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DonHenny

Noten sind unfair aber manipulierbar

ein Testbericht von 2004-01-24 15:19:46 vom 24.01.2004
Empfehlung: ja
Leider können wir nicht ohne Noten auskommen, denn irgendwie müssen Schüler ja bewertet werden. Aber an jedem Ende eines Schuljahres ist die Notenverteilung der Lehrer oft nicht nachvollziehbar.

Natürlich kann ein Lehrer nicht alles sehen und alles fair bewerten, denn sie sind auch nur Menschen. Aber gerade weil sie nur Menschen sind, sollte man dies für sich nutzen, wenn man clever ist. Kann man nachvollziehen, wenn alle Klausuren befriedigend waren, auf dem Zeugnis trotzdem die Note "gut" erscheint? Und das nur ein Beispiel von vielen aus meiner Schulischen Vergangenheit. Ich habe es einmal ohne große Mühe, ohne Hausaufgaben zu machen oder zu üben auf einen Schnitt von 1,67 gebracht (in der Berufsschule als Industriekaufmann).

Der erste Trick ist, sich in die erste Reihe zu setzen, am besten noch alleine an einem Tisch. Damit ist man schon einmal davor abgesichert beim Quatschen erwischt zu werden, was jeder Lehrer als großen Minuspunkt in der Notenverteilung sieht. Sitzt man in der ersten Reihe, so hat man besseren Kontakt zum Lehrkörper und er erkennt nahezu alle positiven Bemühungen des Schülers.

Zeigt dem Lehrer im Unterricht Interesse, diskutiert um jeden Preis, kritisiert und fragt bei jeder Kleinigkeit, die ihr nicht versteht. Dies hat zwei positive Effekte. Der Lehrer wird es mit einer guten mündlichen Note entlohnen und man wird sehen, wie einfach der Unterricht zu verstehen ist, wenn man selbst aktiv mitdenkt anstatt jede Einzelheit von der Tafel ins Heft zu übertragen, ohne diese wirklich zu verstehen. Nutzt die Unterrichtszeit und das Wissen des Lehrers optimal aus, es wird sich auf dem Zeugnis und in der erhöhten unterrichtsfreien Freizeit bemerkbar machen. Außerdem scheinen die Schultage kürzer zu werden, da bei aktiver Mitarbeit die Zeit deutlich schneller rumgeht.

Der nächtse Punkt ist, gebt euch bei der Notenverteilung nicht zufrieden. Wenn der Lehrer euch eine Note gibt, dann kämpft für eine bessere. Diskussionen über Noten waren bei mir immer sehr erfolgreich, denn wenn man meine vorher benannten Ratschläge beherzigt, dann wird der Lehrer anders mit euch reden als mit anderen Schülern. Somit könnt ihr eure schriftlichen Noten einfach durch eine mutige Diskussion (die euch niemand übel nimmt) sehr gut aufbessern.

Ihr müsst euch nur einmal in die Lage der Lehrer versetzen, wie angenehm es ist, wenn das was man sagt, scheinbar auf fruchtbaren Boden stößt. Wie dankbar sind meine Lehrer für mein Interesse gewesen, für meine schlauen Fragen und für die Diskussionen. Die Qualität des Unterrichts wird aufgebessert. Versucht alles im Unterricht zu verstehen und nicht erst zu Hause, denn da ist kein Lehrer, der sieht, wie aktiv ihr seid. Außerdem wollen Schüler doch Freizeit haben, also nutzt die Zeit im Unterricht, denn je besser ihr das tut, umso mehr Freizeit habt ihr. Ich habe die Höhere Handelsschule hinter mir, bin Industriekaufmann und gehe dieses Jahr studieren, dabei habe ich nicht einmal richtig geübt oder regelmäßig Hausaufgaben gemacht. Trotzdem war ich oft einer der besten Schüler der Klasse, und das nicht weil ich schlauer bin, sodern weil ich die Lehrer in meiner Hand hatte.

