Sound of Islands I - Willy Astor
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Sound of Islands I - Willy Astor
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Sound of Islands I - Willy Astor

Platz 948 in der Kategorie "CDs: Musik aller Interpreten". Tonträger-Typ: CD / Genre: Vokal / Interpreten von A-Z: W / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Sound of Islands I - Willy Astor gebraucht & neu

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Astor, Willy, The Sound Of Islands Vol. 4 (Digipak),CD

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Sound of Islands I - Willy Astor Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Klangqualität:  ausgezeichnet
Cover-Design:  ausgezeichnet
Vorteile
  • Willy Astor richtig ernst, schöne Musik, auch amüsantere Lieder
Nachteile/Kritik
  • leider alle ohne Gesang
emmtie

Eine ganz andere, ruhige Seite des Komikers Astor

ein Testbericht von 2002-05-21 16:36:44 vom 21.05.2002
Empfehlung: ja
Willy Astor ist den meisten Menschen als das, was heutzutage mit dem schönen neu-deutschen Wort Comedian beschreiben wird, bekannt: Ein Kabarettist und Sänger, Scherzmacher,Komiker, Wortspieler. Gerade im Bereich subtiler Wortspielerei ist er wohl im deutschen Sprachraum einmalig.

Doch daneben hat er noch eine weitere Begabung, die man auf seinen CDs nur nebenbei wahrnehmen kann und in seinen Liveprogrammen ab und zu als eine Art Zwischenspiel zum Vorschein kommt: Er ist ein hervorragender Gitarrist. Bei vielen anderen Kabarettisten ist das Spielen der Gitarre mehr oder weniger Mittel zum Zweck der Selbstbegleitung und geht über 3-4 Griffe nicht hinaus. Willy Astor dagegen hat das akustische Gitarrenspielen richtig gelernt und wer genau darauf achtet, kann auch bei seinen "Ulkplatten" Beispiele dieser Kunst entdecken. Das Lied, bei dem es mir zu erst aufgefallen ist, ist "Donnersberger Brück'n", eines meiner absoluten Lieblingsstücke von ihm.

Als ich dann im Fernsehen eine Aufzeichnung eines rein akustischen Konzertes aus dem Kloster Benediktbeuren sah, die absolut faszinierend war, machte ich mich auf die Suche nach dieser Musik. Und entdeckte, das Willy Astor scheinbar schon 1994 ein Album mit ihm an verschiedenen akustischen Gitarren und einigen wenigen Freunden als Begleitung bei einigen Stücken aufgenommen hat: Sound of Islands (mittlerweile "Sound of Islands I" betitelt, da es einen Nachfolger gibt). Das Interessante an dieser CD ist die Tatsache, dass sie scheinbar wirklich 1994 aufgenommen wurde (Copyright auf meinem Exemplar), aber bei diversen Plattenhändlern (Amazon etc.) immer mit dem Erscheinungsjahr 1998 geführt wird. Und auch ich habe erst zu diesem Zeitpunkt zum erstenmal davon erfahren, obwohl ich schon länger die andern CDs von Astor gehört habe. Scheinbar wurde erst mit dem größeren Bekanntheitsgrad seiner rein musikalischen Arbeit (siehe Aufzeichnung Benediktbeuren-Konzert) auch der Verkauf der CDs aus dieser Richtung für die größeren Händler interessant.


Die CD:
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Die CD enthält 14 Lieder, alle rein instrumental und alle von Willy Astor selbst geschrieben. Zum großen Teil spielt er ganz alleine auf seiner Gitarre. Wobei hier die Einzahl fehl am Platz ist, denn wie ich mittlerweile weiß, spielt Willy Astor nicht nur sehr gut Gitarre, sondern sammelt diese auch. Auf der CD setzt er insgesamt 7 verschiedene Gitarren, darunter auch ein 12-saitiges Instrument ein. Bei zwei Stücken wir er von Rüdiger Hofmann an der Oboe begleitet, der auch das Solostück im in der Einleitung genannten "Donnersberger Brück'n" gespielt hat und einigen vielleicht als Begleitmusiker von Franz Benton bekannt ist.

