Marlis Scharff-Kniemeyer / Jana Frey: Katervaterhasensohn Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Darf im Reisegepäck nicht fehlen :o)
ein Testbericht von bigmanu2003-07-11 23:50:00vom 11.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: schöne Geschichte, liebenswerte Bilder, einfach toll...Nachteile/Kritik: nix
Am Sonntag geht es endlich los, Familie Dietrich düst ab in den Urlaub. Schon seit ein paar Tagen bin ich mit packen beschäftigt, für eine 4köpfige Familie will das wohlüberlegt sein. Wichtig sind natürlich die Koffer der Kinder. Jeder von ihnen hat einen bunten Trolli, für Spielsachen und Bücher. Gerade die Lieblingsbilderbücher sind besonders wichtig und dürfen nicht vergessen werden.
Eines der Lieblingsbücher meiner Tochter, das auf keinen Fall zu Hause bleiben darf, ist „Katervaterhasensohn“ von Marlies Scharff Kniemeyer und Jana Frey. Ich habe dieses Buch vor ein paar Monaten für 11,95 Euro bei amazon erstanden. Hierbei handelt es sich um eine gebundene Ausgabe die unter der ISBN-Nr. 3473339555 im Ravensburger Buchverlag erschienen ist. Das Buch verfügt über 28 Seiten und ist für Kinder ab einem Alter von 3 Jahren geeignet (laut Verlag). Ich habe es unserer Tochter allerdings schon früher vorgelesen, und sie war von Anfang an begeistert davon.
Katervaterhasensohn ist die Geschichte des kleinen Häschen Konstantin, das als letztes in einem Wurf von 10 kleinen Hasen auf die Welt kommt. Vater und Mutter Hase wohnen mit ihren Kindern in einem Bau unter einer großen Eiche. Der kleine Konstantin ist etwas ganz besonderes, da er als einziger niedlich schwarz gepunktete Ohren hat. Als ein hungriger Fuchs sich dem Hasenbau nähert, packen Vater und Mutter Hase ihre Kinder und ergreifen die Flucht. Sie verstecken sich am Bach und zählen erst einmal ihre Kinder durch. Doch eines fehlt, und das ist gerade Konstantin.
Verzweifelt suchen die beiden nach ihrem jüngsten kleinen Hasen, doch sie können ihn nicht finden. Erschöpft und traurig kehren sie zu ihren anderen Kinder zurück, wie wollen am nächsten morgen weitersuchen. Der kleine Konstantin ist in eine Erdnische gerutscht und hat die ganze Suche verschlafen. Als er am nächsten Morgen aufwacht weiß er nicht wo er ist, und sucht verzweifelt seine Mama und seinen Papa. Allerdings weiß er noch nicht einmal, wie diese aussehen.
Als er ein Eichhörnchen auf einem Baum entdeckt, fragt er es, ob es seine Mama wäre. Dieses verneint natürlich, und fragt ihn, wer er denn wäre. Doch noch nicht einmal das weiß Konstantin. Er weiß nur das er Hunger hat und friert und deshalb eine Mama braucht. Ein vorbeihuschendes Wiesel fragt er, ob es sein Papa wäre. Doch dieses nimmt sich keine Zeit für den kleinen Hasen. Ein freundlicher Spatz bietet Konstantin einen Platz in seinem Nest an. Aber er kann ja nicht fliegen und kann deshalb das Nest nicht erreichen.
Plötzlich begegnet der kleine Konstantin einem großen grauen Kater. Dieser schleicht um ihn herum und bezeichnet ihn als Hasenkind. Endlich weiß Konstantin, wer er überhaupt ist. Gleich wird der Kater gefragt, ob er vielleicht sein Papa wäre. Ich bin doch ein wilder Kater, antwortet dieser. Doch Konstantin ist plötzlich sehr müde. Mit den Worten, du musst aber mein Papa sein, kuschelt er sich an den Kater und schläft auch schon ein. Und der wilde Kater wird so der Papa von dem kleinen Hasenkind Konstantin. Er nimmt ihn mit in seine Stadt, füttert ihn, deckt ihn am
Abend zu und wärmt ihm die Pfoten. Und als der Fuchs sich nach dem Hasenkind erkundigt, jagt er ihn davon.
