Sony Pet in TV Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Doofes Cyber-Haustier
ein Testbericht von Yasmeen2005-03-30 12:25:15vom 30.03.2005Empfehlung: nein
Vorteile: Am Anfang sieht alles schön bunt und niedlich aus, die (vielleicht) innovative Spielidee...Nachteile/Kritik: Extrem detailarme und völlig veraltete Grafik, superschlechte Musik, wird nach spätestens drei Stunden unglaublich langweilig
Ein sehr merkwürdiges Videospiel für die Sony Playstation stellt Pet in TV dar, ohne dass ich damit auch gleich etwas über die Qualität dieses Spiels sagen möchte. Wer sich an den Tamagotchi-Wahn vor ein paar Jahren noch erinnern kann, wird ein paar Ähnlichkeiten im Laufe des Spiels sehr deutlich erkennen können. Ein kleiner Roboter, der aussieht wie ein Spielzeugei, soll von Euch gehegt und gepflegt werden. Doch nicht nur das, Ihr müsst ihm komplett alles beibringen, was zum Leben nötig ist, damit er irgendwann damit anfängt, selbständig zu laufen, springen, essen und zu trinken. Zunächst schaut Ihr auf ein großes Spielfeld, so dass mein erster Gedanke gleich in Richtung eines Gesellschaftsspiels ging. Zu Beginn könnt Ihr verschiedene kleine Inselwelten entdecken, die miteinander verbunden sind, irgendwo auf einer verwaisten freien Fläche fühlt sich der kleine Roboter dann heimisch und lässt sich dort nieder.
Der Name Pet im Titel des Spiels bedeutet ja Haustier, insofern haben wir es hier mit einem Haustier aus Blech zu tun. Wir wählen am Anfang aus fünf verschiedenen Robotertypen den für uns Richtigen aus, wobei jeder Typ einen völlig unterschiedlichen Charakter hat. Das eine Robo-Haustier ist beispielsweise sehr jähzornig, das andere wiederum ganz lieb, wobei alle fünf anwählbare Typen doch eine Gemeinsamkeit haben, sie sind nämlich alle total verblödet, wirklich strohdoof. Aber dafür sind sie immerhin richtig treu, sie müssen immer schön brav die Richtung einschlagen, welche wir vorgeben, so einfach ist das (zunächst).
Ihr seid es dann, die mit ihm die für ihn völlig neue Welt erkunden, wobei Euer Standort immer derselbe bleibt, also eine Art Basis, zu der Ihr immer zurückkehrt, um Energie zu tanken, Reparaturen durchzuführen oder auch um einfach zu speichern. Doch das ist noch nicht alles, auf Eurer weiten Reise mit dem kleinen Roboter findet Ihr Diamanten und weitere Kleidung, welche Ihr natürlich in Eurer Basis sicher verstaut und bei Bedarf herausholt. Dies geht sogar soweit, dass Ihr vereinzelte Musik-CDs findet, mit denen Ihr die Hintergrundmelodien auf Wunsch nachher ändern dürft, zu dem (völlig missratenen) Sound schreibe ich später noch etwas. Jedenfalls besteht jede der vorhandenen Spielwelten aus insgesamt acht Abschnitten, wobei in jedem dieser Level wichtige Chips versteckt sind. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, Ihr müsst viel durch die Gegend laufen und springen, Gegenstände aufnehmen, Sachen verschieben und auch Rätsel lösen, was aber für den kleinen (und zudem ziemlich doofen) Roboter aber alles andere als leicht ist, wir müssen ihm dabei helfen, denn er weiß nie, wann er was zu tun hat.
Manchmal zeigt es sich aber dann doch, dass der (eigentlich blöde) Roboter lernfähig ist, irgendwann begreift er, nachdem wir ewig mit ihm trainiert haben, was er in den speziellen Situationen zu machen hat, hurra. Schließlich stehen ihm oft verschlossene Türen oder hochgeklappte Brücken im Weg, am Anfang verzweifelt dieser Tamagotchi-Verschnitt wirklich jedesmal. Erst (viel) später könnt Ihr es wagen, ihn etwas unbeaufsichtigt zu lassen, zumindest für eine Weile, aber auch dies geht oft nicht gut, da in späteren Spielabschnitten zum Beispiel fiese Bomben und vergiftete Pilzen
auf ihn lauern.
Die Grafik dieses ungewöhnlichen Spiels ist leider schlecht, sie sieht auch schon für damalige Verhältnisse völlig veraltet aus. Zwar ist die Szenerie schön bunt und das ganze Design offensichtlich stark auf Niedlichkeit getrimmt, aber das war es dann auch. Sehr detailarme Hintergründe, wenig unterschiedliche Farben, kantige Figuren, steife Animationen, Spezialeffekte sind ein absolutes Fremdwort. Der Sound ist da sogar noch viel schlimmer, selten habe ich etwas derart Schlechtes gehört, die Soundeffekte sind ein schlechter Witz und die Begleitmusik so schrill, dass sie schon nach wenigen Minuten richtig nervt und wirklich für schlechte Stimmung sorgen kann. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, was sich die Entwickler dabei gedacht hatten, vielleicht sollte es lustig sein, ich weiß es nicht. Zusätzlich wird das Spiel nach zwei bis drei Stunden so langweilig, dass Ihr andauernd kurz davor seid, einzuschlafen, von spielerischen Längen oder monotonen Passagen zu sprechen, ist da noch eine Untertreibung. Pet in TV ist somit ein für die ersten zwei Stunden vielleicht interessantes und niedliches, aber im Grunde trotzdem (das merkt Ihr spätestens nach drei bis vier oder auch fünf Stunden) richtig schlechtes Spiel für die Sony Playstation.
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Produktbeschreibung Sony Pet in TV
Technische Daten und ProdukteigenschaftenFunspiel
Allgemeine Informationen Sony Pet in TV
gelistet seit: 21.03.2005
Hersteller: Sony, www.sony.de weitere Sony PS1 SpieleBewertung durch unsere Mitglieder