt
"Muss das denn unbedingt sein...?"
ein Testbericht von LufiA2004-05-31 17:47:20vom 31.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Komplettes Betriebssystem inkl. Office- und verschiedenen Anwendungsprogrammen.
Mittlerweile sehr gute Hardware-Erkennung von Suse-Linux....Nachteile/Kritik: Probleme mit Win-Modems.
...fragte mich Sonnenschein als ich letztens Suse 9.0 gekauft habe.
Klar musste das sein, Lufi ist ein Spielkind und besonders der heimische PC hat es ihm angetan.
Auf Linux bzw. im speziellen die Suse 9.0-Distribution bin ich eigentlich zufällig gekommen, als mir vor ein paar Wochen eine Sonderedition der Suse 9.0 in der Computerbild in die Hände fiel. Da wir eine ausreichend große Festplatte mit genügend ungenutztem Platz zu Hause haben, zwackte ich einfach mal eben 10GB für die Suse ab.
Und da mir bei der Computerbild-Edition die Ausstattung doch etwas dünn war, kaufte ich eben die Suse 9.0 im Starterkit der Zeitschrift Easy Linux auf zwei CDs für 12,80 Euronen.
Skeptisch war ich schon vor der Installation, da meine früheren Versuche mit Linux zumeist kläglich gescheitert waren und es schon Probleme gab, meinen Drucker zum Laufen zu bekommen. Dies sollte, wenn man Computerbild, Easy Linux bzw. der Firma Suse Glauben schenken mag, kein Problem sein.
1. Vorarbeiten:
Die Vorarbeiten gestalteten sich bei uns recht einfach. Ich hatte die Festplatte dreigeteilt, einen Teil für das Betriebssystem (Windows XP, Laufwerk C), einen Teil für Anwendungsprogramme (Laufwerk D) und einen Teil für eigene Dateien (Laufwerk E).
Die eigenen Dateien habe ich komplett auf das Laufwerk D verschoben und somit die 10GB auf E frei gemacht.
Danach hieß es nur noch CD einlegen und PC neu starten.
2. Installation von Suse 9.0
Der PC bootete von der CD-Rom. Dazu muss im BIOS des PCs natürlich das Booten von CD-Rom eingestellt sein, im Zweifelsfall mal im BIOS nachschauen und umstellen.
Nach einem Startbildschirm, auf dem uns die Suse in verschiedenen Sprachen willkommen heißt, geht es an die Grundeinstellungen zur Installation.
Als erstes hieß es die Sprache auszuwählen, bei uns natürlich Deutsch.
Danach bietet Suse die Installationsoptionen an:
In drei Bereichen musste oder wollte ich Änderungen vornehmen.
1. Bootoptionen:
Suse Linux installiert ein eigenes Bootmenü, wobei Standartmässig Suse als Betriebssystem gebootet wird. Da Sonnenschein aber lieber mit Windows XP arbeitet änderte ich den Standart auf Windows XP.
2. Festplattenpartionierung:
Da das Installationsprogramm nicht genügend freien Speicherplatz gefunden hatte (Laufwerk E war immer noch als NTFS-Partition vorhanden), wollte Suse gleich die gesamte Festplatte für eigene Zwecke neu Partitionieren. Also wurde Laufwerk E von mir gelöscht und Suse durfte sich diesen freien Platz gönnen.
3. Software-Auswahl:
Suse bietet eine Minimal-, eine benutzerdefinierte und eine Standart-Installation an.
Ich wählte Standart-Installation, suchte mir aber über das erweiterte Menü zusätzliche Programmpakete aus, die mich interessierten.
Für den absoluten Neuling reicht der angebotene Standart aber in jedem Fall aus.
Ein Klick auf "Installieren" öffnete ein zusätzliches Fenster mit der Frage, ob Suse die Installation auch wirklich in der gemachten Auswahl beginnen soll.
Diese Sicherheitsabfrage bestätigte ich mit "Ja" und schon ging es los.
Die Festplatte wurde automatisch neu aufgeteilt, die Linux-Partitionen neu Formatiert und die Pakete installiert.
Bei der Computerbild-Edition (erster Versuch) ging alles in einem Schwung (war ja auch nur eine CD), bei der Version von Easy-Linux war ich zuerst etwas verwundert.
Das Installationsprogramm installierte zuerst von der ersten CD und machte dann einen Neustart. Erst danach verlangte es das Einlegen der zweiten CD und installierte die ausgewählten Pakete weiter.