Noch ein allgemeiner Tip für den erfolgreichen Unterricht. Versucht gut und ausgiebig zu schlafen. Steht nicht so spät auf, sondern frühstückt vor der Schule und duscht euch. Zieht euch gepflegt an und seit in der Schule stets gut gelaunt und seht alles nicht so ernst, denn jalle Klausuren sind doch nur ein paar Blätter Papier (wer hat davor schon Angst), und Lehrer ganz normale Menschen die euch nur schlechte Noten geben können, was ihr verhindern könnt. Nehmt die Schule als Luxus und freut euch, dass ihr sie umsonst genießen könnt (auch wenn ich riesige Kritik an unser Schulsystem habe). Schafft euch ein gutes Image bei den Lehrern und manipuliert eure Noten durch Überzeugungskraft, viel Erfolg dabei!
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Tinitus

Noten in der Schule ?

ein Testbericht von 2003-05-12 21:28:56 vom 12.05.2003
Empfehlung: ja
Einziges Abwehrsystem und Druckmittel der Lehrer oder Grundlage des Lernens? "Grundsätzlich gilt, dass mit der Leistungsbewertung Aussagen zur Lernentwicklung und zum Leistungsstand getroffen werden sollen."
Stärken und Schwächen werden angezeigt und es wird deutlich, ob Hilfestellungen beim Lernen nötig sind. Bei der Entscheidung über den weiteren Bildungsweg liefert die Leistungsbewertung eine wesentliche Grundlage.


Doch was sagen Noten wirklich aus? Lassen einzelne Noten auf die Fähigkeiten und die Intelligenz eines Schülers schließen oder ist es lediglich eine subjektive Einstufung der Oberflächigkeit?

Ein wichtiger Untersuchungsaspekt ist die Frage nach dem Sinn der Notengebung. Ist es denn wirklich notwendig und vor allem auch richtig, den Leistungsstand eines Schülers an einzlenen Noten festzumachen?

Meiner Meinung nach haben Noten eine viel zu starke Gewichtung, in Hinsicht auf die Bewertung eines Schülers, da die Notengebung wohl doch als sehr subjektiv betrachtet werden kann.
Denn man kann eindeutig belegen; "es gibt keinen absoluten Maßstab für Noten". Lehrer haben also den Freiraum, selbst Schwerpunkte, Lernziele und Inhalte festzulegen. "Es liegt in ihrer Hand, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Einzelnen abzuleiten."
Prinzipiell steht es somit doch jedem Lehrer offen, so zu bewerten, wie er es für richtig hält.

Wer fragt den später, wie die Note zustande gekommen ist? Dafür interessiert sich sicher niemand. Es wird immer nur das Ergebniss betrachtet, nich aber der Weg, die Mühe und auch die Zeit. Die Lehrer sollten sich eher mal mit jedem Schüler individuell auseinandersetzten. Jeder Schüler hat sich sicherlich früher oder später schon einmal Gedanken um gewissen schulische Themen, wie Hausaufgaben, Arbeiten,... gemacht, doch wenn man als Schüler eh schon nicht verstanden wird und eigene Gedankenprozesse als nichtssagend dargestellt werden, man schlechte Noten dafür bekommt, dann lässt die Lust am Lernen und Denken schnell nach.

Mit einer Note bewertet man nicht nur einfach eine Arbeit oder den Wissenstand sondern den Schüler an sich. Mit den Noten bestimmt der Lehrer prinzipiell die Zukunft des Schülers, obwohl sicherlich auch viele Eigeninitiative gefragt ist. Wer hat schon Lust sich stundenlang abzuschuften, zu lernen und zu büffeln und letztendlich nur eine "3" zu kassieren, weil es anscheinend nicht nach des Lehrers Vorstellung ist?
Und wenn man dann einen Einwand hat, heißt es gleich:" Was willst du mehr?", immerhin, eine "3" bedeutetn: "Befriedigend, die Leistung entspricht im allgemeinen den Anforderungen." Ist das ein Ansporn?

An dieser Stelle muss man allerdings sagen, dass man nicht die Schuld allein auf den Lehrer schieben kann, denn schließlich sind sie selbst in diesem Schulsystem gefangen und können nur das machen, was ihnen vorgeschrieben wird.

Sind Noten überhaupt noch notwendig um Leistungen einschätzen zu können? Dieses dieskusionswürdige "Problem" stört anscheinend kaum jemanden.
Doch letzenendlich ist der Schüler der Leidtragende. Der Schüller muss das "ausbaden".

