Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks
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Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks

Platz 9 in der Kategorie "Mehr zum Thema Zierfische". Themenbereich: Ungeziefer / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 (4.2 von 5)

Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 (4.2 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (5/5).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Hält dem Regen länger Stand, keine Schleimspuren mehr
Nachteile/Kritik
  • es geht aber auch ohne Chemie
Prinzissin

Schnecken im Aquarium

ein Testbericht von 2002-11-15 15:39:09 vom 15.11.2002
Empfehlung: ja
Heute belasten sie mich nicht mehr !

Als ich vor ca. 6 Jahren mein erstes Aquarium bekam, dachte ich auch: „ Nur keine Schnecken .“
Aber mit den Pflanzen kamen auch die Schnecken . Und die vermehrten sich explosionsartig.
Bis auch nach intensiven raussammeln die Scheiben am Abend aussah als ob man sie mit Schnecken gepflastert hätte.

Da war guter Rat teuer. ( Im wahrsten Sinne des Wortes. )

Im Zoofachhandel wollte ich mich beraten lassen .
Dort sagte man mir das es ein Pulver gibt was die Schnecken abtötet.
Wobei mir gleichzeitig gesagt wurde das verschiedene Fische und auch Pflanzen das Pulver nicht vertragen würden.
Also das wollte ich nun doch nicht riskieren.
Als zweitens wurde mir ein Kugelfisch angeboten, der Schnecken als Lieblingsgericht auserkohren hat.

Aus mangelnder Erfahrung und falscher Beratung kaufte ich eines dieser Exemplare für ca. 9.- DM.
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit in meinem Aquarium von nur ein paar Stunden, fing er an zu schlemmen.
Ein Schneckenhaus nach dem anderen viel lehr in den Kies.
Bei der Menge an Schnecken hätte er wohl noch mehrere Tage tun gehabt.

Aber es kam anders, schon nach 2 Tagen bekam er Pünktchen.
Ich besorgte also Medizin, und behandelte notwendiger Weise gleich alle Fische.
Nach einer weiteren Woche war der Kugelfisch tot.

Das versuchte ich dann noch mit zwei weiteren Kugelfischen, die jedes mal nach ca. einer Woche verstarben.
Bis es der freundliche Verkäufer für nötig hielt mich darauf hinzuweisen, das ein Kugelfisch leicht salzhaltiges Wasser benötigt, was aber meine anderen Fische wieder nicht vertragen würden.

Dank an den liebenswürdigen Verkäufer !

Konnte er mir das nicht sofort sagen ?

Nun mache ich mir schon lange nichts mehr gegen die Schnecken.
Bei regelmäßiger Reinigung des Beckens und guter Pflanzenpflege wird die explosionsartige Vermehrung der Schnecken verhindert.
Auch heute ist mein Aquarium nicht Schneckenfrei, doch die paar gehören zu dem Biorythmus einfach dazu.

Gruß an alle Aquarianer und solche die es noch werden wollen

Prinzissin
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Der Tod meiner Hortensie !

ein Testbericht von 2003-08-16 14:52:18 vom 16.08.2003
Empfehlung: ja
Mit viel Liebe habe ich sie ausgesucht, meine Hortensie. Und mit Sorgfalt und Bedacht eingepflanzt. Das Plätzchen das ich für sie aussuchte, war optimal und eigentlich durfte einem guten Wachstum nichts im Wege stehen! Zuerst fiel es mir gar nicht so auf. Hier und da war mal ein Blättchen angeknabbert. Doch inzwischen lässt die Hortensie den Rest ihrer abgenagten Blätter traurig hängen und auch andere Pflanzen in ihrer Nachbarschaft sehen schon sehr angefressen aus.

Unser Garten liegt direkt an einem freien Feld, das so feucht wie ein Moorgebiet ist und von Schnecken heiß geliebt wird. Von dort aus treten sie ihre abendliche und nächtliche Wanderung an mit dem Ziel der Futtersuche. Nicht nur unser Garten ist betroffen auch des Nachbarn Garten sieht nicht mehr ganz frisch aus, was Büsche und Bäume angeht. Nun habe ich ja eigentlich nichts gegen Schnecken, so lange sie meine Pflanzen in Ruhe lassen. Doch was zu viel ist, ist zu viel.

