Sony The Note
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 PS1 Spiel
Platz 264 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Adventures & Rollenspiele / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00 (1.0 von 5)

Sony The Note gebraucht & neu

Sony The Note Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Wenig Lust & viel Frust

ein Testbericht von 2004-10-19 14:19:16 vom 19.10.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: Seltenes Genre auf der Playstation, deutsche Bildschirmtexte, interessanter Beginn, Rätsel ...
Nachteile/Kritik: Total verunglückte Steuerung in jeder Beziehung, ungewollt-witzige (peinliche) Animationen der Monster, deutlich zu unfair, sehr viel Frustration
Das Genre der Adventure spielt in der Konsolenwelt im Grunde nur eine stark untergeordnete Rolle, nur sehr selten verirrt sich ein solcher Titel in der weiten Welt der Konsolenspiele, ganz im Gegensatz zu den PC-Spielen, aber dies ist ja jetzt nicht das Thema. Da ich solche Adventure eigentlich immer ganz „gemütlich“ fand und auch sonst von der Spielatmosphäre her eigentlich immer sehr reizvoll, aber nicht immer vor dem vergleichsweise (im Gegensatz zum großen Fernsehbildschirm) kleinen PC-Monitor sitzen wollte, freute ich mich umso mehr, wenn ich eines für eine Spielkonsole Mitte und Ende der 90er Jahre erblicken konnte. Es war im Jahr 2000 als ich zum ersten Mal Kenntnis von „The Note“ für die Sony Playstation nahm, wie üblich für dieses Genre handelt es sich dabei um einen Titel, der fast völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit für Sonys Spielkonsole erschien. Obwohl ich von meinen Brüdern gehört hatte, dass es sich nicht um ein überragendes Spiel handeln sollte, „schlug ich zu“ und kaufte mir eine Version zum günstigen Preis in Höhe von 29. 99 DM, was für Playstationspiele eigentlich spottbillig war. Dass die Zielgruppe für dieses Spiel aus den genannten Gründen relativ klein sein dürfte, ist mir klar, aber vielleicht mache ich trotzdem den ein oder anderen von Euch durch meinen Rückblick auf dieses Adventure etwas neugierig.

Ein unverwechselbares Kennzeichen eines Adventures ist der größtenteils hohe Entspannungsfaktor. Damit meine ich nicht unbedingt die Handlung an sich (denn gerade Gruselspiele fühlen sich in diesem Genre ganz besonders zu Hause), sondern die Art und Weise wie Ihr in diesem Spiel aktiv seid. Oft könnt Ihr nämlich eine Verschnaufpause nehmen und in Ruhe überlegen, wohin Ihr denn nun als Nächstes geht, welchen Ort Ihr ansteuern werdet oder was Ihr möglicherweise noch einmal im Detail untersuchen wollt. Hektik kommt in solchen Spielen nur ganz selten auf, in der Regel nur dann, wenn es zu einem Kampf kommt, meistens herrscht danach wieder für eine längere Zeit Ruhe. Ein weiteres Markenzeichen eines Adventures ist der hohe Anteil an Rätseln, löst Ihr diese nicht, geht es zumeist zu einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr weiter. Dies hat den angenehmen Nebeneffekt, dass Ihr dieses Spiel zum Beispiel auch zu zweit spielen könnt, Euch beratet oder abwechselnd versucht, in der Geschichte voranzukommen, ohne dass Ihr allerdings gleichzeitig am Zug seid. Und genau das ist eigentlich auch bei „The Note“ der Fall, daher richtete ich mich auf ein interessantes Abenteuer ein, was gerade an langen Winterabenden für Unterhaltung sorgen könnte. Ob meine Erwartungen allerdings auch wirklich erfüllt wurden, erfahrt Ihr jetzt.

