Super Nintendo, Super Metroid Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Here comes the Cyborg-Lady
ein Testbericht von denjuandemarco2004-03-10 10:20:27vom 10.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Spielidee, Musik, Automapping, Action ohne Ende, TOP-Atmosphäre, riesiger Spielumfang ...Nachteile/Kritik: Leicht angestaubte Grafik, manchmal unnötig lange Wege
Ein weiteres Berichtchen über einen Uralt-Klassiker aus dem Jahre 1994 steht an, diesmal ist „Super Metroid“ für das Supernintendo an der Reihe. Besonders den Jüngeren unter uns ist möglicherweise „Metroid Prime“ für Nintendos Gamecube ein Begriff, diese SNES-Version erschien also fast ein Jahrzehnt früher. Echte Kenner der Videospielszene werden sich möglicherweise sogar noch an die Version aus der „Videospiel-Steinzeit“ erinnern, als NES-Spiel erblickte „Metroid“ 1986 das Licht der Welt. Nun erzähle ich Euch also über den 16-Bit-Verwandten jenes Science-Fiction-Adventures.
Geschichte
Diesm al ist die Hauptfigur weiblich, unsere Protagonistin hört auf den Namen Samus Aran und ist ihres Zeichens ein knallhartes Fräulein aus einer fernen Galaxie. Ein biogenetisches Individuum, das teuflische Mutterhirn ("Mother Brain"), hat einen heiligen Stein, nämlich den letzten existentiell wichtigen Meteoriden aus der Forschungsstation Ceres gestohlen und verschleppt ihn auf den Planeten Zebes. Eure Mission ist es, diesen wichtigen Stein wiederzubeschaffen und „ganz nebenbei“ das Böse zu zerstören. Das Problem liegt nämlich darin begründet, dass ein in falsche Hände geratener Metroid großes Unheil über das Universum bringen würde, schließlich würde sich der Stein in einem solchen Falle in ein ultimativ böses Riesenmonster verwandeln. In den Händen unserer Heldin liegt (wieder einmal) das Schicksal der Welt.
Spielverlauf
Ganz nackig tretet Ihr Eure sehr beschwerliche Reise natürlich nicht an. Schade eigentlich. Krrrch.
Wie sich das für einen zünftigen Science-Fiction-Shooter gehört, habt Ihr eine High-Tech-Ausrüstung parat. Zu Beginn seid Ihr ausgerüstet mit Laserkanonen und einem Roboteranzug, was im Grunde etwas wenig ist. Aber keine Sorge, natürlich ist das noch nicht das Ende vom Lied, weitere wertvolle Ausrüstungsgegenstände gilt es im weiteren Verlauf des Spiels zu entdecken. Unterschiedliche Arten an Bomben und Raketenwerfern erleichtern Euch beispielsweise später das Vorankommen. Zahlreiche mehr oder weniger mutierte Monsterspezies stellen sich Euch in den Weg. Diese müsst Ihr eiskalt aus dem Weg räumen, wollt Ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren, das da heißt in das Innere des Planeten vorzudringen.
Die Umgebung besteht überwiegend aus düsteren labyrinthartigen Leveln. Diese ausgiebig zu erforschen macht Sinn, denn zahlreiche sehr nützliche Gegenstände sind in den hintersten Ecken verborgen und warten förmlich nur darauf, von Euch entdeckt zu werden. So zum Beispiel bessere Roboteranzüge und spezielle Stiefel, mit denen Ihr schneller laufen und springen könnt. Diese werdet Ihr auch bitter benötigen, schließlich steigern einige Items nicht nur Eure Ausrüstung, sondern auch Eure Kampffähigkeiten. Wie in „Metroid Prime“ für den Gamecube macht Ihr auch hier schon die Bekanntschaft mit dem Morphing-Ball. Dabei verwandelt Ihr Euch in einen kleinen Ball und rollt nicht nur wild durch die Gegend, sondern erreicht zudem niedrige bzw. enge Stellen, welche für Euch vorher unerreichbar waren.