Besonders hübsch sehen sie nicht aus, diese Kriecher. Schwarz sind sie und immer feucht und schleimig! Sie kriechen mittlerweile ohne Respekt über unsere Terrasse und ich muss schon aufpassen, um nicht auf sie zu treten. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schnecken aus dem Garten zu verscheuchen und die Pflanzen zu schützen. Wir haben es bereits mit der Biermethode versucht, die allen Gartenbesitzern bekannt sein wird. Bier scheint die Schnecken magisch anzuziehen. Also füllten wir ein großen Gefäß mit diesem edlen Saft, buddelten es ebenerdig im Garten ein und warteten auf den gewünschten Erfolg, der allerdings nicht kam. Bei der Flut von Schnecken, kam es auf 5 oder 6, die uns in die Falle gegangen waren, auch nicht mehr an. Wir ließen es mit der Bierfalle sein und tranken in Zukunft das Bier lieber selbst.

In den Gärtnereien gibt es Mittel zur Schneckenbekämpfung zu kaufen. Schneckenkorn wird es genannt und soll den Tieren ein vorzeitiges Ende bescheren. Doch da weigere ich mich strikt. Ich bringe es nicht fertig, die Tiere so leiden zu lassen. Schon die Bierfalle hatte mir zu schaffen gemacht. All diese Methoden sind ziemlich brutal, finde ich. Und ich habe da so meine Probleme mit.

Schnecken mögen nicht alle Pflanzen, das lässt sich in Gartenbüchern nachlesen. Also gibt es noch die Möglichkeit, die bevorzugten Büsche, Sträucher oder Blumen, mit einem schneckensicheren Draht einzuzäunen. der die Schnecken fern halten soll.

Doch das ist eine Arbeit ohne Ende, bei den vielen Pflanzen in unserem Garten. Und wer weiß, vielleicht wechseln die Schnecken auch mal ihren Geschmack und entwickeln Vorlieben für andere Pflanzenarten. Nein, das richtige Mittel haben wir noch nicht gefunden.

Mir wäre es am liebsten, die Schnecken würden von einem Mittel ohnmächtig, ich könnte sie einsammeln und irgendwo aussetzen. Natürlich nicht in Nachbars Garten *gg*. Eine Freundin von mir, die auch von einer Schneckeninvasion heimgesucht wurde, sammelte Tag für Tag die Schnecken in einem 10l Eimer ein und fuhr sie mit dem Auto in ein entferntes Wäldchen. Dort setzte sie die Tiere wieder aus. Wenn das nicht wahre Tierliebe ist.

Eine andere Bekannte hatte bei der Gartenarbeit immer eine kleine Hacke dabei und traf sie auf eine Schnecke...zack!! Das könnte ich nicht und darf es mir auch gar nicht vorstellen. Doch die Frage ist, was ich nun tun soll!? Meinem Mann und mir fällt nichts ein und unser Gärtner ist auch am Ende. Gift werde ich in meinem Garten nicht verstreuen, da wir oft Besuch bekommen von Katzen, Hunden, Vögeln und was da sonst noch so kreucht und fleucht. Töten können wir die Schnecken auch nicht, also schnappen wir sie und werfen sie aufs Feld mit der Gewissheit, sie spätestens am nächsten Abend in unserem Garten wieder begrüßen zu dürfen.

Mittlerweile sind wir so weit, dass wir den Lebensraum der Schnecken anerkennen und ihnen freiwillig Büsche und Pflanzen zur Verfügung stellen. Es ist ein aussichtloses Unterfangen, dieser Kampf gegen die "Kriecher!"