In der Hauptrolle haben wir dieses Mal einen Journalisten, sein Name ist Akira, unverkennbar ein fernöstlicher Name, aber dies soll natürlich nicht unbedingt ein Nachteil sein. Wir befinden uns als Akira auf der Suche nach vier verschwundenen Kindern, die auf mysteriöse Weise spurlos verschollen zu sein scheinen. Als talentierter Journalist leisten wir gute Detektivarbeit und so führen uns eines Tages unsere Recherchen zu einem geheimnisvollen Haus. Dass wir dieses daraufhin unbedingt betreten und dies auch noch ganz allein tun müssen, dürfte niemanden von Euch ernsthaft überraschen. Während Ihr in einer 3D-Umgebung vorsichtig Eure Untersuchungen startet, trefft Ihr auf Eurer abenteuerlichen Reise immer wieder auch auf feindlich gesinnte Wesen, ja im Grunde haben wir es speziell mit einer Art Zombies zu tun, welche anscheinend ordentlich etwas dagegen haben, dass wir der Sache rund um die verschwundenen Kinder auf den Grund gehen wollen. Unter anderem in jenen Spielsituationen werdet Ihr etwas aus der ansonsten eher ruhigen Adventure-Spielatmosphäre gerissen, es kommt zu kleinen Schießeinlagen im Kampf. Allerdings sollten Euch gerade die etwas lahm agierenden Zombies vor keine allzu großen Probleme stellen, zugegebenermaßen fiel mir das Niederkämpfen jener Zombies etwas zu leicht. Aber gut, allein daran soll eine positive Wertung des Spiels ja noch nicht scheitern, finde ich. Schließlich haben wir es ja nicht nur mit Zombies, sondern zum Beispiel auch mit hungrigen Wölfen und aggressiven Fledermäusen zu tun, so dass zumindest etwas Abwechslung vorhanden ist. Doch leider gibt es tatsächlich noch andere Negativpunkte in diesem zu Beginn eigentlich ganz interessanten Abenteuer, aber zum Glück auch Positives.

Was ich zunächst interessant fand, war die Tatsache, dass während Eures Abenteuers die Zeit mitläuft, das heißt, dass Ihr den Wechsel vom Tag zur Nacht und umgekehrt richtig miterlebt. Einige Rätsel, die Euch teilweise auf eine harte Geduldsprobe stellen, lassen sich nämlich nur zu einer bestimmten Tageszeit lösen, andere Aufgaben, die von Euch unbedingt gelöst werden müssen, sind innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit zu bewältigen, ansonsten müsst Ihr es noch einmal probieren. Diese Ideen fand ich im Grunde ganz gut, ja wirklich, das gefiel mir auch zunächst. Was den Spielspass angenehm steigerte, war, dass ich nicht wie schon in manch anderem Adventure früher stundenlang durch irgendwelche Gebiete ziemlich planlos umherlaufen musste, denn in „The Note“ wird Euch durch eine sehr praktische Übersichtskarte aufgezeigt, wo genau Ihr denn mittlerweile schon gewesen seid. Alle Räume, denen Ihr schon einen Besuch abgestattet habt, sind dementsprechend gekennzeichnet, das fand ich gut, da ich mich so nie verlaufen konnte. Interessant war außerdem, dass wir nicht die ganze Zeit auf uns allein gestellt sind, denn es gesellt sich eine Partnerin hinzu, Angela ist ihr Name. Mit ihr durchforsten wir gemeinsam das riesige Haus mitsamt seinen zahlreichen Gewölben und geben die Hoffnung auf die lebenden vier Kinder einfach nicht auf. Sehr schön ist ebenfalls, dass die Bildschirmtexte in deutscher Sprache gehalten sind, was das Spielerlebnis natürlich nicht nur deutlich angenehmer macht, sondern grundsätzlich die eigentlich eher kleine Zielgruppe vergrößern müsste. Wieso ich nur „eigentlich“ sage, werdet Ihr später noch merken.

