Teil 1= 29 - Fremde Seelen
Teil 2= 31 - Der Cyberzombie
Teil 3= 33 - Bis zum bitteren Ende
Dies ist der dritte und letzte Band der Drachenherz-Saga und es ist das beste der Trilogy.
Liest doch bitte vorher die Rezensionen zu 29 und 31.
Vorsicht! In dem ersten Abschnitt wird der Inhalt des Buches wiedergegeben, verderbt euch nicht die Lust am Lesen.
Gleich zu Anfang des Romans werden Burnouts Überreste aus dem Leichenschauhaus gestohlen, Atzlan steckt dahinter.
Ryan nimmt über seine Geliebte Nadja kontakt zu Harlekin auf, der erklärt sich bereit dazu, Ryan und das Drachenherz auf die Metaebene zu bringen, um die Tzitzimine daran zu hinter auf unsere Seite zu gelangen. Aber es ist zu spät, Thayla wird durch die Blutmagie von Senior Oscuro in einen Abgrund gestürzt, Harlekin und Ryan müssen zurück in unsere Welt. Hier wollen sie Lethe wiederfinden, da dieser laut Thayla auch weiß, wie das Drachenherz gegen die Brücke einzusetzen ist. Und Lethe war zuletzt in Burnout gefangen, also startet Ryan einen Shadowrun gegen Atzlan. Mit großer Mühe geling es ihnen zu Burnout vorzudringen (der übrigens wieder vollständig hergestellt ist) und mit ihm zu fliehen. Noch auf dem Gelände von Atzlan führen sie eine Reise zur Metaebene durch, dabei werden Burnout/Lethe und das Drachenherz komplett (nicht nur die Seele) dahin befördert.
Aber wieder einmal ist es zu spät, den die Brücke ist fertiggestellt, die Tzitzimine strömen über die Brücke auf unsere Seite und ein auswegloser Kampf beginnt. Bis Lethe endlich herausfindet, wie er das Drachenherz einsetzen muß, er entzieht der Brücke die Magie und sie bricht zusammen und reißt den Feind mit sich. Aber immer noch sind Hunderte auf unser Seite , Ryan wird von einem riesigem Monster niedergestreckt und würde sterben, aber Lethe muß die abgeschöpfte Magie irgendwohin leiten. Also pumpt er seine Gefährten damit voll und Ryan verkraftet das wohl nicht ganz, denn sein Magieniveau wird um vieles überschritten, zurück auf unser Ebene verwandelt sich sein Körper in einen kleinen silbernen Drachen, eine Dracoform. Harlekin und die anderen töten so gut wie alle Feinde auf der Metaebene, Lethe bleibt aber zurück, er muß versuchen jeden weiteren Versuch der Tzitzimine zu vereiteln.
Zum Ende hin erfährt man noch, warum Dunkelzahn sterben musste, aber das erzähle ich euch wirklich nicht, das müsst ihr schon selber herausfinden.
Die Story ist einfach nur super, bei der Hälfte des Romans hab ich schon gedacht, ja und jetzt? noch der Run und Lethe/Burnout befreien, was kommt denn dann noch?
Tja, die Story, wird auch wie in den Vorbänden aus 3 Perspektiven erzählt und das war auch ein wirklich kluger Schritt, denn so entsteht eine einzigartige Spannung.
Jedem Shadowrunspieler empfehle ich diesen Roman besonders, weil man doch sehr viel über die Geschehnisse der Sechsten Welt erfährt.
Da ich die Abenteuer „Harlequin“ und „Harlequins Rückkehr“ gespielt habe (Gruß an Blizzard, Trollsplitter, Timi, Grabi und Unger) wollte ich doch mehr über diesen Harlequin erfahren, leider kam er nur im letzten, also diesem Band vor, dafür aber auch sehr gut rübergebracht. Man erfährt zwar auch hier nicht sein wahres alter, aber er
gibt natürlich deutliche Hinweise, und jeder Earthdawnkenner weiß sicherlich wie alt er ungefähr sein müsste.
Also ich empfehle mich, diese Saga ist wirklich einabsolutes Muß.
Wenn ihr mal einige Tage für euch Zeit habt, holt euch die 3 Teile und fangt an zu lesen, im nu werdet ihr die Saga beendet haben. Es lohnt sich wirklich.
