Sonstige Hersteller Motorradhelme Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (2.8 von 5)
von 67% aller Autoren empfohlen (2/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Das Aussehen, Gummierung
Nachteile/Kritik
Fahrgeräusche, Belüftung, Verschluss ...
Eine Ratte die ihr Geld nicht wert ist
ein Testbericht von Doppi772004-03-22 09:27:33vom 22.03.2004Empfehlung: nein
Vorteile: Das Aussehen, Gummierung...Nachteile/Kritik: Fahrgeräusche, Belüftung, Verschluss ...
Nun steht sie wieder kurz bevor, die neue Motorradsaison. Langsam aber sicher werden die Maschinen wieder ausgepackt und startklar gemacht. Ich bin immer froh wenn die 4 Monate der motorradlosen Zeit vorrüber sind und es endlich wieder auf die Piste geht. Daher möchte ich meinen heutigen Bericht einem der wichtigsten Bestandteile beim Mopped fahren widmen. Dem Helm. Genauer gesagt berichte ich heute über meine Erfahrungen mit dem Caberg 299, den ich selbst gut 2 Jahre getragen habe.
Bei dem Caberg 299 handelt es sich um einen Integralhelm im RAT Look. Das bedeutet das die Visierscheibe im unteren Bereich wie eine halbe 8, die mittig vertikal getrennt wurde, geschwungen ist. Das Sichtfeld kam mir etwas grösser vor wie bei einem normalen Integralhelm. Ob es tatsächlich grösser ist vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich liegt es nur an der ungewohnten Visierform. Der Helm wird in schwarz lackiert bzw schwarz matt angeboten. Ich persönlich hatte mich für die matte Version entschieden. Der matte Farbton wird hierbei durch eine hauchdünne Gummierung erzeugt. Das hat den grossen Vorteil das die Aussenschale nicht so schnell verkratzt bzw kleinere Absplitterungen annimmt.
Gekauft habe ich diesen Helm bei Louis. Ich hatte ihn schon etwas länger im Auge, habe aber durch einen Insidertip erfahren das sich der Helm in einigen Wochen stark reduziert. Also habe ich 3 Wochen gewartet und den Caberg 299 für 49,- Euro anstatt der bisherigen 99,- Euro abgegriffen.
Er hat eine durchschnittliche Passform. Das liegt eindeutig daran das der Helm nicht komplett gepolstert ist. Im Kinnbereich hat der Hersteller lediglich eine Kunststoffblende anstatt der üblichen Polsterung eingebaut. Der hat also eindeutig ein zu grosses Spiel nach vorne zur Folge. Dummerweise wird einem das erst nach einiger Zeit des tragens bewusst, da sich die Polsterung enorm eindrückt und ausleiert. Das Polster kann auch nicht entfernt werden und ist daher nicht so einfach zu reinigen. Über das Gewicht von 1380 g lässt sich nichts negatives berichten, da es im Normalbereich liegt.
Auf die beiden Belüftungsöffnungen, eine am Kinn und eine verschliessbare am Stirnbereich, hätte man getrost verzichten können. Dem Zweck der Belüftung kommen diese noch nicht einmal im Bereich von über 200 Km/h ausreichend nach. Eine leichtes und häufiges Beschlagen des Visiers ist da schon vorprogramiert und ein fahren bei hochsommerlichen Temperaturen ist gänzlich unmöglich.
Wo ich gerade bei hohen Geschwindigkeiten bin. Es ist für mich unmöglich mit diesem Helm dauerhaft schneller wie 130 Km/h zu fahren. Die Geräschkulisse ist dermassend laut das man denkt man sitzt im Time Tunnel und beamt sich in eine andere Dimension. Gleiches gilt leider auch für das Visier. Da es direkt auf dem Helm aufliegt und nicht über eine Gummidichtung geschützt ist, klappert es bei hohen Geschwindigkeiten nur so rum. Zum Visier kann ich aber noch hinzufügen das es über eine sehr gute Rasterung und Verstellbarkeit verfügt. Egal in welche Position man es stellt, es hat immer einen ordentlichen Halt und verrutscht nicht.
