Zwar war ich mit meinem MBO E-FORCE, der vor längerer Zeit in den Filialen des Discounters PLUS verkauft wurde und den ich in der Vergangenheit immer wieder ein wenig verbessert habe, immer sehr zufrieden. Allerdings war das Gerät verhältnismäßig groß und optisch nicht wirklich schön, so dass ich hier durchaus gelegentlich mit dem Gedanken an zumindest ein neues Gehäuse gespielt habe. Diesen Gedanken verwarf ich aber immer wieder, da mir viele der optisch ansprechenden Gehäuse zu teuer waren und auch die übrigen Komponenten des MBO Rechners nicht mehr so ganz aktuell waren, so dass ich eher etwas später einen vollständig neuen PC zu kaufen oder aufzubauen gedachte.
Der Zufall in Form eines Preisausschreibengewinns half mir dann unerwartet weiter und so wurde ich stolzer Besitzer eines SHUTTLE XPC SN45G in den ich die benötigten Komponenten aus meinem MBO E-FORCE einbaute und den ich seit diesem Umbau hauptsächlich für PC-Spiele nutze.
Diesen SHUTTLE XPC SN45G mache ich nun auch zum Thema meines heutigen Beitrags.
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ALLGEMEINES
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SHUTTLE ist der derzeit wohl führende Hersteller/Anbieter von Barebones im Bereich Mini-PCs und de SHUTTLE XPC SN45G ist ein solches Barbone-System, dass schon einige Zeit erhältlich und auch verhältnismäßig weit verbreitet ist. So sollte dieses Barebonesystem, das übrigens neben der Standardausführung auch in einer „Tomb Raider Edition“ und in einer „Dusk & Dawn Edition“ erhältlich ist/war, im Fachhandel auch weitestgehend problemlos erhältlich sein, wo es für zur Zeit 239,00 € verkauft wird.
Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.Shuttle.com.
SHUTTLE bietet übrigens neben den Barebones und einem TFT-Monitor auch diverses Zubehör wie eine Software um die Shuttle-PCs individuell zu gestalten, Bluetooth-Dongles und ähnliches an. Insbesondere für Teilnehmer an LAN-Partys interessant sind vor allem die Taschen von SHUTTLE, die extra für die Shuttle-PCs konzipiert wurden (ich besitze sowohl eine Shuttle-Tasche, als auch einen Shuttle-Rucksack) und mit denen sich die Geräte optimal geschützt transportieren lassen.
Mit dem Kauf des SHUTTLE XPC SN45G erhält der Käufer neben dem Gehäuse mit Motherboard und Heatpipe auch je ein gedrucktes, umfangreiches Handbuch für System und Mainboard, eine Treiber-CD sowie alle erforderlichen Kabel (DIE, ATA, Floppy, Netzstecker) und so ist der Lieferumfang durchaus vollständig (naja, Wärmeleitpaste hätte man auch noch mitliefern können).
Das es sich beim SHUTTLE XPC SN45G um einen Barebone handelt, ist die Installation/Inbetriebnahme naturgemäß etwas aufwändiger, da Prozessor, Laufwerke, Festplatte, Arbeitsspeicher und Grafikkarte noch eingebaut werden müssen.
Erfreulicherweise lässt sich das Gehäuse mit drei Schrauben, die auch mit der Hand gelöst werden können, leicht und schnell öffnen. Nun muß erst der Einbaurahmen für die Laufwerke entfernt werden um an die Befestigungen der Heatpipe zu gelangen,. Ist auch diese entfernt, kann der Prozessor (in meinem Fall ein Athlon 1800+) eingesetzt, Wärmeleitpaste aufgetragen und die Heatpipe wieder befestigt werden. Nun können die Speicherbausteine eingesetzt werden (in meinem Fall 640 MB). Anschließend empfiehlt es sich, die für die Laufwerke benötigten Kabel auf dem Mainboard zu stecken, die Laufwerke (in meinem Fall 1 x DVD-ROM, 1 x HDD) im Rahmen zu verschrauben, diesen einzusetzen und die Verkabelung der Laufwerke zu vollenden. Abschließend muss lediglich noch die Grafikkarte (in meinem
Fall GeForce 4 Mx) gesteckt und das Gehäuse wieder geschlossen werden.