Von entscheidender Bedeutung sind die zahlreich vorhandenen Türen:
Blaue Türen lassen sich mit einem normalen Schuß öffnen, rote Türen hingegen nur durch Raketen. Grüne Türen verlangen nach einer Superrakete, gelbe Türen reagieren nur auf eine Smart-Bombe und braune Türen verschwinden schließlich von ganz alleine, wenn Ihr die entsprechende Mission erledigt habt.
In jedem Abschnitt eines Levels freut sich dann am Ende ein generell nicht zu unterschätzender Endgegner auf Euch. Diesen gilt es mit unterschiedlichen Angriffstechniken zu besiegen. „Super Metroid“ ist jedenfalls
gespickt mit einigen Überraschungen, häppchenweise werden Euch diese im Verlauf des Spiels zugetragen.
Grafik
Gleich zu Beginn des Spiels stimmen Euch ein bombastisches Intro und zudem orchestraler Sound auf das Sci-Fi-Abenteuer ein. In puncto Qualität kann die Spielgrafik mit dem Intro natürlich nicht mithalten, sie wirkt relativ schlicht, Samus ist gut animiert, die Hintergründe wirken oft etwas blass, doch insgesamt hat sie einen Platz im oberen Mittelfeld der SNES-Liga sicher.
Musik
Wie schon erwähnt ist die Musik ein echter Trumpf bei „Super Metroid“, sie zieht Euch schnell in ihren Bann und passt immer gut zum jeweiligen Spielgeschehen. Jedenfalls übertrifft die akustische Untermalung die grafische Darbietung deutlich und trägt enorm zur spannenden Spielatmosphäre bei.
Kamera, Steuerung, Menüführung
Unsere Heldin Samus lässt sich ganz ausgezeichnet steuern, die Tastenbelegung ist sinnvoll angeordnet, ähnlich intelligent ist die Menüführung durchdacht. Besonders hervorzuheben ist das Automapping, durch welches Ihr jederzeit erkennen könnt, in welchem Bereich Ihr zuvor schon gewesen seid. Dies ist eine sehr willkommene Hilfe, sind doch die einzelnen Level regelmäßig äußerst komplex, Ihr würdet ansonsten Gefahr laufen, Euch in den weiten Gängen der Labyrinthe hoffnungslos zu verirren. Probleme mit der Kameraführung gibt es ebenfalls nicht, ein kleiner Vorteil der (alter) 2D-Grafik, den Überblick verliert Ihr eigentlich nie.
Schwierigkeitsgrad
Im Gegensatz zu seinen Nachfolgern ist „Super Metroid“ nicht extrem schwer, ich möchte den Schwierigkeitsgrad hier als moderat bezeichnen. Ab und an erweist sich ein Endgegner als härtere Nuss, mit der richtigen Angriffstechnik sollte Euch aber nahezu kein Feind längerfristig vor ernsthafte Probleme stellen. Eher etwas nervig als schwierig ist die Tatsache, dass sich manche Türen in den Anfangsleveln erst durch später aufzufindende Gegenstände öffnen lassen, in solch einem Fall müsst Ihr leider den ganzen Weg wieder zurückwetzen und erneut die Gegnerhorden aus dem Weg räumen.
Urteil
Zweifellos war „Super Metroid“ damals ein Mega-Hit und auch heute braucht es sich vor der gewaltigen (und technisch weit überlegenen) Konkurrenz nicht zu verstecken und schon gar nicht zu schämen. Natürlich sieht die gute alte 2D-Grafik heutzutage etwas antiquiert aus, zweckmäßig ist sie aber allemal. Erst recht gilt dies für den Sound, welcher mir sehr gut gefiel und die Atmosphäre ordentlich anheizte. Als nicht reinrassiger Shooter-Fan kam mir der moderate Schwierigkeitsgrad entgegen, da bin ich wesentlich Härteres von Shoot’em-Ups gewohnt gewesen. Der Spielumfang ist dabei gigantisch groß. Action gibt es außerdem satt und zudem einige Überraschungen im Spielverlauf, welche ich jetzt an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde. Egal ob Science-Fiction-Fan oder nicht, dieses Actionadventure sollte allein aufgrund der innovativen Spielidee eigentlich jeder SNES-Besitzer in seiner Sammlung stehen haben.
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Produktbeschreibung Super Nintendo, Super Metroid
Allgemeine Informationen Super Nintendo, Super Metroid
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