Die Verfahren der Leistungsbewertung sind kein Mittel zur Disziplinierung! Schülerinnen und Schüler sollen durch Leistungsbewertung z.B. durch das Schreiben einer Kurzkontrolle, weder verunsichert noch überfordert werden. Dies führt dahin, dass aus Angst gelert und aufgepasst wird. Man macht alles, nur der guten Noten wegen, denn wie heißt es so schön: "Mit schlechten Noten hast du keine Chancen nach Aussichten auf eine Lehrstelle!" Sicherlich braucht jeder Schüler ein kleines Druckmittel um "angetrieben" zu werden.

Meiner Ansicht nach, müsste es an solcher Stelle andere "Druckmittel" geben, keine noten, denn Noten sind nur zu Bewertung der Leistung da. Vielleicht wäre es sinnvoll, den Schüler so weit zu bringen, dass er sich selbst unter Druck setzt, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Es muss noch andere Möglichkeiten geben, einem Schüler die Wichtigkeit des Lernens zu verdeutlichen. Was bringt es, wenn er die ganze Schulzeit über gezwungen wird und nur lernt, weil er muss?
Dann tritt nach meiner Auffassung nämlich der Fall ein, dass man kaum etwas vom Gelernten mitnimmt, so gut wie alles vergisst. Wenn man jedoch aus einer Überzeugung lernt und es versucht, zu verstehen, dann bringt es auch etwas.
Man lernt dann nicht mehr für die guten Noten, sondern für sich selbst.

Ich bin der Ansicht, das Noten einen verunsichern und verängstigen, man quält sich tagtäglich mit ständiger Angst zur Schule, schlechte Noten zu bekommen. Gibt es denn keine andere Möglichkeit, Leistungen und Fähigkeiten eines Schülers zu bewerten?
Denn so wie es jetzt läuft werfen Noten ein sehr schlechtes Licht auf den Lernprozess an sich. Der eigentliche Sinn aber des Lernens wird vergessen.

Dieser ständige Druck von oben macht einen einfach verrückt. Und ich denke, dass man uns Schülern und all denen die es noch werden wollen, davon befreien sollte um sich auf die wirklich wichtigen Sachen zu konzentrieren.
Man sollte nicht lernen, der Noten wegen, sondern man sollte lernen um etwas zu lernen !!!!

Fazit: Meiner Meinung nach würde eine schriftliche Beurteilung der Schüler, individuell in jedem Fach, am Endjahr viel aussagekräftiger sein, als irgendwelche Zahlen, die einen einstufen und jegliche Individualität vernachlässigen und unterdrücken.

Vielen dank für euer Zuhören
lieben gruß
tini
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Miss_Nettie

Schlechte Noten sind Ansichtssache

ein Testbericht von 2003-04-14 17:10:39 vom 14.04.2003
Empfehlung: nein
Schlechte Noten - wer kennt das Problem nicht? Manche haben sie am laufenden Band, andere - wie ich seinerzeit - haben nur einige wenige Ausrutscher, die aber dennoch zu schaffen machen. Da meine Mutter gelegentlich Nachhilfe gibt und ich dadurch so einiges mitbekomme, möchte ich euch hier einmal an dieser Stelle meine Ansicht zum Thema "schlechte Noten" mitteilen. Fakt ist, daß kaum einer von der ein- oder anderen schlechten Note verschont bleibt.

Was sind schlechte Noten?
==========================
Dennoch muß man eines meiner Meinung nach klarstellen: Was man unter "schlechten Noten" versteht, ist eher Ansichtssache. Für so manchen Einser-Schüler ist bereits eine Drei eine miserable Leistung, was wohl in den meisten Fällen aus zuviel Druck von Seiten des Elternhauses resultiert. Andere hingegen schreiben einen Fünfer nach dem anderen, so daß die Eltern schon in Freude zergehen, wenn einmal eine Vier bei einer Arbeit herauskam. Beides - sowohl zu hoher Druck als auch zu viel Nachsicht von Seiten der Eltern - sind Extreme, die nicht nachahmenswert sind. Hoher Druck hat z.B. den Nachteil, daß sich die Schüler teilweise dem Druck nicht mehr gewachsen sehen, unglücklich sind, oder - was ich auch schon öfters mitbekommen habe - den Eltern schlechte Zensuren verheimlichen, was den Zeugnistag zu einem wahren Desaster für beide Seiten macht. Zu wenig Druck führt öfters dazu, daß sich der Schüler am Ende gar nicht mehr bemüht und in vielen Fällen dann die Versetzung gefährdet ist.