Über die Wahl des vorhanden Riemenverschlusses kann man sich auch streiten. Ich bevorzuge eindeutig den normalen Klickveschluss. Der Caberg 299
besitzt allerdings einen Ratschenverschluss aus Kunststoff. Der ganz grosse Nachteil bei dieser Verschlussart ist die gezahnte Ratschenlasche. Im laufe der Zeit nutzen sich die Zähne bei häufigen Gebrauch sehr schnell ab und irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht an dem der Helm nicht mehr richtig schliesst.
Im Grossen und ganzen muss ich gestehen das dieser Helm für mich ein absoluter Fehlkauf war. Da kann ich sogar mit dem reduzierten Preis nichts mehr schönreden. Er hat einfach zu viele Defizite im praktischen Verhalten aufgewiesen, sodass ich diesen Helm niemanden der ein Zweirad mit mehr als 12 KW fährt, empfehlen könnte. Für meinen Teil bleibt nur noch zu sagen das es sich bei dem Caberg 299 um reine Geldverschwendung handelt.
Seltsamer Titel, aber ein gestriges Erlebnis hat mich dazu bewogen, einmal über meinen Motorradhelm zu schreiben. Da war ich doch gestern auf der Landstraße unterwegs und wie es an der Küste nunmal üblich ist, schwirren überall Möwen herum. Vögel haben mit der schmal Silhouette eine Motorrades nun einmal Schwierigkeiten, Entfernung und Geschwindigkeite richtig einzuschätzen. So befand sich einer der gefiederten Küstenbewohner im Steigflug, der die Fahrbahn kreuzte und -um es kurz zu machen- ich konnte gerade rechtzeitig den Kopf einziehen, damit mir der Vogel nicht aufs Visier klatscht. Aber eben nicht weit genug: Mit der Oberseite des Helms traf ich das Tier nun doch. Wie es für den Vogel ausgegangen ist, weiß ich allerdings nicht, denn ich habe ihn nicht gefunden.
Nun aber zum Helm und genug der Einleitung:
Das Modell und seine technischen Daten:
Ich besitze einen schwarzen Integralhelm namens Shoei RXR. Das gute Stück besteht aus Glasfaserkunststoff und wiegt „zarte“ 1.450 Gramm. Werksseitig ist der Helm mit einem klaren, kratzfesten Visier versehen. Zwei Lüftungsschlitze im Stirn- und Kinnbereich sorgen für Frischluft auch bei geschlossenem „Fenster“. Erhältlich ist er in den Größen XXS - XXL.
Das Design:
Die mir bekannten Farben sind Schwarz, Weiß, Silber, Blau- und Rotmetallic. Es kann allerdings auch sein, dass es diesen Helm auch in mehrfarbigen Design gegeben hat. Selbstverständlich ist die „Mütze“ auch mit den typischen Marken- und Modellbeschriftungen versehen. Im Stirnbereich ist fett der Shoei-Schriftzug zu erkennen, unter den Schutzklappen für die Visiermechanik ist die Typenbezeichnung zu erkennen und unten am Hinterkopf ist noch das Markenlogo dezent angebracht.
Das schlichte Innenpolster meines schwarzen Helms ist hellgrau mit dunkelgrauen Punkten. Sicherlich keine Augenweide, aber man sieht es ja auch nicht. Das Polster ist an den unteren Kanten zusätzlich mit schwarzem Kunstleder abgesetzt. Eine Praktische Einrichtung, denn so ist es leicht zu reinigen, falls man den Helm mal wieder im Gras abgelegt hat.
Der Verschluss:
Hmm, wie nennt man diese Verschlussart bloß... Na, egal: Ich nenne ihn mal Klickverschluss. Er ähnelt stark dem Schloss eines Autosicherheitsgurtes. Man klickt das Schloss einfach zusammen und zum Öffnen benötigt man lediglich zwei Finger, um die Entriegelung rechts und links des Schlosses zu bedienen.
Das Visier:
Im großen und ganzen bin ich mit dem Visier zufrieden. Es ist auch nach drei Jahren und ca... 15.000 Kilometern kaum verkratzt und lässt auch bei tiefstehender Sonne immer noch eine sehr gute Sicht zu. Als Manko empfinde ich allerdings, dass es kein Anti-Beschlag-Visier ist. Shoei hat leider auch kein solches für diesen Helm angeboten. Zwar gab es einen Atemabweiser, der im Helm eingesetzt wird und über der Nase sitzt. Er leitet die Atemluft nach unten aus dem Helm heraus. Persönlich bin ich damit nicht zufrieden (Das sieht so Darth-Vader-mäßig aus... Da kann ich ja gleich einen Streetfighter-Helm tragen). Ich lege als bei "beschlagsgefährlichem" Wetter (so ab 15 – 20 Grad Celsius abwärts) das Visier vorher in Seifenwasser ein und lasse es „lufttrocknen“. Das hilft eigentlich sehr gut.