Ganz untypisch für ein Hasenkind wird der kleine Konstantin nun erzogen. Der Kater bringt ihm bei wie man lauscht und schleicht, und sie durchstreifen zusammen die Wiesen und Felder. Die beiden haben sich sehr lieb, und der Kater bezeichnet den kleinen Konstantin als wildestes Hasenkind der Welt.
Eines Tages hörten die beiden Hilferufe aus dem Wald. Ein großer Hase hat sich in einer Fuchsfalle verfangen. Die beiden befreien ihn, und der Hase erkennt in Konstantin seinen verlorenen kleinen Sohn. Natürlich hat er ihn an seinen besonderen getupften Ohren erkannt. Vater Hase ist überglücklich, und will ihn gleich mit nach Hause nehmen. Nur der Kater ist traurig, und will sich betrübt davonschleichen. Doch Konstantin möchte auf seinen Katervater nicht verzichten, und bittet ihn zu bleiben. Der Hasenvater ist nicht sehr erfreut, Kater und Hasen gehören nun mal nicht zusammen. Doch Konstantin kann ihn überzeugen, hat sich der Kater doch so fürsorglich um ihn gekümmert. Und glücklich machen die drei sich auf den Weg zum Hasenbau.
Meine beiden Kinder, auch unser 5jähriger Sohn, lassen sich dieses Buch immer wieder gerne vorlesen. Die Geschichte gefällt auch mir sehr gut, und die Bilder von Marlies Scharff-Kniemeyer sind sehr schön, richtig liebenswert. Da meine Tochter Hasen und Katzen sehr gerne mag, habe ich mich damals für dieses Buch entschieden. Und bereut habe ich die Ausgabe der knapp 12,00 Euro mit Sicherheit nicht.
Meine Kinder können die Geschichte zwar schon auswendig miterzählen, doch trotzdem ist es immer wieder spannend wenn die Hasen ihren kleinen Sohn suchen, und dieser allein durch den Wald läuft. Natürlich kommen da immer wieder Fragen auf, ob auch unsere Katzen draußen kleine Hasen aufnehmen zum Beispiel. Und jedes Loch in unserem Wald gegenüber wird jetzt als Hasenbau bezeichnet. Und wir haben sogar schon echte Hasen draußen im Wald gesehen. Für meine Kinder spielt diese Geschichte bei uns im Wald, und da bei uns auch ein wilder grauer Kater rumläuft, könnte das doch gut möglich sein ;o)
Auf den Bildern gibt es immer noch etwas zu entdecken, so zum Beispiel den Fuchs, der immer wieder durch die Bilder läuft. Meine Tochter kommt mit der hier eigentlich bösen Rolle des Fuchses aber nicht ganz zurecht. Nach Katzen und Hasen sind Füchse nämlich ihre Lieblingstiere, sie hat sogar einen von Steiff in ihrem Bett liegen. Da muss man als Eltern dann erklären, das es eben auch böse Füchse gibt, die kleinen Hasen was antun. Doch das schmälert nicht ihre Freude an diesem Buch. Außerdem ist es auch sehr lehrreich. Die Kinder lernen hier, das man auch zwei Väter haben kann. Mein Sohn hat das dann auch gleich auf die zwei Mütter meines Mannes übertragen.
Mein Fazit:
Ich finde „Vaterkaterhasensohn“ ist ein sehr schönes und auch lehrreiches Buch, und es macht mir immer wieder Spaß, es vorzulesen. Die Bilder sind sehr schön gezeichnet, die Tiere sehen sehr niedlich aber trotzdem auch echt aus. Auch der Text ist für Kinder gut zu verstehen und nicht zu lang. Deshalb von mir auch eine hundertprozentige Weiterempfehlung und alle fünf Sterne. Dieses Buch eignet sich mit Sicherheit auch sehr gut zum Verschenken.