Sturmland-Saga: Fremde Schiffe - John Robert Maddox Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (3.5 von 5)
von 50% aller Autoren empfohlen (1/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
endlich der Abschluß der Saga **hust**, nettes Cover, nettes Layout, eben ein Regalschmankerl
Nachteile/Kritik
immer noch keine Karte, flache Story, unbefriedigender Abschluß
Hael, das BARBARBAR (SLS V)
ein Testbericht von Greifenklaue2003-04-29 12:01:22vom 29.04.2003Empfehlung: nein
Vorteile: endlich der Abschluß der Saga **hust**, nettes Cover, nettes Layout, eben ein Regalschmankerl...Nachteile/Kritik: immer noch keine Karte, flache Story, unbefriedigender Abschluß
J ohn Maddox Roberts lernte ich als Autor des AD&D-Dragonlance-Fantasy-Krimis Mord in Tarsis kennen, welches mir so erstklassig gefiel, dass ich schnell Ausschau nach weiteren Bänden dieses Autors Ausschau hielt. Neben rund 10 erfolgreichen Romanen zur historischen Krimiserie SPQR im alten Rom um den „Detektiv“ Decius Caecilius Metellus sowie rund 5 Beiträgen zum Conan-Zyklus, wurde ich bei der Sturmlandsaga fündig, nachdem mir 5 der 10 SPQR-Romane schon blendend gefallen haben.
Da die Hefte im Handel nur noch schwer zu bekommen ist, empfiehlt sich das Suchen bei eBay, etwa unter den Stichwörtern „Roberts“ oder „Sturmland“. Das hat zudem den Vorteil, dass man recht günstig davonkommen kann, dass Quintett für etwa 15 Euro maximal. Die Sammlerpreise bei Amazon hingegen sind ABSOLUT lachhaft!!!
Sturmlande, in die verwandelt sich die Küste und die Inseln zur Herbstzeit, gewaltige Stürme sausen über die Meere und machen sie bis in das Frühjahr hinein unschiffbar.
Es berichtet vom Zweikampf zweier Brüder, dem grausamen Eroberer Gasam und dem vom Volk verstossenen Hael, der in seiner neuen Heimat die Völker der Steppe vereint und ihr prophezeiter Führer geworden ist.
Trotzdem will ich nicht verschweigen, dass der Genuß der Rezis zu den Vorteilen von Vorteil sein kann.
Die Sturmlandsaga:
1. Der Insulaner
2. Schwarze Schilde
3. Brüder des Zorns
4. Die Stahlkönige
5. Fremde Schiffe
[Dieser Teil wurde ausnahmsweise copy- und pastet. Mögen mich dafür 1000 Dämonen piesacken und mich gar schröklichen weiteren Romanserien quälen.]
Beid e Könige wurden schwer verwundet in der Endschlacht von Die Stahlkönige. Während sich Hael in der Schlucht erholt, tut Gasam dies auf den Inseln. So wird Ansa, Haels ältester Sohn, wieder der Antagonist des Buches, wie schon in Band III, Brüder des Zorns.
So reitet er ins Königreich Neva, welches schon im letzten Feldzug treu an der Seite der Steppenkrieger stand, um sie davon zu überzeugen, auch einen Präventivschlag gegen Mizpa, jene mit den Porzellandonnerbüchsen, zu führen. Seine Reise zur See, *ohe*, ist recht abwechslungsreich und abenteuerlich. Piraten, Händler, nevanische Marine, der Leser fiebert auf seiner Reise mit, auch wenn nicht direkt etwas außergewöhnliches geschieht.
Auf den Inseln herrscht Königin Larissa mit harter Hand, während ihr Gatte, Gasam, dahinvegetiert. Sie will keinen Vorstoß auf den Kontinent wagen, aber schließlich spielt das Schicksal ihr in die Hände: Fremde Schiffe vor ihrer Hüste, Entdecker eines fremden Kontinentes, die Handelsbeziehungen suchen.
