Heute werde ich einmal über "Paspertin" berichten. Nicht weil wir das im Krankenhaus anwenden sondern weil ich vor einigen Tagen froh darüber war, das ich das im Haus hatte.
Informationen aus der Packungsbeilage:
Wirkstoff: Metoclopramid
Zusammensetzung: Metoclopramidhydroxhlorid-Monohydrat, Saccharin-Natrium, gereinigtes Wasser, Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat (als Konservierungsmittel).
Paspertin gibt es in 30 ml und 100 ml Fläschchen.
Anwendungsgebiet: Bewegungsstöruungen des oberen Magen-Darm-Traktes, Übelkeit, Erbrechen, Brechreiz
Wann darf Paspertin nicht eingenommen werde:
- bei Allergien gegen die Bestandteile
- Tumor des Nebennierenrindenmarks
- Bestimmten hormonabhängigen Geschwulsten
- Mechanischem Darmverschluß
- Darmdurchbruch
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Epileptiker
Paspertin soll in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht eingenommen werden da es keine ausreichende Untersuchungen darüber gibt. Auch wären der restlichen Schwangerschaftszeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
Kinder unter 2 Jahren sollten kein Paspertin erhalten und danach muß das Nutzen und das Risiko gegeneinander abgewägt werden.
Bei Menschen mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion muß die Dosis angepaßt werden (siehe Packungsbeilage), da die Ausscheidung des Wirkstoffes verlangsamt ist.
Je nach dem welche Medikamente mit Paspertin eingenommen werden kann die verkehrsfähigkeit beeinträchtigt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:
- Paspertin kann die Aufnahme anderer Medikamente im Magen-Darm-Trakt verstärken oder vermindern (welche? Werden in der Packungsbeilage genannt)
Dosierung: (soweit nicht anders verordnet): 3 - 4 mal täglich 30 Tropfen beim Erwachsenen beim Jugendlichen 2 - 3 mal 15 - 30 Tropfen, bei Kindern geht es nach Körpergewicht (0,3 Tropfen pro kg Körpergewicht).
Die Einnahme sollte vor den Mahlzeiten erfolgen. Die Dauer der Anwendung liegt bei der Grunderkrankung, normalerweise sind 4 - 6 Wochen ausreichend, in Einzelfällen bis zu 6 Monaten.
Überdosierung:
Zeichen dafür: Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Unruhe, Krämpfe, Störungen im normalen Bewegungsablauf, Störung in der Herz - Kreislauffunktion. Es sollte dann sofort beim auftretend er Symptome ein Arzt verständigt werden.
Nebenwirkungen:
Durchfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Angst, Ruhelosigkeit, Hautausschläge bei Kindern unwillkürliche krampfartige Bewegungen besonders in Schulter-, Kopf- und Halsbereich, auch hier sollte ein Arzt informiert werden.
Wie bei allen Arzneimitteln sollte Paspertin nicht nach Ablauf des Verfallsdatum benutzt werden, ebenfalls sollte es vor Licht geschützt aufbewahrt werden und 6 Monate nach dem öffnen nicht mehr benutzt werden.
Als ich Paspertin benutzt habe hatte ich Übelkeit und furchtbare Magenschmerzen. Ich habe damals nur 2 oder 3 mal 25 Tropfen Paspertin in Wasser eingenommen und es hat mir geholfen.
Paspertin Tropfen habe ich mit etwas Wasser verdünnt eingenommen, weil ich sie in ein kleines Glas getropft habe und nochdazu schmecken sie sonst ziemlich nach Medizin (tun sie auch noch in Wasser) und man bekommt wenigstens die ganzen Tropfen aus dem Glas heraus. Diese Menge bedeckten ja wirklich nur den Boden.
Ob die Besserung wirklich an den Tropfen lag weis ich nicht, aber auf jeden Fall sind die Symptome bei mir verschwunden und mir ging es wieder besser.
Auch in der Klinik geben wir Paspertin Tropfen, meistens bei Übelkeit, und sie helfen.
Wie immer bei Arzneimitteln sollten genauere Informationen der Packungsbeilage entnommen werden oder gleich der Arzt oder Apotheker gefragt werde.
ein Testbericht von erdlicht2004-06-17 10:20:43vom 17.06.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr gute Wirkung bei magen - Darm Virus...Nachteile/Kritik: Nur begrenzt haltbar
Wer schon einmal einen Magen - Darm Infekt hatte, wird die krampfartigen Schmerzen, die das ganze begleiten, sicherlich kennen und wünscht sich sowas niemals wieder. Wenn man selbst die Schmerzen noch aushalten kann, was müssen Kinder dann leiden, die ja viel anfälliger sind für diesen Infekt. Deshalb haben wir immer Paspertin Tropfen im Haus.
Paspertin wirken nicht gegen den Durchfall, aber gegen Brechreiz, Übelkeit und Erbrechen. Auch bei Migräne, Leber - und Nierenerkrankungen, Schädel - und Hirnverletzungen, und bei diabtisch bedingter muskelschwäche des Magens.
Natürlich gibt es auch Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, sowie Erkrankungen, bei denen diese Tropfen nicht genommen werden dürfen, diese alle aufzuführen würde das Textlimit sprengen.
Nebenwirkungen gibt es auch, dabei soll man aber bedenken, das es sich meist gefährlicher liest als es tatsächlich ist, denn jede noch so kleine, einmal aufgetretene Nebenwirkung muss im Beipackzettel aufgeführt werden. Deshalb gibt es nur eins - den Beipackzettel gründlich lesen!
Hat sich eines meiner Kinder einen Infekt eingehandelt, gilt erst mal eins - alles muss raus. Das muss ich abwarten, denn sonst erbrechen sie kurz nach der Einnahme der Tropfen, bevor diese überhaupt wirken können, was ja keinen Sinn macht.
Netter Weise steht im Beipackzettel, das diese Tropfen vor der Mahlzeit genommen werden sollen. Nun, keines meiner Kinder hat bei so einer Erkrankung auf irgendwas Appetit. Das bezieht sich wohl eher auf eine der anderen Erkrankungen.
Habe ich die Tropfen (pur auf einem Löffel) verabreicht, je nach Alter sind das zwischen 5 und 15 Tropfen, stellt sich schon bald eine Beruhigung des Magens ein, das Erbrechen hört auf, die Übelkeit lässt sofort nach. Wenn es mich selbst mal erwischt habe, brauche ich die Tropfen nur ein mal nehmen, und schon geht es mir wesentlich besser. Auch bei den Kindern reicht eine einmalige Anwendung.
Eine Bekannte leidet unter starken Migräneanfällen, sie schwört auf Paspertin Tropfen. Sie sagt, bis Tabletten gegen Übelkeit und Erbrechen helfen, musste sie sich schon längst übergeben, diese Probleme hat sie mit den schnell wirkenden Tropfen nicht.
Diese Tropfen sind verschreibungspflichtig. Es gibt nur einen Nachteil - wir brauchen die selten, und wenn, dann nur einmal. Der Inhalt ist aber nach Anbruch der Flasche nur noch begrenzt für sechs Monate haltbar. Deshalb müssen wir meist eine noch fast volle Flasche entsorgen.
Bei keinem von uns sind jemals Nebenwirkungen aufgetreten, die Wirkung kam immer prompt und zuverlässig.