Diese beschriebene Reihenfolge scheint mir empfehlenswert, da man aufgrund der geringen Abmessungen des SHUTTLE XPC SN45G auf engstem Raum arbeiten muss und in dieser Reihenfolge immer das größtmögliche Platzangebot besteht. Trotz der räumlichen Enge stellt der Einbaus der erforderlichen Komponenten meines Erachtens aber dennoch zumindest für nicht allzu unerfahrene Anwender kein allzu großes Problem dar und sollte innerhalb von etwa 30 Minuten bewerkstelligt werden können.
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OPTIK
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Die erste auffällige optische Eigenschaft des SHUTTLE XPC SN45G ist sicher die geringe Größe. Mit Abmessungen von 30 x 20 x 18,5 cm hat der Shuttle-PC nur etwa ein Drittel der Größe eines herkömmlichen ATX-Towers.
Das Gehäuse ist aus Metall (Aluminium) gefertigt und von silberner Färbung, wobei über der Gehäusefront eine Acrylglasplatte angebracht ist, die den edlen Eindruck des silbernen Gehäuses noch verstärkt. Im Falle meiner „Dusk & Dawn Edition“ ist das Gehäuse übrigens nicht von silberner Färbung, sondern mit „Elfen-Motiven2 (unter anderem leicht bekleidete Elfen) lackiert und dieses Motiv findet sich auch hinter der Acrylglasfront.
Im oberen Bereich der Gerätefront finden sich zwei Abdeckungen (in Gehäusefarbe) hinter denen sich die Einbauschächte für CD/DVD-Laufwerk und Floppy oder Card-Reader befinden (ich habe hier lediglich ein DVD-Laufwerk eingebaut und die untere (kleinere) Abdeckung belassen).
Unter den Laufwerksschächten finden sich an der rechten Seite zwei matt silberne Taster (Power, Reset) und darüber zwei LEDs, die über Betrieb und Festplattenzugriff informieren.
Im unteren Bereich der Gehäusefront finden sich noch folgende Anschlüsse: Line In, Mic, Kopfhörer, Firewire und 2 x USB.
Auf der Rückseite des Gehäuses finden sich die üblichen übrigen Anschlüsse, also VGA, COM, LAN, 2 x PS/2, Audio Fron, Audio Surround, Audio Mitte/Bass, AV & S-Video, SPDIF-Ein, SPDIF-Aus, Netzstecker, 2 x Firewire und 2 x USB.
Der SHUTTLE XPC SN45G steht übrigens auf vier konisch zulaufenden Stellfüßen aus matt geschliffenem Aluminium.
Insgesamt wirkt nicht nur das Design auf mich ebenso gelungen wie zweckmäßig, auch die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck und die verwendeten Materialien scheinen hochwertig.
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PRAXIS
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Die geringe Größe des SHUTTLE XPC SN45G macht es erforderlich, auf Steckplätze und Einbauschächte zu verzichten, wenn diese nicht unbedingt notwendig sind und so steht lediglich en PCI-Steckplatz zur Verfügung. Da ein LAN-Anschluß und auch Sound aber onboard vorhanden ist und ich keine ISDN-Karte oder ähnliches zu installieren habe (eventuell rüste ich irgendwann doch eine WLAN-Karte nach), reicht mir dieser eine PCI-Slot, den ich ohnehin nicht nutze, also völlig aus. Selbiges gilt im Grunde auch für den einzigen 5,25“-Schacht in den ich ein DVD-Laufwerk eingebaut habe. Da ich mir bereits vor einiger Zeit einen externen DVD-Brenner gekauft habe um diesen von allen meinen Rechnern nutzen zu können, habe ich keinen Bedarf mehr an einem internen Gerät und da ich auf ein Diskettenlaufwerk verzichtet habe, hätte ich auch Platz für eine zweite Festplatte (hier strebe ich aber auch eine externe Lösung an).
Zwei Slots für den Einbau von Arbeitsspeicher sind zwar nicht allzu viel, sollten aber ebenfalls ausreichen, zumal ein System mit zwei größeren Speicherbausteinen in aller Regel ohnehin stabiler läuft als ein System mit vier kleineren Bausteinen.
