Schloß Nymphenburg
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Platz 49 in der Kategorie "München". Typ: Bauwerk / ...mehr
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Schloß Nymphenburg Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
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  • es ist für jeden was dabei
Nachteile/Kritik
  • in meinen Augen nichts
frankensteins

Wandeln auf Kinis Spuren

ein Testbericht von 2008-02-19 14:13:42 vom 19.02.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: es ist für jeden was dabei...
Nachteile/Kritik: in meinen Augen nichts
Das Nymhenburger Schloss, ist wohl das absolute Highlight in München, das zu besichtigen sich niemand entgehen lassen sollte.

Nun ich hatte ja das Glück, dass ich, da ich ja in der Nähe wohnte und beim all abendlichen Spaziergang mit meinem Pudel Asso den beleuchteten Schlosspark mit dem schönen Schloss fast vor meiner Nase hatte, diesen öfters besucht habe und immer wieder bewundern durfte.. Ich kann sagen, dass es auch meinem Hund gefallen hat, wenn wir den Kanal entlang in Richtung des Schlossparks marschierten. Lange hat es allerdings gedauert, bis ich dann mit Bekannten das Schloss selbst besichtigt habe, aber als Zugraster wird man ständig von der Ludwig Hysterie, die in München herrscht eingeholt. Bei jedem Biergarten- oder Gaststättenbesuch erzählte irgendein Urgestein, seine Geschichte über die Königsfamilie und besonders des sagenumwobene Märchenkönigs, Ludwig dem II. dem die Bayern ihre Märchenschlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herren Chiemsee zu verdanken haben der in München geradezu verherrlicht wird. Es gibt den Ludwig II Verein, die Ludwig II Gesellschaft und überall kann man sich Andenken und Bilder des sagenumwobenen Kinis kaufen.. So kam es das mein Interesse für die Bayrischen Schlösser geweckt wurde, von dessen Schönheiten ich hier ein bisschen berichten will. Und vielleicht dem einen oder anderen eine kleine Hilfe bei seinem München Aufenthalt bieten kann.

Erreichen kann man das Schloss bequem vom Hauptbahnhof, Stachus oder Marienplatz aus mit der Tram 12, 16 und 17 oder mit dem Bus Nr. 151 und 51 bis zur Haltestelle Romanplatz fahren. Dann Richtung Kanal laufen von dort sieht man den Park mit dem darin liegenden Schloss.

Mit dem Auto von der Autobahn Frankfurt kommend Richtung Stadtmitte – Schwabing, an der Kreuzung Frankfurterstraße weiter geradeaus dann Richtung Neuhausen – Nymphenburg und dort über die südliche- oder nördliche Auffahrtsalle zu den Parkplätzen.

Von der Stuttgarter Autobahn fährt man immer gerade weiter Richtung Rotkreuzplatz, spätestens am Romanplatz hat man das Nymphenburgerschloss in seinem Rücken und muss wenden um auf die Parkplätze zu gelangen. Parkplätze sind genügend vorhanden, es entzieht sich allerdings meiner Kenntnis ob die kostenpflichtig sind, da ich ja immer zum Schloss gelaufen bin.

Im Schlosspark wandeln ist kostenlos, das heißt sich alles von außen ansehen, wunderschön ist die barocke Anlage, die Statuen und die Fontäne. Will man sich das Schloss mit den vielen Zimmern und vielen kleinen Paläste anschauen sollte man sich auf höhere Kosten einstellen, da es mehrere kostenpflichtige Möglichkeiten dafür gibt.

Sehr schön sind die Porzellanausstellung, das Marschallmuseum mit seinen Kutschen, die Architektur der Magdalenenklause, die Pagodenburg von Fürst Emanuel, das Badehaus mit den Chinesischen Sälen und die Amalienburg mit dem Spiegelsaal anzusehen die auch beim Wandeln oder spazieren gehen im Schlosspark einen nachhaltigen Eindruck vermitteln. In dieser riesigen Parkanlage liegt halbkreis-rund gebaut das Geburtshaus von Ludwig dem II, daneben halbkreisförmig die rot gedeckten Häuser der nahen Verwandtschaft, des Personals, der Handwerker und anderer Bediensteter. Beeindruckend die strenge symmetrische Aufteilung der Schlossanlage.

