Sony Jet Rider
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Sony Jet Rider

 PS1 Spiel
Platz 248 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Fun- & Gesellschaftsspiele / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)

Sony Jet Rider Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Ich düse im Sauseschritt

ein Testbericht von 2004-09-16 07:56:00 vom 16.09.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Große Fahrerauswahl, rasantes Tempo, viele Kurse, mehrere Modi, gute Begleitmusik, schöne Präsentation vor dem Rennstart, Zweispielermodus, keine Ladepausen, preiswert...
Nachteile/Kritik: Sehr unfaire Computergegner, unübersichtliche Streckenführung, einige Frustmomente, Grafik im Rennen nur mittelmäßig
Ich mag Videospiele, die sich mit den sogenannten Funsportarten befassen und so war es für mich als stolze Besitzerin einer Playstation überhaupt keine Frage, dass ich mir „Jet Rider“ einmal genauer anschauen musste. Es muss 1997 / 98 gewesen sein, als ich mir dieses Playstationspiel für einen Tag aus der Videothek auslieh und wenige Tage später dann auch kaufte. Damals war das Spiel schon mindestens ein halbes Jahr draußen und daher musste ich nur noch knapp 40 DM bezahlen, was sicherlich fast schon als Schnäppchen zu bezeichnen ist. Bereut habe ich den Kauf nachher keineswegs und woran das liegt, sage ich Euch jetzt.

Bei den Jet Ridern handelt es sich um Amphibienfahrzeuge, auf denen Ihr mit einem Wahnsinnstempo Jagd auf Rekordzeiten macht. Das Gelände, durch das Ihr düst, unterscheidet sich deutlich voneinander, denn sowohl Kurse auf Asphalt, Schotter und Wasser stehen zur Auswahl. Schnell wird klar, dass der Schwerpunkt dieses Spiels in der rasanten Action liegt, eine realistische Rennsimulation zu verwirklichen, war eindeutig nicht das Ziel der Entwickler. Eure Gefährte verfügen über Antigravitationsmotoren, so dass Ihr phasenweise nicht den Gesetzen der Schwerkraft gehorchen müsst und immer ganz knapp über dem Boden gleitet. Des weiteren ist Euer Jet Rider mit Düsentriebwerken bestückt, welche für eine blitzartige Beschleunigung aber auch plötzliche Bremsmanöver verantwortlich sind.

Somit seid Ihr bestens gerüstet, um es alleine mit den Computergegnern aufzunehmen oder auch ein Duell gegen einen menschlichen Mitspieler zu starten. Dabei rast Ihr über das Meer oder auch über Eis, düst durch tiefe Wälder und Sumpfgebiete und flitzt an malerischen Küstengebieten und Sandstränden vorbei, insgesamt stehen Euch zehn Kurse zur Verfügung. An Fahrern steht Euch eine erstaunlich große Auswahl zur Verfügung, aus bis zu 20 verschiedenen Bikern dürft Ihr wählen. Jeder Fahrer verfügt natürlich über ein individuelles Gefährt, welches jeweils ganz eigene Fahreigenschaften aufweist, besonders im Hinblick auf Steuerung, Fahrverhalten, Beschleunigung, Bremsen und Kurvenlage. Letztlich liegt es natürlich an Euch, wie erfolgreich Ihr seid, denn ganz unabhängig davon, welchen Jet Rider Ihr ausgewählt habt, ist ein hohes Konzentrations- und Reaktionsvermögen absolute Pflicht bei diesem Funracer. Untalentierte oder ungeduldige Videospieler werden aller Voraussicht nach ansonsten schon nach einer Stunde das Joypad frustriert in die Ecke werfen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Zunächst müsst Ihr Euch im Schwierigkeitsgrad „Amateur“ mit den grundlegenden Dingen Eures Jet Riders vertraut machen. Dann sollte es nach relativ kurzer Zeit losgehen mit dem Saison-Modus. Belegt Ihr in den drei Kursen am Strand und in den Sümpfen immer den ersten Platz, dürft Ihr zu den Wettbewerben für Profis, woraufhin weitere vier Kurse auf Euch warten. Habt Ihr auch den Professional-Modus erfolgreich bewältigt (was wirklich extrem schwer ist und leider auch oft vom Glück abhängt), habt Ihr Zugang zu den Veteranen-Turnieren, noch drei weitere Kurse habt Ihr dann freigespielt.

Die jeweiligen Kurse warten allerdings von Anfang an nicht nur mit tückischen Hindernissen und Sprungschanzen auf, die waghalsige Manöver auslösen dürften, sondern auch mit hundsgemeinen Computergegnern. Leider ist dies ein Schwachpunkt des Spiels, denn teilweise ist Fairness hier ein Fremdwort. Frustmomente sind praktisch vorprogrammiert, wenn Ihr immer wieder aufs Neue völlig unverschuldet in einen Unfall verwickelt werdet und dabei die Gegner fast immer besser dabei wegkommen. Darüber musste ich mich öfters ärgern. Dies passiert leider auch völlig unabhängig davon, ob Ihr weit in Führung liegt oder nicht, auch schon längst überrundete Fahrer machen Euch das Leben auf sehr unfaire Art und Weise schwer. Merkwürdigerweise scheinen die Kollisionen die CPU-Fahrer kaum zu belasten, sie rasen immer fröhlich in solchen Momenten an Euch vorbei.

