Saturn Music Dome Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
rel. niedriges Preisniveau; Riesenauswahl
- Riesenauswahl
- attraktive Preise
- gute Erreichbarkeit durch innerstädtische Lage und gute Verkehrsanbindung (Auto, S-Bahn, U-Bahn)
Nachteile/Kritik
etwas abseits gelegen; DVD-Abteilung noch verbesserungswürdig
- nüx.
der zweite Dom in Köln
ein Testbericht von Gimmick4042005-07-10 10:24:03vom 10.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: rel. niedriges Preisniveau; Riesenauswahl ...Nachteile/Kritik: etwas abseits gelegen; DVD-Abteilung noch verbesserungswürdig
Die größte CD-Auswahl der Welt, dieses Versprechen liest man schon, bevor man diesen Tempel der Musik überhaupt betreten hat, unübersehbar prangt diese Aufschrift an den Fenstern des Saturn Music Domes am Hansaring in Köln.
Früher, noch in den 80ern, als ich den Dom ehrfürchtig das erste Mal betrat, gab es hier im Erdgeschoss wohl die zumindest in Deutschland umfangreichste Platten-Auswahl. Damals waren in diesem Gebäude, übrigens das erste Hochhaus in Köln, gebaut in den zwanzigern des 20. Jahrhunderts, auch noch andere Abteilungen des Elektronikkonzerns zu finden. Allerdings reichte schon damals der Platz für das umfangreiche Angebot dieses Elektronikkonzerns nicht aus, so fand man über den ganzen Hansaring verteilt in verschiedenen Häusern die jeweiligen Fachabteilungen. Zu Beginn der 90er dann baute man hinter dem Saturn-Stammhaus eine ganz neue Filiale inklusive Tiefgarage. Hier findet man heute ein nahezu komplettes Angebot über drei riesige Etagen verteilt - mit Ausnahme von CDs, DVDs und Videos, die im alten Stammhaus sich heute auf 3 Etagen ausbreiten.
Die Lage am Hansaring am Rande des recht neuen Mediaparks würde ich jetzt nicht unbedingt als zentral gelegen bezeichnen. Die Einkaufsmeilen Hohe Straße und die Schildergasse sind doch gut 20 Minuten entfernt - zu Fuß versteht sich. Auch ist der Hansaring eher am Ende der Kölner Ringe gelegen. Dafür gibt es direkt beim Saturn eine S-Bahnstation sowie eine U-Bahnstation. Auch vom Hauptbahnhof ist man recht schnell dort, orientieren kann man sich dabei auch an der Silhouette des backsteinfarbenen Hansa-Hochhauses, an dem weithin sichtbar auch die Schriftzeichen des Saturns zu sehen sind. Obwohl also etwas abseits gelegen, ist hier dennoch zumeist reger Betrieb. Köln hat zwar seit einigen Jahren auch einen City-Saturn im Kaufhof, doch ist das eben nur ein normaler Saturn-Technomarkt, wie man ihn eigentlich fast in jeder größeren Stadt findet. Das Flair des Saturns am Hansaring, meines Wissens der erste Saturn überhaupt, geht ihm dabei eben doch etwas ab.
Zurück zum heutigen Music-Dome. Kommt man durch die Drehtür herein, fühlt man sich immer wieder aufs neue erschlagen von der schieren Größe. CD-Regale, wohin das Auge blickt. Gleich am Ein-/Ausgang findet man die Ständer mit den Sonderangeboten. Sonderangebote, die man zum großen Teil übrigens nicht im City-Saturn findet. Etliche CDs, die man hier zu günstigen Preisen findet, sind dort entweder erst gar nicht vorrätig oder aber zum Teil deutlich teurer. Vom Kölner Pro Markt oder Media Markt will ich da erst gar nicht reden.
Übrigens gibt es auch zahlreiche Sonderaktionen, wo es Rabatte auf alle CDs gibt. Es empfiehlt sich also, die regelmäßig dem Kölner Stadtanzeiger beiliegenden Prospekte nicht einfach wegzuwerfen. Viele dieser Angebote sind Aktionen, die man in anderen Saturns so nicht findet.