...
ein Testbericht von Greifenklaue2002-09-11 11:55:22vom 11.09.2002Empfehlung: nein
Vorteile: auch diese Art Kommerz (Zusammenführung Earthdawn und Shadowrun) hat der Firma nicht beim überleben geholfen...Nachteile/Kritik: Cyberzombies, Bruch Magie-Technik, Zusammenführung zweier besser getrennter Welten und und und
Ich lese in letzter Zeit die Shadowrun-Romane gut durchmixt, aber egal was ich tue, irgendwo gibt es immer einen kleinen Cliffhanger, eine kleine Gemeinsamkeit. War es das letzte Mal Fuchi, ist es nun Dunkelzahn, seines Zeichens erster drakonischer Präsident der USA und bei Amtsantritt ermordet. Während im letzten Roman (#30: Kopfjäger) gerade sein Erbe verschachert wurde, haben wir es im abschließenden Teil von Jake Kokes Triologie mit Ryan Mercury, einem Undercoveragenten Dunkelzahns, in der Hauptrolle zu tun.
Schon in den beiden Vorgängern (#29: Fremde Seelen sowie #31: Der Cyberzombie) ging es darum, die Welt vor Aztechnologies Plänen zu schützen und zu verhindern, dass sie eine Manabrücke zur Ebene der Tzitzimine bauen, eine finstere Horde seelenloser Dämonen.
!!! Wer bisher nur Bahnhof verstanden hat, dem seien die Einstiegskategorien zum Rollenspiel Shadowrun empfohlen. Man möge es mir verzeihen, wenn ich bei meiner x-ten Rezi nicht mehr erläutere, was SR oder Rollenspiel ist, dazu gibt es schließlich ganz eigene Kategorien !!!
Sagen wir es dem Leser gleich zu Anfang unverblühmt, mir gefällt der Bruch mit alten Shadowrunritualen überhaupt nicht. Der Versuch der Verknüpfung der FASA-Welten Earthdawn und Shadowrun ist aus meiner Sicht Mist und sollte nur dazu dienen, den jeweiligen Konsumentenkreis auf das andere Rollenspiel zu stoßen. Geklappt hat es aus kommerzieller Sicht sicherlich nicht: FASA pleite und FanPro ist heute auch für die Original-englischen Werke zuständig (Jedenfalls ist das mein letzter Stand der Dinge). Und selbst wem diese Idee gefallen sollte, sonderlich geschickt oder gar gelungen ist die literarische Umsetzung nicht. Aber manch einer mag das anders sehen, für eine letztendliche Kauf- und Leseentscheidung sollte man vielleicht noch andere Quellen heranzuziehen...
Am Ende des letzten Werkes wurde Ryan fast vom Cyberzombie Burnout vernichtet, konnte diesen aber eine Klippe herabstürzen lassen. Und da sind wir schon beim nächsten Stilbruch, Cyberzombies??? Jedem Menschen wohnt eine Essenz inne und läßt er seinen Körper mit Cyberware bestücken, verliert er immer mehr seine Menschlichkeit, seine Eigenständigkeit, seinen Lebenswillen, kurz seine Essenz. Daher ist es bisher nicht möglich, sich über ein bestimmtes Maß hinaus die Cyberware implantieren zu lassen. Gut, es gab da immer mal wieder Umgehungsversuche wie Bioware, aber daran war nicht zu rütteln. Das man es doch tat, kann aus meiner Sicht nur zwei Gründe haben (, außer endlich Robocop in die Spielwelt implementieren zu können...):
1.) Vollgestopfte Spielercharaktere, die hochgerüstet hoch 10 sind, Geld wie Heu haben und kein Ziel mehr haben. Jetzt haben sie eins: bis ins unendliche hochrüsten, jedes gottverdammte Teilchen (und wenn es nur im Internet auf www.nicht-zu-empfehlen.de zu finden ist...) in den Körper einsetzen.
2.) Dem Meister endlich ein Regulativ schaffen... Wenn die Spieler mit Karmapunkte in vierstelliger Höhe rumlaufen, muss man ihnen einfach etwas entgegensetzen, was annähernd gleichwertig ist...