Wer von mir wirklich selbst ausprobierte Tipps erwartet hat, den muss ich leider enttäuschen. Kein einziger Tipp war bisher wirklich erfolgreich und wir haben es auch aufgegeben. Wir leben mit den Schnecken und die Schnecken leben von unseren Pflanzen. Nun gut, dann soll es so sein. Mehr kann ich zu diesem Thema leider nicht schreiben. Ich wünsche Euch einen schneckenfreien Garten ohne Gift und hoffe, dass ihr auch nicht zu „Schneckenmördern“ werden müsst .*gg*

Liebe Grüße

Catty
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Ferramol - ein bisserl Chemie schadet nie!

ein Testbericht von 2003-08-08 08:35:08 vom 08.08.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Hält dem Regen länger Stand, keine Schleimspuren mehr...
Nachteile/Kritik: es geht aber auch ohne Chemie
Es ist zwar Chemie, aber "Ferramol Schneckenkorn" (leider keine extra Kategorie dafür vorhanden!) löst das Schneckenproblem auf elegante Art. Aber fangen wir von vorne an:

Früher hatte ich mit meinen Schnecken im Garten mehr oder weniger Freundschaft geschlossen: Waren Sie da, habe ich Ihnen freundlich mitgeteilt, dass ich sie hier nicht wünsche. Da diese Tiere aber ebenso langsam denken wie sie kriechen, scherten sie sich einen Schleim darum. Also kam die Methode "Mit dem Handschuh anfassen und Hopp! auf's warme Garagendach" so sie dort brutzeln mögen.

Bleiben die gezeugten Nachkommen übrig. Dagegen kaufte ich dann im Baumarkt Schneckenkorn, nämlich das, wo die geliebten Viecher alsbald in ekligen Schleimspuren ihr langsames Leben verwirken.

So, irgendwann aber muss ich mich dann im Regal vergriffen haben, denn beim nächsten Ausstreuen kamen keine Schnecken mehr.

Ja, wo sind die denn alle? Plötzlich alle weg? Ich streue und streue, aber niemand kommt! Wo ist das Glücksgefühl? Wo das hämische Grinsen beim Anblick einer sterbenden Kreatur?

Ich sehe mir also die Packung etwas genauer an: Aha, irgendwas mit Eisenphosphonat oder so ähnlich. War das beim "alten" Schneckenkorn auch drin? Nö, das hieß anders: Metaldehyd. Und Metaldehyd sorgt für das Schleimsterben der Schnecken ("dehyd" klingt irgendwie nach "De-Hydration", also quasi "weg mit der Flüssigkeit").

Und Eisenphosphonat? Tja, das hat genau die Wirkung, die meine Bestürzung über das Ausbleiben der Schnecken erklärt: Sie kommen erst gar nicht! Bleiben einfach weg, nachdem sie die Kügelchen "gesehen" oder beschnuppert haben!

Allerdings wirkt das Zeug in einem breiteren Spektrum, denn die süßen Schneckerl sterben doch irgendwann mal Tage später. Nur sieht man das nicht immer, da sie bekanntlich ihre dunkel-feuchten Schlupfwinkel aufsuchen, sobald's am Rücken zu heiß wird.

Da die Kommunikation unter den diesen Pflanzenschnorrern auf einem sehr niedrigen Level abläuft, latscht aber jede Schnecke in die Falle bzw. kriegt die üblen Auswirkungen des Mittels zu spüren:
"Ups, AAaah! Eisenphosphonat-Schneckenkorn! Schnell weg!!" Aber schon zu spät, Testament schreiben!

Warum allerdings trotz der neuen Wirkung der Preis recht hoch ist, mag sich mir nicht erschließen, noch dazu, da ich mehr austreuen muss, als mit den früheren Körnern. Warum?

Das alte Mittel hat die Schnecken im weiträumigen Umkreis angelockt, da reichte es, hier und da was hinzukippen. Mit dem neuen Produkt muss ich wesentlich mehr und breitflächiger streuen, damit die Schnecken das mitbekommen. Es reicht nicht, ein paar Körner zwischen die Fleißigen Lieschen zu geben und 50 cm daneben bei den Minisonnenblumen frei zu lassen. Gehen die Schnecken halt zu den Sonnenblumen. Mahlzeit auch schön! Der Streuaufwand hat sich also fast verdoppelt und das zum teureren Preis bei etwa gleichem Packungsinhalt.

