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Preise für Anke Spies: Wer war ich eigentlich?
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Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Produktbeschreibung Anke Spies: Wer war ich eigentlich? (gebundene Ausgabe)
Technische Daten und Produkteigenschaften
Sexuelle Gewalt als Bestandteil der Lebensgeschichte einer Frau wird in der Regel als eine Art Weichenstellung in das unausweichliche Unglück des späteren Lebens behandelt. Dagegen findet die Möglichkeit, Beeinträchtigungen durch Gewalt auch als Motivation zu konstruktiven Veränderungen zu nutzen, wenig Beachtung. Anke Spies reduziert in ihrer Studie das Leben der betroffenen Frauen nicht auf die Folgen der erlittenen Gewalt, sondern stellt deren Lebensgeschichte vielmehr als eine multifaktorielle Kette von Ereignissen dar. Sie hinterfragt, wie die Gewalterfahrung diese ?Ereigniskette½ beeinflusst und Lebensperspektiven verändert. Mit ihrem Buch beleuchtet sie, wo sich die Zuschreibung als lebenslang beschädigtes Opfer und die Selbstdeutung der Betroffenen entsprechen und wo sie in direktem Gegensatz zueinander stehen. Der Untersuchung liegt das Interesse zugrunde, ob und inwieweit die persönliche Entwicklung eines Menschen zu individueller Selbständigkeit innerhalb der Gesellschaft möglich ist, wenn blockierte Erinnerung an sexuelle Gewalterfahrungen andere Bewältigungen von Lebensaufgaben behindern. Kann ein möglicher Bildungs- und Emanzipationsprozess durch die Reflexion der eigenen Geschichte die jeweiligen Selbstdeutungsmuster und das Leben innerhalb der Gesellschaft verändern? Inwieweit beeinflussen unterbewusste Erfahrungen Emanzipationsbestrebungen und soziale Kontakte? Kann trotz fremdbestimmter Identitätsentwürfe eine sinnvolle und eigenständige Vergangenheits- und Gegenwartsdeutung vorgenommen und damit auch ein Zukunftsentwurf entwickelt werden? Trotz vielfältiger Veröffentlichungen bezüglich Ausmaß, Folgen, Erscheinungsformen etc. ist die Frage nach einem als befreiend geschilderten Erinnerungs- und Verabreitungsprozess bislang noch nicht gestellt worden. Anhand ausgewählter Autobiographien zeichnet Anke Spies Lern- und Bildungsprozesse nach und unternimmt mit ihrer qualitativ erziehungswissenschaftlichen Studie den Versuch, die Kontroverse um Erinnerungen im Erwachsenenalter weiter zu differenzieren. Anke Spies arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau. Sie promovierte 1999 an der Universität Münster.
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