Danach folgte kein weiterer Neustart,
sondern es ging weiter im Programm.
Das kannte ich von Windows anders, selbst eine Installation von XP startet den Rechner mehrfach neu.
Dann folgten die erkannten Netzwerkkarten bzw. Modems.
Wie haben nur ein Modem, was von Suse-Linux auch gleich erkannt wurde. Allerdings handelt es sich um ein Lucent 56K Win-Modem, was sich nicht konfigurieren ließ.
"Aha" dachte ich, die Probleme gehen schon los.
Der Schritt wurde also übersprungen und Linux fragte nach dem Passwort für "root", das ist bei Linux der Systemadministrator, der Alles kann und darf.
Passwort zweimal eingegeben und weiter ging es mit der Einrichtung des Users.
Bei Linux sollte man auf jeden Fall einen User anlegen, da dieser nur eingeschränkte Rechte hat und keinerlei Änderungen am System vornehmen kann (dies sollte der "root" machen). Dies ist besonders wichtig, wenn man online ist, um eventuelle Fremdzugriffe auf das System unbeschadet zu überstehen.
Für den User konnte das Passwort auch gespeichert werden, so das man automatisch als User angemeldet wird.
Der nächste Schritt betraf die Hardware.
Bildschirm, Grafikkarte, Soundkarte und Drucker wurden gleich erkannt und konnten nochmals getestet und/oder verändert werden, je nach Bedarf. Suse hatte aber Alles gleich richtig erkannt und auch eine Testseite mit dem Drucker machte keine Probleme.
Zum Schluss speicherte Suse die Hardware-Konfiguration und das System fuhr zum ersten Mal richtig hoch.
3. Das erste Mal Suse-Linux:
Bei meinen ersten Linux-Versuchen vor ein paar Jahren begrüßte mich immer ein schwarzer Bildschirm mit Befehlszeile, der irgendeinen Befehl von mir erwartete.
Nicht so heute bei der modernen Suse-Linux.
KDE, die in Deutschland wohl meistgenutzte Desktop-Umgebung startete sofort und ich war auch gleich als User angemeldet.
Zur Erklärung nebenbei:
Bei Windows ist man den bunten Bildschirm, den sogenannten Desktop, ja gewohnt.
Unter Linux gibt es verschiedene Desktop-Systeme, hier ist der bekannteste wohl der KDE. Daneben gibt es noch Gnome und verschiedene andere.
Im Grossen und Ganzen unterscheiden sich der KDE nicht wesentlich von Windows, die Symbole sind etwas anders und die Icons auf dem Desktop reagieren auf einen einfachen Klick (wie Links im Internet) anstatt auf einen Doppelklick.
Auf dem Desktop findet man unter anderem Papierkorb, Home-Verzeichnis (wie eigene Dateien bei Windows), Zugriff auf sämtliche Laufwerke (Diskette und CD-Rom) und Festplatten (auch die von Windows, korrekt mit C und D bezeichnet), Drucker, Suse-Hilfe.
Sogar meine Digitalkamera war als Wechselspeichermedium erkannt und ich hatte sofort Zugriff darauf und konnte gespeicherte Bilder betrachten.
Im Startmenü (wie bei Windows links unten) finden sich allerlei Anwendungsprogramme, von Office (Open Office [war früher Star Office]) über Bildbearbeitung bis hin zu verschiedenen Spielen.
Kurz gesagt, Alles da, was Otto-Normal-User so braucht. Die einzelnen Programme bedurften allerdings noch einer genaueren Erkundung.
4. Probleme:
Probleme gibt es eigentlich nur Eins: das Modem.
Alle Programme laufen einwandfrei, ich kann über Linux sogar auf meine eigenen Dateien unter Windows zugreifen und Dokumente drucken oder verändern, muss diese dann allerdings neu unter Linux abspeichern (Änderungen auf den Windows-Partitionen sind nicht möglich, nur der Zugriff).
Das Modem wurde zwar erkannt, lässt sich aber nicht Konfigurieren.
Dazu fehlte es Suse-Linux zuerst an dem Paket "ltmodem", was ich mir unter Windows aus dem Internet besorgt und dann installiert habe. Nun klappt zwar die Konfiguration, aber die Einwahl funktioniert trotzdem noch nicht.
Dies liegt aber nicht an Linux, sondern an dem Modem. Die Hersteller von Komplettsystemen, wie unser PC, weichen bei eingebauten Modems oft auf sogenannte Win-Modems aus, die nicht über alle Hardware-Komponenten verfügen. Diese fehlenden Komponenten werden unter Windows per Software im Treiber ersetzt, dies funktioniert problemlos unter Windows (daher der Name Win-Modem).
Unter Linux werden entsprechende Treiber zwar entwickelt, aber das scheint schwieriger zu sein als ich dachte und daher klappt es noch nicht.
Vielleicht findet sich ja in Schleswig Holstein ein Linux-Freak, der mir helfen kann, es soll auch mit Win-Modems eine Interneteinwahl funktionieren.
Ansonsten bleibt mir nur das Warten auf DSL, was durch Linux problemlos unterstützt wird.
5. Update-Möglichkeiten:
Bei bestehender Internet-Anbindung bietet Suse 9.0 Updates automatisch an. Ansonsten findet man speziell für Suse-Distributionen Updates unter www.suse.de, auch für ältere Versionen.
Fazit:
Die Installation dauerte ca. 1 Stunde, danach hatte ich ein komplettes System mit Office, Bildbearbeitung, Spielen etc., das Ganze für 12,80 Euro.
Wer mal Windows installiert hat und danach die ganzen Anwendungen wie Office oder Works, Bildbearbeitung und, und, und...
weiß das da schon mal locker Stunden ins Land ziehen können, vom Preis für Windows, Office und so weiter mal abgesehen.
Also ich bin mittlerweile Linux-Fan und kann es jedem nur empfehlen. Das Problem mit dem Modem ergibt sich in unserem speziellen Fall, bei externen Modems gibt es fast keine Probleme unter Linux.
Daher von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für ein System, was sich einfach und problemlos (von unserem Modem mal abgesehen) installieren lässt und Alles beinhaltet, was das Herz bzw. der User begehrt.
Die komplette Suse-Distributionen ist für ca. 70,- Euro erhältlich, das Starter-Kit von Easy-Linux gibt es zur Zeit schon für 12,80 Euro.
Update:
Jetzt geht auch die Einwahl im Internet mit dem Win-Modem.
Die Treiber habe ich mit Hilfe von Google gefunden. Ich habe einfach "ltmodem" und "Suse 9.0" gesucht und genügend Hinweise zum Downloaden gefunden. Das Modem ließ sich dann Konfigurieren, aber sprach immer noch nicht an, wenn ich mich einwählen wollte.
Der Besuch verschiedener User-Groups im Internet war dann letztendlich doch vom Erfolg gekrönt.
Als "root" (Systemverwalter) muß ich das Modem nach dem Start von Linux manuell in das System einbinden.
Dies erfolgt durch die Befehle
/sbin/insmod -f ltmodem
und
/sbin/insmod -f ltserial
Es erfolgt zwar ein Warnhinweis, das der Treiber für eine andere Kernelversion vorgesehen ist, aber das Modem funktioniert einwandfrei, auch wenn ich den Benutzer anschließend wechsele. Nur wenn das System komplett neu gestartet wird, muß ich das Modem erneut wieder einbinden.
Es funktioniert sogar eine Einwahl zu AOL, auch ohne die unter Windows übliche AOL-Software.
Seit ein paar Jahren gibt es in der IT-Branche einen verzeichneten Trend, den Umstiegstrend. Immer mehr Heimanwender, selbst weniger bedarfte, wagen den Umstieg auf Linux, weil sie sich davon viel versprechen: Kostenersparnis, Stabilität, ...
Da lange Zeit die Behauptung stand, dass Linux ein Betriebssystem für Freaks sei und viel zu kompliziert, darf man sich als "Linux-Jünger" also freuen, dass Linux Einzug auf immer mehr
Heim-PC's nimmt. Zu verdanken hat man das vielen - aber einen sehr großen Anteil an diesem zunehmenden Erfolg nimmt der Nürnberger Distributor SuSE. Ich zitiere an dieser Stelle gerne einen Kollegen, der die aktuelle SuSE vor kurzem auch getestet hat:
"Das ist ja wie Windows" Und - keine Frage - er hat damit nicht (ganz) Unrecht. Natürlich hab ich mir die SuSE Linux CD's
auch mal gekrallt um sie zu testen. Den Testbericht dürft
ihr im Nachfolgenden lesen:
Die Installation
Das Wichtigste um Linux auf dem Desktop zu etablieren ist eine
einfache Installation und im Gegensatz zu Windows, stellt
man an Linux-Installationen auch die Anforderung, dass sie
sich fröhlich zu einer bestehenden Windows Installation gesellen.