Positiv ist wieder, dass das neue Produkt dem Regen etwas besser standhält und solange wirkt, wie noch irgendwie etwas von den Körnern übrig ist, sei es auch noch so winzig und verwässert. Anstatt also bei dauernd regnerischer Witterung (und damit massigem Schneckenbefall) 3x das Metaldehyd-Schneckenkorn auszustreuen und mich totzuärgern, muss ich das beim Eisenphossowieso-Mittel nur 1x machen (ohne ärgern). Ist auch nicht schlecht.

Nun frage ich mich aber: Welches der beiden Mittelchen ist nun mehr umweltverträglich? Keine Ahnung, wirklich nicht. Aber irgendwie ist mir das bei den blöden Viechern auch egal!! Sollen sie halt auf mich hören, dann bräuchte ich das Zeugs nicht!

Übrigens:
Das mit den Bierfallen (also z.B. kleine Schüssel mit Bier füllen und ins Beet stellen) klappt erstaunlicherweise auch ganz gut - solange es nicht regnet und das Bier relativ frisch ist und einem das Korn ausgegangen ist. Die Behälter gibt es allerdings auch schön in grün und mit Deckel zu kaufen, damit's nicht reinregnet.

Tipp: Dunkles Bier wird gern genommen. Das schleimige Ergebnis des Hefe-Schneckengemischs sollte man regelmäßig entsorgen, sieht echt nicht gut aus....

Und: Wer Schnecken zerschneidet, ist doof! Und spart sich die Chemie und darf sein Bier selber trinken! Mist!
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
MegaInc

DIE SCHNECKENPLAGE!!!!!

ein Testbericht von 2002-06-27 09:32:05 vom 27.06.2002
Empfehlung: ja
Hallo Community!

Wahrscheinlich werden sich jetzt einige meiner Stammleser wundern, warum ein 22-jähriger Student wie ich meint, besondere Erfahrungen mit Schnecken zu haben.
Das liegt zum einen daran, dass meine Eltern und ich einen ziemlich großen Garten gegen Schnecken verteidigen müssen und zum anderen daran, dass ich seit mittlerweile 8 Jahren nebenbei im Garten- und Zoofachgeschäft meiner Familie arbeite. Eines meiner Hauptbetätigungsfelder dort ist der Pflanzenschutz. Dadurch habe ich naturgemäß viel Erfahrung mit Schneckenbekämpfungsmitteln.


Die Schneckenplage im Allgemeinen
Die Schnecken treten verstärkt im Frühling und zu Beginn des Sommers auf.
Die Tiere sind Dämmerungs- und Nachtaktiv. Das heißt sie sind tagsüber nur dann zu beobachten, wenn es bewölkt ist, ansonsten halten sie sich an schattigen, feuchten Stellen versteckt.
Besonders gut entwickelt sich die Schneckenpopulation, wenn auf einige wärmere Tage ein oder auch zwei regnerische Tage folgen.
In einem Sommer mit hohen Temperaturen und wenig Regenfall gibt es bedeutend weniger Schnecken, da viele frühzeitig durch die hohen Temperaturen ausschleimen und damit verenden.
Da der Winter dieses Jahr relativ mild war und wir sehr regnerisches Wetter im Frühling hatten ist die Schneckenplage in diesem Jahr die höchste seit ca. 10 Jahren (das gleiche gilt im Übrigen auch für Ameisen).
Das eigentliche Problem, dass die Schnecken dem Menschen machen ist ihre Nahrungsaufnahme. Sie ernähren sich nämlich bevorzugt von frischem Gemüse und Blättern von Blumen. Dabei mögen sie besonders gerne Salatblätter, die meistens völlig kahlgefressen werden.

