Schulen im Ausland Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Selbstbewusstsein wird gestärkt, Horizonte erweitert, gut für spätere Bewerbungen
billig, Erfahrung fürs Leben, für die Selbstständigkeit und die Sprache
Nachteile/Kritik
Teuer wenns ohne Stipendium finanziert werden muss!
gibt es nichts
The american dream- Ein Austauschjahr in den Staaten!
ein Testbericht von mettimausi2004-07-31 14:24:04vom 31.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Selbstbewusstsein wird gestärkt, Horizonte erweitert, gut für spätere Bewerbungen...Nachteile/Kritik: Teuer wenns ohne Stipendium finanziert werden muss!
Meistens am Ende der 10 und vor dem Anfang der 11. Klasse stellt sich für viele die Frage, ob vielleicht ein Austauschjahr im Ausland in Betracht gezogen werden sollte. Als mein Vater mir das vorschlug schaute ich ihn nur mit großen Augen an, sagte 'das schaffe ich nie' und damit war das Thema erstmal gegessen. Dachte ich! Immer mehr Leute redeten von ihren Erfahrungen im Ausland und dass es ein unvergessliches Abenteuer ist. Also forderte ich Informationsmaterial an (kompetente Anbieter sind unter anderem Partnership International, STS Sprachreisen GmbH) und schon bald wurde ich überschüttet mit Angeboten. Sie alle priesen das Jahr voller 'Freiheiten' an... vorsicht sei geboten bei Versprechungen wie dem begehrten Führerschein, den man dort für 20 $ machen kann und so, denn meistens hat man drüben für sowas gar keine Zeit und es ist auch noch von Staat zu Staat verschieden.
Aber fangen wir mal von vorne an:
.................................
Die Anmeldung
.................................
De r Papierkrieg kann beginnen! Es ist wirklich zu empfehlen, sich bei mehreren Organistaionen auf ein Stipendium zu bewerben. Sie haben alle verschiedene Auswahlkriterien, und man muss nicht immer ein Streber in der Schule oder supergut in Englisch sein. Manchmal ist der Charakter und das Wesen eines Menschen ausschlaggebend, und einen Versuch, ein Jahr im Ausland bezahlt zu bekommen, sollte man auf jeden Fall starten. Es gilt: Alle Fristen müssen eingehalten werden. Plant genug Zeit ein, denn irgendwas kommt immer dazwischen. Ein Gutachten vom Arzt, Kommentare von Lehrern aus der Schule, die Umschreibung der Zeugnisse in amerikanische Standards... um all das muss sich gekümmert werden. Meistens muss man dann selbst noch eine Fotocollage von sich, seinen Freunden und seiner Familie anfertigen, Aufsätze schreiben zu seinem Tagesablauf, Interessen, und warum man nach Amerika will. Man braucht schöne Passfotos und kreative Ideen, um sich wirklich gut darzustellen. Ganz wichtig ist die Beantragung des Visums, was auch nochmal bedeutet: einen Stapel Formulare auszufüllen! All das nimmt viel Zeit in Anspruch, sollte aber mit Sorgfalt betrieben werden. Denn das werden nachher die Auswahlkriterien für die Familien sein. Nette Fotos und gute Aufsätze sind da äußerst willkommen!
.................................
Das Interview fürs Stipendium
.................................
L asst euch bloß nicht nervös machen, wenn ihr zu einem Interview eingeladen werdet. Das heißt als erstes: Ihr seit in die nächste Runde zur Auswahl als Stipendiat gekommen. Nun gut, ich bin dann in dieser Runde gescheitert, aber das war halt, weil ich supernervös war. Die Interviews laufen natürlich auf Englisch ab. Ihr werdet Dinge gefragt, wie zum Beispiel in welchen Staat ihr am liebsten wollt und warum. Damit wird getestet ob ihr euch schon ein bisschen in den USA auskennt. Es ist von Vorteil, nicht so Dinge zu sagen wie "nach Californien wegen dem tollen Wetter und wegen Hollywood"...
Ihr sollt dann etwas von euch erzählen, wie ihr so drauf seit, eure Hobbies und so weiter. Versucht, euch locker zu machen, das kommt gut an. Und keine Angst vor Sprachproblemen: Ihr sollt ja nicht mit einem perfekten Englisch dahinfahren, sondern mit einem guten Englisch zurückkommen!
Ich selber habe kein Stipendium bekommen und kann euch deswegen nur über mein weiteres
Vorgehen erzählen. Also ich wurde nicht genommen, hatte mich aber noch bei einer anderen Organisation beworben (ohne Stipendium), und zwar bei STS-Sprachreisen GmbH. Wieder gab es ein Interview, diesmal aber viel persönlicher bei einem "Ex-Austauschschüler" zu Hause, der supernett war und ganz ungezwungen ein paar Fragen stellte. Wirklich, ganz easy! Natürlich war auch das wieder auf Englisch.
.................................
Da s Warten auf die Familie
..................................
