Platz 15 in der Kategorie "Sonstige Konsolenspiele". Terranigma ist ein Abwechlungsreiches Rollenspiel für den Super Nintendo. Der Spieler muss die Entwicklung der Welt fördern, und kann sie vom Mittelalter bis ...mehr
Super Nintendo Terranigma Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Bedienung:
ausgezeichnet
Wird langweilig:
nie
Geeignet für Spieler ab:
Spielanleitung:
ausgezeichnet
Grafik:
Sound:
ausgezeichnet
Suchtfaktor:
extrem hoch
Schwierigkeitsgrad:
Fortgeschrittene
Haben Sie das Spiel gespielt?:
ja
Vorteile
alles
Sehr abwechslungsreiches Gameplay, zahlreiche Kampfmanöver, viele unterschiedliche Landschaften, sabere Grafik, sehr gelungener Sound, Rätseleinlagen, deutsche PAL-Version
wahrscheinlich beste Storyführung
super Soundtrack
immense Spieltiefe
Nachteile/Kritik
Leicht fehlende Bindung zur Story bzw. den Figuren, streng linearer Spielverlauf
anfangs etwas leicht
So steht die Erde wieder am Anfang....
ein Testbericht von Alukat2008-01-12 00:30:28vom 12.01.2008Empfehlung: ja
Vorteile: alles...Nachteile/Kritik: nix
Die Welt ist untergegangen. Während die Oberwelt verwüstet ist, geht das Leben in der Unterwelt seinen gewohnten lauf. Ark ein normaler Junge der viel unfug anstellt, findet in dem verbotenen Keller eine Kiste, mit der er den Aufbau der Oberwelt wieder eingeläutet. Als erstes muss Ark das Gleichgewicht in der Unterwelt wieder herstellen. Danach betritt Ark die Obeerwelt und befült sie wieder mit Leben und muss dies nun gegen die Gefahren die nun das Leben wieder bedrohen, Ragnara, verteidigen.
Die Hauptfiguren und Schauplätze
Die Reise beginnt in der Unterwelt, inder du jeweils fünf Türme und jeweils 2 Schreine besuchen, um die Kontinente wieder auferstehen zu lassen und um die Menschen in deinen Heimatdorf Krysta zu befreien. Nach kürzer Zeit gehts dann auch schon zur Oberwelt, auf die zerstörte Erde. Starten tut man in Südamerika, im Amazonas. Die weitere Reise geht nun über alle Kontinente, mit dem Ziel die Erde wieder auferstehen zu lassen. Um aber jeweils etwas wieder auferstehen zu lassen muss man immer eines der ziemlich unterschiedlichen Dungeons durchwandern. Welche aber alle Individuell gestalltet sind. So spielt ein Dungeon im Wald, das andere in den Bergen.
Die Hauptfigur des Spieles ist Ark. Er verbringt die meiste Zeit mit seiner Freundin Melina in Krysta.
Die Melina aus Krysta ist die Freundin von Ark und arbeitet in einer Weberei. Ihre strenge Mutter bewacht sie, damit Ark sie nicht zu Dummheiten anstiftet. Später folgt sie Ark in die Oberwelt.
Der Dorfältest ist der Dorfvorsteher von Krysta. Er lehrte Ark die wichtigen Dinge des Lebens und versucht ihn mit seiner Weisheit auf den richtigen Weg zu bringen. Allerdings verfolgt er insgeheim einen größeren Plan.
Fluffy lebte Jahrtausende in einer Truhe bis Ark deren Siegel brach. Seitdem begleitet Fluffy Ark auf seiner Reise. Nach und nach erhält Ark immer mehr Informationen über das mysteriöse Wesen. Am Ende des Spieles stellt sich heraus, dass Fluffy die Urform aller Lebewesen und der Letzte seiner Art ist. Yomi ist auch der Name der Unterwelt bzw. dem Land der Toten im Shintō.
Ma-Jo ist ein alter, weiser und weitgereister Mönch. Außerdem ist er der Großvater von Mei-Lin. Ark begegnet ihm in Lhasa. Ma-Jo besitzt die Gabe der Voraussagung.
Mei-Lin lernt Ark in der Geisterstadt Luran kennen, wo einst ihre Eltern lebten, bis sie starben. Mei-Lin ist die Enkelin von Ma-Jo. Sie besitzt die Fähigkeit, Illusionen zu erschaffen, und hilft Ark manchmal damit.
Fyda ist eine Schwertkämpferin, die beauftragt wurde, das Leben von Melina aus Storkholm zu beschützen. Ark lernt sie in der Stadt Loire kennen.
Roy ist ein mysteriöser Schwert-Kämpfer, der immer ruhig bleibt. Ark trifft ihn zum ersten mal im Schloss von Loire. Später begegnen sie sich an verschiedenen Orten. Roy war früher Söldner.