Ansonsten liegen die Preise für CDs zum Teil deutlich unter dem, was andere Shops wie WOM oder der Pro Markt verlangen und geringfügig unter denen des Media Marktes. Selbst der City-Saturn ist manchmal etwas teurer. Noch vor wenigen Jahren bekam man neue CDs für 21 - 25 DM, diese Zeiten sind leider auch im Music Dome vorbei. Dieses trifft leider auch auf die CDs zu,
die nicht im Sonderangebot sind. Dafür findet man hier eigentlich so gut wie alles, was der Markt her gibt. Und wird man einmal nicht fündig, gibt es ja noch die Infotheke. Dort liegen auch immer einige Kataloge mit allen erhältlichen CDs bereit. Falls einem das noch nicht weiterhelfen sollte auf der Suche nach etwas eher unbekanntem, gibt es dann immer noch das Personal. Zwar habe ich hier noch nie recht viel fragen müssen, doch bleibt einem regelmäßigen Kunden natürlich nicht verborgen, dass dieses zum Teil sehr fachkundig ist. Fast schon zum Inventar gehört hierbei ein gebürtiger Amerikaner (zumindest vermute ich, dass er einer ist), der wohl so ziemlich alles zu kennen scheint. Neulich bekam ich in einem anderen Saturn mit, wie ein Kunde die CD-Single "It's My Life" von Bon Jovi suchte - und der gute Berater suchte doch tatsächlich in den aktuellen Charts, obwohl der Song bereits fast 3 Jahre alt ist - ein derartiger Faux-Pas wäre im Musicdome zumindest bei dem "Chefberater" nur schwer vorstellbar.
Neben den obligatorischen Pop-/Rockregalen findet man auch zahlreiche CDs aus dem Bereich Soul, Alternative, Filmmusik und Dance und überall Ständer mit Sonderangeboten. Und dann gibt es auch noch eine riesige Klassikabteilung. Diese gehört allerdings zu den weniger stark frequentierten Bereichen. Eigentlich gehe ich, wenn überhaupt, nur durch diese hindurch, um zu den Toiletten zu gelangen, die hier durchaus sinnvoll sind, kann man doch in diesem Musik-Mekka durchaus mehrere Stunden verbringen.
Einen Keller gibt es auch noch, dieser nannte sich bis vor kurzem noch Maxikeller, doch wurden die Maxisingles mittlerweile auch ins Erdgeschoss geholt. Anstatt der Maxis findet man heute im Keller eine Jazzabteilung. Reinhören kann man in die CDs übrigens auch: einfach den Barcode der jeweiligen CDs unter den Laser an einer der zahlreichen Kopfhörerstationen halten und schon geht es los, klappt fast immer.
Neben den CDs findet man im Musicdome auch noch Schallplatten, bespielte Minidiscs und auch eine kleine und mittlerweile bescheidene Auswahl an Musikkassetten. Und natürlich geht man auch mit der Zeit, deshalb findet man im Obergeschoss die DVD- und Videoabteilung. Hier dürfte es wohl so ziemlich alles geben, was in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Doch leider sticht diese Abteilung weder durch Übersicht noch durch das Preisniveau besonders hervor. Während man in Köln wohl nur schwerlich einen Laden entdecken dürfte, der den Saturn am Hansaring bei CDs preislich unterbietet, sollte man bei DVDs schon eher vergleichen. Schade eigentlich, doch diese Abteilung könnte man noch durchaus attraktiver gestalten.