Shazad, Königin von Neva, hingegen bereitet einen Präventivschlag gegen die Inseln vor und muss wiedereins in ihrer Marine aufräumen, wie immer herrscht Dekadenz und Verrat vor (vgl. Band II). Sie nimmt den Schmuggler Ilas in ihre Dienste, damit er die Inseln ausspioniert. Doch such hier tauchen fremde Schiffe vor ihrer Küste auf – während die großen Schiffe im Sturm auf Kurs geblieben sind, wurden einige Versorgungsschiffe gen Küste getrieben und ihr in die Hände gespült.
Ilas fängt einige Sklaven auf grausame Methoden von der Küste weg, um sie den Insulanern zu verkaufen und fährt los. Nachdem er überrascht ist, dass auch Königin Larissa fremde Schiffe, aber um einiges riesiger, zu ihren
Verbündeten zählt, beschließt er spontan, die seiten zu wechseln und künftig ihr zu dienen.
Derweil erreicht Ansa Kasin, die Hauptstadt Nevas, und staunt nicht schlecht: über die Kriegspläne der Königin, sowie die fremden Schiffe. Doch ein weiteres schreckliches Phänomen breitet sich aus, die Fremden haben eine Seuche aus fernen Landen eingeschleppt.
Als Königin Larissa dies über ihre Spione erfährt, schickt sie die fremden Botschafter liebend gerne zu den Feinden... Und keine zwei Wochen später stürmen ihre Krieger erneut in das Königreich Neva!
Der Showdown um die Vorherrschaft hat nun endgültig begonnen!!!
E nttäuscht war ich schon etwas... Was zu Ende, bei so vielen losen Enden??
Was ist nun mit Mizpa und den dortigen Rebellen??? Wird Hael sie unterstützen oder sind sie längst überrannt?
Was ist mit seiner Tochter, den Frauen der Söhne, und vielen anderen offenen Randfiguren???
Warum werden erneut Ruinen und Schriften aus der Urzeit (der Erde) erwähnt, ohne dass sie eine Rolle spielen?
Warum wird gar ein neuer Kontinent eingeführt, obwohl die Handlung im alten gar nicht beendet wurde...
Zwar hat sich der Schreibstil mittlerweile wesentlich gebessert, insbesondere der Zugewinn der verschiedenen Perspektiven (etwa seit Band III) ist ein Gewinn. Auch ist der Weg, den John Maddox Roberts diesmal wählt, eher ein ungewöhnlicher. Kein erneuter Sehnsenkriegsschlagtaktikritt, sondern eine Seuche droht die Entscheidung herbeizuführen. Und zum Schluß wird es zum Duell der Charakterstärken zwischen gasam, Larissa, Ansa und Shazad, soviel sei verraten und ihm positiv angerechnet.
Ich bin aber doch enttäuscht von der Charakterentwicklung der Nebenfiguren, Ilas bleibt blaß, handelt aus meiner Sicht eher seltsam, vermutlich, weil es Roberts nicht schafft, ein schlüssiges Charakterkonzept darzulegen.
Ein Charakter wie Gildenmeister Malk, immerhin seit Band 1 dabei und immer wieder sporadisch auftauchend, enttäuscht einfach. Irgendwie hab ich die ganze Zeit erwartet, dass es nochmal ein Treffen zwischen ihm und Hael oder seinem Sohn gibt mit einigen Weisheiten. So ein absoluter Nebencharakter, der nicht in diesem (oder einem anderen) Buch hätte auftauchen müssen, Band 1 ausgeschlossen.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, hier fehlt doch einiges, gar ne ganze Menge! Andererseits bin ich froh, dass es keine Fortsetzung gibt (nein, auch nicht im amerikanischen), da mich die Saga nie richtig fesseln konnte!
Insof ern ist mein Schlußfazit zur gesamten Saga auch nicht unbedingt ein positives, insgesamt bleibt sie hinter meinen Erwartungen zurück, da ich sonst nur excellentes von J. M. Roberts kenne.
Die Saga zeichnet sich durch Mittelmäßigkeit und blaße Charaktere, dumpfe Kriegstaktiken und wenig Highlights (und keine Karten – gell, Mima ;-)) aus!