Und dieser Anforderung und noch vielen weiteren wird
die Installation gerecht, denn mit wenigen Klicks ist SuSE Linux
in ca. 30 Minuten auf dem Computer installiert und
das ohne, dass die Windows Installation davon einen Schaden
getragen hätte. Man wählt einfach die Sprache und erhält
prompt einen Installationsvorschlag, den Rest macht der Installer
selbst - inkl. Hardwareerkennung, Konfiguration der grafischen Oberfläche und und und, womit wir auch schon beim nächsten Punkt
wären...
Hardwareunterstützung
In Sachen Hardwareunterstützung tut sich bei Linux am Meisten.
SuSE setzt derweil einen aktuellen und von SuSE eigens
modifizierten 2.6er Kernel ein, der von sich aus schon
eine ganze Menge mitbringt und ergänzt diesen durch weitere
Entwicklungen, so dass eine sehr hohe Kompatibilität
erreicht werden konnte. Die meisten Komponenten laufen
nach der Installation - Sound, Grafik, sogar TV-Karten
und so scheint es, als würde Linux immer mehr zur Alternative
für Windows werden.
Die Bedienung
Ich selbst bin professioneller Linux-Anwender, kann
daher die Bedienung für Umsteiger nur bedingt bewerten.
Nach dem Start wird man jedoch baldigst mit
einer KDE begrüsst, die sich sehr stark an Windows orientiert.
Startmenü, Schnellstartleiste und Fenster mit dem berühmten
X. Alles sehr einfach und wer will kommt trotzdem noch
an eine Konsole - empfiehlt sich dann aber wohl doch eher
den Profis.
Das Softwareangebot
Auch hier sparen die Nürnberger nicht. Software die
für den Heimeinsatz gebraucht werden kann ist dabei.
Open Office zum Briefe tippen, Excel-like Kalkulationen
aufstellen, etc. Kleine Mankos sind natürlich hier
und dort noch zu entdecken, aber alles in allem bekommt
man was für sein Geld.
Der Preis
Der Preis einer SuSE Distribution mit 2 CD's für den privaten Einsatz, genannt Personal Edition, kostet im Falle von SuSE Linux 9.1 knapp 30 EUR. Zum Vergleich: Windows XP kostet etwa das 10fache.
Das Fazit
Für private Anwender ist SuSE immer mehr eine echte Alternative
zum Redmonder Windows. Das Testen lohnt sich auf jeden Fall.
...
ein Testbericht von dcaddict2004-05-02 12:16:05vom 02.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: stabil, relativ billig, umfangreiche mitgelieferte Software...Nachteile/Kritik: ist leider nicht Standard und wird deshalb auch nicht von allen Software-/Hardwareherstellern berücksichtigt
Bevor sie diesen Bericht lesen, bitte seien sie informiert, dass ich keinen Cent mehr auf Microsoft setzte, weil es mir seit Windows 3.1 mit Bugs und Abstürzen die Nerven raubt und sich zu allem Übel auch noch DOS einverleibt hat, ansonsten wünsche ich viel Spaß ;o)
Meine Festplatte ist einmal wieder mit unbrauchbaren Windoofs-Restbeständen (kein Rechtschreibfehler) zu einer M$-Software-Mülldeponie geworden. Und da ich mich mit der Registry und diversen auf der gesamten Festplatte verteilten *.ini-Dateien nicht wirklich ausreichend auskenne um manuell aufzuräumen war eine Formatierung fällig. Ich wollte also Windoofs neu
installieren und schon zeigt es, obwohl es noch nicht einmal eingespielt ist die ersten Macken. Das Setup hat sich aus unerklärlichen gründen abgebrochen bevor es angefangen hat und so blieb nur der Umweg über die gute alte Dos-Kommandozeile. So denkt man sich also, dass man doch nebenbei noch ein anderes Betriebssystem einspielen kann, mit dem man wenigstens vernünftig arbeiten kann, also fiel die Wahl auf Linux’ Suse.