Ein rein instrumentales Album mit Worten zu beschreiben ist einigermaßen schwierig. Daher werde ich nicht jeden der 14 Songs einzeln "auseinander nehmen", sondern hauptsächlich auf die Songs eingehen, die sich etwas von den anderen Liedern abheben.
Insgesamt kann man zu allen Songs sagen, das es sehr ruhige, nachdenklich, fast ein wenig wie Meditationsmusik wirkende Lieder, die wunderbar zum Entspannen einladen, sind. Wenn man Vergleiche zu bekannten Melodien ziehen will, fällt mir vom Stil am ehesten das Lied, das der NDR früher zu seinem Pausenfilm mit dem Zeichentrick-Ballon, gespielt hat. (Weil ich diesen Vergleich schon in einer früheren Meinung gebraucht habe und einige Rückfragen kamen: Der Song heißt "Das Loch in der Banane" und ist von Klaus Wieland).

Etwas differenziert zur oben Liedern, aber immer noch in der gleichen Grundstimmung dieser CD sind die Songs "Somnambul" und "Lancelot", beide mit einer wunderschönen Oboen-Begleitung, die zwar nicht durchgängig, sondern eher als eine Art Solo-Part vorhanden ist, aber trotzdem die Songs bestimmt. Die Gitarre bleibt etwas mehr im Hintergrund und spielt die Melodienbögen der Oboe nach.

"Anuschka" ist gewöhnungsbedürftig, da hier die Gitarre wie eine Zither klingt und man den Einfluß der bayrischen Volksmusik deutlich heraushört; doch auch dieser Song weiß zu überzeugen, ist aber trotzdem ein wenig ein Fremdkörper auf der CD.

Bei "Ma cherie" ist die Begleitung passend zum Titel ein Akkordeon und man fühlt sich fast, als ob man gemütlich in einem kleinen Straßencafe in Paris einen Milchkaffee genießt.

"Panta rhei" klingt trotz des griechischen Titels (= alles fließt) eher indisch, die Gitarre ahmt eine Sitar nach und das ganze Lied klingt noch entspannender als der Rest der CD.

Und schließlich wird die CD noch mit einem Bluesstück, mit Bandbegleitung und Sax, beendet: El Cafe


Fazit:
====

Ein wunderschönes, ruhiges, nachdenklich Gitarrenalbum, das eine ganz andere Seite des Komikers Willy Astor zeigt
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
sebastian_ruta
sebastian_ruta, 21.05.2002
Toller Bericht, wirklich... gruszlig sebastian
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azadfan

Ein Komiker mal anders

ein Testbericht von 2005-08-10 16:06:46 vom 10.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Willy Astor richtig ernst, schöne Musik, auch amüsantere Lieder...
Nachteile/Kritik: leider alle ohne Gesang
Hallöle Leute!

Wer öfters bei mir liest, weiß ja, dass ich ein großer Fan von Willy Astor bin. Willy Astor ist ein bayrischer Komiker, der am 6.September 1961 in München geboren ist.
Er lernte Akkordeon und Gitarre und schrieb schon früh humorvolle Texte und stieg im laufe seiner Jahre auch im Radio-Business ein. Er war nicht nur mit seiner eigenen Show schon im Fernsehen, er hatte auch schon bei "7 Tage 7 Köpfe" einen Gastauftritt, ist zudem nicht sehr selten in "Otti's Schlachthof" zu sehen und ist somit deutschlandweit im Komiker-Business bekannt. Er unterscheidet sich sehr von seinen Mitstreitern, wie Mike Krüger oder Anke Engelke. Er geht gerne auf Tour und verpflichtet sich nicht dazu, jede Woche im Fernsehen aufzutreten. Daraus folgt, dass er nicht gezwungen wird neue Witze zu machen. Er kann sich in Ruhe daheim neue Späße überlegen und wenn er genug hat kann er sie zu einem Album zusammenstellen. Außerdem schreibt er auch noch Instrumentalstücke und kann sich selbst genug Freiheit gewähren, um beide Leidenschaften unterzubringen.
Er nahm bisher nicht nur Komiker-Alben auf. Sein Repertoire besteht aus 3 Instrumental-Alben, einem Instrumentalvideo sowie 2 Notenheften. Außerdem nahm er 9 Comedy-CDs auf und hat eine Comedy-DVD im Programm. Alle online auf seiner Homepage zu bestellen.
Nicht wie bisher, möchte ich euch heute das erste seiner Instrumental-Alben vorstellen:
THE SOUND OF ISLANDS VOL.1