Die schlimmste Zeit! Die Familien drüben haben mindestens so viel Papierkram ausgefüllt wie ihr selbst (bei seriösen Organisationen). Sie bekommen dann die Fotocollagen und Aufsätze von mehreren Schülern und suchen sich jemanden aus. Suchen sie dich aus, so bekommst du Bescheid und die Unterlagen zugeschickt, die die Familie ausgefüllt hat. Das ist aufregend! Zum ersten Mal die Familie auf Fotos sehen, gucken was sie so schreibt.. und natürlich, in welchem Staat sie leben. Bei mir stand dann fest: es geht nach Pennsylvania, in die Nähe von Pittsburgh.
Bei ganz schlimmen Fällen kann man die Familie auch ablehnen. Man bekommt dann eine neue., muss sich aber auf erneute Wartezeiten gefasst machen.
Adresse und Telefonnummer der Familie liegt natürlich bei- auf zum nächsten Schritt...
.................................
K ontakt aufnehmen mit der Familie
.................................
Heut zutage gibts natürlich die E-mail! Das erleichtert die schnelle Kommunikation enorm. Und man muss nicht sofort anrufen und sein Schulenglisch präsentieren. Das habe ich mich auch nicht getraut. Ausserdem dauert Briefkontakt zu lange. Nun ist es an der Zeit, wichtige Fragen zu klären, wie Klima, (also was sollte man mitnehmen-Skianzug oder Bermudas), Erwartungen, besondere Bedürfnisse auf beiden Seiten.. und die erste Kontaktaufnahme ist auch an sich wichtig. Sie zeigt deiner neuen Familie, dass du Interesse hast etc. Also auf jeden Fall machen!
Einem sollte klar sein, daß nicht immer Bilderbuchfamilien vermittelt werden, sondern durchaus auch mal Alleinstehende, oder Paare ohne Kinder. Allerdings sind diese ausgewählte und geprüfte Familien. Bei seriösen Anbietern ist auch das Wechseln nach der Ankunft möglich, aber meine Erfahrung sagt: Erstmal abwarten, oft muss sich erst der Stress und der Kulturschock legen, bis man sich wohl fühlt. Am ANfang ist eh alles komisch.
.................................
Kof fer packen
.................................
Man darf 2 Koffer a 32 kg mitnehmen, und die sind (vor allem bei Mädels) schnell voll. Jedem ist natürlich überlassen, was er/sie mitnimmt.
Generell ist es halt so, dass man dort alles kaufen kann bis auf persönliche Dinge- das Lieblingskuscheltier, die schönsten Fotos und der Glücksbringer sollten also auf jeden Fall mit. Ihr werdets sonst bereuen. Geschenke für die Gastfamilie sind nicht wegzudenken. Typisch deutsch sollte es sein, ein Bierkrug für Dad, für Mom eine gestickte Tischdecke ("oh how neeeat!") und für die neuen Geschwister deutsche Gummibären- das macht alle glücklich.
Der Renner ist es auch, mal was deutsches dort zu kochen- es ist empfehlenswert, die Zutaten mit dorthin zu nehmen. Besondere Pflege-Produkte oder Medikamente nehmt ihr am besten auch mit. Ist immer schwierig, dort an etwas dran zu kommen.
.................................
Die Sache mit dem Geld
$$$$$$$$$$$$$$
Bei mir lief es gut und bei mir lief es so:
Ich hatte Traveller-Checks im Wert von 300 $, 50$ bar für den Anfang und dann eine Kreditkarte mit Zugriff auf Daddys Konto. Dort kann man echt überall damit bezahlen und Papa hat sich nie beschwert- ich war ja auch sparsam.
Die Traveller-Checks haben den Vorteil, dass sie wirklich wie Bargeld sind. Man bezahlt damit wie mit einem Schein, und bekommt das Rückgeld bar.
.................................
Der Flug
.................................
Nach dem schweren Abschied von allen Lieben gibt es normalerweise immer ein betreutes Fliegen. Man fliegt in Gruppen mit Gleichgesinnten, die auch megaaufgeregt sind, weil sie bald ihre neue Familie treffen. Man kann gut mit ihnen ins Gespräch kommen und baut dadurch ein wenig Nervosität ab.
Meist gehts erst nach Frankfurt, von Frankfurt nach Chicago, und von da dann in den jeweiligen Staat, meistens alleine. Am Flughafen kann man aber jeden fragen, und dadurch dass man meistens von der Organisation T-Shirts und/oder Rucksäcke bekommt, kann man die anderen immer gut erkennen. Am Zielflughafen wartet dann deine Familie... bei mir mit einem Riesen-Schild "Welcome Martina"... total süß!
Die ersten Sätze fallen natürlich schwer. Wie der Flug war, ob man müde ist... das sind so die ersten Fragen, die man ausserhalb der Schule auf englisch beantworten darf. Man sollt nicht immer so viel über die Satzkonstruktionen nachdenken, sondern immer frei heraus plappern. Das funktioniert dann schon irgendwie.
