Schafkopfen
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 Kartenspiel
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Schafkopfen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Bewertungsverteilung:
Girol

Schafkopfen bayrische Tradition?

ein Testbericht von 2002-10-23 23:46:18 vom 23.10.2002
Empfehlung: ja
Schafkopfen ist eine Bayrische Tradition.Seit meinem zehnten Jahr zähle ich zu den Eingeweihten die des Schafköpfens mächtig sind denn ich komme ja auch aus München.
Wo wird Schafkopfen gespielt?
Meistens in Wirtschaften und auf Offiziellen Turnieren wo jeder mitmachen kann der will.

Es spielen vier Spieler mit bayrischen Karten(Farben: Eichel, Herz, Blatt und Schellen).Man benötigt die Zahlen Sieben bis Zehn, dann Unter, Ober, König und Ass(auch Sau genannt)
Punkteverteilung:
Ass 11
Zehn 10
König 04
Ober 03
Unter 02
Sieben-Neun 00

Trumpfreihenfolge:Ober:Eichel
Blatt
Herz
Schellen
Unter:Eichel
Blatt
Herz
Schellen
Farbe:Ass
Zehn
König
Neun
Acht
Sieben
Es sind genau 120 Gesamtpunkte und 32 Karten.Gewonnen hat man mit 61 Punkten.Schneider frei ist man mit 31, unter 31 Punkten ist man Schneider und schneider schwarz ist man ab 0 Punkten.

Zu den Regeln Noch eine Vorbemerkung.Es gibt regionale Unterschiede somit bringe ich euch unsere Regeln nahe.

Der Geber mischt zuerst, lässt dann von seinem rechten Spieler abheben und gibt dann im Uhrzeigersinn jedem Spieler vier Karten.
Dann darf jeder Spieler sagen ob er spielt und der Spieler mit der höchsten Ansage darf spielen.Bei uns ist die Reihenfolge so: Sauspiel unter Wenz, Wenz unter Solo, Solo unter Wenz-Du,Wenz-Du unter Solo-Du, Solo-Du unter Si.
Es muß immer Farbe zugegeben werden.D.h. wenn Eichel gespielt wird dann muß man Eichel zugeben.Wenn nicht hat man verloren.

Sauspiel:Der Spieler bestimmt eine Sau mit der er zusammenspielt.Es
darf jede ASS außer der Herz Ass genommen werden. Es sind
Ober, Unter und Herz Trumpf.Wenn auf die Blattsau gespielt
und Blatt gespielt wird dann muß man die Blattsau spielen.

Wenz:Es gibt zwei Arten von Wenzen:
Farbloser Wenz:Nur Unter sind Trumpf. Die Ober werden in die Farben
eingeordnet.Also unter den König.
Farbwenz: Es zählen die Unter und die angesagte Farbe.Ober werden
wieder in die Farbe eingeordnet.

Solo:Alle Ober, Unter und die angesagte Farbe zählen als Trumpf.

Im Gegensatz zu dem Sauspiel spielt man im Wenz und Solo allein gegen alle.

Schieberrunde:Wenn ein Herzsolo verloren wurde dann wird eine
Schieberrunde gespielt.Es bedeutet, dass der erste
Spieler nach dem Geber die beiden höchsten Ober(Eichel
und Blatt) bekommt und dann wird gemischt und
ausgegeben. Somit hat der Geber am Schluß sechs Karten
und der Erste zehn Karten.Wenn er sich entscheidet zu
spielen schiebt er dem nächsten zwei Karten zu die er
nicht mehr gebrauchen kann.Die anderen schieben solange #
Karten bis jeder acht Karten haben. Die Nichtspieler
versuchen einen von ihnen mit möglichst vielen Trümpfen
auszustatten das sie das Spiel gewinnen können.
Schieberrunden dauern genau vier Spiele so dass jeder die
Chance hat einmal zu spielen.