Für eine Führung durch das Schloss bezahlten wir damals 4 Euro. Als erstes kamen wir in den so genannten Steinernen Saal, dessen reiche und schöne Stuckaturen, die riesigen Wandgemälde und Deckenmalerei, die aus der Rokokozeit stammen, mich noch heute begeistern. Von hier aus geht es zu den Galerien, die sich links und rechts im Seitentrakt befinden. Hier befinden sich die berühmten Gemälde in der so genannten Schönheitsgalerie der Geliebten von Ludwig dem I., seiner Frauen, Töchter und nahen Verwandten unter anderem auch das der berühmten Lola Montez und Caroline von Hohenstein und weiteren 34 Damen der damaligen Gesellschaft, die dem damaligen König wegen seines verschwenderischen Lebenswandels mit ihnen den Thron kostete und Ludwig II mit 16 Jahren zum König machte. Von ihm kann man während der Führung das im original erhaltene Geburtszimmer, das Schlafzimmer, die Audienz, ein Speisezimmer mit Gedecken und das Lackkabinett bewundern. Überall wird man von historischen Kleinoden, Antiquitäten, tollen Wandteppichen, bezaubernden Gemälden, imposanten Deckenmalereien und fantastischen Stuckarbeiten überrascht. Die Führer erklären jeden Raum, was in meinem Fall, von ihnen auch mit geschichtlichen Anekdoten unterlegt wurde und wir immer was zum schmunzeln hatten. Viel zu schnell ist eine Führung zu Ende aber sehr zu empfehlen.

In einem Seitentrakt des Schlosses befindet sich das Museum „Mensch und Natur“. Es gibt von hier aus einen Durchgang zum Botanischen Garten und dem Palmengarten. Sehenswert auch die Kutschen- und Fahrzeugausstellung im Marstall oder die Nymhenburgische Porzellansammlung. Es gibt einen Souvenirshop, ein Cafe und ein Restaurant auf dem Gelände, die allerdings sehr teuer sind.

Eine preiswertere Möglichkeit ist sich auf dem Hin- oder Rückweg am Romanplatz, am Rotkreuzplatz oder in den umliegenden Strassen ein Cafe oder Restaurant aufzusuchen, die es hier in reicher Auswahl gibt, und sich zu stärken. Aber auch alle Metzgereien und Bäckereien bieten belegte Semmeln, Snack, Erfrischungsgetränke und Kaffee an.

Also nichts wie hin.
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
campino
campino, 23.02.2008
LG Andrea
eisengelchen
eisengelchen, 18.04.2008
Gegenlesungen sind diesmal ziemlich spät dran, aber sie kommen! Liebe Grüße o
Haggia
Haggia, 19.02.2008
LG
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NYMPHENBURG, wo König Ludwig II in München wohnte

ein Testbericht von 2002-02-22 16:39:31 vom 22.02.2002
Empfehlung: ja
Wer kennt nicht die Geschichte und die Geschichten von Ludwig II, dem sagenumwobenen Märchenkönig, dem Bayern die tollen Königsschlösser wie aus dem Märchen, Neuschwanstein, Linderhof und Herren Chiemsee verdankt.

Was er später, als reifere König machte, das wissen wir also, - wer es sehen will fährt in den Schwanengau, fern im Allgäu, wo er glaubte sich in der Natur besser künstlerisch entfalten zu können und eine neue Welt gestalten zu können, eine Traumwelt, fern ab der damaligen politischen Realität.

Wo kam er her, wo wurde er geboren, wie wuchs er auf, wie kam es, dass er zu dem wurde, was er später war?

Ludwig war ein waschechter Münchner, geboren in dem damaligen Stadtschloss seiner Eltern. Sein Vater, König Ludwig I von Bayern wohnte mit seiner Familie auf Schloss Nymphenburg, einer der schönsten und wirklich größten Schlossanlagen dieser Erde.

