Technik:
TFT-Bildschirme sind flacher und leichter, weil sie keine Bildröhre besitzen. Sie arbeiten stattdessen mit der so genannten TFT-Technik (Thin Film Transistor), bei der sich alles, was für die Bildanzeige nötig ist, auf engstem Raum versammelt. Das Bild wird durch eine Flüssigkristallanzeige (LCD) dargestellt, deren Struktur im Gegensatz zu natürlich aufgebauten dreidimensionalen Kristallen lediglich zweidimensional - also flach - ist. Ein 18-Zoll großer Bildschirm wiegt beispielsweise nur zehn Kilo und ist gerade mal zehn Zentimeter tief.
Gesund und flimmerfrei
Die Displays sind flimmerfrei, da ihr Bild nicht durch einen Elektronenstrahl erzeugt wird. Deswegen ist auch die Bildwiederholrate, beim Röhrenmonitor das Maß vieler Dinge, unerheblich. Weil TFT-Bildschirme mit niedrigeren Spannungen auskommen, sind sie auch strahlungsärmer als Röhrenmonitore. Weiterer Gesundheitsaspekt: Durch die gerade Oberfläche des Schirms entstehen beim TFT keine Verzerrungen hin zu den Seiten. Wer sich für einen Flachbildschirm entscheidet, muss allerdings einen eingeschränkten Betrachtungswinkel in Kauf nehmen: Denn der größte Teil des Lichts trifft senkrecht im 90-Grad-Winkel auf die Mattscheibe. Von der Seite betrachtet, können sich Farben "verschieben" und das Bild kann gänzlich unsichtbar werden. Bei aktuellen Modellen ist dieser Effekt deutlich gemindert, viele Hersteller haben den Betrachtungswinkel auf 160 Grad erhöht.
Die Leuchtkraft
TFT-Displays besitzen erheblich mehr Leuchtkraft als Röhrenmonitore. Ihre Lichtausbeute ist doppelt so groß. Die physikalische Erklärung ist einfach: Ein Candela bezeichnet in der Naturwissenschaft die Leuchtkraft einer Kerze vor einer schwarzen Wand. Röhrenmonitore erreichen eine Leuchtkraft von 120, ein Flachbildschirm dagegen bis zu 250 Candela.
Kosten:
Rasante Preisstürze wie bei den Röhrenmonitoren gibt es bei den Flachbildschirmen nicht. Doch Schritt für Schritt fallen auch hier die Hürden. Achtung: Die Größenangaben von Röhren- und Flachmonitoren sind nicht direkt vergleichbar, denn bei der Röhre entspricht die Größe nicht der tatsächlich sichtbaren Diagonalen. Während beispielsweise bei Röhrenmonitoren 15-Zoll-Geräte kaum mehr zu finden sind, ist dieses Maß bei Flachdisplays eine populäre Größe. Denn die sichtbare Diagonale eines 15-Zoll-TFTs entspricht beinahe der eines 17-Zoll-Röhren-Geräts.
15-Zoll-Displays
Seit einiger Zeit sind flache 15-Zoller bereits für weniger als 1.000 Mark zu haben. Die obere Preisgrenze liegt bei knapp 2.000 Mark.
17-Zoll-Displays
17-Zoller bewegen sich in einer Preisklasse zwischen 1.000 und 3.000 Mark.
18-Zoll-Displays
Die Preise für 18-Zoller variieren zwischen gut 1.500 und knapp 3.000 Mark.
19-Zoll-Displays
Für einen 19-Zoll-Monitor werden gut 2.000 Mark fällig.
20-Zoll-Displays
Bei dieser Display-Größe wird's richtig teuer: 3.000 bis 5.000 Mark kostet der Riese unter den Flachmännern.
Empfehlungen:
Der Büronutzer
Wer täglich mit textverarbeitenden Programmen umgehen muss, für den ist der Umstieg auf den 15- oder 17-Zoll großen TFT-Schirm optimal. Durch das Flach-Display ist der Anwender weniger Strahlung am Arbeitsplatz ausgesetzt, schont seine Augen durch die Flimmerfreiheit und mehr Leuchtkraft. Zudem sorgt der schlanke Schirm für mehr Platz auf dem Schreibtisch.
Der Kalkulator
Für die Tabellenbearbeitung ist der 18-Zoll-Bildschirm gut geeignet, da er für die Darstellung ausreichend Platz mitbringt. Der 18-Zöller schafft eine Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten. Auch für die Textverarbeitung eignet sich der große Schirm. Bei Preisen zwischen gut 5.000 und 10.000 Mark kommt ein solches Gerät derzeit aber wohl nur für den professionellen Bereich und statusbewusste
Besserverdiener in Frage.
Der Wenignutzer
Für alle, die ihren Computer selten nutzen, lohnt sich ein Umstieg auf den TFT-Bildschirm kaum. Die Kosten sind im Vergleich zu einem herkömmlichen Röhrenmonitor schlicht zu hoch.
Der Spieler
Für Spiele eignen sich Flachbildschirme nur bedingt. Ihre Darstellung kommt etwas verzögert und die Standard-Auflösung ist nicht ohne Qualitätseinbußen veränderbar.
Der Grafik-/ Videonutzer
Auf Grund von Farbabweichungen sind TFTs für Bildbearbeitung und DTP weniger geeignet. Für CAD-Programme sind 15-Zöller zu klein, auf 18- Zöllern können schräge Linien nur mit leichten Treppenstufen dargestellt werden
Tips:
Ein fabrikneuer Schirm sollte vor jeder Einstellung oder Änderung rund 30 Minuten warm laufen. Dann hat er seine Betriebstemperatur erreicht und es besteht keine Gefahr mehr, dass sich das Bild bei Wärme- Schwankungen noch verschiebt. Da man sich nicht darauf verlassen kann, dass der Hersteller bereits die maximale Anzahl der Bildpunkte eingestellt hat, ist dies der nächste Handgriff: Beim 15-Zöller sind das in der Regel 1.024 x 768, beim 18-Zöller 1.280 x 1.024. Bildpunkte.
Platzieren Sie den Bildschirm so, dass sich der Monitor direkt in ihrem Blickfeld befindet und Sie den Kopf zum Arbeiten nicht drehen müssen. Die Oberkante des Schirms sollte sich auf Augenhöhe befinden, der Abstand zum Auge bei einem 15-Zöller 50 bis 70 Zentimeter betragen, bei einem 18-Zöller sogar noch größer sein. Spiegelungen vermeiden Sie, indem Sie den Bildschirm keiner direkten Lichtquelle oder Reflektionen durch weiße Wände aussetzen.
Vermeiden Sie Fingerabdrücke auf dem Flachbildschirm. Bereits eine kleine Druckstelle kann zu irreparablen Schäden in Form von dunklen Flecken führen. Der Flachmann sollte beim Auspacken wie beim Transport nur seitlich am Gehäuse angepackt werden. Statt scharfer Reinigungsmittel sollte man einen TFT nur mit weichen und trockenen Reinigungstüchern abwischen
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