1. Besetzung und das Projekt "Sound of Islands"
2. Cover/Booklet
3. Trackliste
4. Werkanalyse
5. Sonstiges
6. Mein Fazit

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1. Die Besetzung und das Projekt "Sound of Islands"
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Je nach Stück spielen:
a) Willy Astor: Gitarren [wer gerne die Gitarren-Arten wissen würde, melde sich bei mir]
b) Reinhold Hoffmann: Oboe d'Amorae bei "Somnambul, Oboe bei "Lancelot"
c) Christian Birawsky: Schlagwerk bei "El Cafe"
d) Robert Papst: Bass bei "El Cafe"

Willy Astor hat "The Sound of Islands Vol.1" 1996 herausgebracht. Vol. 2+3 entstanden 2001 und 2003. Astor wollte nicht immer ernst sein, sondern seinen Gedanken, Gefühlen und Lebenseindrücken Gestalt geben. Für ihn ist die Gitarre eine Art Seelenspiegel. Deshalb hat er sich 1996 mit einigen Leuten zusammen gesetzt und das Projekt "Sound of Islands" in die Welt gebracht. Die Stücke sind alles Instrumentals, die für jeden Menschen eine bestimmte Stimmung wiederspiegeln sollen. Schon nachdem er die erste CD fertig hatte, wollte er dieses Projekt weiterführen und hat dies dann auch einige Jahre später gemacht. Mal sehen, wie viele CDs aus dieser Reihe noch erscheinen. Ich freue mich auf jeden Fall auf nachfolgende und möchte auch die anderen beiden zu meiner Sammlung hinzufügen.

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2. Cover/Booklet
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Die CD-Hülle ist keine Hülle wie man es gewohnt ist, sondern ein robuster Karton, den man aufklappt. Die komplette CD-Hülle, sowie das Booklet und die CD selbst sind in mittlerem bis dunklerem blau gehalten. Auf dem Cover sind kleine weißlich-beige Sternchen im Hintergrund aufgemalt. In der Mitte nimmt eine - mit der hand gezeichnete - Darstellung der Welt den Platz ein. Einige Kontinente sind an den Rand gemalt und in der Mitte nehmen die Kontinente die Form einer Gitarre an. Sie sind grün gemalt und das Wasser in hellerem blau. Darüber steht in weißen Buchstaben The Sound of Islands, rundlich der Welt angepasst und darunter auch in weiß Vol.1. Ganz unten am Rand steht noch Willy Astor und darunter Instrumental.
Die erste Seite des Boklets beginnt mit einem Gedicht von Herbert Fritsche namens "Löse und Binde" aus "Der große Holunderbaum". Es sind drei Strophen, deshalb werde ich es hier nicht abtippen. Wer daran interessiert ist, muss im Internet suchen, oder sich bei mir melden. Auf jeden Fall ein sehr schönes Gedicht. Des weiteren sind einige Bilder von Willy Astor mit seiner Gitarre drinnen und natürlich die Trackliste mit der Zeitlänge. Unten ist angemerkt, dass alle Kompositionen von Willy Astor stammen. Am Ende ist die Besetzung angegeben. Sehr sehr schön gestaltet finde ich.

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3. Trackliste
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1. Pegasus - Solo - 3'32
2. Somnambul 4'06
3. Mrs. Blue Sky - Solo - 2'37
4. Anuschka 2'39
5. Höhenflug - Solo - 3'19
6. Nautilus 5'19
7. The Sound of Islands 2'18
8. Ma Cherie 3'09
9. Leicht Sinnig - Solo - 2'29
10. Lancelot 3'55
11. Rifugio 2'46
12. Panta Rhei 3'33
13. Einklang - Solo - 3'23
14. El Cafe 4'00

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4. Werkanalyse
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Im folgenden werde ich zu jedem Track etwas sagen. Es ist nicht so einfach, wenn es keinen Text gibt. Ich versuche einfach wiederzugeben, was ich denke bzw. fühle, wenn ich diese Tracks höre und natürlich, wie sie musikalisch so in etwa sind.
Dabei werde ich die Bewertungen von + für schlecht bis + + + + + für super abgeben.