Der goldene Mittelweg:
==========================
Gesund ist meiner Meinung nach daher eine ausgewogene Mischung zwischen Druck einerseits, wenn die schlechten Noten überhand nehmen und Kulanz andererseits bei dem ein oder anderen Ausrutscher. Man sollte also die ein- oder andere schlechte Note akzeptieren, denn "nobody is perfect". Jedoch sollte man schon nachbohren, woran es gelegen haben könnte, um es eventuell in Zukunft besser zu machen. Wenn die schlechten Noten jedoch überhand nehmen - spätestens dann, wenn die Versetzung gefährdet ist - ist es jedoch allerhöchste Zeit, aktiv zu werden. Das beste Mittel gegen schlechte Noten ist meiner Ansicht nach in den meisten Fächern Nachhilfe, wobei aber auch das nicht nützt, wenn der Schüler selbst nicht fleißig genug ist. Allein durch die Nachhilfestunden ist es nämlich nicht getan, man muß schon selbst auch etwas Initiative mitbringen. Wenn aber sowohl die Eltern als auch der Schüler selbst das einsehen, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Also, in diesem Sinne viel Erfolg, ich hoffe, ich konnte dem ein- oder anderen mit diesem Beitrag etwas weiterhelfen;-)
...
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Bewertung Testbericht:hilfreich
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

Schulnoten als Sympathienoten

ein Testbericht von 2003-03-17 14:30:10 vom 17.03.2003
Empfehlung: nein
Hallo Yopianer,

Schulnoten waren doch schon immer ein sehr interessantes Thema. So beschäftige ich mich erst seit gestern mit dem Thema, sondern schon ein paar Jahre, wie es wahrscheinlich alle Schüler tuen.

In Deutschland werden die Noten ja bekanntlich von sehr gut (1) bis ungenügend (6) vergeben, was sich davon unterscheidet, wie man in anderen Ländern Noten gibt. In den USA werden die Noten beispielsweise anhand von Buchstaben gegeben wobei ein „A“ die beste Note ist und ein „F“ die schlechteste.

Doch wenn man mal überlegt, was drücken Noten eigentlich wirklich aus? Drücken Noten aus wie gut einer in einem Fach ist, oder doch eher wie sympathisch man dem Lehrer ist?
In der Unterstufe konnte man meist noch behaupten das es Noten gibt um wirkliche Leistungen zu bewerten und belohnen. Doch umso länger ich in der Schule bin, desto mehr bekommen ich den Eindruck das Noten eine reine Sympathiesache ist.

Um diese Behauptung zu wiederlegen möchte ich ein Beispiel bringen, welches typisch für meinen Pädagogik-Lk ist.
Wir sitzen also mit unserem Kurs (wir sind ca 24 Schülerinnen und exakt 2 Schüler) in unserem Raum und der Lehrer fragt nette Fragen. Wie es im Unterricht meistens läuft. Auf eine Frage melden sich 4 Schülerinnen und der Lehrer nimmt zuerst eine Schülerin dran, die sich selten meldet. Die Schülerin sagt ihre Antwort und bekommt vom Lehrer gesagt das ihre aussage nicht ganz zutreffe. Daraufhin nimmt er eine andere Schülerin dran, die ihn ein wenig anlächelt, mit ihren Haaren spielt und die sich eigentlich immer meldet. Sie sagt GENAU das gleiche wie die andere Schülerin und der Lehrer stimmt ihr voll und ganz zu.

Da fragt man sich doch wieso diese Antwort nun richtig war und die andere nicht. Doch eigentlich liegt die Sache ganz klar auf dem Tisch. Der Lehrer kann nicht objektiv die Schüler benoten, sondern lässt sich einfach zu stark beeinflussen. Kann ich mich gut bei einem Lehrer einschleimen und himmelt ihn quasi an wird er nicht mehr drüber nachdenken ob die Antwort die ist, die er hören wollte, sondern der Fall ist klar.

Was ich damit sagen will ist einfach, dass ich finde das man nicht an Hand eines Zeugnisses später beurteilen kann wie gut ein Schüler wirklich in der Schule ist oder war und wie gut er eigentlich den behandelten Stoff verstanden hat. Leider ist es viel zu selten das ein Lehrer nicht nach Äußerlichkeiten benotet und nur das Wissen im Vordergrund steht.