.................................
D as Einleben
.................................
Tja , ist wohl bei jedem anders. Bei mir ging alles glatt, ich hatte eine tolle Familie. In den ersten Wochen muss alles mit der Schule geregelt werden. Dabei hilft einem der "guidance-councellor".
Auch wenn am Anfang alles komisch und ungewohnt ist, das wird sich legen. Man kommt irgendwann über die Zeitverschiebung hinweg und auch darüber, dass die Milch fast durchsichtig ist, man zum Frühstück schonmal gerne was anderes als Brot isst und jeder immer seine Zimmertür offen stehen lässt. Geschlossene Türen bedeuten: Lasst mich in Ruhe!
Wenn euch was komisch vorkommt: fragen! Sie werden nicht sauer sein, sondern versuchen, zu erklären, warum das und das so und so in Amerika ist. Und sie werden dich eine Menge fragen!
Sobald die Schule losgeht, wird es richtig interessant und da wirst schon bald das Heimweh vergessen!
.................................
D ie Schule
.................................
Eine Highschool mit über 3000 Schülern... ganz schön groß das alles. Die Devise ist immer: fragen.
Aber nicht übel nehmen, wenn dich manche am Anfang ein wenig auf die Probe stellen. Du fragst zum Beispiel, wo ein bestimmter Raum ist und bekommst als Antwort: "im dritten Stock", erfährst aber später, dass es gar keinen dritten Stock gibt, dann nicht ausflippen. Sie wollen nur gucken, ob du humorvoll bist und auch über dich selbst lachen kannst (sehr wichtig!)
Junior oder Senior?
Seit ihr ein ganzes Jahr dort, würde ich euch das Senior-Year vorschlagen. Man hat viel mehr Möglichkeiten und kann den Highschool-Abschluss machen! Das konnte ich leider nicht, ich war nur 7 Monate dort. Also wurde ich Junior. weil meine nette Nachbarin auch Junior war und mich so besser in alles einführen konnte.
Die Fächerwahl ist recht einfach. Und als Austauschschüler kann man immer noch wechseln wenn man nur Bahnhof versteht oder aber unterfordert ist. Alles in allem wird euch die Schule eher leicht fallen. Ich hatte überall A´s. und das ohne wirkliche Anstrengung. Als Senior mit Abschluss kann das natürlich anders sein.
Die Regeln der Schule wird euch auch euer "guidance-councellor" erklären. Man darf während des Unterrichts meist nur mit einem Pass auf Toilette, es gibt dress-codes und manchmal Body-Checks am Eingang der Schule.
Man muss bis zum Klíngeln im Klassenraum sein sonst gibts nen "Tardy". Drei Tardies bedeutet Nachsitzen.
Ihr solltet unbedingt einen Sport dort machen, dadurch kann man super-Kontakte knüpfen und so.
Wenn die morgens vor der ersten Stunde aufstehen und ihre Pledge of Allegiance aufsagen, würde ich einfach nur aufstehen. Wer sie aber mitsagen will, hier ist der Text:
I pledge allegiance to the Flag
of the United States of America,
and to the Republic for which it stands:
one Nation under God, indivisible,
With Liberty and Justice for all.
.................................
Die Betreuung vor Ort
.................................
Ich hatte einen persönlichen Betreuer, gestellt von der Organisation, den ich am Anfang kontaktierte. Er war auch ein Freund meiner Familie und Polizeichef der Stadt. Ein Super-Kerl! Er war immer für mich da, kompetent, zeigte mir die Stadt und alles, kontaktierte mich mindestens einmal im Monat um zu hören, wies mir geht etc. Ich war rundum versorgt. Der Betreuer ist die Verbindung zur Organisation und immer dein Ansprechpartner. Er vermittelt auch zwischen dir und deiner Familie, falls es Probleme gibt. Meistens basieren Probleme dort aber auf Verständnisschwierigkeiten und sind schnell wieder beseitigt.
.................................
W as ich sonst noch so erlebt habe
.................................
Ich hatte das Glück dass meine Gastfamilie mir sehr viel gezeigt hat, so war ich bis oben in Maine und unten in Florida... Es war unvergesslich! An Weihnachten bringt man für alle Freunde in der Schule Weihnachtskarten mit. Weihnachten wird natürlich exzessiv gefeiert. Wer hat sein Haus am buntesten beleuchtet, wer hat die meisten Geschenke zu verschenken, wer hat die tollste Weihnachtsmann-Mütze... Einfach mitmachen, den Spass! Ich wurde überhäuft mit Geschenken!
An Halloween sollte man sich den "trick-or-Treat"-Spass nicht entgehen lassen.
Am Anfang sollte geklärt werden, wie lange man rausdarf und so, damit man mit zukünftigen Freunden auch viel unternehmen kann. Sie werden dich überall hin schleppen!
Der Prom-Dance und Home-Coming-dance sind ein Muss, auch wenn man kein Date für den Abend hat. Das ist nicht schlimm, denn jeder weiß, dass du Austauschschüler bist und dich noch nicht so gut auskennst.