1. Pegasus - Solo - 3'32
Der Einstieg in das Album beginnt sehr ruhig. Nur Astor und die Gitarre. Dabei hört es sich an, als wären es zwei Gitarren. Er spielt die Melodie gut hörbar und darunter Begleitakkorde arpeggiert. Zwischen durch hat er kleine Übergänge oder er baut neue Stellen ein, die dann wieder super zurückführen. Bei diesem Lied muss ich nicht an einen bestimmten Ort oder so denken. Es ist so ein richtig gutes Konzertstück. Ich kann mir dabei Willy Astor super vorstellen, wie er das auf der Bühne spielt und der ganze Saal ruhig ist. Sofort kaufe ich Willy Astor ab, dass er auch richtig ernst sein kann und freue mich auf die nächsten Stücke.
+ + + + +

2. Somnambul 4'06
Willy Astor beginnt mit der Begleitung und kurz darauf steigt Reinhold Hoffmann mit der Oboe ein. Er beherrscht das Instrument sehr gut und so ist der Klang total sanft, weil er einen weichen Tonansatz hat. Irgendwie erinnert mich dieses Lied total an einen Bauernhof. Ich denke dabei an einen Sonnenaufgang am Horizont über einem großen Getreidefeld. Der Bauernhof ist ruhig, ein paar Hühner picken auf dem Boden herum, eine Katze schleicht durchs Gras und der Hund döst vor der Türe. Alles ist still, nur ein leichter Wind bläst sanft und die ersten Sonnenstrahlen fallen auf das Dach und den Hof. Richtig idyllisch. Den Klang der Instrumente muss man sich wie Tai Chi vorstellen. Leicht, unbeschwert und total flüssig. An keiner Stelle wirkt es abgehackt. Und am Ende wird es langsam ausgeblendet.
+ + + + +

3. Mrs. Blue Sky - Solo - 2'37
Zu Beginn moduliert Willy Astor von Moll nach Dur und zurück, bis er schließlich bei einem schönen Dur landet. Dann beginnt eine sanfte und leichte Melodie und schon wieder denkt man sich, dass man da nicht mit einer Gitarre spielen kann, was Astor da fabriziert.
Der Titel sagt auch einiges aus. Man kann sich dabei wirklich einen schönen blauen Himmel vorstellen, z.B. dass man in einer Hängematte liegt und einfach in den blauen Himmel schaut und beobachtet, wie die Vögel umherfliegen.
Nach knapp zwei Minuten moduliert Astor dann nach oben und kehrt anschließend wieder zur Ausgangstonart zurück, bevor das Stück dann mit kurzen Wiederholungen von einem oder zwei Takten fertig ist.
+ + + + +

4. Anuschka 2'39
Ein suuuper tolles Lied. Astor gibt 7 Takte lang ein Intro, das schon richtig munter klingt. Also schon ruhig, aber eben mit Staccato und so... Dann beginnt die Melodie. Anuschka ist ja ein russischer Name (würde ich jetzt mal sagen, korrigiert mich, wenn das falsch ist) und dabei kann man wirklich an ein junges Mädchen denken, das in etwa die Mentalität und die Emotionalität eines russischen Mädchens hat. Lustig, unbeschwert und doch ein Tick nachdenklich. Mir gefällt das Lied total gut.
+ + + + +

5. Höhenflug - Solo - 3'19
Ich kenn mich mit Gitarren nicht aus, aber er hat hier eine ganze andere Akustik-Gitarre wie bei dem vorigen Stück. Sie klingt nicht so leicht, sondern eher etwas träge. Das Stück erinnert - wie der Titel treffend sagt - an einen schönen Flug durch die Wolken und den Himmel. Dabei aber sicher nicht ein Flugzeug.
Ich als Gleitschirmfliegerin denke da gerne an einen weichen Flug an einem Sommertag. Die Termik ist genial, der Wind nicht bockig und die Wolke ganz nahe. Man kann die Luft richtig tief einsaugen. Man sieht die Welt einfach mal von oben und von einer ganz anderen Perspektive. Das Lied regt zum Denken an und verleiht ein befreiendes Gefühl.
+ + + + +