Während wir durch die zahlreichen Gewölbe marschieren, nehmen wir wertvolle Gegenstände an uns, so zum Beispiel Waffen, Artefakte und Wertgegenstände wie beispielsweise Goldketten und Silberringe, die wir später dann verkaufen können. Denn schließlich wollen wir uns nicht mit bloßen Händen verteidigen müssen und etwas „Kleingeld“ können wir verständlicherweise auch immer ganz gut gebrauchen. Des weiteren spielen Heilsalben, die unsere Lebensenergie auffrischen und sonstige Wundermittel neben der Munition die wichtigste Rolle. Merken wir, dass unser Vorrat langsam aber sicher zur Neige geht, laufen wir schnell raus aus dem Haus und in den Spezialladen im Dorf, wo wir uns, vorausgesetzt wir haben genug Geld, ordentlich wieder eindecken können. Natürlich gibt es auch ein Hotel, in welchem wir uns erst einmal ordentlich ausschlafen und unsere erlittenen Verletzungen auskurieren können, gegen bare Münze, versteht sich.

Das hört sich doch alles im Grunde doch gar nicht so schlecht an, denkt Ihr gerade genau das? Leider spielt sich dieses Abenteuer dann doch nicht so flüssig wie ich es mir erwünscht hatte, die eigentlich angenehme Spielatmosphäre reicht nicht aus, um mich zufrieden stellen zu können, was mehrere Gründe hat. Einerseits fand ich die Gegner äußerst „merkwürdig“, denn diese agieren teilweise richtig dämlich. Die Zombies sind nur sehr lahm und die Wölfe springen quasi in Zeitlupe umher, das ist nicht nur völlig blödsinnig, sondern sieht von den Animationen her absolut lächerlich aus. Ist die Grafik von mir aus noch so gerade eben durchschnittlich und auch der Soundtrack meinetwegen noch halbwegs in Ordnung, so spielt das aufgrund dessen, was ich Euch jetzt sage eigentlich überhaupt keine Rolle mehr.

Denn das mit den verunglückten Animationen ist leider noch längst nicht alles, denn die Steuerung unserer Schusswaffe ist total misslungen, denn Akira kann mit dem Gewehr überhaupt nicht umgehen, schießt eigentlich immer daneben. Liegt ein wichtiger Gegenstand nur ungefähr in Reichweite, könnt Ihr ihn nicht aufnehmen, er muss schon genau in der Mitte liegen, willkommen in der Videospielsteinzeit. Und so kommt es, dass Ihr, obwohl Ihr „normalerweise“ die Situation völlig im Griff gehabt hättet, ständig hart ums Überleben kämpfen müsst und das eben völlig unnötigerweise. Dass da für ordentlich Frust gesorgt ist, könnt Ihr Euch sicher gut vorstellen. Ich weiß nicht, was sich die Entwickler dabei gedacht haben, aber die Spieltechnik ging „völlig in die Hose“, was natürlich sehr schade ist und sich äußerst gravierend auf den Spielspass auswirkt. Der Gipfel ist dann, dass die bereits erlegten Monster nach einer gewissen Zeit wieder zum Leben erwachen, damit wurde der „Vogel abgeschossen“ und ich wurde spätestens jetzt richtig wütend. Und da dies keine Seltenheit war und nach und nach zur Gewohnheit wurde, kam es schließlich dazu, dass ich dieses Adventure, welches doch so vielversprechend begonnen hatte, entnervt in die Ecke donnerte und nicht wieder anspielte. Eine Kaufempfehlung gibt es von mir daher natürlich nicht, ich war nach interessantem Beginn am Ende jedenfalls sehr enttäuscht.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
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Produktbeschreibung Sony The Note

 
Allgemeine Informationen Sony The Note
gelistet seit: 19.10.2004
Hersteller: Hersteller: SonySony, www.sony.de
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Allgemeine Daten
Genre: Adventures & Rollenspiele 
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