.................................
Wie die Amis so sind
.................................
Wenn man Austauschschüler ist, wird man immer bewundert und Neugier ist vorprogrammiert. Man sollte immer schön geduldig alle Fragen beantworten (auch ob wir Mikrowellen kennen) und sich lieber im Stillen totlachen, wie wenig manche Menschen über andere Kulturen wissen. Man sollte sich ein bisschen in der deutschen Geschichte auskennen um auch auf so Fragen wie "Fandest du Hitler auch so toll? Der hat die Autobahnen gemacht!" richtig reagieren zu können. Du repräsentierst da ein Land, von dem nicht so viel bekannt ist, und hast eine große Verantwortung.
Viele Amerikaner haben Vorfahren aus Germany und heißen Schäfer, Kirchner oder so mit Nachnamen. Versuch Ihnen soch mal näher zu bringen, was das für ein Land ist, aus dem sie abstammen.
Amis haben eine- krasse Einstellung zur Hygiene, also besser schonmal Achseln und Beine-rasieren üben.
Aber das Leben mit den Amis zu lernen ist nicht wirklich kompliziert.
.................................
Home, sweet home
.................................
Den Anschluß in Deutschland wiederzufinden könnte dagegen viel schwerer werden. Viele Dinge die drüben so einfach waren sind hier plötzlich unlogisch. Die Gebäude sind viel kleiner. Die Menschen unfreundlich. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten so weit weg und alle dort gewonnenen Freunde tausende von Meilen entfernt.... Man bekommt einen Kulturschock. Aber das ist ganz normal und verschwindet von selber wieder.
Na klar hat man sein Herz dann noch dort... aber diese Wiederkehr-Depression" verschwindet irgendwann.
Der Anschluß an die deutsche Schule wiederzufinden war nicht einfach. Man hatte die 11.Klasse verpasst, meistens ist das die Klasse, wo alle Klassen zu einer Stufe werden.
Schwierig sich da zurechtzufinden.
Die Latinums-Klausur habe ich mit ein bisschen Nachhilfe gepackt. Schwerer war es für mich, wieder in Mathe reinzukommen, und Spanisch weiterzumachen. Ich hatte zwar Spanisch in Amerika, aber alles was ich da gelernt habe war "me llamo...." Naja. Dann hab ich Spanisch halt wieder abgewählt und mein Abi hat nicht unter dem Aufenthalt gelitten.
.................................
Ko sten
.................................
Billig ist das Ganze nicht, aber auf jeden Fall das Geld wert- die Summe bewegt sich ohne Taschengeld und mögliche Schulgebühren zwischen 4000 und 8000 Euro.
Die Erfahrungen die ich in diesem Jahr gemacht habe wünsche ich jedem. Die Bestätigung, in einem völlig fremden Land allein zurechtzukommen tut unglaublich gut für das Selbstbewusstsein. Die Englischkenntnisse, die vorher übrigens nicht gerade eine große Rolle spielen, werden verbessert und man kann flüssig reden (nach einem Monat beginnt man in englisch zu träumen, zu rechnen, zu denken...), allerdings ist ein gewisser 'Slang', die Umgangssprache, nicht zu vermeiden...
Man benötigt Mut für diese Entscheidung, aber wenn die Organisationen einen für geeignet halten, kann man davon ausgehen dass man das auch ist.
In jeder Bewerbung macht sich der Aufenthalt sehr gut, und auch in der Schule war der Englisch-LK ein Klacks für mich (übernehme keine Garantie :))
Man erntet überall Bewunderung wenn man von dem Aufenthalt erzählt, und man hat das unbeschreibliche Gefühl, die Welt besser kennengelernt zu haben. Mir hat es auch geholfen, meine eigene Kultur kritisch zu sehen und besser kennen zu lernen.
Mein Aufenthalt ist nun schon 4 Jahre her, kann sein dass sich mittlerweile einiges geändert hat. Wollte euch nur meine tollen Erfahrungen näherbringen!
wenn ihr Fragen habt, kontaktiert mich doch einfach!
Man sollte auch die Angebote anderer Länder in Betracht ziehen!
Knolle5, 13.08.2004
Sowas wuumlrde ich mich nicht so richtig trauen. Es hat aber wenigstens fuumlr zwei Wochen Sprachkurs auf Malta gereicht.