6. Nautilus 5'19
Jetzt kommt das Stück, weswegen ich eigentlich die CD gekauft habe. Ich habe den Verkäufer auf dem Astor-Konzert gefragt, auf welcher CD Nautilus ist.
Willy Astor hat dieses Lied Jacques Cousteau gewidmet. Ein Meeresforscher 1997 oder 1998 gestorben, der mit dem Schiff Calypso und dem berühmten U-Boot Nautilus unterwegs war. Für den hat er dieses Stück auf der E-Gitarre komponiert.
Am Anfang spielt er die Tne einzeln ganz schnell hintereinander, so dass eine Art Echo entsteht und das Gefühl von Wellen verleiht. Dann beginnt er mit der Melodie und der Begleitung und eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. Deutlicher als bei allen anderen Stücken fühlt man sich sofort als wäre man unter Wasser. Aber nicht fünf Meter runtergetaucht - nein: Man hat das Gefühl, als säße man wirklich in einem U-Boot ganz tief unten. Aber man hat nicht das Gefühl, als wäre man von den engen beklemmenden Wänden umgeben, sondern als würde man aus dem Fenster herausschauen. Es ist richtig dunkelblau, fast schwarz, und man sieht weit und doch nur wenige Meter. Der unendliche Ozean. Wenn man das Stück nicht hört, kann man es schlecht nachvollziehen, aber wenn man es hört, weil man sofort was ich meine. Als er das auf dem Konzert gespielt hat, war sofort der Saal ruhig. Astor hatte nur seine Gitarre und war eins mit ihr und das hört man. Man meint, der Spieler und das Instrument sind eine Einheit. Der Zuhörer hört nicht, sondern sieht. Er sieht weiter als der Horizont reicht. Ein Stück zum Augenschließen und zur absoluten Entspannung. Durch diese sich oft wiederholende Begleitung, die oktavierten Melodien und das öfter wiederkehrende Motiv kommt man sich absolut im Reich des Meeres vor. Nur wenige Fische schwimmen herum, aber alles ist friedlich und still. Kein Windhauch kein Bellen, das Wasser als ruhiges, entspanntes Element.
Am Ende wird er immer leise und blendet sich somit praktisch selbst aus.
+ + + + +

7. The Sound of Islands 2'18
Ja, wir sind auf der Insel gelandet. Das Stück auf der Akustik-Gitarre verleiht ein richtiges Sommerfeeling und Inselgedanken. Natürlich ohne blöde Touristen. Man stellt sich eher ein Rbinson Crusoe vor, der alleine mit einer Gitarre auf einer Insel sitzt und spielt.
Ein kurzes, prägnantes Stück.
+ + + + +

8. Ma Cherie 3'09
Ein suuuper Stück, Leute. Die Gitarre gibt ein langsames Intro und nach einem Übergang beginnt sanft die Melodie. Sofort denke ich an Frankreich und ein Abend am Hafen. Als dann nach einer dreiviertel Minute unerwartet das Akkordeon einsteigt (keine Ahnung, wer das spielt), ist es doch ein Stück erwartet. Ich denke dabei eindeutig an ein Restaurant direkt an der Hafenmauer. Ich sitze draußen auf der Terasse, über mir bunte Lichter, wie die Leute es manchmal machen. Es ist schon Abends und die Straßen werden durch kleine Lampen erleuchtet. Ein friedliches Treiben auf den Straßen, Touristen mischen sich mit Einheimischen. Hier und da ein Wortfetzen oder ein Lachen. Und wenige Meter neben mir sitzen die zwei Straßenmusiker und spielen dieses Lied. Sie werden kaum beachtet, nur hin und wieder fällt ein Geldstück vor sie. Aber die Musiker merken das nicht. Sie haben die Augen nur leicht geöffnet und spielen nicht, sondern sie musizieren. Sie machen Musik für sich selbst. Im Hintergrund fährt leise ein Schiff ein. Die Fischer hantieren mit den Netzen und lachen und freuen sich, dass sie einen großen Fang gemacht haben.
Musikalisch spielt Astor viel alleine, nur hin und wieder steigt das Akkordeon ein. Ein total harmonische Klang entsteht und ich fühle mich total wie in der beschrieben Atmosphäre.
+ + + + +