Einen kleineren Schwachpunkt stellt der AGP-Slot dar, da dieser lediglich 1,5 Volt liefert, was nicht mehr für alle Grafikkarten ausreichend ist. Ich befasse mich aber gerade mit der Wahl einer neuen Grafikkarte (und die benötige ich dringend) und konnte feststellen, dass ich trotz dieser kleineren Einschränkung immer noch auf eine Vielzahl aktueller Karten zurückgreifen kann.
So mag die Anschlußvielfalt für den ein oder anderen möglicherweise nicht ganz ausreichend sein, für meine Bedürfnisse bietet der SHUTTLE XPC SN45G jedoch mehr als genug Optionen/Erweiterungsmöglichkeiten..
Die geringe Größe des SHUTTLE XPC SN45G liess mich bezüglich der Hitzeentwicklung im Inneren des Gehäuses zunächst etwas skeptisch werden, die tägliche Praxis beseitigte diese Zweifel dann aber schnell. Auch nach einem 16-Stündigen Gefecht in UNREAL TOURNAMENT 2004 erreichten die Temperaturen im Gehäuse nie einen kritischen Bereich, so dass ich daraus schließe, dass Lüfter/Heatpipe zuverlässig und effizient arbeiten.
Überhaupt scheint mir der SHUTTLE XPC SN45G, zumindest in meiner Konfiguration, ein Muster an Stabilität. Trotz Windows (XP) konnte ich in mehreren Monaten nicht einen einzigen Absturz oder ähnliche Probleme verzeichnen und auch mit der Performance bin ich, im Rahmen dessen, was die nicht mehr ganz so aktuellen von mir eingebauten Komponenten ermöglichen, sehr zufrieden.
Die Geräuschentwicklung des SHUTTLE XPC SN45G im Betrieb hält sich in erfreulich niedrigen Grenzen. Zwar ist das System unmittelbar nach dem Einschalten zunächst recht deutlich zu hören, im weiteren Betrieb arbeitet der Lüfter angenehm leise und auch der Laufwerksbetrieb verursacht keine Vibrationen, die ein unangenehmes, störendes Geräusch hervorrufen würden.
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DATEN
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Ab messungen: 30 x 20 x 18,5 cm
Gewicht: 4,65 kg
BIOS: Award V6
Netzteil: 250 Watt
Mainboard: Shuttle FN45
Chipsatz: NVIDIA nForce2 Ultra 400
Prozessorsteckplatz: Sockel A
FSB: 400, 333, 266 oder 200 MHz
RAM: 2 x 184-Pin Dual Kanne
Max. Speicherkapazität: 2 GB
Steckplätze: 1 x AGP 8x/4x, 1 x PCI
Sound: Realtek ALC650 5.1 (onboard)
Anschlüsse: 2 x DIE ATA 133, 2 x Serial ATA 130, 1 x Floppy
LAN: Realtek 8201BL Fast Ethernet Controller (onboard)
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FAZIT
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Im täglichen (Spiel-)Betrieb arbeitet der SHUTTLE XPC SN45G (zumindest in meiner Konfiguration) absolut zuverlässig, angemessen zügig, stabil und bei vergleichsweise geringer Geräuschentwicklung, so dass einzig der AGP-Slot, der nur 1,5 Volt zu liefern vermag, ein kleineres Manko, das in meinem Fall aber weitestgehend bedeutungslos ist.
Darüber hinaus ist der SHUTTLE XPC SN45G auch optisch (sowohl in der Standardausführung, als auch in meiner „Dusk & Dawn Edition“) ein absolutes Highlight und so spreche ich hier eine klare Empfehlung aus, die ich mit dem Urteil SEHR GUT verbinde.
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Produktbeschreibung Shuttle SN45G
Technische Daten und ProdukteigenschaftenPC Barebone Motherboard SocketA Athlon/Duron
Allgemeine Informationen Shuttle SN45G
EAN: 0811686000242
gelistet seit: 15.12.2003
Hersteller: Shuttle weitere Shuttle Barebone PCBewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung:
Allgemeine Daten
Gehäusematerial: Aluminium
Maße (B x H x T): 200x185x300 Millimeter
Netzteil: 200 Watt
Geräte-Typ: Mini PC