Wenz- Du: Ein Wenz- Du ist ein Wenz nur mit der Ausnahme das der
Spieler meint das er alle Stiche macht.Wenn er es schafft
gewinnt er wenn die anderen nur einen Stich machen auch wenn
es ein Nullpunktestich ist dann hat der Spieler verloren.
Solo- Du:Ist wie ein Solo nur wieder mit der Zusatzregel das der Spieler
alle Stiche machen muß, um zu gewinnen.
Ein Si:Wenn ein Spieler alle vier Ober und vier Unter hat spielt er
einen Si und legt sofort hin und gewinnt.Wenn das passiert
ist es bei uns so üblich diese Acht Karten einzurahmen und die
Spieler die dabei waren unterschreiben auf den Karten.
Was ist wenn keiner spielt?
Zamschmeiss'n(Zusammen werfen):D.h. es wird neu gemischt.
Der Oide Muaß:Der Oide(Alte=Ober Eichel)muß spielen also der mit dem
Ober Eichel muß.Kann auch ein Solo oder Wenz spielen.
Ramsch: Man versucht so wenig Punkte wie möglich zu machen.Trumpf
sind Ober, Unter und Herz.

Laufende:Wenn ein Spieler oder zwei Spieler zusammen z.B. die Drei
höchsten Ober haben dann haben sie drei Laufende.

Wieviel bekomme ich für was wenn man um Geld spielt?
Für ein Sauspiel bekommt jeder Sieger 5C ent
Für ein Solo/Wenz bekommt Jeder Sieger 20 Cent
Für jede Laufende bekommt man 5 Cent
Wenn die Verlierer Schneider sind dann bekommt man 5 Cent
Wenn die Verlierer Schneider Schwarz sind dann 5 für Schneider und nochmal 5 Cent

Wenn ein Nichtspieler am Anfang des Spiels meint er hat bessere Karten dann kann er dem Spieler einen Stoß geben.Das Spiel zählt nun doppelt.Meint der Spieler das er immer noch gewinnen kann dann kann er dem Nichtspieler ein Retour geben.Damit zählt das spiel vierfach.
Gibt der nichtspieler dem Spieler dann noch einen Sub zählt es Achtfach und wenn der Spieler nun noch zum letzten mal ein Resub gibt zählt es Sechzehnfach.weiter geht es nicht.

So das waren unsere Regeln und ich finde das es ein gutes Spiel ist denn man muß höllisch aufpassen welche Trümpfe schon gespielt wurden und man fängt bald sogar auch an alle Punkte im Spiel mitzuzählen.
Es ist auch immer lustig wenn man zusammen sitzt und miteinander Scharfköpft.Denn man spielt nicht nur sondern redet auch noch viel miteinander.
Also probiert es einfach mal aus.

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MfG Girol
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Haber

Nebenverdienst gefällig?

ein Testbericht von 2002-05-27 11:41:15 vom 27.05.2002
Empfehlung: ja
Einleitung
----------
Ein typisches Bild in einer bayrischen Gaststätte. Vier ältere Herren sitzen an einem (verrauchten) Tisch und zocken um
die Wette. Sie spielen Schafkopf, was ich auch in meiner Freizeit ab und zu mache. Ich rufe meine Freund an und wir
vereinbaren einen bestimmten Termin. Dann treffen wir uns bei irgendjemandem und spielen einen Abend lang bei Verpflegung
(Pizza,Cola,Chips,Zigaretten). Man könnte nun behaupten, ja der Verlierer ist betrogen worden. Er hat einfach keine guten
Karten bekommen. Dem ist aber nicht so. Sicherlich gehört ein bestimmter Prozentsatz Glück dazu, aber
das Spiel ist meiner Meinung nach kein Glücksspiel, oder besser gesagt kein reines Glücksspiel.
Man muss auch taktisch clever agieren können, das heißt, nicht unbedingt alles stechen wollen, sondern die wichtigen
(Big Points) zu machen. Mit der Zeit bekomnt man ein gewissen Gespür für bestimmte Spielsituationen. Hat man diese am
Anfang noch nicht gemeistert, so weiß man jetzt, welche Karte man unbedingt anspielen sollte und auch wesahalb dies so
sein muss. Zum Spiel selbst gehört auch ein bisschen Köpfchen, das heißt, im angetrunkenen Zustand verliert man leicht die
Hemmungen, was man anschließend daran merkt, dass kein Pfennig mehr in der Schüssel ist.
Das Spiel wird zumeist mit der "kurzen Karte" gespielt, also mit 24 Karten.
Bei vier Spielern also 6 Karten für jeden. Dann gibt es unterschiedliche Spiele.