Zu den CDs sei noch erwähnt, dass diese in eine stabile Plastikhülle eingeschweißt sind. Wie oft habe ich mich schon in anderen Filialen des Saturns über Preisschilder geärgert, die derart an den Hüllen klebten, dass man sie kaum abbekam. Dieses Problem hat man im Musicdome eigentlich nie. Kassen gibt es auch reichlich, viele sind auch besetzt, so dass man an normalen Tagen nicht all zulange anstehen muss. Früher konnte man nur bar bezahlen, doch seit ca. 10 Jahren wird auch im Saturn am Hansaring zumindest die EC-Karte akzeptiert.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass man in diesem Saturn fast den ganzen Tag verbringen kann. Nirgendwo macht das Stöbern in den Regalen mehr Spaß, fast nirgends findet man eine vergleichbar riesige Auswahl und fast nirgends ist so viel auch tatsächlich in den Regalen, fein sortiert nach Stilrichtungen und Interpreten. Zu fast allen Interpreten findet man auch noch ein Kärtchen im Regal, auf der alle seine veröffentlichten Platten aufgelistet sind. Das Preisniveau zumindest im Musikbereich ist nur schwer zu übertreffen, reinhören kann man auch in fast alles, so dass der Musicdome wahrlich ein Erlebnis darstellt für jeden Musikliebhaber. Der einzige Nachteil: es ist etwas abseits der Einkaufsmeilen, dennoch ist es oft überlaufen - die Masse verteilt sich allerdings recht gut in dem riesigen Gebäude - und man kann ziemlich viel Geld dort liegen lassen. Nicht so gelungen ist (noch?) die DVD-Abteilung, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich das auch noch bessern wird. Da es sich aber hier ja auch nicht um einen DVD-Dome handelt, sondern um einen Music-Dome, steht der verdienten Höchstbewertung nichts im Weg.
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ein Testbericht von Gemeinwesen2007-09-23 13:22:43vom 23.09.2007Empfehlung: ja
Vorteile: - Riesenauswahl
- attraktive Preise
- gute Erreichbarkeit durch innerstädtische Lage und gute Verkehrsanbindung (Auto, S-Bahn, U-Bahn)
...Nachteile/Kritik: - nüx.
Was haben der Saturn und Köln gemeinsam? Richtig: Natürlich& nbsp;Ringe. Die von ersterem b estehen aus Staub und Eis,&nbs p;die von zweiterem legen sich ums Zentrum von Kölle un d sind quasi großzügig dimensi onierte Kreisverkehre: Wer durchbli ckt hat, wie sie funktionieren , findet sie toll, wer di e richtige Ausfahrt verpasst, den können sie ziemlich flott& nbsp;verzweifeln lassen.
Ringe gehören zum Saturn einfach dazu. Das ist in Köln nicht anders, denn auch hier schmiegt sich ein Ring an den Saturn. Im nämlichen Falle handelt es sich um eine Ringstraße, und das ist insofern verdammt praktisch, als die Mutter aller Saturn-Filialen gut erreichbar ist. Das gilt übrigens nicht nur für Automobilisten, sondern auch für S-Bahnfahrer, die einfach an der Haltestelle Hansaring aussteigen: Selbst wer nicht gut zu Fuß ist, dürfte keine Schwierigkeiten dabei haben, die wenigen Meter Wegstrecke zum weithin sichtbaren Saturn Music Dome zurückzulegen.
In dessen Innerem hat sich im Laufe langer Jahre, in denen ich Saturn kennen und schätzen gelernt habe, einiges getan. Früher, als der Standard-Tonträger noch LP hieß, regierte hier gewissermaßen noch das Prinzip der erweiterten Selbstbedienung. Das heißt, dass die geneigte Kundschaft auch dafür zuständig war, sich den gewünschten Tonträger aus dem Lagerbestand von Saturn zu beschaffen. In den Verkaufs-Displays standen zwar auch LPs, aber die hatten eher die Funktion von Mustern: Schau mal, so sieht die LP aus, die du dir gleich selbst aus einem der vielen Regale heraussuchen darfst, die sich hier überall an den Wänden entlang ziehen.