Im Folgenden werde ich nun einige modernere Bekämpfungsmittel und einige Hausmittelchen kritisch darstellen:


Das Umstreuen gefährdeter Pflanzen mit Salz
Viele vor allem ältere Menschen streuen eine Schutzschicht aus Streusalz oder auch Branntkalk um ihre Pflanze, um diese zu schützen.
An sich funktioniert diese Möglichkeit auch ziemlich gut, da die Schleimhaut der Schnecken stark geschädigt wird, wenn diese über die Schicht aus dem Kalk oder Salz kriechen. Daher sterben die Schnecken.
Allerdings schädigt sowohl das Salz als auch der Branntkalk den Boden. Bringt man Branntkalk auf dem Boden aus, so wächst auf diesem mindestens ein Jahr lang nicht mehr. Das Ausbringen von Salz bewirkt eine starke Ansäuerung des Bodens, was sich ebenfalls nicht gerade förderlich auf die Pflanzen in der näheren Umgebung auswirkt. Außerdem ist hier das Ausbringen von Streusalz auch verboten.
Diese Möglichkeit ist also nicht gerade zu empfehlen.


Das Absammeln der Schnecken

Diese Möglichkeit ist mit Sicherheit die kostengünstigste, aber auch die arbeitsintensivste.
Bei einer Plage, wie sie dieses Jahr vorkommt, muss man bei einem mittelgroßen Garten täglich circa 500-1000 Schnecken absammeln. Hinzu kommt, dass man diese ja auch noch „entsorgen“ muss.
Außerdem, kann man die Schnecken tagsüber nicht aufspüren und muss bis zu ihrer aktiven Zeit in der der Dämmerung warten.
Diese Möglichkeit ist also allenfalls für Menschen mit sehr viel Freizeit zu empfehlen.


Die Fallen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Schnecken eine Falle zu stellen.
Man kann dabei zum Beispiel auf Fallen zurückgreifen, die im Handel verkauft werden. Diese sind allerdings relativ teuer (ab ca.8€). Bei den Fallen handelt es sich um Behälter, die so im Boden versenkt werden müssen, dass die Schnecken den Rand der Fallen überwinden können.
Im Inneren der Fallen befindet sich ein Lockstoff, der die Schnecken anzieht. Bei einer Sorte der Fallen, befindet sich in der Falle Wasser, in dem die Schnecken ertrinken. Bei einer anderen (brutaleren) Sorte, befindet sich am Rand der Falle eine Rasierklinge die die Schnecken „aufschlitzt“.
Möchte man eine solche Falle verwenden, empfehle ich, diese Falle lieber selbst zu bauen, da dieses sehr einfach geht und natürlich günstiger ist. Man muss einfach nur ein rundes Behältnis (z.B. eine Dose) in die Erde eingraben. Der Rand sollte nur etwa einen Zentimeter aus dem Boden ragen. Als Lockstoff kann man süßliche Getränke verwenden.
Die besten Erfahrungen habe ich hier mit Bier oder Cola gemacht. Die Schnecken ertrinken dann in der Flüssigkeit.
Diese Methode funktioniert zwar sehr gut, aber bei einer großen Plage ist sie höchstens ergänzend einzusetzen, da man sonst sehr viele Fallen im Garten aufstellen müsste. Das sieht dann nicht mehr schön aus und ist auch ziemlich mühsam.


Die Schneckenkanten

Schneckenkanten sind eine sehr gute Lösung. Allerdings auch eine relativ kostspielige Lösung.
Eine Schneckenkante besteht aus einem verzinkten (nicht witterungsanfälligem) Metall. Sie sind je nach Hersteller 30-40cm hoch. Am oberen Ende haben sie einen starken Winkel, den die Schnecken nicht überwinden können. Die Schneckenkanten müssen ungefähr 10-15cm in den Boden gesteckt werden, so dass die Schnecken nicht unter ihnen hindurch kriechen können.
Eine Schneckenkante ist einen Meter lang und kostet ca. 5€. Die Ecken kosten ebenfalls rund 5€. Der Preis erscheint aber auf den ersten Blick teurer, als er eigentlich ist, da man die Kanten natürlich über mehrere Jahre verwenden kann. Verbindet man die Kanten, so ist darauf zu achten, dass keine Lücken entstehen.
Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen mit den Kanten gemacht. Hat man ein Gemüsebeet komplett mit ihnen umgeben, so kommt keine Schnecke mehr an die Pflanzen, Man sollte allerdings darauf achten, dass keine Zweige über den Zaun ragen, da diese von den Schnecken sonst als „Brücke“ benutzt werden.
Die Möglichkeit, die Schnecken abzuwehren kommt in letzter Zeit immer mehr in Mode, wird aber von fast niemandem allein eingesetzt, da es ziemlich teuer ist jedes Blumen- und Gemüsebeet komplett einzuzäunen.


