Sony Tombi Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Hoher Suchtfaktor, viel Innovationen
Bunte Grafik, interessanter Mix aus Jump and Run und Actionadventure, deutsche Bildschirmtexte, viele kleine Rätsel, niedlich
Nachteile/Kritik
Langweiliger Soundtrack
Etwas zu sehr auf die Jüngeren zugeschnitten, schon damals leicht veraltete Optik, müder Soundtrack, etwas zu leicht
Angriff der bösen Schweine.
ein Testbericht von doublejay232005-09-29 23:00:31vom 29.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Hoher Suchtfaktor, viel Innovationen...Nachteile/Kritik: Langweiliger Soundtrack
Tombi! Angriff der bösen Schweine.
Vor kurzem durchwühlte ich meine PSX Spiele Sammlung auf der Suche nach einem kurzem Zeitvertreib. Meine Augen blieben an dem knallbunten Cover von Tombi! hängen, einem inzwischen bereits in die Jahre gekommenen Klassiker aus der Jump’n’Run Familie. Da ich mich kaum noch an das Spiel erinnerte, warf ich gleich die CD ins Laufwerk und sicherte mir für ein paar Tage den Platz vor dem Fernseher.
Es handelt sich bei dem Spiel nicht um ein Jump’n’Run im üblichen Sinne, denn sowohl Action-Adventure Elemente als auch rollenspielähnliche Sachen wie Quests und ein vereinfachtes Erfahrungssystem kommen in dem Spiel vor. Die niedliche und farbenfrohe Aufmachung lässt auf eine sehr junge Zielgruppe vermuten, was meiner Meinung nach aber nicht unbedingt zutreffen muss, da der Humor des Spiels sicherlich auch bei vielen Leuten, die bereits aus dem Kindesalter herausgewachsen sind, gut ankommt. Außerdem sorgt das Spiel für ein wenig Denksport, was auch bei Erwachsenen oft Gefallen findet. Trotz seines Alters möchte ich euch dieses Spiel in einem kleinen Erfahrungsbericht präsentieren, da ich es auch heute noch für erwähnenswert halte.
Story
Die Geschichte spielt in einer idyllischen Welt, die eines Tages durch die Magie der bösen Koma-Schweine in Angst und Schrecken versetzt wird. Man schlüpft in die Rolle eines wilden Jungen namens Tombi, den man aufgrund seiner auffälligen pinken Haare so schnell nicht mehr vergisst. Gleich zu Beginn des Spiels läutet eine Glocke, die die erste Aufgabe, (ich sage auch gerne: den ersten Quest), ankündigt:
*Das goldene Armband von Opa wurde gestohlen!*
Das ist der Moment, in dem für den Urwaldjungen Tombi das Abenteuer beginnt.
Grafik & Sound
Wir bewegen uns in einer kunterbunten 2D-Welt, in der uns auch sofort ein paar im Comicstil gehaltene Schweine entgegenkommen. Weitere sich bewegende Objekte wie Blumen oder Vogel befinden sich, damit stets Bewegung in den Levels ist, immer in unmittelbarer Nähe. Schon damals wäre eine schönere, detailreichere Grafik mit der Hardware der Playstation sicherlich möglich gewesen aber die vereinfachte Grafik wirkt halt auf das jüngere Publikum abgestimmt. Die wenigen Zwischensequenzen laufen in einer niedrigen Auflösung ab, sind aber trotzdem noch gut erkennbar.
Untermalt wird das Geschehen von einem Dudelsoundtrack, der leider nicht sehr abwechslungsreich ist und daher nach einigen Spielstunden etwas auf die Nerven gehen kann. Die Soundeffekte passen zum Stil des Spiels, sind aber leider auf ein Minimum an Vielfalt beschränkt.
Gameplay
Als Tombi springen wir beinahe auf alles, was uns über den Weg kommt. Gegner werden vorzugsweise erst gebissen und danach weggeschleudert. Da wir ein erfahrener Urwaldjunge sind, dürfen Tarzan-Fähigkeiten natürlich auch nicht fehlen. So können wir uns durch das Dickicht schwingen und danach an einer Hauswand hochklettern. Der Kampf gegen die böse Schweinebande wird unterstützt durch Wurfgeschosse wie den Bumerang und Spezialfähigkeiten, die man sich aber erst im Laufe des Spiels durch das Lösen von Quests verdienen muss.