Shija, 06.01.2005
...sehr klasse Bericht Houmlrt sich alles sehr spannend an, gott wie gerne wuumlrde ich das auch mal machen, aber leider ist das echt zu teuer seufz
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch 3 / Neuausgabe / Wörterheft: BD 3
9,99 € ¹
versandkostenfrei
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch. Kursbuch 2 + 2 Audio-CDs: BD 2
18,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 21,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch. Kursbuch 1 inkl. 2 Audio-CDs: BD 1
18,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 21,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch 1 / Neuausgabe / Wörterheft: BD 1
9,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 12,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... 3 Bänden. Kursbuch 3 inkl. 2 Audio-CDs: BD 3
18,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 21,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch 1. Neuausgabe. Übungsbuch: BD 1
15,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 18,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch 3 Neuausgabe. Übungsbuch: BD 3
15,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 18,99 €
Klett Passwort Deutsch. Lehrwerk für Jugendliche und Erwachsene auf der Grundstufe, für alle Schulen und Institutionen im In- und Ausland. Kurs- und ... Deutsch 3 / Neuausgabe / Wörterheft: BD 3
9,99 € ¹
Versand: 3,00 € Gesamtpreis: 12,99 €
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
1 Woche in Irland (kurzer Schüleraustausch)
ein Testbericht von JennyN2005-09-11 19:34:08vom 11.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: billig, Erfahrung fürs Leben, für die Selbstständigkeit und die Sprache...Nachteile/Kritik: gibt es nichts
1) Einführung
2) Wo soll es hingehen?
3) Vorbereitung auf den Austausch mit der Klasse
4) Kosten
5) Abflug
6) Ankunft in der Schule
7) Ankunft in meiner Familie
8) Ausflüge und Schulbesuch (Gliederung der Woche)
9) Atmosphäre in meiner Familie, wie kam ich zurecht?
10) Hatte der Austausch Erfolg ?(FAZIT)
11) Wie war es, als meine Austauschpartnerin in Deutschland war?
~*~*~*~* Einführung ~*~*~*~*
Ich besuche das Rudi- Stephan Gymnasium in Worms. Ich bekomme seit der 5.Klasse Latein-Unterricht, seit der 6.Klasse Englisch und seit der 8.Klasse Französisch. Jede 10. Klasse unternimmt einen einwöchigen Schüleraustausch mit Polen, Italien, Irland oder Dänemark, denn da befinden sich die Partnerschulen zu meinem Gymnasium. Im Moment besuche ich die 11. Klasse, aber ich möchte euch heute von meiner Erfahrung berichten, die ich letztes Jahr in Irland haben durfte.
Im September 2003 erzählte unser Englischlehrer der Klasse, das 2004 im April ein Schüleraustausch stattfinden wird. Alle waren erstaunt und freuten sich, dass so was gemacht wird. Er berichtete, dass 4 Länder zur Auswahl standen auf der Lehrerkonferenz für die jeweiligen vier Klassen. Die Lehrer mussten sich unter den Ländern einig wählen und wie unser Englischlehrer so war, pickte er natürlich Irland raus, denn da konnten wir die meisten Erfahrung sammeln, da dort komplett nur Englisch oder Irisch gesprochen wird (Irisch ist wie ein Dialekt im Englischen, doch weicht schon sehr stark vom british english ab).
Ich war auch sehr überrascht und erfreut darüber, aber ich hatte doch auch ein bisschen Angst im Bauch, wenn ich mir vorstellte, dass ich alleine in einer Familie bin, die mich nur in Englisch versteht und ich keine Hilfe bekomme. Doch bis zum Austausch vergingen noch einige Monate und natürlich mussten auch die Vorbereitungen getroffen werden. (3.Punkt in meinem Bericht)
~*~*~*~* Wo soll es hingehen? ~*~*~*~*
Nach IRLAND also. Ich wusste natürlich nicht viel darüber und bin gleich mit meinem Vater in den Gondrom gelaufen, um mir ein Buch zu besorgen. Gekauft habe ich mir „Irland- Der National Geographic Traveler“ und habe ihn vorher gelesen, da mit ich nicht ganz so blöd dastehe *g*
Nun werde ich euch ein bisschen über Irland informieren:
Irland wird auch „die grüne Insel“ genannt, wie ihr vielleicht wisst. Das liegt daran, dass sich über die ganze Insel Wiesen, Felder und Pflanzen erstrecken. Was sehr schön ist, denn Irland ist die Natur pur.
Irland ist auch als die kleinste britische Insel bekannt.
Die Insel ist ca. 450 km lang und ca. 260 km. Breit, also ist sie in ihrer Fläche um die 84421 km² groß. und liegt im Atlantik. Wenn man auf der Karte schaut, würde ich sagen, dass Irland nord-westlich von Großbritannien liegt.
Meine Klasse und ich besuchten Kilcock ca. 20 km von Dublin entfernt, wo sich auch der Flughafen befindet. Kilcock muss man sich wie ein mittelgroßes Dorf vostellen, mit einer Schule, einem College, einer kleinen City und einem großem Friedhof. Natürlich gibt es auch da mehrere Felder wo die Kühe weiden *g* Die Partnerschule in Irland vom Rudi-Stephan Gymnasium heißt Scoil Dara und befindet sich in Kilcook.
