Sony CDX-M850MP Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Der Hingucker in jeder Mittelkonsole
ein Testbericht von Merlino742004-01-14 15:58:32vom 14.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: geniales Display, viel Funktion...Nachteile/Kritik: fehlendes abnehmbares Bedienteil
Nachdem mein altes Philips-Radio mir jahrelang die Treue gehalten hat, sollte mir nun endlich mal eine neue Auto-Soundmaschine den Fahrspaß mit meinem Honda Civic akustisch versüßen. Es sollte schon ein CD-Radio mit MP3 sein, da ich keine Lust hatte, meinen ohnehin schon kleinen Kofferraum noch weiter durch einen CD-Wechsler zu begrenzen.
Bei der Suche in den einschlägigen Elektro-Großmärkten fiel mir sofort das Sony-Radio CDX-M850 MP mit seinem riesigen Frontdisplay ins Auge. Als ich das Gerät dann dort mal ausprobierte und mir die bombastische Grafik entgegen leuchtete, wusste ich: das isses!
Also schnell zur Kasse und das Gerät gekauft.
#Verpackungsinhalt #
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In der roten Pappkiste von Sony befinden sich außer dem Radio noch:
- Bedienungshandbuch in 5 Sprachen
Es ist leicht verständlich geschrieben und mit aussagekräftigen Bildern unterlegt.
- Einbauanleitung in Form eines großen beidseitig bedruckten Posters
- eine Frontrahmenblende
- Einbaurahmen sowie zwei dazugehörige Steckklemmen zumLösen des Radios aus dem Rahmen
- der obligatorische ISO-Stecker
und eine Fernbedienung (mein erster Gedanke war, wozu eine Fernbedienung, das Radio ist doch nur eine halbe Armlänge im Auto von mir entfernt, doch dazu später noch ein paar Worte)
# der Einbau #
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Mit der beigelegten Einbauanleitung sollte dieses Thema eigentlich kein Problem sein, da sich der Einbau im Wesentlichen nicht von dem anderer Radios unter- scheidet.
Also raus mit dem alten Radio samt dem alten Einbaurahmen. (Es kann sich jetzt noch sein Gnadenbrot im Auto meiner Freundin verdienen).
Als nächstes muß erst mal das Radio aus seinem Rahmen befreit werden, denn da steckts vom Werk aus schon drin. Hierfür hakt man die Steckklemmen links und rechts des Autoradios im Rahmen ein und schon kann man es herausziehen. Nun wird die Verkabelung vorgenommen, hat man in seinem Fahrzeug einen Wechsler oder eine Endstufe untergebracht, kann man sie direkt an die externen Aus/Eingänge des Sony-Radios hängen. Hat man so wie ich nur die Standardboxen, nutzt man den ISO-Stecker. Über den erhält das Radio auch seinen Saft.
Im Honda passte der Stecker sogar. Ist alles verkabelt, kommt der Rahmen in den DIN-Schacht. Das war bei mir eine ganz schöne Fummelei. Im Civic hat der Kabelbaum nicht gerade sehr viel Platz hinter dem Radio zur Verfügung und mit normalen mitteleuropäischen Händen ist man sich ständig selbst im engen Schacht im Weg. Aber irgendwann war’s geschafft. Jetzt biegt man noch die gestanzten Ecken im Rahmen nach außen, um dem Rahmen festen Halt zu geben. Nun wird das Gerät mit sanfter Gewalt in den Rahmen geschoben, bis es hörbar einrastet. Zum Schluss noch die Frontblende draufgesteckt und schon kann der Soundcheck beginnen.
# die Bedienung #
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Das Frontpanel besitzt nur zwei Tasten links und rechts des riesigen Displays. Diese Tasten leuchten in angenehmen Blauton und sind so auch im Dunkeln leicht zu finden. Den Rest der Frontpartie bildet das hochauflösende, fluoreszierende Display. Sony setzt hier die so genannte Active-Black Panel Technologie (ABP) ein , wodurch sich bewegte Bilder mit verbessertem Kontrast in acht blaugrauen Abstufungsvarianten darstellen lassen.
Auf der rechten, deutlich größeren Hälfte des Displays werden ständig während des Musikhörens Animationen angezeigt. Darunter sind kleine Filmsequenzen mit Surfern und Snowboardern, diverse Spektrumanalyser und das animierte
X-plod Logo von Sony. Welche Animationen man angezeigt haben will, kann man mit der rechten der blau leuchtenden Tasten einstellen. Man kann das ganze auch ausschalten, wenn man beim Autofahren davon abgelenkt wird. Bei mir läuft immer der Auto-Modus, bei dem alle Animationen der Reihe nach durchlaufen. Ich finde, dass man die ersten paar Tage ziemlich oft auf das geniale Display schielt, was sich danach aber deutlich legt. Ich kann also nicht sagen, dass mein tolles Radio mich in meinem Fahrverhalten beeinflusst, (Telefonieren im Auto ist da wohl viel gefährlicher)
In dem großen Feld bekommt man auch Sendernahme bzw. den CD-Titel angezeigt. Auf dem linken kleineren Displayfeld sieht man den aktuellen Lautstärkepegel, Equalizer-Einstellungen sowie alle anderen Radiooptionen, die man eingestellt hat.