Des weitern finde ich, dass Noten eigentlich nur Konkurrenz unter den Mitschülern schafft und dadurch kein guter Zusammenhalt entstehen kann. Man kann sich schon drauf freuen wenn wieder Quartalsnoten (ein Schulhalbjahr wurde noch einmal unterteilt, so dass man in der Oberstufe noch einmal eine SOnstigeMItarbeits Note bekommt, die sich auf Hausaufgaben, mündliche Mitarbeit und sonstige Aktivitäten im Unterricht bezieht) verteilt werden, denn dann wird ca eine Woche vorher das totale Chaos in der Schule entstehen und der Konkurrenzkampf wird eigentlich nur noch verstärkt. Jeder versucht dann sich endlich mal am Unterricht zu beteiligen und die anderen eigentlich mehr oder weniger schlecht zu machen, weil man selbst ja eigentlich eine viel bessere Note verdient hat als die anderen. Dieser Zeit in der Schule kann man nur mit Humor genießen, denn der ganze Terror ist wirklich nicht mehr schön.

Eigentlich sollte die Schule ja dazu beitragen, dass Menschen lernen miteinander umzugehen und Sozialverhalten lernen. Doch mittels der Notengebung kann man dieses nicht erreichen, sondern muss immer damit rechen, dass die Schüler gegeneinander arbeiten.
Natürlich ist es notwendig Leistungen zu differenzieren und somit den Schüler eine Orientierungsmöglichkeit zu bieten, aber ich finde das es in der Schule heutzutage nicht gut geregelt ist wie Noten verteilt werden.

Noten hängen zu sehr von den Mitschülern und vor allem auch von den Lehrern ab. Wenn ich in einem Fach eine 3 bekomme muss das nicht heißen das ich nicht wirklich gut in diesem Fach bin. Nein, es kann auch heißen das es für den Lehrer eine echt gute Leistung war und eigentlich gar keine 2 geschweige denn eine eins erreicht werden konnte. Noten müssen immer im Kontext gesehen werden.

Des weitern bin ich der Meinung das man das Notensystem so verändern sollte, dass bereits in der Unter- und Mittelstufe die Noten an Hand von Punkten gegeben werden. Dies ist das System der Oberstufe bei uns in NRW.

Punktesystem:
  • 15P
  • 14P sehr gut
  • 13P
  • 12P
  • 11P gut
  • 10P
  • 09P
  • 08P befriedigend
  • 07P
  • 06P
  • 05P ausreichend
  • 04P
  • 03P
  • 02P mangelhaft
  • 01P
  • 00P ungenügend


Hierbei bildet immer der Punkt über oder unter einer „vollen“ Note ein Plus, oder Minus. Hierbei können Leistungen stärker differenziert werden wodurch mehr Gerechtigkeit herrscht. Dies muss gerade daher geschaffen werden, da in der Sek. I (Stufe 5-10) die Leistungen überwiegend an Hand der Klausuren festgelegt werden ist es oftmals ungerecht welche Noten bei dem „Zusammenziehen“ später heraus kommen. So kam es in meiner Klasse einmal dazu, dass ein Schüler mit den Noten 3, 3 und 4 eine 4 auf dem Zeugnis bekam und eine andere Schülerin mit den Noten 4, 4- und 5 auch eine 4 bekam. Hierbei konnte allerdings nicht von den mündlichen Leistungen her die Note gegeben worden sein, da die mündlichen Leistungen in der gesamten Klasse gleich schlecht war. Dies sorgte natürlich dafür, dass die Schüler im zweiten Halbjahr noch desinteressierter waren, als sie es eh schon waren und man sich dachte: „Wieso sollte ich mir Mühe geheben eine 3 zu schreiben wenn ich nachher das gleiche bekomme wie einer der 5en schreibt.“

Ich kann die Meinung der Schüler nur teilen und finde es sollte mal darüber nachgedacht werden was Noten eigentlich wirklich sind. Kann es nicht sein das Noten oftmals nur Klassifizierungen im sinne von Sympathieunterscheidungen sind?

Ich hoffe der ein oder andere überlegt mal was ich hiermit ausdrücken wollte....

Liebe Grüße, einen schönen Tag und danke fürs Lesen, Mary
...
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