Ist die Steuerung schon nach ziemlich kurzer Zeit erlernt, ist die Perspektive hingegen ein großes Manko dieses Spiels. Ihr verliert immer wieder zwischendurch den Überblick, wisst auch nach mehrmaligem Durchspielen oft gar nicht, wo es denn nun wieder langgeht. Besonders, da Ihr Euch sehr oft von Unfällen erholen müsst, verliert Ihr kurzzeitig die Orientierung und müsst Euch oft zähneknirschend an den lustig an Euch vorbeirauschenden Gegnern orientieren. Die einzelnen Strecken wirken oft auch etwas zu überfrachtet mit irgendwelchen bunten Details, bis Ihr merkt, dass Ihr völlig auf der „falschen Spur“ seid, sind oft schon viele wertvolle Sekunden verstrichen. Dass dies den Spielspass deutlich senkt, dürfte niemanden von Euch verwundern, denke ich.

Ein kleiner Trost dafür sind wenigstens eine solide Grafik und eine flotte Begleitmusik. Allerdings wurde bei der grafischen Präsentation eindeutig mehr Wert auf die Gestaltung der Menüs und Darstellung der anwählbaren Charakter und Jet Rider gelegt, im Rennen dann selber sieht die Grafik zwar schön bunt aus, ist aber in qualitativer Hinsicht mindestens eine Klasse schlechter. Bei der Auswahl Eures Fahrers sind die Unterschiede in den Comic-Portraits zwischen beispielsweise einer wohlgeformten und knapp bekleideten Blondine und einem männlichen Muskelpaket noch deutlich zu erkennen, beim Rennen an sich dann aber nicht mehr. Dann trägt Euer Jet-Rider-Pilot einen der vier unterschiedlichen Team-Overalls, das war’s. Die Begleitmusik kann ich als gelungen bezeichnen, die Gitarrenklänge sorgen für eine entspannte Surferatmosphäre und sorgen für eine schöne Spielatmosphäre bei diesem Funracer. Angenehm ist die Tatsache, dass kaum Ladepausen vorhanden sind, das war für mich gerade in diesem Genre neu. Weder bei der Charakterauswahl, noch beim Start eines Turniers und auch nicht zwischen den einzelnen Rennen, das hat mir gut gefallen. Erwähnen möchte ich schließlich noch, dass der Zweispielermodus gut gelungen ist, das heißt, dass Ihr keine Einbußen im Hinblick auf Geschwindigkeit oder Grafikdetails hinnehmen müsst, die Jet Rider selbst sind in diesem Modus dann allerdings doch etwas sehr klein ausgefallen.

Bei Jet Rider steht eindeutig, wie ich ja schon am Anfang erwähnte, der Fun im Vordergrund. Der Spielspass droht zwischenzeitlich aber, völlig verloren zugehen. Denn sehr unfaire Computergegner, die zudem generell auch bevorteilt werden, können einem den Spaß ganz schön vermiesen. Was mich außerdem sehr störte, war die teilweise doch sehr unübersichtliche Streckenführung, viel zu oft verlor ich den Überblick, was natürlich auch ziemlich nervte. Die Präsentation ist dem Entwicklerteam allerdings hervorragend gelungen, doch im Rennen selbst stellen wir nur noch eine durchschnittliche Grafik fest. Die entspannte Surfmusik im Hintergrund ist da glücklicherweise etwas besser, sie wird eigentlich auch nie so richtig langweilig oder gar nervig. Wer sich durch den hohen Schwierigkeitsgrad und eben den zweifellos nicht wenig vorhandenen unfairen Stellen nicht abschrecken lässt, für den lohnt sich der Kauf dieses Funracers auf jeden Fall. Denn die Auswahl der Charaktere, Gefährte und Kurse ist riesengroß, zudem schaltet Ihr nach und nach immer neue Modi und Kurse frei. Verfügt Ihr über stahlharte Nerven oder seid Ihr von Natur aus ein sehr ruhiger, geduldiger und ausdauernder Mensch, dann steht einer hohen Langzeitmotivation nichts im Wege. Die Folgen eines Fehlkaufs, sollte Euch dieses Spiel doch nicht gefallen, wären allerdings auch zu ertragen, denn sicherlich könnt Ihr dieses Videospiel für die Playstation für mittlerweile unter 10 Euro im Internet erwerben. Insofern kann ich alles in allem doch eine Kaufempfehlung aussprechen.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-1 von 1  PS1 Spiele
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Produktbeschreibung Sony Jet Rider

 
Allgemeine Informationen Sony Jet Rider
gelistet seit: 14.09.2004
Hersteller: Hersteller: SonySony, www.sony.de
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Fun- & Gesellschaftsspiele 
Sony Jet Rider PS1 Spiel im Vergleich
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