Die Spiele, Wertigkeit der Karten
---------------------------------
Ein Rufspiel mit einem As zu der eigenen passenden Farbe. Dann spielen 2 vs. 2.
Oder man spielt allein gegen alle, dann kann man ein Solo ansagen. Dann werden alle Ober und Unter als Trumpf gewertet und
jeweils die entsprechende Farbe, die man natürlich ansagen muss. Ein Spiel hat man mit 61 Punkten als Spieler gewonnen.
Weiterhin kann man "heiraten", das heißt, der eine Spieler schiebt einen Trumpf (auf Herz-Solo), der andere nimmt ihn und
schiebt im Gegensatz dazu eine "Fehlfarbe" (also keinen Trumpf, einen Nichttrumpf). Dann kann ein Wenz (nur Unter sind Trumpf)
gespielt werden, bei einem Bart stechen nur die Könige. Ein Geier (nur Ober Trumpf) kann auch gespielt werden.
Die vier Farben, die es beim Schafkopf gibt, sind Eichel, Grün (oder Blatt), Herz und Schelln.
Haben bei einem Sollo beide 60 "Augen" (da ja 120 Punkte im Spiel sind: As=11, 10er=10, König=4, Ober=3, Unter=2, 9er=0), so hat
der Spieler (also derjenige, der das Solo gespielt hat) verloren, außer einer der Gegner hat ein "Kontra" ausgesprochen. Das bedeutet,
er meint das Spiel zu gewinne, muss also 61 Punkte vorweisen können. Darüber hinaus gibt es noch einen ..."tout", das heißt, m
der Spieler gibt vor, alle Stiche und so mit Punkte zu machen. Gelingt ihm das, wird der Preis zum Schluss verdoppelt.
Dies geht oftmals hin und her, wenn sich jeder sicher ist.
Dann schlagen alle an die Karten und rufen "Kontra", "Re", "Sub", "Resub", "Hirsch", ..... wobei wir schon beim Preis eines
Spiels wären.

Die Preisbildung
-----------------
Man kann mit "Legen" spielen, "20-10, 20-5" (so heißt es bei uns),.... kompliziert, aber man muss nur immer nach dem einen
Strickmuster bei der Berechnung vorgehen. Zuerst einmal gehen wir von einem Spielsystem 20-10 aus, das heißt ein Rufspiel
kostet 10 Pfennig, Schneider (weniger als 31 Punkte nach dem Spiel) kostet weitere 10 Pfennig, Schneider schwarz (keine Punkte)
ebenfalls 10 Pfennig. Ein Solo kostet 20 Pfennig, Schneider, Schneider schwarz widerum 10 Pfennig. Bei einem Rufspiel mit Schneider
kann man also 20 Pfennig verlangen. Ein Solo Schneider schwarz kostet beispielsweise 40 Pfennig. Darüber hinaus werden noch
die "Laufenden" bezahlt, was bei einem Rufspiel, einem Geier oder einem Solo die Ober (Eichel Ober, Grün Ober, Herz Ober, Schelln Ober)
sind. Ausbezahlt wird ab einer Anzahl von drei (also man braucht alle Ober bis einschließlich Herz Ober, um diese
"Gratifikation" zu erhalten). Jeweils 10 Pfennig pro Ober. Bei einem Geier sind es ja bekanntlich die Ober. Beim Wenz
müssen laufende Unter bezahlt werden, beim Bart die laufenden König.
Als Gegenspieler kann man ein Kontra geben, das den Preis verdoppelt.

