Portable MP3 Player waren mir immer zu teuer und über MiniDisc habe ich ebenfalls immer schlecht gedacht, durchsetzen würde sich dieses Format nie – so dachte ich.
Nachdem ich mir meine ersten Turntables und meinen ersten Mixer zugelegt hatte, war mir natürlich bewusst, dass ich auch bald eine Möglichkeit bräuchte, um meine Mixe zu verewigen. Kassette kam schon einmal kaum in Frage, wenn man ein paar Freunden was vorspielen will geht das noch, aber für ein Demo-Tape bieten die guten alten MCs eindeutig zu wenig Qualität. CD? Zu kompliziert, zu teuer und auch qualitativ geht’s noch besser: Mit MiniDiscs. So schaute ich mich im Fachhandel um, testete jede Menge Geräte, lies mir die verschiedensten Dinge erklären und verglich einen Preis nach dem anderen.
| Das Design |
Zunächst einmal ein wenig zu dem Aussehen, was zwar am unwichtigsten, jedoch nicht egal ist. Der 505er von Sony bietet sich in drei verschiedenen Designs an: silbrig, blau und gelb. Somit gibt es in dieser Sparte für jeden Geschmack etwas, drei verschiedene Design-Varianten sind mehr, als die meisten MD Player bzw. Recorder sie haben. In diesem Punkt also schon einmal volle Punktzahl für den 505er von Sony.
| Erfahrungen in Sachen Technik |
Kommen wir nun jedoch zum wichtigsten Teil: Die Funktionen und Fähigkeiten des 505er von Sony. Dazu ist erst ein mal zu sagen, dass dieses Gerät zu den drei NetMD-Formaten von Sony zählen. Das bedeutet man kann per USB (hat heutzutage jeder PC) alle Musikformate (egal ob *.mp3, *.wma, *.wav etc) vom PC auf die MiniDisc spielen, und zwar in zweiunddreißigfacher Geschwindigkeit. Das heißt, es hat ein Ende mit teuren MP3- Playern, diese Möglichkeit bietet demnach praktisch zwei Geräte in einem.
Mir war es wie oben schon erwähnt jedoch besonders wichtig auf die Aufnahmemöglichkeiten des MD-Recorders zu achten. In dem Bereich bietet der 505er von Sony zwei Eingänge, einen Digital-In und einen Line-In. Ein Mikrofoneingang ist leider nicht dabei, was meiner Meinung nach ein Nachteil ist, über den man jedoch hinwegsehen kann.
Nun kam es nur noch auf einen Punkt an: Ich möchte meine auf MiniDisc gespielten Tracks auch wieder auf Kassette zurück überspielen können und den MD-Recorder vor allem auch an einer Anlage bzw. an meinem DJ-Mixer anschließen können um die Tracks darüber zu hören. Beim überspielen auf MC reicht zwar der Kopfhörerausgang, für gute Klangqualität über eine Anlage oder über den Mixer bräuchte der MD-Recorder jedoch auch noch einen Ausgang namens „Line-Out“, den man per Chinch-Kabel mit dem jeweiligen Eingang versehen könnte. Und hier liegt meiner Meinung nach das große Defizit des 505er von Sony.
An sich ist es wirklich hoch zu loben, doch ohne einen Line-Out nützt mir das ganze nicht besonders viel, die Qualität, die aus dem Kopfhörerausgang kommt ist leider eindeutig zu wenig. Ich finde es seltsam, dass Sony nur einen NetMD-Walkman entwickelt hat, der über Line Out verfügt, da dies meiner Meinung nach einfach dazu gehört – doch das gehört hier nicht her.
Weitere Features des 505er von Sony sind die MDLP und die Group Funktion.
Mit dem ersten (MDLP) kann man bis zu 320 Minuten digitaler Musik auf eine 80-Minuten-MD aufspielen, ein top Feature, wie ich finde. Die Group Funktion ermöglicht es, eine systematische Ordnung in die Tracks meiner MD zu bringen, d.h. ich kann die ersten 12 Tracks in Gruppe eins packen, die nächsten 12 in Gruppe 2 und so weiter.
Der 505er von Sony verfügt über eine Fernbedienung, jedoch ohne LCS oder gar eine Hintergrundbeleuchtung, was meiner Meinung nach jedoch eh nur Spielereien sind, auf die es nicht wirklich ankommt.
| Preis und Fazit |
Sonys Preis für den Sony 505er von Sony lautet 300 Euro, im Internet könnt ihr das Gerät jedoch schon für schlappe 244 Euro erwerben – URLs darf ich in diesem Bericht leider nicht nennen.
Der 505er von Sony ist also schlussfolgernd und abschließend ein absolutes Top Gerät, was ich jedem empfehlen kann, der es als normalen portablen MD und MP3 – Walkman verwenden will. Wer es jedoch für Zwecke wie meinen verwenden will, in dem man um einen Line Out nicht herumkommt, verweise ich auf andere Geräte, über die ich in naher Zukunft wahrscheinlich ebenfalls berichten werde. Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen...