Stammzellenspende
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Platz 24 in der Kategorie "Therapien & Behandlungen". Spende von Stammzellen für Leukämiekranke ...mehr
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Stammzellenspende Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

AnnaH

Stammzellenspende für einen Patienten in Großbritanien

ein Testbericht von 2004-06-21 21:24:01 vom 21.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Rettet Leben...
Nachteile/Kritik: Kann Risiken für den Spender geben.
Stammzellen für einen Patient in Großbritanien
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Für mich war es immer selbstverständlich, dass ich mal Knochenmark spenden würde, wenn es bei jemand passt. Krebs ist furchtbar. Ich bin froh, dass ich gesund bin. Warum sollte ich dann nicht anderen helfen? Wenn ich Leukämie hätte, oder meine Kinder, wäre ich auch dankbar, wenn das jemand für uns täte. Ich bin seit ich 18 Jahre alt bin, und Blutspenden darf, regelmäßige Blutspenderin bei der Uniklinik Tübingen, dort wurde nach einer Blutspende mal gefragt, ob man bereit wäre sich für eine Knochenmarkspende registrieren zu lassen. Das hatte ich getan, sie nahmen eben ein paar Röhrchen mehr Blut ab. Das ist nun schon über 20 Jahre her, und geriet bei mir längst in Vergessenheit. Letztes Jahr im März erhielt ich von der Uniklinik Tübingen einen Brief, ich käme eventuell für einen Patienten in Betracht, und solle mich nochmals bei ihnen melden, ob ich zur Knochenmarkspende noch bereit bin. Irgendwie hatte ich doch Angst, ein paar Tage war ich unfähig zu reagieren. Nach ein paar Tagen rief ich doch an, und kam nochmals um das Blut weiter untersuchen zu lassen. Sie sagten, das käme öfters vor, solche Briefe verschicken sie täglich viele. Aber es komme dann in vielen Fällen gar nicht zur Spende. Das blut müsse erst noch genauer untersucht werden. Also noch genauer typisiert werden. Tatsächlich hatte es sich dann wohl doch erledigt, wahrscheinlich passte es doch nicht . Jetzt ein ganzes Jahr später kam wieder so ein Brief. Ich lies abermals mein Blut untersuchen, es passte offensichtlich. Es wurde mit Express nach Großbritannien geschickt, von dort sei eine anfrage gekommen. Ich hörte nichts mehr, und dachte es sei wieder erledigt. Also ging ich am 16. April wieder wie gewohnt zur Blutspende, und spendete Blut. Das tue ich sowieso immer alle 3 Monate, wenn es gerade geht. Cirka eine Woche später erhielt ich doch Nachricht, das Blut würde nun sicher passen. Aber um vollends auch wirklich 100 % Sicherheit zu haben, müsse man nochmals untersuchen. Es passte wieder. Dr. Schäfer rief mich erneut an, und vereinbarte mit mir einen Termin für die Stammzellenspende, und für die vorhergehende gründliche medizinische Untersuchung aus.

Am 11. Mai war nun diese Untersuchung. Morgens um 8.00 Uhr hätte ich kommen sollen, aber ich steckte im Stau und kam eine viertel Stunde später. Dann fragte ich an der Pforte der medizinischen Klinik, wo ich den hin solle, dieser schickte mich runter, dort gab es auch eine Abteilung für Stammzellenspende. Dort spenden aber Patienten für sich selber, z.B. vor einer Chemotherapie, oder auch für Angehörige. Hier war ich jedenfalls an der falschen Stelle und wartete vergebens. Nach einer ¾ Stunde sagte man mir, das ich falsch sei. Also ging ich doch hoch zur Patientenaufnahme. Hier musste ich aber erst eine Nummer ziehen und auch eine halbe Stunde warten. Endlich kam ich dann zu einem Arzt. Er hörte mich ab, maß den Blutdruck und schickte mich zu Ultraschall, Röntgen, EKG, zum Atmungsfunktionstest. Blut wurde nochmals gemessen, eine ganze Menge Röhrchen. Und auch die Urinprobe blieb nicht aus. Es war alles okay. Ich war zwar sehr lange bis über den Mittag hinaus, in dieser Klinik, aber nun war ich rundum durchgecheckt. Seit den 10 Euro Praxisgebühr hatte mich natürlich noch keine Arztpraxis von innen gesehen. Und jetzt wurde ich mal richtig gründlich und dann noch gratis durchgecheckt. Das ist auch für mich gut zu wissen, das alles okay ist, dass ich kerngesund bin.

Allein in Deutschland erkranken jährlich 8900 Menschen an Leukämie. Eine Chance auf Heilung besteht meist nur bei einer Stammzellentransplation. Früher kam nur die Entnahme des Knochenmarks aus dem Beckenkamm in Frage. Heute verwendet man aber fast nur noch das Verfahren der peripheren Stammzellenentnahme. Auch bei mir.


Nun bekam ich Spritzen mit. Man solle sich 5 Tage lang ein hormonähnlichen Stoff als Wachstumsfaktor unter die Haut spritzen. Dieser bewirkt, dass die Stammzellen, die überwiegend im Knochenmark vorkommen, ins Blut ausgeschwemmt werden, um dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt zu werden. Da ich mich das selbst nicht traute, üblicherweise machen das die Spender selbst, bat ich meine Nachbarin, mich zu spritzen, sie ist Heilerzieherin, und hält Kurse für Heilerzieher, und zeigt ihnen unter anderem auch das Spritzen. So war ich doch recht froh, dass ich es doch nicht selbst machen musste. Die Spritzen mussten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für mich wurde sogar eine extra Lebensversicherung abgeschlossen. Das finde ich super, wenn während der Spende etwas passiert, sind wenigstens die Angehörigen gut abgesichert. Dann hätten meine Lieben wenigstens keine finanziellen Sorgen gehabt. Aber das wir die nicht in Anspruch nehmen mussten, und mir nichts passierte, ist mir natürlich 1000 Mal lieber. Die Gefahren die genannt wurden erschreckten mich, so könne z.B. durch die Hormongabe in seltenen Fällen die Milz reißen. Gut normalerweise passiert nichts, aber mir reicht es, wenn ich die berühmte Nadel im Heuhaufen bin, also war ich recht ängstlich und fürchtete mich vor dieser Spende. Aber jetzt wollte ich auch nicht mehr nein sagen, und das Todesurteil für den Patienten in England aussprechen. Der hat doch auch nur diese Hoffnung.


