St. Aposteln
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St. Aposteln Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Dadaniel

Einblicke in St. Aposteln

ein Testbericht von 2002-10-01 13:10:21 vom 01.10.2002
Empfehlung: ja
Wie, noch kein Bericht zu Kirchen in Köln??? Wie haben doch so viele :-)...
St. Aposteln liegt mitten in der Kölner City und eigenet sich von daher perfekt für eine Besichtigung. Direkt am Neumarkt findet ihr diese schöne Basilika. Am besten erreicht Ihr das ganze mit der Bahn, da Parkhäuser in der Nähe ziemlich teuer sind. Aber nun zur Kirche:

Zur Geschichte:

An der Stelle, an der gerade außerhalb der Kölner Stadtmauer an der Straße nach Aachen ein altes Apostelkirchlein gestanden hatte, ließ der Kölner Erzbischof Pilgrim nach 1021 eine dreischiffige Basilika und ein daran angrenzendes Chorherrenstift erbauen. Nach einem Brand 1198 erhielt die Kirche ihre jetzige Gestalt.
Bei einer Umgestaltung während des dreißigjährigen Krieges wurde die Krypta zugeschüttet und blieb vergessen, bis sie nach dem 2. Weltkrieg beim Wiederaufbau neu entdeckt wurde.

Besonders fällt die quadratische Vierung ins Auge, an die sich drei Apsiden wie in einem Kleeblatt anschließen. Diese Dreikonchenanlage ist ein besonderes Merkmal der Basilika.

Die Zahl der 12 Apostel, der Patrone der Basilika, findet sich auch in den 12 Pfeilern wieder, auf denen die Kirche gegründet ist.

Über Jahrhunderte war St. Aposteln Chorherrenstift. Erst 1802 nach der Säkularisation übernahm die Pfarrgemeinde die Kirche.

Kunstwerke

Hier ein Auszug der Kunstwerke, die mir ins Auge vielen:

Betritt man die Basilika durch den südwestlichen Eingang, so fällt der Blick zuerst auf den farbenprächtigen Marienaltar. Sie wird umrahmt von 12 halbplastischen Bildern, die 1994 von Henrike und Dieter Franz fertiggestellt wurden und wunderschön in Stil und Farbenfülle zur Marienstatue passen.
Dass als Standort dieses neugotischen Retabels, welches 1910 in der Werkstatt Langenberg in Goch geschnitzt wurde, die Nähe der Nothelfer gewählt wurde, betont die Stellung Mariens als die Erste der Nothelfer.
14 Nothelferstatuen, die aus dem 16. - 18. Jhdt. stammen, umrahmen den Marienaltar im südlichen Teil des Westhauses.
Hier dargestellt sind die heiligen Blasius und Barbara.

Betritt man das Hauptschiff, wird der Blick von der Vierung mit der Dreikonchenanlage eingefangen. In deren Brennpunkt steht der Vierungsaltar, der auf kleinen Säulen aus der ersten Bauzeit der Basilika ruht. Darüber schwebt unter einem strahlenförmigen Baldachin das Tabernakel, gehalten von einer Taube, Sinnbild des heiligen Geistes.

Altar und Baldachin wurden von S. Hürten im Jahr 1975 geschaffen.
Unter dem Vierungsaltar fand der Gründer der Basilika, Bischof Pilgrim, seine Ruhestätte, bis er 1907 in einen neuen Sarkophag erhoben wurde, der nun in der Südkonche seinen Platz gefunden hat.

In der Ostkonche haben seit einigen Jahren die Statuetten von 12 holzgeschnitzten gotischen Apostelfiguren aus 1330 auf einem Retabel, welches Paul Nagel 1988 geschaffen hat, Platz gefunden. Vermutlich gehörten sie einmal zu einem Flügelaltar.

Unter dem Baldachin in der Mitte wird das Evangeliar aufbewahrt und erinnert sinnfällig an die Aufgabe der Apostel, das Eu-Angelion, die Frohbotschaft zu verkünden.

Ebenfalls in der Vierung thront in der Höhe am nord-östlichen Vierungspfeiler diese Madonna mit dem Kind, vermutlich um 1300 entstanden.
Der Madonna gegenüber, am südwestlichen Vierungspfeiler findet sich diese überlebensgroße ungefasste Holzfigur des Hl. Georg aus dem 15. Jahrhundert.

Wendet man sich wieder dem Ausgang zu, so lohnt sich die Betrachtung des Kreuzwegs im nördlichen Teil des Westwerks!

Die Kirchenschätze

Das wertvollste Stück im Kirchenschatz ist der sogenannte Heribertkelch mit einer gravierten Reihe der 12 Apostel.
Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist wohl der älteste Kelch in Kölns Kirchen. Wirklich beeindruckend!

Die gotische Monstranz stammt von 1409. Sie gehört zu den ältesten Monstranzen in der Diözese Köln.

Besonders stolz ist die Gemeinde auf ihr Stiftssiegel. Es stammt aus dem 12. Jahrhundert und erinnert daran, wie lange St. Aposteln schon als Stift bestanden hat. Das Siegel wird in der Schatzkammer nordöstlich von der Vierung aufbewahrt. In ihrer Nähe liegt eine heute noch bestehende Tür, durch welche die Stiftsherren als Abkürzung die Kirche betreten und verlassen haben.


Fazit:

Für Interessierte lohnt sich der Gang in diese Kirche! Gerade als Kölner sollte man sich vielleicht auch mal die Zeit nehmen, seine Stadt kennenzulernen.
Aber auch Touristen sollten mal einen Blick in diese Kirche werfen. Schaden kann es jedenfalls nicht :-)
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Informationen zu St. Aposteln

 
Allgemeine Informationen St. Aposteln
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Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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