1. Weshalb Suse Linux?
2. Lieferumfang/Preis
3. Die Installation
4. Userinterface/Software
5. Besser als Windows?
6. Schlechter als Windows?
7. Fazit
1. Weshalb Suse Linux?
Linux rühmt sich mit Suse eines der am einfachsten bedienbaren Betriebssysteme zu führen, was für jemanden, der sein Leben lang mit Dos und Windoofs gearbeitet hat schon mal ein großer Vorteil ist. Außerdem ist es vergleichsweise billig (mehr zum Preis später) und es ist wie alle Linux-Systeme, die ich bisher benutzt habe sehr stabil. (In den prähistorischen Zeiten, in denen auf meiner Festplatte einmal genug Platz war, liefen auch Debian und eine ältere Suse-Verion) Also habe ich mich für eine Weile vom Windoofs-Chaos befreit, habe mich ins Auto gesetzt und bin zum Nächsten Makro-Markt gefahren.
2. Lieferumfang/Preis
Wieder zu Hause angekommen bleibt die Verpackung nicht lange heil und mir kommen drei CDs, ein ziemlich fettes Handbuch und diverse Werbezettel für andere Linux-Distributionen entgegen, sowie ein kleiner grün-weißer Aufkleber mit dem Linux-Logo...wahrscheinlich etwas für wahre Linux-Gläubige...
Für 50 € in der Personal-Edition ist das schon mal nicht schlecht. Zwar ist Debian, was ganz auf jegliche Lizenzen verzichtet noch günstiger. Aber für Windows legt man immerhin über 200 € auf den Tisch.
3. Die Installation
CD 1 vor dem Hochfahren ins Laufwerk und Abwarten bis der Startbildschirm und kurz darauf ein Menü erscheint – soweit noch kein Unterschied zur Windows-Installation, bis darauf, dass es bei Suse einfach schöner aussieht (im Gegensatz zu Debian gibt es ein richtig benutzerfreundliches Installationsprogramm).
Im Menü kann man wählen zwischen:
-Boot from Harddisk (eventuell schon vorhandenes Betriebssystem starten)
-Installation (normale Installation)
-Installation – ACPI Disabled (Wenn die normale Installation fehl schlägt, weil die Hardware kein ACPI (advanced configuration and power interface) unterstützt)
-Installation – Safe Settings (DMA-Funktion und problematisches Powermanagement werden Deaktiviert, ist eventuell nützlich, wenn die anderen Installationsarten fehl schlagen)
-Manual Installation (wenn auch die Installation ohne ACPI fehlschlägt kann man hiermit die Installation sämtlicher nicht zwingend notwendiger Treiber umgehen)
-Rescue System (wenn man Ahnung von Linux-Kommandozeilen hat, so kann man hiermit ohne grafische Benutzeroberfläche starten und eventuelle Fehler beheben)
-Memory Test (durch ständiges Beschreiben und Löschen des RAM wird er auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft, um eventuelle Fehler angezeigt zu bekommen sollte man ihn in Endlosschleife einige Stunden laufen lassen)
Da mir meine Netzwerkkarte und mein Modem Probleme bei der Installation bereiteten musste ich die Manual Installation wählen. In den meisten Fällen wird es aber eine normale Installation auch tun.
Ich habe Suse einmal vor und einmal nach dem Löschen aller Partitionen eingespielt (ja, ich habe anscheinend zu viel Zeit...).
Wenn noch ein anderes Betriebssystem (in meinem Fall Win 98) eingespielt ist, so wird dieses erkannt und gleich die Festplatte partitioniert, ohne dass das alte Betriebssystem verloren geht. Ansonsten wird ein Teil der Festplatte zur Windows-Partition gemacht, so dass es später ebenfalls noch eingespielt werden kann (zumindest war dies bei mir der Fall). Es wird weiterhin eine Swap-Partition und eine Root-Partition angelegt, was die meisten User aber gar nicht wissen müssen, sie können einfach die vorgefertigten Einstellungen übernehmen. Man sollte sich lediglich darüber im Klaren sein, dass damit der verfügbare Speicherplatz für Windows verkleinert wird. Schließlich ist eine Festplatte nicht endlos groß. Nun kann man nach Belieben die Einstellungen ändern oder die von Linux vorgenommenen Einstellungen übernehmen. Zum Schluss nur noch abklicken und man kann sich zurücklehnen, Tee trinken und abwarten bis sämtliche Daten überspielt wurden. Wenn dies beendet ist werden die Hardwarekomponenten automatisch erkannt und installiert (oder in meinem Fall vorher gefragt ob ich die Hardware überhaupt suchen will) Die Installation der Netzwerkkarte, des Modems und der Soundkarte (zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, weshalb die andere Installation nicht so wollte wie ich) habe ich also übersprungen und siehe da: auf einmal funktioniert es! Das frisch installierte Betriebssystem wird gestartet, ich wage es meine Soundkarte zu installieren, was auch keine Probleme bereitet, und ich kann mich gleich am Design meines Desktops auslassen.