Haber-Formel:
Spiel Rufspiel 10/Rest 20 Pfennig
Schneider + 10 Pfennig
Schneider schwarz +10 Pfennig
Anzahl der Laufenden +jeweils 10 Pfennig
Verdoppeln für Tout (evtl.)
=Betrag1 (diesen dann mal so oft verdoppeln, sooft abwechselnd Kontra gegeben wurde = Endbetrag :-) einfach oder

Anleitung, Tricks, etc.
-----------------------
Eine Anleitung zu dem Spiel kann man schwer geben, man muss die Spielerfahrung selber sammeln. Am Anfang gerät man in ein
Loch, da man noch nicht alle Tricks kennt, Spielsituationen erscheinen unsinnig und man verliert "ständig" (sehr oft auf
jeden Fall). Trotzdem lohnt sich das Spiel, weil es zum bayrischen Brauchtum einfach mal dazugehört.

Hier nun einige Tricks:
- man kann mit erfahrenen Spielern als Anspieler einen Tout spielen, obwohl man einen 10er blank als Fehlfarbe hat, da
sich die meisten (zu 60 %) eine doppelte Farbe aufheben, weil niemand dem Spieler zutraut, dass er quasi "blufft"
- ausholen (frech spielen) um einen Kontra bei einem Rufspiel vorzutäuschen, um anschließend selber ein "Re" zu geben,
weil man mit dem Spieler zusammenspielt (dies sollte man nur in gewohnter Runde tun, ist nicht besonders fair)
- die Ausdrücke "Raus" und "Geht" verwenden, was bedeutet: bei Raus ein As bringen, bei Geht eine Farbe, die man besonders
oft hat, damit der andere sie stechen kann und der Spieler unter Umständen sogar zugeben muss
- eine Hochzeit verhindern, indem man einen "Notsolo" oder einen "Notbart" spielt (oder sonst was), nur damit die Hochzeit
nicht stattfinden kann. Das kann aber auch sein, dass man sich ein Kontra einfängt und man selber draufzahlt. Doch
eine Hochzeit kostet im Normalfall schon 50 Pfennig. Vielleicht spielt derjenige selber was, weil er ausgezeichnete Karten hat
und er den Trumpf gar nicht sooo dringend benötigt.
- sich blind verständigen, was mit der Zeit von selbst kommt, man kennt die Spielweisen der anderen Spieler
- angenommen, man hat nur noch kleine Trümpfe, auf keinen Fall den niedrigsten anspielen, auch nicht unbedingt den höchsten
der drei Karten, zu 90 % den mittleren nehmen, der andere sticht, zieht einmal und man selbst sticht am Ende vielleicht
mit einer hohen Punktzahl
Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Vielleicht date ich den Erfahrungsbericht noch einmal up. Ich frag mal meine Freund,
ob ihnen noch was einfällt. Dann füg ich noch ein paar Tricks, Tipps dazu.

Fazit:
------
Ein Spiel, das man auch 24 Stunden spielen kann. Langweilig wirds nicht, außer man hat kein "Glück", wobei wir wieder
oben beim Berichtanfang angelangt wären.

Ciao und viel Spaß beim Kennenlernen oder beim Tricks-Anwenden
Haber :-)
...
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Kommentare
0-8-15
0-8-15, 14.02.2003
Also ich glaube nicht, daszlig der quotkurzequot Schafkopf so verbreitet ist, ich kenne viele SK039ler, und nur einer davon spielt regelmaumlszligig einen quotkurzenquot. Und gibts bei euch denn gar kein legen? Wo bleibt den da der Gag? Tr
Cerebro
Cerebro, 12.08.2002
schoumlner bericht, aber ich spiel Schafkopf seit 12 jahren, und quotrausquot oder quotgehtquot hab ich noch nie gehoumlrt bzw. ist meines wissens auch verboten.
Herzkine
Herzkine, 02.07.2002
Ich checks nie...
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Ray13177

Schafkopfen - das schönste Spiel, daß ich kenne!

ein Testbericht von 2002-02-21 14:39:29 vom 21.02.2002
Empfehlung: ja
Also, ich möchte Euch (auch wenn es schon ein paar Kollegen vor mir gemacht haben) Euch heute das Kartenspiel Schafkopfen näher vorstellen.