9. Leicht Sinnig - Solo - 2'29
Hihi.. wusste ich doch, dass Astor nicht immer ernst bleiben kann. Der Titel sagt ja schon aus, dass es nicht leichtsinnig sondern leicht sinnig ist. Aber eben nur leicht.
Zart und amüsant zupft er die Saiten seiner Akustik-Gitarre. Ein richtiges Lied zum leichten mitbewegen und schnipsen. Heiter kommen auch die kleinen, kurzen Zwischenspiele rüber und der Schluss ist auch noch mal richtig schön untypisch abgerundet.
+ + + + +

10. Lancelot 3'55
Ob er damit den Ritter der Tafelrunde meint, weiß ich nicht. Aber es ist anzunehmen.
Anfangs ein paar Akkorde, dann steigt er in eine ruhige Melodie ein, mit sehr wenig Begleitung. Man kann dabei schon an einen Ritter denken, dann aber an einen sanften Ritter, der im Schritt durch das Gras reitet und keine Rüstung trägt. Wenn nach einer halben Minute dann die Oboe einsteigt, denke ich aber eher wieder an ein schönes kleines Dorf, in Russland oder der Mongolei. Vielleicht geht ein altes Mütterlein mit gebücktem Rücken die Straße entlang. Sie wird gegrüßt, aber doch nicht beachtet. Sie geht ganz alleine entlang. Keine Auto fährt durch, alle sind zu Fuß oder mit dem Rad. Es scheint ein nettes Dorf zu sein und doch ist jeder einsam. Ich finde, die Melodie der Oboe gibt eine nachdenkliche Atmosphäre nach außen.
+ + + + +

11. Rifugio 2'46
Rifugio ist ja Italienisch und heißt zu deutsch "Schutz". Weshalb er den Titel gewählt hat weiß ich nicht. Beim kurzen Intro denkt man, dass wie bei "Leicht Sinnig" gleich etwas lustiges einsteigt. Aber dann beginnt Astor eine ruhige, sinnliche Melodie. Vielleicht hat Astor bei diesem Stück in irgendeiner Art an Schutz gedacht. Auf jeden Fall ist es richtigruhig und geschmeidig und man kann schön nachdenken. Außerdem erinnert es mich an eine wunderschön blühende Sommerwiese, mit Blumen aller Farben und Arten. Doch in der kurzen Spielzeit wiederholt sich viel und Astor bringt eigentlich nur ein Motiv, das er immer wieder bringt, unterbrochen von kleinen Zwischenspielen.
+ + + +

12. Panta Rhei 3'33
Panta Rhei ist griechisch und heißt auf deutsch "alles fließt". Es ist ein Satz, der - wahrscheinlich fälschlicherweise - Heraklit zugeschrieben wird. Es bedeutet, dass alles Sein auf ständigem Werden und Vergehen beruht. Die Musik ist auch auf eine Weise wiederkehrend und fließend. Die Töne sind manchmal leicht verzerrt, so dass ein meditativ ähnlicher Klang entsteht. Sowieso erinnert das ganze Stück irgendwie an fernöstliche Musik.
+ + + + +

13. Einklang - Solo - 3'23
Im Einklang sein. Mit der Musik, mit der Natur, mit den Gedanken.
Dieses gleichmäßige, ruhige Lied hat einen hypnotisierenden Charakter. Die Melodie ist simpel und einfach. Einfach zum chillen und nachdenken. Den Gedanken freien Lauf lassen, alles über sich ergehen lassen. Es wiederholt sich sehr viel und es sticht nichts besonderes heraus. Musikalisch keine Riesen-Höchstleistung, eher zum entspannen.
+ + + +