Letztere sind auch der Grund, warum dieses Spiel kein langweiliges Jump’n’Run Spiel ist. Um alle Rätsel lösen zu können, muss man beinahe jeden Winkel des Spiels erkundigen wobei man selbst entscheiden kann, welcher Aufgabe man sich zurzeit annimmt. Der Spielablauf ist also nicht linear. Dadurch ist es möglich, das
Spiel in wenigen Stunden durchzuspielen oder aber viel Zeit in Grübeln zu investieren, um neue Aufgaben zu lösen und auf Prämien zu hoffen, die das Leben eines abenteuerlustigen Urwaldjungen erleichtern. Das Item System macht es möglich, für jede Situation die passende Ausrüstung auszuwählen – vorausgesetzt, man hat sie sich bereits erspielt.
Fazit
Wer sich durch diese Genreeinschätzung angesprochen fühlt, sollte auf jeden Fall einen Blick ins Spiel werfen. Allen anderen empfehle ich diesen Klassiker auch, in der Hoffnung, dass es ihnen wie mir in den ersten Spielstunden geht. Ich schloss den Jungen mit dem pinken Haar sofort ins Herz und konnte es kaum erwarten, alle Aufgaben gelöst zu haben. Ich brauchte knapp zwanzig Stunden Spielzeit, was schon eine ordentliche Spieldauer für ein Jump’n’Run ist. Der Suchtfaktor von Tombi!, der mit einer Ladung Witz gepaart ist, macht für mich diesen besonderen Reiz aus.
Negativ ist mir nur die Tonuntermalung aufgefallen mit seinem sich zu oft wiederholenden Soundtrack und den etwas langweilig wirkenden Soundeffekten. Ansonsten habt ihr an dieser Stelle meine volle Kaufempfehlung, zumal auch, da dieses Spiel bereits für wenige € zu haben ist, vorzugsweise bei Online Auktionen.
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ein Testbericht von Yasmeen2004-10-18 19:32:14vom 18.10.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Bunte Grafik, interessanter Mix aus Jump and Run und Actionadventure, deutsche Bildschirmtexte, viele kleine Rätsel, niedlich
...Nachteile/Kritik: Etwas zu sehr auf die Jüngeren zugeschnitten, schon damals leicht veraltete Optik, müder Soundtrack, etwas zu leicht
Ich erzähle Euch nun von einem Videospiel für die Sony Playstation, welches einen nicht uninteressanten Genre-Mix beinhaltet, denn es sind in „Tobi“ sowohl viele Elemente aus Jump and Runs als auch aus einem typischen Actionadventure enthalten. Wer mit solchen Spielen nichts anfangen kann, darf natürlich schnell weiterscrollen, allerdings finde ich, dass dieses Playstationspiel, welches ich im Jahr 1999 spielte, auch heute noch nicht ganz unerwähnt bleiben sollte. Die Zielgruppe für dieses Spiel dürfte meiner Ansicht nach gar nicht einmal so gering sein, denn es dürfte unterschiedliche Altersklassen ansprechen (auch die Jüngeren kommen aufgrund der gelungenen deutschen Übersetzung in den uneingeschränkten Genuss dieses Spiels) und eventuell ja nun auch den ein oder anderen Leser von Euch.
Wie bei Hüpfspielen ja sehr oft der Fall, merkt Ihr hier schnell, dass vieles in Tombi erst einmal gerade auf die jungen Videospieler zugeschnitten ist, doch lasst Euch (damit meine ich die etwas älteren Spieler unter uns) zu Beginn des Spiels nicht zu schnell von der Aufmachung und der Geschichte abschrecken. Jedenfalls ist es in der Welt von Tombi augenblicklich vorbei mit der Ruhe, denn der Frieden wird durch eine einfallende Bande von Schweinen empfindlich gestört. Diese im wahrsten Sinne des Wortes „Schweinebande“ haben es leider fertiggebracht, fast die gesamte Bevölkerung des einst friedlichen Fleckchens Erde einzuschüchtern und diese zudem mit gemeinen Flüchen belegt. Klar ist, dass dieser üble Zustand keinesfalls sehr lange andauern darf und damit kommen wir nun endlich ins Spiel. Wir sind Tombi, ein kleiner Junge aus dem Urwald und sind leider Gottes zunächst ebenfalls den magischen Künsten der Bande zum Opfer gefallen. Spätestens als uns diese gemeine Gruppierung unser heißgeliebtes Armband klaut, ist es vorbei mit unserer Selbstbeherrschung, wir revoltieren. Wir machen uns also auf, der fiesen Bande das Handwerk zu legen und ganz nebenbei natürlich auch deswegen, um unser Armband wiederzugewinnen. Das Abenteuer kann also beginnen.