Eigentlich kann man die wirkliche Größe und gewaltige Ausdehnung des Schlosskomplexes nur begreifen, wenn man ihn sich aus der Luft vorstellt. Mit heutigen Begriffen würden wir eher von einem eigenen (Schloss-) Stadtteil sprechen.

Inmitten weitläufiger Parkanlagen, rückwärtig bewaldet, liegt, halbkreis-rund angelegt, die Anlage mit ihren Hauptbauten und nach vorn heraus, halbkreisförmig angelegt, das Heer der rot gedeckten Häuser der zum Hofstaat gehörenden übrigen, Adelige, Personal, Handwerke und Gewerke, - ich glaube selbst Versailles in Frankreich ist nicht insgesamt so ausgedehnt und riesig angelegt, wie diese Ansammlung von königlichen Gemäuern.

Dabei ist der erste und vorherrschende Eindruck die strenge Symmetrie der gesamten Schlossanlage, - als hätte Gott einen großen Zirkel genommen, und alles genau so und nicht anders geschaffen.

Im Zentrum des Schlosses finden wir den „Steinernen Saal“, dessen zweigeschossige, Licht durchflutete italienische Architektur mit ihren farbenfrohen Decken- und Wandgemälden, sowie den dazu natürlich passenden üppig geratenen Stuckaturen machen diesen Saal zu einem echten Prunkstück höfischen Rokokos in Deutschland. Dabei betrieb der Bayrische Landesherr selbst hier praktische Landespolitik, so zeigt der in die Decke gemalte Götterhimmel Szenen aus dem Regentenleben Kürfürst Max III Joseph, der sich zum Ziel gesetzt hatte sein Land zu Frieden und Wohlstand zu führen. Hier, im Fresko der Göttin Flora finden wir auch die den Namen gebenden Nymphen, nach denen das Schloss ja benannt sein soll.

So verbinden diesen Mittelteil zwei seitliche Galerien, die nach rechts und nach links zu den seitlichen Pavillons führen. Hier finden wir auch heute noch eine Vielzahl wirklich schöner Gemälde aus königlichem Besitz, teils die Regenten und ihre Frauen und Kinder zeigend, teil jedoch auch, und da wird es für weniger monarchistisch denkende Schandmäuler wieder interessanter, die echten Nymphen, wie man im Volksmund sagen könnte.

Denn da gab es auch noch Ludwigs Vorgänger als König, seinen Vater, Ludwig I, - der, da er eine landesbekannte Schwäche für bebende praktisch nutzbare Nymphomaninnen, äh ... wollte sagen eben Nymphen hatte.

So kam dieses stattliche Schloss zu einer hervorragenden, einzigartigen Sammlung von Gemälden tollster Weiblichkeiten, von der hübschen eigenen Tochter des Königs, über eine arme aber liebreizende Schustertochter, bis hin zu seinem Rücktrittsgrund als König, dem Skandal seines Lebens, oder auch seiner letzten großen Liebe, - der berühmt-berüchtigten „spanischen Tänzerin“ alias Lola Montez, für die damalige zeit wohl der Inbegriff der aufregenden Topp Popp – Queen der Zeit. Diese alles Staatsvermögen verschlingende Affäre (verschlungen haben die Geschenke und die Aufwendungen für die Holde Schöne und diese selbst) brachte den König Vater zu Fall, und den 16-jährigen Knaben Ludwig zur frühen Rolle als König. Hier in Nymphenburg lernte Ludwig die mögliche Einheit von Kunst und Natur erkennen und erleben, der riesige Schlosspark war (und ist noch immer) eine der harmonischsten Schöpfungen bester europäischer Gartenbaukunst, dieses Schloss beherbergt in seinem Garten zusätzlich weitere Parkburgen, wie man sie nennt, das schöne Barockschlösschen Amalienburg, von außen schlicht, innen reiche kunstvollste Rokokoausstattung, die Badenburg, wie ist das Leben doch in Bayern so einfach, das war, für Bayerns Könige erbaut, das erste große, beheizte (Lust-) Hallenbad (der Neuzeit) dieser Welt, ein Spaßbad, - Spaß wem Spaß gebührt, nur 150 Jahre vor seiner Zeit (oder auch nicht), jedenfalls soll der alte Ludwig (I) mit seinen Nymph(omaninn)en dort genug Spaß gehabt haben, das anschließende Gartenschlösschen war eigentlich nur die Heizungsanlage dazu, und die im China-Stiel errichtete Pagodenburg, liegt gegenüber, diente zur auf das Bad folgenden (wenn man nicht noch zu ermattet war) erfrischenden Teeparty mit Königs (männlich, ich vermute).