14. El Cafe 4'00
Und schon sind wir beim letzten Stück.
Die E-Gitarre steigt gleich mit dem E-Bass ein und spielt ein kleines Intro und dann steigt auch das Schlagzeug leise ein. Man muss sich jetzt ein richtig fetziges Rock'n'Roll-Stück vorstellen, nur: Dreimal so langsam! :-)
So richtiger Soft-Rock, auch mit leicht jazzigen Elementen. Die absolute Krönung kommt nach eineinhalb Minuten, als ein richtig geiles Saxophon ein kurzes Solo spielt (ich glaube Altsax). Dann übernimmt wieder die E-Gitarre die Melodie. Trotzdem ist es allgemein ziemlich ruhig und gediegen. Aber zum mitwippen und mitschnipsen super geeignet. Eigentlich was für ein Café am Straßenrand in Frankreich, Italien, Spanien o.ä.... So richtig coole Stimmung, wie es manchmal abends herrscht. Wenn die Sonne untergegangen ist, das Treiben auf der Straße ganz anders wird als tags über. Die Leute nehmen sich mehr Zeit, sind nicht mehr so hektisch und lachen mehr. Ähnlich wie "Ma Cherie".
+ + + + +

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5. Sonstiges
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Künstler: Willy Astor [+Reinhold Hoffmann, Christian Birawsky, Robert Papst]
Label: Pirate Records
Preis: 17,90€ auf seiner Homepage, im Handel vielleicht noch etwas teurer, weiß nicht mehr, wie viel ich bei seinem Auftritt gezahlt habe..
Gesamtspielzeit: 47'46
Homepage: www.willy-astor.de
Produziert von Willy Astor und Robert Papst um Shadow Studio München, im Frühling und Sommer 1994.

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6. Fazit
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Also das Album ist der absolute Burner. Wer solche Instrumentalmusik mag, wo man in eine ruhige, nachdenkliche Stimmung versetzt wird, den hat es hier gerade richtig getroffen. Die Stücke sind teilweise melancholisch, teilweise regen sie aber einfach nur zum Nachdenken an oder sind super zum Entspannen. Manche wiederum sind einfach nur zum mitschnipsen. Aber allgemein kann man sagen, dass es ein sehr ernstes Album ist und Willy Astor wirklich von einer anderen Seite zeigt...
Ich vergebe natürlich klar und deutlich alle fünf Sterne und eine absolute Kaufempfehlung. Natürlich nicht für irgendwelche Gothik- oder Jazzhörer, denen solche Musik nicht gefällt. Man sollte schon ein bisschen Sinn dafür haben.
Mir gefällt Gitarre normalerweise nicht mal so sehr, aber das höre ich mir immer wieder sehr gerne an. Besonders wenn ich etwas melancholisch gestimmt bin und richtig deep Nachdenken will, dann ist das super zum Entspannen.

Ich bedanke mich recht herzlich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Es grüßt euch lieb, Johanna

© I-c-h August 2005 bei Ciao
© I-c-h August 2005 bei MyMeinung
© Azadfan August 2005 bei Yopi
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Klangqualität:Klangqualität von Sound of Islands I - Willy Astor : 5,0 ausgezeichnet
Cover-Design:Cover-Design von Sound of Islands I - Willy Astor : 5,0 ausgezeichnet
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Kommentare
glowhand
glowhand, 16.11.2005
Schöne Grüße, Christian.
morla
morla, 08.11.2005
sh
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gelhorn

Willy Astor - einfach genial

ein Testbericht von 2002-07-13 19:27:46 vom 13.07.2002
Empfehlung: ja
Für mich ist Willy Astor einer der begnadetsten und zugleich begabtesten deutschen Kabarettisten und Gitarrenvirtuose. Ich liebe seine Gitarrenstücke und seine Wortspiele. Seine Gitarrenstücke sind einfach faszinierend, für Jeden gibt es mindestens ein Lied, dass man mag.
Aber seine Wortspiele sind wirklich einzigartig. Was der alles drauf hat.
Das dumme ist nur, dass man als Norddeutscher, wie ich es bin, kaum Gelegenheit hat, ihn irgendwo mal live zu sehen. Hier kriegt man kaum etwas von ihm mit.
Das Gute ist: Seine Lieder sind wirklich leicht auf Gitarre nachzuspielen...
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:nicht hilfreich
1-3 von 3  CDs: Musik aller Interpreten
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Produktbeschreibung Sound of Islands I - Willy Astor

 
Allgemeine Informationen Sound of Islands I - Willy Astor
gelistet seit: 10.09.2003
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Allgemeine Informationen
Genre: Vokal 
Tonträger-Typ: CD 
Interpreten von A-Z:
Interpret: Willy Astor 
Sound of Islands I - Willy Astor im Vergleich
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