Allgemein (zu den einzelnen Punkten unten detailliert aufgeführt!):
Dieses Spiel wird mit Doppelkopf-Karten (32 Karten) meist in einer 4er Runde (Tisch) gespielt. Gegeben werden immer 2x4Karten, so dass die 32 Karten komplett ausgegeben werden. Die 32 Karten ergeben einen Gesamtpunktewert von 120 Punkten. Die Punkte sehen so aus:
AS = 11 Punkte x 4 = 44 Punkte
10 = 10 Punkte x 4 = 40 Punkte (10 ist höher als König!)
König= 4 Punkte x 4 = 16 Punkte
Ober = 3 Punkte x 4 = 12 Punkte
Unter= 2 Punkte x 4 = 8 Punkte
insgesamt = 120 Punkte
Die 7er, 8er und 9er zählen keine Punkte!
Gewonnen hat ein Spieler (Spieler = derjenige, der ein Spiel angesagt hat), wenn er 61 Punkte hat. Nichtspieler benötigen zum Sieg also nur 60 Punkte!
Bei diesem Spiel zählt aber Farbzugabepflicht und Trumpfzugabepflicht! Das heißt, wird eine Farbe gespielt, und man hat Selbst diese Farbe, muss man diese Farbe bedienen. Hat man diese Farbe nicht, kann man mit einem Trumpf stechen (ein Stich besteht also aus 4 Karten; dieser wird dann eingezogen, und ein weiter Stich kommt zustande; also insgesamt pro Spiel 8 Stiche). Wird ein Trumpf gespielt, muss auch Trumpf zugegeben werden. Hat man keinen Trumpf (mehr), kann man eine x-beliebige Karte wegwerfen.
Es gibt verschiedene Arten von Spielen bei Schafkopf! (der Höhe und Rangfolge nach aufgezählt!)
- Sie (spielt man alleine gegen die anderen 3)
- Solo tought (Du) (-"-)
- Wenz tought (-"-)
- Farb-Wenz tought (-"-)
- (Farb)-Solo (-"-)
- Wenz (-"-)
- Farb-Wenz (-"-)
- und das klassische Sauspiel (spielt man mit einem Partner)
Diese Spielearten sind die häufigsten, die beim Schafkopf gespielt werden.

Bei diesem Spiel geht es nicht nur um den Spaß (wobei das immer das Ausschlaggebende sein sollte), sondern je nach Runde, laufen auch ein paar Mark über den Tisch.
Die häufigsten Tarife:
I.) 10 Pf. (für das Sauspiel, für Schneider, Schneider schwarz [auch "Schneider durch" genannt], und für die "laufenden")
II.) 50 Pf. (für Solo, Farb-Wenz und Wenz)
III.) Der tought zählt doppelt.
IV.) Der Sie zählt vierfach.
V.) Kontra, Sup, Re, Hirsch; dann zählt das Spiel ebenfalls Kontra à doppelt
Sup à 4 fach, Reà 8 fach, Hirsch 16 fach
oder
I.) 20 Pf. (Sauspiel usw.)
II.)1, - DM (Solo usw.)
oder
I.) 50 Pf. (Sauspiel usw.)
II.)2,- DM (Solo usw.)
oder die ganz extremen (aber Vorsicht, dass kann wirklich teuer werden)
I.)1,- DM (Sauspiel usw.)
II.)5,- DM