~*~*~*~* Vorbereitung mit auf den Austausch mit
der Klasse ~*~*~*~*
Unser Englischlehrer, der uns auch auf unserer Reise begleitet hat, musste 2003 noch alle Vorbereitungen treffen. Darunter musste er den Flug nach Dublin buchen für April 2004, Kontakt mit der Partnerschule aufnehmen und die Teilnehmerzahl nennen (alle aus meiner Klasse haben teilgenommen). Jeder musste einen Zettel unterschreiben, dass er/sie mitfährt und da bei uns alle noch unter 18 waren/sind mussten auch die Eltern ihr Einverständis erklären. Als ich dann den Zettel abgegeben habe, war ich schon aufgeregt, wie es wohl sein wird und hatte auch immer mehr „Angst“ als der April näher kam.
~*~*~*~* Kosten ~*~*~*~*
Hin- und Rückflug hat insgesamt 100 € gekostet, wir sind mit Airlingus geflogen. Dies ist eher ein kleiner Flieger, dafür aber billiger und der Service, die Sitze, die Ausstattung waren trotzdem okay.
~*~*~*~* Abflug ~*~*~*~*
Am 21. April 2004 musste ich um 10 Uhr aufstehen, da wir um 12 Uhr am Flughafen in Frankfurt am Main sein sollten. Wir haben Fahrgemeinschaften gebildet innerhalb der Klasse, um Benzinkosten zu sparen. Mein Koffer war schon gepackt und ab ging es zum Flughafen. Von Worms ist es eine Stunde Fahrzeit bis nach Frankfurt. Im Auto wurde ich immer aufgeregter. Am Flughafen angekommen standen auch schon meine Klassenkameraden bereit. Ich war leider die letzte *g* wir mussten nämlich eine Umleitung nehmen.
Unser Lehrer zählte durch und dann konnten wir uns zur Gepäckabgabe anstellen. Als Begleitung hatte unser Englisch-Lehrer noch eine Englisch-Lehrerin von unserer Schule.
Die Koffer waren abgegeben und wir hatten noch eine Stunde Zeit, bis wir eincheckten.
Die Eltern wurden verabschiedet und ab ging es durch die Kontrolle. Hinter dem Zoll geht man noch ein bisschen in verschiedene Läden, wo man sonst nicht hinkommt. Und nach einiger Zeit ging auch unser Flug.
Die Flugzeit betrag 1 Stunde und 20 min. (wenn ich mich nicht irre). Diese Zeit bekam man rum, indem man mit Freunden und Freundinnen spekuliert, wie Irland wohl sein wird, ob die Familie nett ist und wie uns die Schule gefällt Wie das eben ist, auch wenn man normal verreist stellt man sich so fragen.
~*~*~*~* Ankunft in der Schule ~*~*~*~*
Als wir gelandet sind (nachmittags), wurden wir mit dem Bus nach Kilcook in die Scoil Dara gebracht. Dort angekommen haben wir uns in deren „Gemeinschaftsraum“ versammelt. Alle Austauschpartner standen schon vorne und wir saßen an Tischen, tranken und aßen etwas.
Die Rektorin las nun die Namen unserer Schüler vor und diese der Austauschpartner. Dann hörte ich meinen Namen:“ Jennifer and Aytül, your are staying with HELEN“ . Aha, Helen heißt sie also... oh, da kommt sie ja. Die sieht ja echt nett aus, dachte ich. Zu meiner Verwunderung war ich sogar mit meiner besten Freundin Aytül zusammen in einer Familie untergebracht.
Helen begleitete uns dann nach draußen zum Auto. Wir wurden von ihr und ihrer Mutter begrüßt. Auf dem Weg mit dem Auto zu deren Haus, wollten wir noch nicht reden. Es war ein komisches Gefühl. Die nette Frau stellte uns Fragen, was wir gerne essen, wie es uns geht und ob wir Hunger haben, aber es war noch komisch darauf zu antworten, obwohl wir es konnten. Wir mussten uns erst dran gewöhnen, denn auch in Irland gibt es Dialekte.
~*~*~*~* Ankunft in der Familie ~*~*~*~*
Wir kamen in einem kleineren Dorf an, dass nahe Kilcook liegt. Die Familie wohnt in einem großen Haus, auf einem Bauernhof (da habe ich mich sehr gefreut, denn genau das hatte ich mir schon immer gewünscht). Helen und ihre Mutter begleiteten uns rein und da wurden wir auch schon von einem kleinen süßen Hund begrüßt namens MASY. Helen hatte noch eine große Schwester KATE, einen großen Bruder TOM, eine kleine Schwester ANN und natürlich Vater WILLY und Mutter RITA. Das Haus war ein richtiges Bauernhaus *g* Die Möbel sahen für „deutsche Begriffe“ alt aus, die Schränke und so. Sie besaßen noch einen alten Herd mit Gasflamme. Aber andere Länder-> andere Sitten, andere Bräuche. Ich denke ein Herd oder so, wäre für solche Familien einfach zu teuer. Ich würde nicht sagen, dass sie arm waren, aber auch nicht reich. Es war einfach eine Familie, die zufrieden ist, mit dem, was sie hat und nicht an anderen Sachen unzufrieden ist. (Daran sollten sich manche Deutsche ein Beispiel nehmen). Am ersten Abend wurde uns alles gezeigt, unsere Austauschschülerin Helen zeigte uns unser Zimmer (die Eltern haben extra ihr Schlafzimmer für uns geräumt). Dann setzten wir uns zum Abendessen und versuchten schon mal mit ein paar Worten zu reden. Es war eine Umstellung und wir verstanden natürlich nicht alles, sodass wir nachschlagen oder nachfragen mussten. Aber uns hat die Ankunft sehr gefallen, wir wurden heimisch aufgenommen und konnten uns wohlfühlen.