Das Schneckenkorn

Bei dem Schneckenkorn handelt es sich um ein Granulat, dass um die zu schützende Fläche gestreut wird. Dieses ist die am weitesten verbreite Lösungsmöglichkeit. Dabei nehmen die Schnecken den Wirkstoff auf, wenn sie über die Körner kriechen.
Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten von Schneckenkorn.
Die eine Sorte („Ferramol“ von Neudorff) hat einen Wirkstoff, der den Schnecken den Appetit nimmt und die in ihren „Nestern“ sterben lässt. Diese Sorte des Schneckenkorns ist nicht ganz so wirksam (die Schnecken müssen den Wirkstoff meistens mehrmals aufnehmen) und sehr viel teurer (4mal) als „normales“ Schneckenkorn. Dafür hat es den Vorteil, dass man nicht überall „Schneckenleichen“ sieht und es nicht ganz so aggressiv ist. So sind zwar auch alle anderen Sorten von Schneckenkorn ungefährlich für Hunde und andere Tiere, es kommt aber vor, dass diese sich übergeben, wenn sie das „normale“ Schneckenkorn gefressen haben.
Der Preis für 1kg (für 200m²) liegt bei rund 9€.

Die andere Sorte des Schneckenkorns bewirkt, dass die Schnecken, wenn sie den Wirkstoff aufgenommen haben, ausschleimen. Die Wirksamkeit ist hier sehr gut.
Der Preis liegt bei ca.3² für eine Packung von 100g (reicht für 250m²).
Dieses Schneckenkorn wird eigentlich in gleicher Qualität von allen namenhaften Herstellern vertrieben.

Nach meiner Erfahrung ist die Wirksamkeit des „normalen“ Schneckenkorns sehr gut. Auf den ersten Blick ist diese Möglichkeit auch relativ günstig, aber man muss das Korn natürlich über längere Zeit anwenden, da immer wieder neue Schnecken getötet werden müssen. Somit sammelt sich hier auch ein ziemlich hoher Betrag über die Saison an.
Das Schneckenkorn von Neudorff würde ich aufgrund des hohen Preises nur verwenden, wenn ich Tiere hätte, die viel im Garten sind.


Fazit

Nach meinen Erfahrungen und den Erfahrungen meiner Eltern, Bekannten und Kunden ist es am sinnvollsten zwei Möglichkeiten der Bekämpfung zu kombinieren. Man sollte den Teil seines Gartens, an dem Gemüse angebaut wird mit Schneckenkanten umgeben und andere gefährdete Pflanzen mit Schneckenkorn schützen. Dieses ist auf längere Sicht gesehen die beste Lösung im Preis-/Leistungsverhältnis und ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Anwendung von Hausmitteln (z.B. Streusalz) ist wenig sinnvoll oder sehr umständlich (Absammeln).
Am Besten ist es, schon im zeitigen Frühjahr mit dem Schutz der Beete durch Schneckenkanten zu beginnen.


© by MegaInc im Juni 2002
Wörter: 1240
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
tatoeff

Die Mainzelmaennchen im Aquarium

ein Testbericht von 2002-05-21 23:38:02 vom 21.05.2002
Empfehlung: ja
Zu diesem Bericht hat mich ein community von ciao inspiriert, somit moege er sich also entsprechend geehrt fuehlen *g*

Welcher Aquarianer kennt sie nicht ? Unsere kleinen kriechenden Freunde mit eigener Wohnung die sich frueher oder spaeter als Untermieter in einem Aquarium einstellen. Meistens bekommt man sie, wenn man sie gar nicht haben will, aber wenigstens umsonst. Die häufigste Ursache sind Schneckeneier an neuen Pflanzen, die man einsetzt.