Zunächst einmal kommen typische Elemente aus gängigen Jump and Runs zum Tragen, denn als Tombi springen wir auf den jeweiligen Feind, beißen zu und werfen ihn dann weit weg. Schließlich sind wir durch den harten Urwald-Alltag schon früh gestählt worden und sind somit zu einem kräftigen jungen Burschen herangewachsen. Doch nicht nur im Nahkampf zeigen wir unser Talent, denn wir verfügen ebenfalls über eine ausgefeilte Wurftechnik im Umgang mit einem Morgenstern, mit diesem räumen wir ebenfalls viele lästige Gegner aus dem Weg. Als Urwaldbewohner verfügen wir aber über noch viel mehr Fähigkeiten, die uns in diesem Abenteuer auch zugute kommen. Wir sind nämlich beispielsweise auch noch in der Lage, uns im besten Tarzan-Stil durch das Gehölz zu schwingen und können auch steile Bergwände in Windeseile emporklettern. Im weiteren Verlauf des Spiels entdecken wir dann weitere teilweise sehr nützliche Gegenstände, so zum Beispiel eine Spezialhose mit der wir schneller laufen können oder auch sehr effektiven Waffen für den Nah- und auch den Fernkampf wie zum Beispiel einen sehr wirkungsvollen Bumerang. Ganz wichtig sind dabei die Schatztruhen, welche Ihr in diesem Abenteuer unbedingt finden solltet. Denn der Inhalt jener Truhen ist sehr oft äußerst nützlich, so
könnt Ihr beispielsweise phasenweise noch schneller laufen oder Euch an andere Orte teleportieren lassen. Weitere interessante magische Gegenstände, speziell die Edelsteine, sorgen zudem für ordentlich Abwechslung, allerdings möchte ich jetzt nicht weiter im Detail auf jedes einzelne Item eingehen. Euer Ziel ist es jedenfalls, den Kontakt mit den Gegnern möglichst zu meiden, bei mehrfacher Berührung eines Feindes ist irgendwann einmal nämlich leider der Verlust eines Lebens fällig, auch das kennt Ihr sicher schon längst aus Hüpfspielen. Ihr fangt nach dem Verlust eines Lebens den Level wieder von vorne an, müsst allerdings die schon erledigten Sachen nicht noch einmal wiederholen, genau das hat mir besonders gut im Spiel gefallen.
Was allerdings dafür sorgt, dass Tombi eben nicht nur ein 08/15-Jump and Run darstellt, liegt nicht nur an den teilweise doch recht ungewöhnlichen Fähigkeiten unseres Helden, sondern auch noch an etwas ganz Anderem im Spielverlauf. Allein mit Renen, Hüpfen, Klettern, Werfen und Beißen ist es hier nämlich zum Glück noch nicht getan, es kommen nämlich noch einige Elemente aus dem Bereich der Actionadventure hinzu. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die zahlreichen Rätsel, welche größtenteils gar nicht einmal so leicht zu lösen sind. Relativ häufig (und für ein Jump and Run eigentlich unüblich) trefft Ihr auf andere Personen, die Euch manchmal auch sehr nützliche Tipps geben und Euch sogar ab und zu sogar heilen können. Das war eine sehr gute Idee und sorgte dafür, dass dieses Spiel nicht in ein monotones Lauf- und Hüpfspiel ausartete. Die eben angesprochenen Rätsel sind in diesem Abenteuer dabei so zahlreich, dass sich allein durch das ständige Nachdenken der Spielumfang enorm erhöht, insgesamt waren es sicherlich über 100 verschiedene kleine Rätsel. Das Interessante ist hier, dass sich bestimmte Kisten erst ab einer gewissen Punktzahl öffnen lassen und diese speziellen Punkte bekommt Ihr eben erst für das Lösen der unterschiedlichen Rätsel. Was schließlich besonders hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass wir beim Bewältigen der zahlreichen Mini-Rätsel so gut wie nie an eine bestimmte Reihenfolge gebunden sind, das ist natürlich sehr angenehm.