~*~*~*~* Ausflüge und Schulbesuch (Gliederung der Woche) ~*~*~*~*
Am Tag nach unserer Ankunft (der 1.Tag):
~*~*~*~*
Wir besichtigten den „Hill of Tara“. Das war der höchste Berg und es befand sich dort ein St. Patrick Denkmal. Er erklärte den irischen Menschen damals die Dreieinigkeit (Trinity).
Da ein Reiseführer alles auf englisch erklärte und das auch noch sehr schnell, verstanden wir natürlich nur die Hälfte von dem, was gesagt wurde *g*
Als nächstes besichtigten wir ein Museum in Newgrange. Dort ging es um Material, was die irischen Menschen zum Jagen verwendeten.
Dann fuhren wir zu den „hills of knowth“. Dort gibt es einen großen Berg und um diesen befinden sich 17 kleine Berge. Unter dem großen Berg lebten ganz früher irische Menschen.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder alle in unserer Familie und verbrachten diese Zeit noch so. In meiner Familie machten wir kleinere Spiele, versuchten uns kennenzulernen und erzählten ein bisschen.
------------> Der erste Tag war sehr schön und wir haben ein bisschen vom Land gesehen
Der zweite Tag in Irland:
~*~*~*~*
An diesem Tag gingen wir mit unseren Austauschpartnern zur Schule und in den Unterricht. Ich hatte an diesem Tag : Erdkunde, Irish, Sport, Kunst und Deutsch. Es war eine sehr gut mal Unterricht komplett in Englisch zu hören, denn der „normale“ Englischunterricht bezieht sich ja eigentlich immer speziell auf die Sprache. Doch in der Scoil Dara konnten wir altäglichen Unterricht mitbekommen.
Als die Schule zu Ende war, wurden wir von RITA abgeholt und gingen den Rest des Tages auf den Sportplatz. Denn dort hatte Helen ein Hurlingmatch. Hurling ist eine Art Hockey und gehört zu den großen Traditionen von Irland. Fast jeder jugendliche Ire spielt Hurling.
Der dritte Tag in Irland:
~*~*~*~*
Der dritte Tag war Dublintag. Wir konnten einen Tag lang in Dublin „shoppen“ und unsere Zeit vertreiben. Dublin ist sehr voll von Leuten und sehr besucht. Man muss durch die Stadt laufen, wie auf einem Jahrmarkt. Schritt für Schritt und man kommt nicht schnell voran *g* Doch in Dublin gibt es sehr schöne Einkaufsläden und Shops. Natürlich gab es auch hier einen MC Donald *g*
Den Rest des Tages verbrachten wir wieder in unseren Familien, doch als wir zu Hause ankamen, war der Tag schon fast rum, sodass wir nicht mehr viel gemacht haben, außer gegessen und erzählt.
Der vierte Tag in Irland:
~*~*~*~*
An diesem Tag besichtigten wir die National Gallery in Dublin. Das war sehr interessant, da ich mich sehr für Kunst interessiere. Es ist ein sehr großes Bildermuseum, mit mehreren Gemälden, von berühmten Personen und auch christlichen Bildern.
Die Krönung des Tages, wir durften in das irische Parlament. Es war einfach klasse. Wir wurden durch das Parlament geführt, haben leider nichts verstanden von dem, was uns der Leiter auf englisch berichtet, weil er sehr schnell sprach und dann auch noch politische Sachen. Da reichte unser Wortschatz nicht aus. Aber es war trotzdem ein Erlebnis einmal im Parlament gewesen zu sein.
Nach diesem Erlebnis, begann das Wochenende und wir verbrachten diese Zeit in unserer Familie (wie ich mich da gefühlt habe und was ich erlebt habe, berichte ich euch im nächsten „Punkt“)
Nach dem Wochenende~*~*~*~*
Dies war ein Sporttag in der Schule. Wir machten bei verschiedenen Sportarten, wie Fußball, Basketball und so was mit.
Abends war noch eine Abschlussfeier, weil wir am nächsten Tag abgereist sind. Wir bekamen so noch ein bisschen irische Musik präsentiert und konnten uns von unseren irischen Freunden verabschieden.