So, das war’s jetzt erst mal für den allgemeinen Teil. Kommen wir zu den einzelnen Spielen:
Was ist ein SIE?
Beim Schafkopfen sind grundsätzlich mal alle Ober und Unter von Eichel über Gras, dann Herz und dann Schellen Trumpf.
Ein SIE ist, wenn man alle 4 Ober und alle 4 Unter in der Hand hat. Kein anderer kann einen Stich machen, da alle acht höchsten Trümpfe in einer Hand stehen. (zählt 4fach)
Was ist ein TOUGHT?
Ein TOUGHT ist ein Spiel, wo man bereits vorher bekannt gibt, dass die anderen 3 (Gegenspieler) keinen Stich für sich gewinnen. Es sind zwar noch Ober oder Unter bei anderen Spielern, aber diese stechen nicht! (zählt 2fach)
Was ist ein SOLO?
Ein SOLO ist ein Spiel, wo man, wenn man ein paar Ober und ein paar unter und ein viel von einer Farbe hat, spielen kann:
Beispiel 1*): Man hat den Eichel-Ober, den Gras-Ober und den Herz-Ober, den Schellen-Unter und vier Eichel Karten, dann spielt man ein EICHELSOLO. (In diesem Spiel gibt es also 14 Trümpfe: 4 Ober, 4 Unter, und AS, 10,König,9,8,7 der jeweiligen Farbe!)
Was ist ein FARB-WENZ?
Beim FARB-WENZ zählen die Ober als ganz normale Farbe. Nur Unter und die Farbe, welche man den Wenz getauft hat ist Trumpf. D.h. z.b. bei einem Eichel-Wenz sind die 4 Unter und auch der Eichel-Ober Trumpf, aber in diesem Falle ist der Eichel-Ober der 4kleinste Trumpf.
(Höchster Trumpf: Eichel-Unter, dann Gras-Unter, Herz-Unter, Schellen-Unter, Eichel-AS, Eichel-10, Eichel-König, Eichel-Ober, Eichel 9,8,7! (Bei einem Farbwenz gibt es also 11 Trümpfe)
Was ist ein WENZ?
Bei einem WENZ, zählen nur die Unter, d.h., auch keine Farbe ist Trumpf. (4 Trümpfe im Spiel)
Was ist ein SAUSPIEL?
Bei einem SAUSPIEL ist immer Herz und wiederum alle Ober und Unter Trumpf. (Es gibt also wieder 14 Trümpfe)
Bei einem SAUSPIEL, sucht sich ein Spieler einen Partner, weil er nicht genügend Trumpf hat, um alleine spielen zu können. So hat z.B. einer den Eichel-Ober, den Herz-Ober, den Gras-Unter, die Herz-AS, den Herz-König, die Gras-As, die Schellen-AS und den Eichel-10.
(Wie der Name des Spiels schon sagt: "Sauspiel": Man spielt mit der Sau (AS), wo man selbst nicht hat, aber eine andere Karte dieser Farbe besitzt.
Also in o.g. Beispiel mit der Eichel-AS. Nun müssen diese beiden Spieler 61 Punkte haben, um zu gewinnen.

Das sind eigentlich so die Grundspiele. Jetzt noch ein paar Begriffsbestimmungen:
„Laufende“: das sind die höchsten Trümpfe eines Spiels ohne Unterbrechung. D.h. beim Solo (siehe Beispiel 1*) Eichel-Ober, Gras-Ober, Herz-Ober usw.. Laufende zählen bei einem Solo, wie auch bei einem Sauspiel ab drei „laufenden“ bis max. 14 laufende (da ja beim Sauspiel der Partner die restlichen Trümpfe haben kann); bei einem Wenz (Unter) ob Farb- oder normaler Wenz, zählt es bereits ab 2 „laufenden“. Je nach Tarif kostet dann jeder einzelne Ober bzw. Unter z.B. 10 Pf. + den Preis des jeweiligen Spiels. Die Anzahl der „ Laufenden“ muß aber jeder selber wissen, der Sie verlangt. Man muß nicht freiwillig bezahlen, erst nach Aufforderung. (Unten bekommt Ihr noch ein Gesamt-Beispiel, wo alles gerechnet wird!