Am 26. und 27. Mai war es dann soweit, es kam zur Spende. Zweimal bis zu 5 Stunden hängt man an dieser Maschine. An einem Arm wird einem das Blut herausgenommen, die Stammzellen werden isoliert, und das Blut dann an der anderen Seite am anderen Arm wieder zurückgegeben. Die ersten 4 Stunden waren angenehm, man fühlt sich nur leichter. Nervend war nur der Drang zur Toilette. Man sollte zuvor nämlich extra viel Trinken, dass das Blut gut läuft. Und dann wird das Blut noch verdünnt, dass es leichter durch die Maschine läuft. Da wird Zitronensäure dem Blut zugefügt, diese verstärkt noch den Drang zur Toilette. Am einfachsten ist es natürlich man hält 5 Stunden aus, ohne mal zu müssen. Ich musste aber so dringend, dann wurde ich von der Maschine losgemacht, ich wurde schnell in Rollstuhl gepackt, das es schneller geht, und zur Toilette gebracht. Das fühlte ich mich plötzlich schlecht. Wie nach meinen Kaiserschnittgeburten, einfach fix und fertig ausgelaugt. Nur dass ich jetzt kein Kind im Arm halten durfte. Die letzte Stunde war schrecklich, mir war alles zu viel, ich fühlte mich so ausgesaugt. Die letzte ¼ Stunde bat ich mich doch schon von der Maschine abzunehmen. Ich muss keine 5 Stunden aushalten, aber es ist natürlich gut, wenn sie möglichst viele Stammzellen sammeln können. Es können ja beim Patienten auch Komplikationen auftreten, wodurch eine erneute Gabe von Stammzellen notwendig wäre. Ich war fix und fertig nach der Spende, irgendwie fühlte ich mich wie ausgefressen. Ich war froh, dass mein Nachbar mich abholte. Eben der Mann dieser Heilpraktikerin. Sie hatten mir gesagt, sie kennen auch jemand der bereits gespendet hatte, der sei danach so geschwächt gewesen, dass es nicht ratsam sei, wenn ich danach gleich selber Auto fahre. Zuhause war ich kraftlos, ich konnte nicht mal selbst nur eine leere Flasche Sprudel hoch heben. Die Kinder deckten den Tisch, mein Mann war noch unterwegs, er hatte gerade seiner Schwester geholfen. Aber es ging dennoch weiter. Die Kinder strichen zum ersten Mal ihre Brote selbst, und halfen mir. So rührend besorgt waren sie noch nie.
Am nächsten Tag ging es weiter. Mein Nachbar fuhr mich in die Klinik, sie gaben mir eine selbstgemischte Arznei aus Bachblüten mit, das soll ich nehmen, wenn ich keine kraft habe, tatsächlich es half. An diesem Tag lief alles besser, es war längst nicht mehr so anstrengend. Aber ich musste wieder zwischendurch auf die Toilette. Diesmal ging es nicht mehr so problemlos. Danach verstopfte die Leitung, und sie mussten mich frisch verkabeln, von da an, war es mir zu viel, auch für den Kreislauf. Ich ging nach der Spende kurz in Vesperraum um mich zu stärken. Dieses Mal holte mich meine Mutter ab, Zuhause lief alles besser, diesmal hatte ich wieder Kraft. Ich konnte fast wie gewohnt wieder zuhause mit anpacken, und jetzt spüre ich gar nichts mehr. Außer dem beglückenden Gefühl vielleicht ein Menschenleben gerettet zu haben. Ich die dumme Bine, die überall versagt, habe einmal in meinem Leben nicht gekniffen.

© Sabine Luz, Kirchentellinsfurt den 21.Juni 2004 für Ciao, Compinion und Yopi
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Handhabung/Komfort:Handhabung/Komfort von Stammzellenspende : 4,0 gut
Wirkung:Wirkung von Stammzellenspende : 5,0 ausgezeichnet
Verträglichkeit:Verträglichkeit von Stammzellenspende : 5,0 ausgezeichnet
Kosten:Kosten von Stammzellenspende : 5,0 sehr niedrig
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Kommentare
bolmsoe
bolmsoe, 25.06.2004
..., das tun die wenigsten.
lalule
lalule, 21.06.2004
daszlig ich Dir hier kein quotbhquot geben kann... haumlttest Du echt verdient! ...das GEfuumlhl, vielleicht einem Menschend as Leben gerettet zu haben muszlig doch gigantisch sein, oder? LG Nicole
redwomen
redwomen, 22.06.2004
dass so wenig Leute heutzutage noch quotSpendenquot. Doch ich denke auch einfach es ist die Angst vor den Risiken und auch einfach diese Unerfahrenheit. Ich glaube um Menschen helfen zu koumlnnen wuumlrden sicherlich viele etwas dafuumlr tun, doc
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Produktbeschreibung Stammzellenspende

Technische Daten und Produkteigenschaften
Spende von Stammzellen für Leukämiekranke
Allgemeine Informationen Stammzellenspende
gelistet seit: 03.06.2004
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