~*~*~*~* Atmosphäre in meiner Familie, wie kam ich zurecht? ~*~*~*~*
An den Schultagen, wenn wir Ausflüge machten, bekam ich meine Familie ja nur abends zu Gesicht, doch am Wochenende hatten wir dann doch schon mehr Zeit uns richtig anzunähern und auch das Englisch zu verbessern *g*
Ich fühlte mich sehr gut aufgenommen und versorgt. Sie fragten mich immer, ob ich was zu Trinken oder zu Essen haben möchte, ich sollte mich fühlen wie zu Hause und auch wenn ich mich mal zurückziehen wollte, war dies kein Problem. Die Familie versuchte langsam zu sprechen, so dass ich (und auch meine Freundin) sie gut verstehen konnten. Es wurde von Tag zu Tag besser, wir lernen neue Wörter kennen, lernten auch längere und umfangreichere Gespräche zu führen und fühlten uns dann ab dem 4. Tag sicherer.
Die Familie war sehr bemüht uns ihre Kultur und Gewohnheiten nahe zu bringen. So erzählten sie z.B. von ihrem jährlichen Urlaub am Meer in Irland, zeigten uns irische Tänze, wir aßen zum Frühstück immer Würstchen und selbstgemachtes Brot und wir lernten den irischen Sport kennen. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich eine von ihnen. Sie haben mich und meine Freundin komplett in den Tagesablauf mit einbezogen, was ich sehr gut fand.
Sie versuchten uns etwas zu zeigen und erzählten uns über ihr Dorf und ihren Bauernhof.
--------------> Meine Familie war sehr nett und ich fühlte mich sehr wohl, sodass die Zeit ruhig noch länger gewesen hätte sein können. Es war genau die richtige Familie für mich, da ich nicht in eine reiche „Schnöselfamilie“wollte, die sich nicht um den „Neuling“ kümmern und sich nicht mit ihr/ihm beschäftigen (solche Familien gab es auch, eine andere Freundin von mir, war in einer solchen.)
~*~*~*~* Hatte der Austausch Erfolg? (FAZIT) ~*~*~*~*
Dazu kann ich sagen JA.
Ich habe durch das Leben mit und in der Familie meinen englische Sprache verbessert und andere Sitten und Bräuche kennengelernt. Ich hatte in Englisch-Arbeiten immer eine 4, weil ich im Text viele Grammatikfehler gemacht habe, doch durch den Austausch merkte ich, dass man viele Sätze nicht einfach bilden kann, wie ich es vielleicht gerne hätte.
Mich hat auch die Gemeinschaft innerhalb der Schule fasziniert. Da die Schüler alle die gleiche Uniform tragen, gibt es keine gesellschaftliche Unterschiede und jemand, der aus einer ärmeren Familie kommt fühlt sich nicht unterdrückt.
Wer die Gelegenheit bekommt einen Schüleraustausch zu machen, sollte dies unbedingt tuen, auch wenn es ein anderes Land ist, wie z.B. Italien. Man lernt dadurch auch eine gewisse Selbstständigkeit, weil man ja eigentlich alleine auskommen muss.
Vor den Osterferien, mache ich übrigens mit meinem Stammkurs Französisch einen Schüleraustausch nach Genf. Davon werde ich dann natürlich auch berichten ;-)
~*~*~*~* Wie war es als meine Austauschpartnerin in Deutschland war? ~*~*~*~*
Im September 2004 kamen dann auch die irischen Schüler nach Deutschland. Ich hatte Glück, dass meine Partnerin dabei war, denn manche sind mitgekommen und manche auch nicht. Es gab auch welche, die unsere Klasse gar nicht kannte, also „Neue“.
Es war schön meiner „neuen Freundin“ alles zu zeigen, mit ihr Sachen zu unternehmen und ihr zu helfen. Ich konnte mich durch den Irlandaufenthalt schon sehr gut unterhalten, auch fließend und ohne viele Fehler. So hat es mir noch umso mehr Spaß gemacht.
Als sie da war, hat sie in der Zeit, in der ich zur Schule ging etwas mit ihrer Klasse in Worms besichtigt und einen Tag ging sie mit mir in die Klasse. Es ist aus dem Grund bei solchen Austauschen nur eine Woche, weil sie wenig Deutsch können, fast gar nichts, dann würde Unterricht wenig bringen. Wir waren in Irland auch nur ein Tag in der Schule, weil es auch wichtig war das Land zu sehen und englisch lernen konnten wir ja in den Familien.
Da ich Helen ja schon ganz gut kannte, war es richtig schön, mit ihr abends mal wegzugehen, in den Europapark zu fahren (sie hatte noch nie vorher eine Achterbahn gesehen und ist auch noch nie gefahren vorher).
Auch das war ein schönes Erlebnis und es war auch sehr toll, ihr das zurück zu geben, was sie mir geboten hat, als ich in Irland war.
Ich denke sie ist ganz gut zurecht gekommen. Meine Mutter kann nur ein bisschen Englisch, aber das meiste habe ich dann immer übersetzt *g*
~*~*~*~* Schlusswort ~*~*~*~*
Ich hoffe, dass euch mein Bericht gefallen hat und ihr werdet nicht zögern bei einem Austausch mitzumachen.