Seien wir ehrlich, würde es Dir auch so gehen, dann wäre da irgendetwas ziemlich falsch gelaufen. Also, warum Spieler und Spielleitung auf solche Gedankenb bringen???
Kommen wir endlich zum Inhalt (bin halt ´ne alte Laberbacke):
Quecksilber, so Ryans Runnername, soll das im letzten Teil an sich gebrachte Drachenherz Thayla bringen, die Wächterin der Brücke. Ihr reiner Gesang hält die
Kreaturen zurück und lähmt auch die Brückenbauer. Dazu muss er auf die Metaebenen, als Ki-Adept ein schwieriges Unterfangen. Dunkelzahn empfahl dazu, Kontakt mit Harlekin aufzunehmen und bietet Autor Jak Koke die Möglichkeit Shadowrunlegende nummero 3 einzureißen. Glück hat Ryan insofern, dass dieser erst vor kurzem bei Nadja, seiner Freundin, Dunkelzahns Vertraute und nebenbei Vizepräsidentin der USA, hust, die gibt es ja nicht mehr, also der UCAS, war, um sein Erbe abzuholen. Welches wiederum glücklicherweise so groß war, es sich liefern lassen zu müssen...
Also hoppeldiehopp, dann übernimmt die Lieferung halt Ryan, sein Kindheitstraum war ja eh Postbote zu werden. Harle, sowieso ganz easy, ist dabei und ab geht´s uffe Metabene, wo traurigerweise das Ende Thalyas verzeichnet werden muss. So bekommt er den Auftrag, den cyberzombie Burmout wiederzufinden. Dieser ist nämlich von einem Geist, Lethe, besessen.
Hier wird mühelos Feste Nummer 4 eingerissen, die da hieß, strikte trennung von Magie und Technik. Wenn ich also schon so etwas krankes wie ein Cyberzombie einsetzte, warum muss ich den dann noch zusätzlich dadurch hochpowern, dass ich ihn von einem der wohl mächtigsten freien Geister bessesen sein lasse und ihn damit auf eine Powergamerebene hebe, auf die selbst die vielgeliebten 1.000-Karmapunkte-Runner noch nicht gekommen sind! Danke, Anke oder netter Joke, Koke!
Ich freu mich jetzt schon auf meine nächste SR-Con-Runde.
Ich (als Spieler): „Ja, ich spiele da so einen zwergentec, der...!“
SL: „Bist Du sicher? Ich meine ob der in die Gruppe passt? Atze spielt wieder seinen Halbdrachen-Charakter, Moni Mumpitz hat ihren 40.000-Jahre alten Earthdawn-Charakter entmottet und möchte ihn mal bei SR ausprobieren und Killer, nun, er wollte unbedingt seinen AD&D-Halbgott konvertieren!“
Ich: „Ach, ähh, hast Du davorne den Stand gesehen?“
SL. „Nö.“
Ich: „Tja,(nachdenklicher Blick auf die Uhr) ich muss weg!“
Gut,ich will ja nicht lästern, ob ich noch die Story erzähle oder meinen Kopf an die Wand nagele, kommt auf´s selbe heraus, berichte ich lieber, was mich weiterhin noch stört.
Die Draco-Foundation, schön und gut. Eine, sag ich mal Hilfsorganisation, um den Menschen in der Welt zu helfen. Kotz, würg, so eine elende schwarz-weiß-Malerei, die gab es bei SR noch nie und das hat immer den Reiz ausgemacht. Shadowrunner waren immer in der Grauzone. Aber eine Organisation, die Runner deswegen einstellt (und sozial absichert – ja, sich um deren Wohl schert - harharhar), ob sie sich den arsch mit Ökopapier putzen oder nicht – oh – mein – Gott - frei nach Friends).
Das Buch kann man durchaus lesen, OK, ich kann aber auch eine Tina, Lisa oder Laura meiner Mutter lesen, das macht sie noch lange nicht gut. Für mich hat die Welt hier sehr viel Flair eingebüßt, es wurden viele Tabus gebrochen (leider aber immer die falschen) und Raider heißt jetzt Twix!
Home > Bücher > Medien & Unterhaltung Bücher > Medien & Unterhaltung Bücher - S-Z > Shadowrun, Band 33: Bis zum bitteren Ende - Markus Heitz > Überblick