Hier also, umgeben von überdeutlich erkennbaren Neigungen seines Vaters zum schwächeren Geschlecht, wuchs Ludwig auf, - wen wundert es da, dass ihm das nicht gefiel, und er sich am liebsten in dem Palmengarten der königlichen Gewächshäuser, ein paar Schritte weiter) aufhielt, und Ruhe und Natur der Pflanzenwelt (und nicht der tollen Bienen seines Vaters) zu genießen.

Was hatte er gelernt? Frauen sind von Übel, dann muss man zurücktreten, ist nicht gut, man kann die Natur zähmen und ordnen, diese gestalten. Wie die Geschichte lehrt, hatte er Zeit seines Lebens etwas gegen Frauen, mit Ausnahme seiner Cousine, Kaiserin Sissi, von der er wusste, dass er sie nicht kriegen konnte, und zog Männer, nicht zuletzt solche wie den teueren Richard Wagner vor, statt der Nymphen wählte er die Schwäne und die Satyren, - wie die Geschichte lehrt mit noch weniger erfolg als sein Vater, - während dieser seine Absetzung überlebte, so verschwand der Märchenkönig, standesgemäß mit eine Mann im Besten Mannesalter, in den Fluten eines Kalten Sees, und ward nicht mehr gesehen.

Ironische Anmerkung: hätte er sich wie sein Vater mehr an leichte Frauen (als an schwere Jungs) gehalten, dann würde er heute noch leben. Wenn er nicht eines versehentlichen anderen Todes gestorben wäre.

Und die Moral von der Geschicht(e) und mein Tipp an Euch, liebe Freunde (ist ja Karneval, da darf ich ehrlich sein) besucht die neuen Königsschlösser, doch vernachlässigt mir das größte, ältere, das aus Nymphenburg nicht, und zweitens, ihr Jungs (hier im Saal), - es stimmt, die Weiber sind ne Qual, doch haben wir ne Wahl? Lugwig I – der mit den vielen Frauen – tat für seine verschiedenen Kinder Schlösser bauen, - Ludwig II – den ohne Mädchen, ohne Frauen, den tat das Schicksal mehr verhauen, - nichts half ihm da sein edles blut, dem Blauen, heute sind es der anderen Prinzen Nachfahren, die munter an Bayern weiter mit bauen.

Wer also zufällig in München sein sollte, und eine hübsche eigene Frau bei der Hand haben, dem würde ich den Tipp geben: geht mit ihr zu den Nymphen der Könige, mag sie die nicht, so geht zum Palmengarten, sicherlich lässt Euere Freunde nicht lange auf sich warten. Liebt ihr Natur und Romantik pur, zu Nymphenburg rat ich nur. Es wird Euch wirklich gefallen, da bin ich sicher,

und kost nix, also hin ganz fix.


p.p.s. Flirtfaktor enorm, (jedenfalls wenn man die eigene Holde mitnimmt)!
...
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Kommentare
Volland
Volland, 22.02.2002
finde es in nymphenburg ganz toll
wolfi
wolfi, 28.05.2002
Sehr Umfassend und Gut Geschrieben
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Informationen zu Schloß Nymphenburg

 
Allgemeine Informationen Schloß Nymphenburg
gelistet seit: 10.09.2003
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Typ: Bauwerk 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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