Aber sind Schnnecken denn nun wirklich laestiges Uebel ?
Im Gegenteil: sie bereichern ein Aquarium; es gibt naemlich auch sehr schoene Exemplare, deren Haltung sich in zweierlei Hinsicht lohnt. Zum einen sind sie huebsch anzuschauen und zum anderen sind Schnecken durchaus wichtig. Natuerlich nur, wenn die kleinen Biester nicht ueberhand nehmen und innerhalb kurzer Zeit in einem Becken nicht gleich Hunderte herumfleuchen.

Eine schoene Arten-Datenbank ueber Wirbellose (und dazu gehoeren auch Schnecken) findet jeder, den es interessiert im Internet unter www.wirbellose.de. Dort gibt es zu den meisten Arten eine kleine Beschreibung und meistens auch ein Foto. Ich zumindest will ja wissen, was ich das so duchfuettere und ich denke, so manch einen anderen interessiert das ebenfalls.

Eine weit verbreitete Meinung unter (meist den Neulingen) der Aquarianer ist, dass Schnecken einfach nicht dazugehoeren und der Einzelhandel bietet ja genuegend Mittelchen und Sonstiges, die Abhilfe schaffen sollen. Zugegebenerweise habe auch ich anfangs Schnecken als laestig empfunden und diverse Mittelchen gekauft. Geholfen haben sie nicht wirklich ....
Zum anderen beeintraechtigen solche Mittel die Wasserqualitaet und das hat natuerlich auch Auswirkungen auf die restlichen Bewohner.

Was aber tun, wenn man sie denn hat?
Sofern Sie nicht ueberhand nehmen, kann ich nur jedem Aquarianer raten, diese einfach in Ruhe zu lassen und sich darueber zu freuen. Schnecken sind kleine Mainzelmaennchen: sie fressen Futterreste, Pflanzenreste und sorgen so indirekt fuer eine bessere Wasserqualitaet. Turmdeckelschnecken z. B. lockern durch ihr Gewuehl durch den Aquarienboden eben jenen fleissig auf, was die meisten Wasserpflanzen auch zu schaetzen wissen.

Sollte es aber auf einmal eine kleine Schneckenexplosion geben, dann ist natuerlich guter Rat teuer und der Gang zum Zooladen um die Ecke natuerlich nahe. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder Aquarianer fragen, wieso denn das auf einmal so ist und meist liegt die schuld am Halter selber: solche plagenartigen Vermehrungen sind immer (!) nur auf zuviel Futter zurueckzufuehren.
Ist einem das ersteinmal passiert nuetzt das "weniger -fuettern" als Abhilfe natuerlich auch nicht, aber es sollte als vorbeugende Massnahme beherzigt werden.

Um die Ueberzahl an Schnecken zu dezimieren gibt es entsprechende Moeglichkeiten, wie z. B: das Absammeln. Entweder wenn sie an der Scheibe hocken oder aber mit Hilfe kleiner Tricks. Recht effektiv ist das Absammeln von den Schnecken auf Obst oder Gemüse, dass man ins Aquarium gibt und an dem sich die Schnecken zum Fressen sammeln. Salatblaetter sind auch recht gut geeignet.

Ist man der Meinung, um eine Chemiekeule nicht herumzukommen (um Missverstaendnisse zu vermeiden: ich befuerworte dies nicht!), kann ich nur raten, die abgestorben Schnecken immer schnellstens zu entfernen, denn wenn die da so in einem Becken vor sich hingammeln....man kann sich wohl denken, was mit dem Wasser passiert, oder?

Sollte ich jetzt noch was nicht beruecksichtigt haben, so freue ich mich ueber konstruktive Kommentare und bedanke mich fuers lesen.


Toeff

P.S. : Da es sich nicht in dem Sinne um ein Produkt handelt, vergebe ich mal 4 Sterne. Den abgezogenen deshalb, weil zu viele Schnecken auch Schaden anrichten koennen. Bei Handhabung, Preis und den anderen Kriterien hab ich einfach irgendwas gewählt, da man das auf Schnecken wohl nicht anwenden kann ;-)
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks

 
Allgemeine Informationen Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks
gelistet seit: 03.09.2003
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Allgemeine Informationen
Themenbereich: Ungeziefer 
Schneckenbekämpfung - Tipps & Tricks im Vergleich
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