Also selbst wenn Hardware und Software sich nicht vertragen und man keine einzige Kommandozeile kennt, kann man eine erfolgreiche Installation erfolgen. Bei Windows war mir das ohne Dos-Kommandozeilen, um überhaupt ins Setup zu kommen, nicht möglich (Ich frage mich bis heute was Windoofs gegen meine Slave-Festplatte hat...)
4. Userinterface
Auf den ersten Blick sieht alles aus wie Windows: ein Hintergrundbild, eine Taskleiste und Desktop-Icons (wie immer sich das bei Linux auch immer nennt). Man findet die Ordner für die ganz normalen Benutzerdateien, die Laufwerke mit auswechselbaren Datenträgern (Diskette, CD-R, DVD,...) und eine Art Papierkorb auf dem Desktop. In der Taskleiste findet man eigentlich alles was man für den Anfang braucht und zusätzlich kann man zwischen verschiedenen Desktops herumschalten, ein Feature, das man auf Windows nur mit erheblichen Ressourceneinbußen und zusätzlichen Programmen (die meines Wissens nach noch nicht einmal von Micro$oft stammen) erreichen kann. Man findet diverse Spiele, ein Textverarbeitungsprogramm, YaST (zur Verwaltung der Hardware) sowie ein Programm zur Soundwiedergabe, das Winamp 2 sehr ähnlich ist. (wenn ich mich recht erinnere kann man dafür sogar Winamp-Skins verwenden) Es gibt noch diverse andere Programme, die ich hier allerdings nicht weiter aufführen möchte, weil ich sonst auch gleich ein Buch schreiben könnte.
Insgesamt kann man sagen, dass die Benutzeroberfläche wesentlich nutzerfreundlicher ist als die des Marktführers und auch noch besser aussieht. Schon allein die Symbole sind einfach schöner, selbst XP kann sich vom Design her nur schwer damit messen.
Auch das Softwareangebot, das man mitgeliefert bekommt ist wesentlich größer, man kann sich teilweise nicht entscheiden, welches Programm man nun lieber nehmen sollte um bestimmte Aufgaben zu erledigen.
5. Besser als Windows?
Also hier einmal im Überblick die für mich größten Vorteile gegenüber Windows:
-Es ist viel billiger!!!
-Einfachere Installation
-Schönere Benutzeroberfläche
-Weniger Ressourcenauslastung
-Wesentlich größeres mitgeliefertes Softwareangebot
-Einfachere Installation der Hardware (man benötigt keine extra CD mit Treibern, so ziemlich alles was man damit benutzen kann ist vorinstalliert)
-Der Sound-On-Board, den Windoofs abgelehnt hat (trotz installiertem Treiber) funktioniert problemlos
-Man kann verschiedene Arbeitsflächen anlegen
-Ist mir noch nie abgestürzt *g*
-So unglaublich es auch klingt aber die extrem seltenen Fehlermeldungen sind verständlich
-Es hat Kultstatus
6. Schlechter als Windows?
Und jetzt noch die kleine Liste der Nachteile gegenüber Windows:
-Es ist eine geringe Einarbeitungszeit nötig...so ca. zehn Minuten ;o)
-Im Handel ist weniger Software für Linux als für Windows erhältlich (es wird aber ständig daran gearbeitet Windoofs-Programme linuxkompatibel zu machen, was auch schon oft sehr gut funktioniert, eine entsprechende Funktion ist auch in Suse 9.0 enthalten)
-Bei meiner Netzwerkkarte musste ich einen anderen Kartennamen angeben (bzw. den Port ändern) um sie zu installieren und das DSL-Modem wird gar nicht erkannt (was aber am Hersteller liegt, weil der sich überhaupt nicht darum schert, dass es auch Leute gibt, die kein M$-Windoofs benutzen und er deshalb auch keine Treiber zur Verfügung stellt) – Wer das T-Online Modem hat und vielleicht auch noch eine nicht wirklich unterstützte Netzwerkkarte kommt also mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht ins Internet, obwohl die nötige Software wie Browser, E-Mailclient und sogar ein Programm für den T-Online-Zugang vorhanden ist. Ähnliches ist mir auch von anderen Linuxusern über ISDN und 56k Modems zu Ohren gekommen.