Legt Euch lieber einen SPQR-Roman zu – wenn es ein wenig römisch und ein wenig Krimi sein darf – oder auch das excellente, von mir vielgelobt und hochgepriesende Mord in Tarsis zu!!!
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Im 5. und letzten (hierzulande veröffentlichten) Roman der Sturmland-Saga, dem Schlussband, tauchen fremde Schiffe vor den Insel des Sturmlandes und vor dem Königreich Neva auf. Hier wie dort herrschen Königinnen, genau wie im Herkunftsland der Schiffe. Daher lautet der O-Titel auch "Queens of land and sea".
Handlung
Nachdem König Gasam in der letzten Schlacht (Band 4) schwer von seinem ewigen Widersacher Hael verwundet worden ist, leitet Larissa die Amtsgeschäfte auf den Sturminseln. Da tauchen eines Tages nach einem heftigen Sturm fremde Schiffe auf: drei Riesenkähne von unbekannter Bauart. Da sie sich in friedlicher Absicht nähern, lädt Larissa die Offiziere zu sich ein. Sie kommen von Königin Isel aus dem Reich Altiplan, also aus dem früheren Südamerika. Indem sie ihnen ihre stählernen Waffen zeigt, demonstiert Larissa ihre Macht und ihren Reichtum. So kann sie nun auf gleicher Ebene mit den Neuankömmlingen verhandeln.
Auch bei Königin Shazad von Neva taucht ein fremdes Schiff dieser Flotte auf, das es nach dem Sturm dorthin verschlagen hat. Shazad wittert einen Vorteil technischer und militärischer Art, wenn sie ihre Flotte gegen Königin Larissa ausschickt. Doch ihre Hoffnung, deren Flotte entscheidend zu schlagen, bevor die Truppen Mezpas an ihrer eigenen Grenze stehen, wird zunichte: Es stellt sich heraus, dass die Südländer eine tödliche Seuche ins Land eingeschleppt haben, die sich unaufhaltsam ausbreitet.
Um das Maß des Übels voll zu machen, erhält Shazad schließlich die Nachricht, dass Larissa und der genesene Gasam eine Invasion ihres Neva-Reiches begonnen haben. Allenfalls noch Haels Sohn Ansa kann ihr helfen...
Mein Eindruck
Reichlich oft wechselt in diesem Band das Kriegsglück. Mal wird der eine ent-führt, die andere ver-führt, der dritte verwundet oder von Krankheit befallen. Dieses Hin und Herr sorgt zwar für viel Abwechslung, kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass dies zum großen Teil fast eine Wiederholung des zweiten Bandes ist, als die Insulaner Neva das erstemal erobern wollten. Selbst Ansa, der Sohn Haels spielt quasi die damalige Rolle seines Vaters, um Neva zu retten. Das einzige Neue sind die Altiplaner aus dem Süden und die Seuche.
Währenddessen wartet man eigentlich stets darauf, Neues vom verwundeten König Hael zu hören. Der wird offenbar im Grand Canyon gesund gepflegt. Doch die Mezpaner stehen bald an den Grenzen Nevas und von Haels Reich. Dieser Handlungsverlauf war wohl für den sechsten Band geplant, der bei uns noch nicht erschienen ist.
Für Actionfreunde ist also genügend gesorgt, doch für Freunde großer Spannungsbögen ist in diesem Band recht wenig zu finden. Ich hoffe, der Zyklus wird fortgesetzt, ragt er doch über die Conan-Einheitskost ein wenig hinaus. Hervorzuheben ist die schöne Gestaltung des Umschlags.
Michael Matzer (c) 2001ff
Info: Queens of land and sea, 1994; Heyne 9/2000, Nr. 06/9074, München; 317 Seiten, DM 16,90, aus dem US-Englischen übertragen von Birgit Oberg; ISBN 3-453-17232-9
Pro: Action & Abenteuer, unterhaltsam, turbulenter Showdown, schönes Titelbild
Kontra: kaum über Genre-Niveau
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