Der Tragekomfort:
Natürlich ist es wichtig, sich ausgiebig mit dem Helm zu beschäftigen, bevor man ihn kauft. Er muss stramm sitzen und darf nicht wackeln, sonst ist sein Schutzwirkung recht gering. So habe ich mir viele
Helme über meine Rübe gezwängt und nach langem Testen und Probefahren ist die Wahl auf den RXR gefallen. Für eine runde Kopfform scheint er ziemlich gut geeignet, so dass er gleich wie angegossen saß. Meine Frau hatte mit diesem Modell etwas mehr Schwierigkeiten und hat sich für eine andere Marken entschieden. Ein Helm passt sich zwar mit der Zeit der Kopfform durch elastisches Innenmaterial (hier Styropor-Innenschale) an, aber er muss ja nicht gleich von Anfang an drücken.
Das Kinnteil sitzt sehr dicht vor dem Gesicht, so dass die Atemluft (siehe oben) leichter ans Visier gerät, aber da es nicht so ausladend ist, ist ein Schulterblick während höherer Geschwindigkeiten nicht mit Verrenkungen verbunden. Der Helm bietet in dieser Hinsicht einfach weniger Angriffsfläche.
Trotzdem das Kinnteil relativ eng anliegt, sind die Windgeräusche relativ laut. Zum einen liegt das an dem fehlenden Windabweiser im Nackenbereich (meist ein elastisches Stück Stoff, welches eng am Nacken anliegt), zum anderen auch an den Schutzklappen der Visiermechanik, die etwas hervorstehen und Verwirbelungen ein bisschen Angriffsfläche bieten. Für Landstraßenausflüge wirkst sich das nicht störend aus, aber für längere (und sehr seltene) Autobahntouren nehme ich Ohrstöpsel mit.
Nun ja, und auch das relativ hohe Gewicht ist nicht so tragisch, da der Helm durch seine kompakte Bauweise sehr ausgewogen ist.
Der Preis:
Ich habe den Helm vor drei Jahren zu einem normalen Ladenpreis von 299,-- DM (330,-- DM für die Metalliclackierungen) erstanden. Damals meinte der Verkäufer, bald würde der Helm um einhundert Mark teurer werden. Ich hab' das als übliches Verkäufergeschwafel abgetan und musste kurz darauf Abbitte leisten: Er wurde tatsächlich teurer! Heute wird er nicht mehr vertrieben, aber bei einigen kleineren Händlern stand er noch vor kurzem für 200 Euro (220,-- Euro für Metallic). Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der Helm als Restposten sicherlich günstig weggehen könnte.
Mein Fazit:
Den Kauf habe ich nicht bereut. Ich wollte aus Sicherheitsgründen keinen Polycarbonat-Helm mit kürzerer Lebensdauer haben (Kunststoff ca. 3 Jahre, Glasfaser ca. 8 Jahre) und mir gefiel das schlichte Design. Zwar hat der Helm mit einigen Nachteilen zu kämpfen, aber in dieser Preisklasse gehört er sicherlich zu den besseren.
======================================================================== Diesen Bericht habe ich bereits bei Ciao unter identischem Nick veröffentlicht...
ein Testbericht von jf1hro2002-09-22 23:48:02vom 22.09.2002Empfehlung: ja
Ich bin ja nun seit März 2002 zur Zweiradfahrerin geworden.
Da ich erst nur mit einem Motorroller mit relativ niedriger Endgeschwindigkeit fuhr, hatte ich mir einen preiswerten Helm bei Marktkauf geholft.
Aber seit Ende Juni habe ich ja nun den Motorradführerschein und merkte beim Fahren mit höheren Geschwindigkeiten, dass dieser Helm nicht das Richtige ist.
Also ging die Suche los.
Welchen Helm sollte ich nehmen. Die Auswahl ist einfach so riesig, dass die Wahl sehr schwer war, zumal auch preisliche Unterschiede vorhanden sind.