Das A & O dieser speziellen Art von Selbstbedienung war natürlich das Ordnungssystem, das sich an den Bestellnummern der LPs orientierte. Solche Nummern prangten – von Hand geschrieben, aber deutlich lesbar – auf Listen, die jeweils zwischen Scheiben aus transparentem Kunststoff klemmten. Diese speziellen Klemmbretter standen dann in LP-Displays, und wer auf der Suche nach einem bestimmten Titel war, fand ihn, wenn vielleicht auch nicht in Form der gesuchten LP im Display, in der Regel auf der Liste. Und musste sich nun nur noch die Bestellnummer merken, um sich den hoffentlich am Lager befindlichen Titel zu beschaffen. Mit Papier und Bleistift bewehrte Menschlein waren im „Saturn“ jener Tage kein ungewöhnlicher Anblick.
Das beschriebene Vorgehen sparte natürlich Personal, und die Ersparnis schlug sich auch in den Preisen nieder – deren Angabe übrigens in der Regel nicht in Mark und Pfennig geschah, sondern in Form eines alphabetischen Codes. Und all überall hingen natürlich Tafeln mit den entsprechenden „Umrechnungskursen“, die Aufschluss darüber gewährten, wie viel denn nun eine LP der Preiskategoie A, B, C oder auf F kostete. Mit den beschriebenen Eigenheiten zu arrangieren war einfacher, als die obigen Zeilen vermuten lassen könnten – zumal Musik-Fans, die zum Saturn reisten, ja genau wussten, warum sie das taten: Natürlich des guten Sortiments und der guten Preise wegen.
Beides konnte und kann sich sehen lassen: Das Saturn-Haus am Hansaring bietet eben nicht nur Titel, die sich aktuell gut verkaufen und die nach Ablauf der Saison bereits wieder vergessen sind, sondern das Sortiment besticht durch immense Breite und Tiefe. Saturn in Köln ist eines der wenigen Musikgeschäfte, zu denen mensch getrost auch gerade drauflos pilgern kann, wenn er auf der Suche nach einem bestimmten Titel ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesuchte nicht erst bestellt werden muss, sondern vorrätig und abholbereit ist, ist so immens groß wie sonst wahrscheinlich wirklich nirgends sonst in ganz Deutschland. Oder ist Saturn gar wirklich „die größte Plattenschau der Welt“,
wie das Unternehmen lange Jahre für sich warb? Sagen wir’s mal so: Die HMVs, Virgin Megastores und World of Music-Filialen dieser Welt, die ich kennengelernt habe, konnten dem kölschen Platten-Gestirn nie das Wasser reichen.
Gerade Fans, die Aufnahmen abseits allen radiotauglichen Mainstreams suchen, werden in dieses Loblied sicher einstimmen – auch Abteilungen wie Filmmusik und Folk sind hier ähnlich glänzend bestückt, wie es in anderen Läden nur die Umsatzbringer Pop und Rock sind. Die Leistung stimmt, und der Preis stimmt in der Regel auch: Die Sonderangbeote sind atraktiv, aber dank offensichtlich vernünftiger Mischkalkulation ist auch vergleichsweise Exotisches meist zu einem durchaus vertretbaren Preis zu haben. Die oben beschriebene Art der Lagerhaltung und Selbstbedienung ist übrigens längst passé. Heute sieht der Kaufakt bei Saturn so aus wie in einem jeden x-beliebigen CD-Laden in der Republik.
Was wäre sonst noch zu sagen? Ach ja: Die Saturnalien sind Festtage, die die Römer dem Gott Saturn widmeten. Und die Römer waren auch die Leutchen, die, lang ist's her, am Rhein eine Stadt gründeten und sie Colonia Agrippina nannten. Die heißt heute Köln. Nicht Düsseldorf. Womit auch der für linksrheinisch Geborene so wichtige obligatorische Seitenhieb gegen die Landeshauptstadt untergebracht wäre.
R e s ü m e e
Als der Standard-Tonträger noch die gute alte Schallplatte war, warb Saturn am Hansaring damit, "die größte Plattenschau" der Welt zu bieten. An der gewaltigen Auswahl hat sich mit den Jahren nichts geändert: Wer auf der Suche nach einer bestimmten CD ist, dessen Chancen, fündig zu werden, stehen hier besser als irgendwo sonst in der Republik. Die DVD-Abteilung kann sich ebenfalls sehen lassen, und die Preisgestaltung ist auch attraktiv.
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