7. Fazit
Wer endlich mal ein rausgeputztes, funktionierendes und stabiles System haben will ist gut beraten. Der Umstieg sollte für normale Anwendungen (Textverarbeitung, Grafikbearbeitung, Surfen wenn man das Internet denn doch in Gang bekommen haben sollte – ja sowas gibt es bei einigen Leuten auch, Wiedergabe und Aufnahme von Audiodaten, DVD und Video-CDs schauen,...) nicht besonders schwierig sein. Zocker sollten allerdings lieber bei Windows bleiben, weil viele Spiele nicht auf Linux laufen und auf einer Lan-Party auch nicht unbedingt jeder Linux haben wird, was die Erstellung eines Netzwerkes nicht unbedingt vereinfacht. Wenn nun noch jemand weiß, wie ich mein Modem in Gang bekomme und meine Netzwerkkarte auch mit dem Standardnamen verfügbar machen kann dann bitte, bitte meldet euch und Windoofs landet endgültig im Papierkorb. Eigentlich eine Schande, dass auf neuen „High-End-PCs“ immer nur ein Micro$oft-Produkt installiert ist, ansonsten würden sich die Hardwarehersteller auch endlich darum kümmern, dass Treiber für ihre Produkte verfügbar sind. Bis dahin muss man mit einem dritten Betriebssystem, das eventuell die individuellen Anforderungen des Users erfüllt leben oder man muss Windoofs eine kleine dunkle Ecke auf der heimischen Festplatte einrichten.
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ein Testbericht von Celphi2004-03-15 14:41:21vom 15.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: 1.Sicherheit
2.Stabilität
3.Benutzerfreundlichkeit
4.noch vieles mehr...Nachteile/Kritik: -
Mit diesem Bericht möchte ich Ihnen die Frage klären, ob Sie als normaler Anwender von Windows auf Linux umsteigen sollen. Dabei behandele ich nur die Frage auf die Benutzerfreundlichkeit.
Installation:
Die Installation läuft reibungslos. Mit einer grafischer Oberfläche ist jeder Einsteiger gut bedient. Da Linux mit Pakete arbeiten, die Software darstellen, muss man sich erstmal kurz daran gewöhnen. Schliesslich ist das nun was ganz anderes als Windows. Durch die vereinfachte Variante der Paketauswahl und detailierte Erläuterung einzelner Pakete, ist es leicht, die benötigte Pakete zu installieren. Suse erkennt automatisch meine Hardware
und installiert entsprechende Treiber dazu. Mit Windows hat er auch keine Probleme. Suse erkennt Windows und ermöglicht den Nutzer durch einen Bootmanager eine Betriebsystemauswahl beim Booten. Der Computer wird einmal neugestartet. Sie müssen nur noch ein paar kurze Einstellung ausfüllen und schon ist Suse betriebsbereit. Die Installation dauert je nach Paketekomplex unterschiedlich. Aber dies ist schon ein Vorteil gegenüber die 39-minütige Installation von Windows, da man hier viele Variationsmögichkeiten hat.
Anwendung:
Sie müssen sich zuerst einloggen wie man's von Windows kennt. Nun erscheint der Desktop-Manger KDE (dies ist der Standard). Im Gegensatz zu Windows kann Linux mehrere unterschiedlich grafische Oberfläche haben. Suse kann schnell, komfortable und grafisch mit Yast konfiguriert werden. Dazu gehoert z.B. Internet. Vielleicht vermissen Sie Office unter Windows. Dazu bietet Linux auch ein Office-Programm : Open Office. Das Programm ist kostenlos und völlig kompatibel zu Office unter Windows. Unter Linux gibt es auch eine Alternative zu Internet Explorer, nämlich Mozilla. Zwar können Sie auch das Programm Konqueror als Browser benutzen, aber Mozilla ist viel mächtiger.
Insgesamt muss man sagen, dass Suse ausgereift ist für das Umsteigen. Die Benutzerfreundlichkeit war immer ein Kritik gegen Linux. Suse zeigt uns, wie man es besser machen kann. Vergessen Sie nicht andere Vorteile von Linux gegenüber Windows: Sicherheit, Stabilität und vieles mehr. Und das alles für 0 Euro!!
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