Ich klapperte nun alle Motorradzubehörgeschäfte ab, sah mir viele Helme an, probierte
sie und fuhr natürlich auch Probe mit ihnen.
Die Entscheidung war gar nicht einfach, da es ja bei wirklich guten Markenhelmen schließlich um viel Geld geht.
Dann entschied ich mich endlich und ich kaufte mir den "Suomy Gunwind".
Der Gunwind ist der Bestseller der Marke Suomy. Die Gunwind-Helme sind Replica-Helme, deren Design dem von Helmen von Motorradrennfahrern nachempfunden ist.
Die Schalen der Suomy-Helme werden heiß geformt. Sie bestehen aus Glasfaser-Karbon mit Kevlarverstärkung.
Der Gunwind ist ein Leichtgewicht von 1250 Gramm.
Durch die Oberkopfbelüftung mit Venturi-Effekt wird eine maximale Innenbelüftung garantiert und zusätzlich sorgt eine untere Belüftung für gute Zirkulation, so dass das Visier nicht schnell beschlägt.
Er bietet mit seinem kratzfesten Visier und den großzügigen seitlichen Auspaarungen dem Motorradfahrer viel Sicherheit.
Sicherheit wird übrigens bei Suomy sehr groß geschrieben. Aus diesem Grund werden die Helme mehreren Zerstörungsproben wie dem Aufpralltest, der Wärme- und Kältebehandlung (-20 bis +50 Grad Celsius), Dehnungstest der Riemenbefestigung u. a. unterzogen, bevor sie in Serienproduktion gehen.
Das Visier ist wie schon erwähnt kratzfest und hat somit eine lange Haltbarkeit.
Ein kratzfreies Visier ist für Motorradfahrer sehr wichtig, da sonst die Sicht noch mehr eingeschränkt ist.
Für das Visier kann zwischen 7 Versionen gewählt werden, wobei unter anderem auch eine Abreissvariante in Hell oder Dunkel erhältlich ist.
Für hohen Komfort sorgt beim Gunwind die Hypoallergen-Innenausstattung mit superweichem Velour.
Er lässt sich dadurch sehr angenehm tragen und man merkt den Helm kaum, wenn man ihn aufgesetzt hat.
Gewöhnen musste ich mich erst an die doch etwas grellen Farben und Lackierungen bei Suomy. Inzwischen ist es aber so, dass er mir auch vom Design wirklich gut gefällt.
Die Grafiken auf den Suomy-Helmen werden übrigens alle von Hand angebracht.
Die Lackierungen bei Suomy verblassen nicht, da sie während der Herstellung einer UV-Schutzbehandlung unterzogen werden.
Als sehr praktisch beim Gunwind finde ich das Kinnriemensystem mit Doppel-D-Verschluss. Dabei zieht man den Riemen durch beide Ringe. Der Riemen braucht dann nur noch festgezogen werden und wird mit einem Druckknopf arretiert. Dadurch hat man nicht mehr den Verschluß am Hals oder am Kehlkopf und es drückt nichts mehr.
Mit dem Gunwind bin ich jetzt schon ca. 3500 km gefahren. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten sitzt er ordnungsgemäß fest und die Windgeräusche halten sich im verträglichen Rahmen, denn ganz ohne Windgeräusche wird es wohl nie gehen.
Bei Regen beschlägt das Visier kaum, so dass wenigstens die Sicht von innen nach außen gegeben ist.
Der Helm ist in 7 Größen erhältlich und hat mich 450 Euro gekostet.
Das ist natürlich nicht wenig Geld, aber wie schon gesagt, an der Sicherheit sollte ein Motorradfahrer nicht sparen.
Wichtig ist es auch sehr sorgfältig mit dem Helm umzugehen. Beim Reinigen nie mit scharfen Lösungsmitteln sondern mit den dafür vorgesehen Reinigungsmitteln arbeiten.
Den Helm nie auf den Boden aufschlagen lassen, denn dadurch kann durch Haarrisse die Sicherheit gemindert werden.
Ich selbst würde jedem, der auf der Suche nach einem Motorradhelm ist, wirklich dazu raten, nicht auf ein Billigprodukt zurückzugreifen, denn das Sprichwort "Wer billig kauft, kauft doppelt" stimmt hier auf jeden Fall.