Das Design der einzelnen Spiellevel ist auffallend bunt gehalten, Tombi ist ein sehr farbenprächtig inszeniertes Abenteuerspiel. Das lässt in erster Linie erneut (neben den deutschen Bildschirmtexten) darauf schließen, dass speziell die jungen Videospieler sich angesprochen fühlen sollen, doch auch mir hat das Aussehen der verschiedenen Spielwelten ganz gut gefallen, allerdings ist dies sicher Geschmackssache. Dabei muss ich ehrlich sagen, dass dieses Abenteuer Euch zwar in einer vergleichsweise unspektakulären 2D-Ansicht präsentiert wird und daher etwas veraltet aussieht (auch nach damaligen Maßstäben schon), doch positiv muss ich dabei erwähnen, dass ich zu keinem Zeitpunkt dickere Grafikfehler ausmachen konnte, kein Flimmern, Ruckeln oder sonstige störende Dinge im Spielablauf weit und breit. Ansonsten ist die Grafik stark auf Niedlichkeit getrimmt, die Hauptakteure dieses Spiels stellen neben den Schweinen zum Beispiel Pilze, Blumen, Mäuse und Vögel dar, eindeutig ein weiteres Indiz für eine sehr junge Zielgruppe. Die Texturen sind dabei schon nach den damaligen Maßstäben etwas detailarm und hochinteressante Zwischensequenzen sind (bis auf das Intro) eigentlich nicht dabei. Was mir gefiel war dann immerhin doch die Größe unseres Helden und die seiner Feinde, auch die einzelnen Bewegungsabläufe sind meistens gut zu erkennen und sehen auch ansprechend aus. Ist die Grafik insgesamt noch ganz gut, so ist der Soundtrack zu diesem Abenteuer dann zwar nicht gerade misslungen aber doch zumindest leicht enttäuschend. Es ist zumindest nichts bei den im Grunde sehr fröhlichen Melodien dabei, was ich jetzt besonders hervorheben möchte, auch die Soundeffekte sind nicht sehr zahlreich beziehungsweise nicht sehr unterschiedlich. Hier hätten die Entwickler ruhig noch „eine Schippe drauflegen“ können, schade.
Wer diesem Genre-Mix aus Actionadventure und Jump and Run generell etwas abgewinnen kann, der ist hier bei Tombi genau richtig. Trotz seines Alters hat dieses Abenteuer durchaus seinen Reiz und entwickelt nach ein, zwei Spielstunden tatsächlich einen eigenwilligen Charme. Dies liegt vor allem an der zweifellos vorhandenen Abwechslung zwischen Geschicklichkeitspassagen und Rätseleinlagen und vor allem an den etwas ungewöhnlichen Talenten des kleinen Urwaldhelden. Das Sammeln der Abenteuerpunkte kann so gar ein bisschen süchtig machen, denn schließlich möchtet Ihr irgendwann einmal endlich jene Kisten öffnen dürften, die Euch bis dahin verschlossen blieben. Jedenfalls war ich oft sehr gespannt auf den Inhalt der hart erkämpften Truhe, weil dieser sich zuvor oft als besonders nützlich erwiesen hatte. Die bunte Grafik war auch okay, nur der etwas müde Sound störte mich etwas. Was mir allerdings am Meisten gefiel war das Spielelement, dass die Hauptfigur nach und nach bessere Kleidung und bessere Waffen bekam und durch das Erwerben von Erfahrungspunkten nach und nach neue Fähigkeiten erlernte. Dies motivierte mich dann doch sehr, wenn auch für meinen Geschmack das ganze Spiel etwas zu leicht ausgefallen ist, was allerdings seine Ursache in der nun schon oft erwähnten jungen Zielgruppe haben dürfte. Empfehlen kann ich Euch dieses Abenteuerspiel für die Sony Playstation auf jeden Fall auch heute noch, das ist für mich gar keine Frage.
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