„SCHNEIDER“: wie oben schon beschrieben, gibt es im Spiel 120 Punkte. Schafft man es bei einem Solo, oder Wenz, oder Sauspiel, dass die Gegenspieler weniger als 30 Punkte haben, so nennt man das „Schneider“, haben die Gegner aber zwischen 30 und 59 Punkten, sind sie „Schneider-frei“. Als Spieler wiederum benötigt man 31 Punkte um „Schneider-frei“ zu werden. Kostet je nach Tarif, nochmals z.B. 10 Pf.. Achja, und noch was, „SCHNEIDER“ ist immer Ehrensache und sollte (faires Spiel) immer freiwillig bezahlt werden!!!

„SCHNEIDER UND DURCH“ bzw. „SCHNEIDER SCHWARZ“: dies bedeutet, das die anderen KEINEN Stich gemacht haben! Wenn die Gegner auch nur einen „Null“-Stich (z. 4 neuner, und neuner zählen ja null Punkte) gemacht haben, ist es lediglich wieder nur „Schneider“. Kostet je nach Tarif, nochmals z.B. 10 Pf..
„KONTRA, SUP, RE, HIRSCH“: dies kann z.B. passieren, wenn der Gegner auch sehr gute Karten hat, dann sagt er: „Kontra“ und das Spiel zählt doppelt. Selbst denkt man aber, ich kann dieses Spiel gar nicht verlieren, und sagt „Sup“ (dann zählt es schon 4 fach, muß aber immer abwechselnd von Gegner, dann Spieler und dann wieder von Gegner dann Spieler ausgesprochen werden).

So, jetzt das Beispiel:

Sauspiel:

Man selbst hat Eichel-Ober, Herz-Ober, Schellen-Ober, Eichel-Unter, Herz-10, Herz-9, Schellen-10, Eichel-König. Man spielt mit der Schellen-AS!
Der, welcher die Schellen AS hat, hat folgende Karten:
Gras-Ober, Gras Unter, Herz-Unter, Schellen-Unter, Herz-AS, Herz-König, Schellen-AS und die Eichel-AS, und das Spiel endet so, das die beiden Gegner nicht einmal gestochen haben. Es berechnet sich so:
Ab drei „Laufende“ wird je „Laufender“ 10 Pf. gezahlt. Also:
Eichel-Ober
Gras-Ober (des Partners)
Herz-Ober
Schellen-Ober
Eichel-Unter
Gras-Unter (des Partners)
Herz-Unter (des Partners)
Schellen-Unter (des Partners)
Herz-AS (des Partners)
Herz-10
Herz-König (des Partner)
Herz-9
Diese Karten waren der Reihenfolge nach gegeben, also (mind. 3 „Laufende“, in diesem Beispiel sogar 12 „Laufende“) je „Laufender“ 10 Pf. = 1,20 DM.
Die Gegner haben weniger als 30 Punkte, also nochmals 10 Pf..
Die Gegner haben gar nicht gestochen, also nochmals 10 Pf...
Und für das Spiel selbst, nochmals 10 Pf..
Insgesamt würde das Spiel für die Gegner also 1,50 DM kosten.

Ach übrigens, dieses Spiel ist für mich das schönste Kartenspiel, nein, das schönste Spiel allgemein, was ich bisher kenne. Ist auf alle Fälle sehr interessant, da jedes Spiel immer anderes läuft, und wenn man x-mal die gleichen Karten hat, es geht immer wieder was anders. Meiner Meinung nach wirklich ein SPITZENSPIEL.

So, jetzt glaub ich hab ich alles erwähnt, sollten irgendwo Schwierigkeiten bestehen, dann E-Mail an mich! Viel Spaß und „GUT BLATT“!

Rainer
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Produktbeschreibung Schafkopfen

 
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