Durch Antippen der oben beschriebenen linken Taste gelangt man an das eigentliche Bedienfeld. Das Frontpanel klappt sich wie von Geisterhand motorisch nach unten und gibt den Blick frei auf die schicke silberne Rückseite und auf den CD-Schacht. Auch im Dunkeln kommt diese durch die blaue und rote Beleuchtung der Tasten gut zur Geltung. Unterhalb des CD-Schachts in der Mitte gibts da noch ein blaues Leuchtfeld, damit man auch im Dunkeln zielsicher seine CD's einwerfen kann. Die Bedienelemente sind hauptsächlich in drei ovalen Feldern untergebracht. Im linken Oval ist in der Mitte der große Wippschalter für die Lautstärke zu finden. Darunter sind die Source-Taste zur Auswahl von Tuner/CD/externer Eingang und die Mode-Taste zum Wechseln des Betriebsmodus. Das mittlere Oval bildet das LCD-Display, in dem man alle Infos angezeigt bekommt, die man von anderen Autoradios auch kennt. Die Hintergrundfarbe ist weiß und den Kontrast kann man seinen Wünschen entsprechend einstellen. Im rechten Oval befindet sich zentral die Sendersuch-Tasten und drum herum die Menu-Taste für individuelle Einstellungen, die CD-Wechsel-Tasten, die Enter-Taste sowie die Soundtaste zum Abstimmen der Lautsprecher.
Die Tasten sind meiner Meinung nach sehr bedienerfreundlich angeordnet und auch durch ihre Beschriftung leicht ihrer Funktion zuzuordnen. Man sollte sich aber trotzdem am Anfang mal das Handbuch zu Gemüte führen, um sich in den Menüs und Untermenüs der einzelnen Funktionen zurechtzufinden.
Da bei zugeklapptem Frontpanel keine der Bedientasten erreichbar ist, kann hier die beigelegte Fernbedienung ihren Trumpf ausspielen. Sie hat die gleichen Tasten wie das Bedienfeld und auch die Beschriftung ist dieselbe. So kann man denn auch den Beifahrer oder die Kumpels auf der Rückbank zum DJ ernennen und sich ihrem Musikgeschmack aussetzen.
# die Ausstattung #
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Mit seinen 4* 52 Watt Ausgangsleistung bietet das Radio Power satt. Ich kam bis jetzt noch nie in Verlegenheit den Pegel auf Anschlag zu drehen, weil ich schon bei halber Maximallautstärke das Gefühl hatte, dass jeden Moment meine Boxen aus den Türen geflogen kommen. Der Equalizer bietet 7 vorprogrammierte Soundeinstellungen, man kann aber auch seine eigenen „Frequenzkurven“ für jede Tonquelle getrennt abspeichern. Eine sehr hilfreiche Einstellung zur Klangverbesserung ist meiner Meinung nach die 3-stufige DSO-Funktion (Dynamic Soundtstage Organizer). Damit kann man die Frontlautsprecher virtuell räumlich anheben und man hat mehr Raumklang und das Gefühl, die Boxen stehen direkt auf dem Armaturenbrett. Weiterhin kann man für jedes seiner Lautsprecherpaare und den Subwoover den Empfangspegel individuell einstellen.
Das CD-Laufwerk liest alle handelsüblichen CD-Formate und kann MP3 wiedergeben. Seine MP3-Sammlung kann man vor dem Brennen mit ID3-Tags beschriften. Die Titel der Songs scrollen dann bei der Wiedergabe durchs Display. Die Ordner-Struktur auf einer MP3-CD kann 5 Stufen tief sein. Bis jetzt hatte ich auch noch keine Probleme mit den neuerdings mit Kopierschutz versehenen Orginal-CD`s.
Das Radioteil bietet die gewohnte RDS-Funktionalität. Das Speichern der Sender kann auf verschiedene Wege erfolgen. Am einfachsten geht’s über die BTM-Funktion (Best Tuning Memory). Hier sucht sich das Radio im ausgewählten Frequenzbereich (UKW, MW, LW) die Sender mit den stärksten Signalen und speichert diese in der Reihenfolge ihrer Frequenzen. Man kann aber auch mittels PTY (Programm Type Selection) durch Eingabe eines bestimmten Programmtyps (Nachrichten, Pop, Rock, Sport usw.) die Sender suchen lassen. Insgesamt hat man für seine Lieblingssender 18 Speicherplätze zur Verfügung. Mit der List-Funktion werden die verfügbaren Sender im Display angezeigt und man kann dann durch Scrollen seinen Lieblingssender auswählen.
Das einzige, was ich an diesem Autoradio zu bemängeln habe, ist das Fehlen eines abnehmbaren Bedienteils. Man hat zwar die Möglichkeit, dass Radio durch einen 4-stelligen Sicherheitscode zu schützen, aber dass schreckt wohl Langfinger nicht wirklich ab.
# Fazit #
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Aufgrund seines ungewöhnlichen und wie ich finde genialen Displays sticht dieses Radio deutlich aus breiten Masse hervor. Am liebsten möchte ich jetzt immer im Dunkeln Auto fahren, weil dann der Hingucker in der Mittelkonsole erst richtig zur Geltung kommt. Im Moment liegt der Preis für das CDX- M850 MP so um die 330 Euro. Das ist zwar ne Menge Geld, aber man bekommt auch ne Menge Radio mit ner Menge Funktion dafür, was sich auch noch einfach und logisch bedienen lässt.