Melina aus Storkholm ist die Oberwelt-Doppelgängerin von Melina aus Krysta. Ark begegnet ihr zum ersten Mal im Thronsaal von Schloss Loire, wo sie stumm neben dem König sitzt. Seit dem Tod ihrer Eltern sprach sie kein Wort mehr, erst als Ark und Mei-Lin ihr ihre Eltern als Illusion zeigen, spricht sie wieder.
Perry ist ein Farbiger, den Ark in der Stadt
Liberita kennen lernt. Perry fährt für sein Leben gern Skateboard. Mit dieser Fähigkeit kann er Ark des Öfteren helfen. Perry arbeitet in einem Waisenhaus.
Beruga ist ein böser Wissenschaftler, der einst den Nobelpreis für Biotechnologie gewann. Seitdem widmet er sich den Forschungen der Unsterblichkeit, für die er jedoch auch bereit ist zu töten. Ark begegnet Beruga zum ersten mal in seinem Labor in der Nähe der Stadt Devota, wo Beruga als Gott verehrt wird. Beruga ist dem Mittel zur Unsterblichkeit sehr nahe, doch will er nur jene unsterblich machen, die wichtig sind. Anfangs scheint es so als ob Beruga Arks größter Feind wäre. Später findet Ark jedoch heraus, dass Beruga nur eine Marionette ist, die von einer viel größeren Macht gesteuert wird.
Das Gameplay
Nachdem man Fluffy gefunden hat hat man nun die Möglichkeit Rüstungzeug anzulegen, seinen Status abzurufen, sich Hilfe einzuholen, Dinge aus dem Gegenstandsmenü anzulegen und Zauber aus der Zauberkiste zu verwenden. Die Steuerung im allgemeinen ist recht einfach.Neben den normalen Angriff gibt es noch 4 Spezielle Angriffe, womit man die schwächen der Gegner ausnutzen kann.
Die Gegner der Sound
Jedes Areal hat seine eigene Gegner, welche von mal zu mal stärker werden. Die Endgegner in einigen arealen sind auch äußerst anspruchsvoll.
Die Musik passt zu jeder Situation und ist noch dazu äußerst abwechslungsreich.
...
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Die Welt geht unter
ein Testbericht von denjuandemarco2004-08-10 13:05:24vom 10.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr abwechslungsreiches Gameplay, zahlreiche Kampfmanöver, viele unterschiedliche Landschaften, sabere Grafik, sehr gelungener Sound, Rätseleinlagen, deutsche PAL-Version...Nachteile/Kritik: Leicht fehlende Bindung zur Story bzw. den Figuren, streng linearer Spielverlauf
Über ein wahrlich nicht uninteressantes Rollenspiel aus der Supernintendo-Zeit muss ich Euch unbedingt noch erzählen; wer von Euch diesem Genre etwas abgewinnen kann und dieses Spiel noch nicht kennt, dürfte in der Tat etwas verpasst haben. Demzufolge packe ich noch einmal tief in meine Videogames-Retro-Kiste, krame „Terranigma“ heraus und überschütte Euch diesbezüglich mit meinen schier unendlichen Weisheiten. Ähem. Erst in der Spätzeit des Supernintendos gelangte dieses Abenteuersiel Ende des Jahres 1995 auf den deutschen Markt, dafür allerdings als lupenreine deutsche PAL-Version, was natürlich sehr zu begrüßen ist. Vorhang auf.
Story
Die Schöpfungsgeschichte steht im Mittelpunkt von „Terranigma“. Auf unserem blauen Planeten haben sich im Laufe der Evolution zahlreiche Arten an Lebewesen entwickelt. Selbst Schergen unter Euch, die in der Schule nicht aufgepasst haben, dürfte nicht entgangen sein, dass sich allmählich aus den primitiven Urformen heraus unterschiedlichste Formen der Flora und Fauna entwickelt haben. Auch der Mensch bekam tatsächlich eine Chance und schien diese angesichts seiner (grundsätzlich) vorhandenen Intelligenz auch nutzen zu wollen. Durch das unentwegte Streben nach höheren Dingen schaffte es die Spezies Mensch dann tatsächlich, sich weiterentwickeln zu können. Und landete schließlich hier bei Yopi. Ha, kleiner Scherz.
Wo es jedoch kluge Leute gibt, existieren leider auch weniger schlaue Individuen (wie kam ich jetzt nur zu diesem Übergang?) und wo das Gute gegenwärtig ist, ist das Böse in der Regel auch nicht weit. Trotz der erfreulich voranschreitenden Evolution kam es wie es kommen musste, nämlich zum großen Knall zwischen Gut und Böse. Es entbrannte ein erbitterter Kampf, wobei – wie so oft – keiner das Schlachtfeld als Sieger verlassen konnte. Die Konsequenz war, dass die Kontinente der oberen Welt – der Lichtwelt - in den Tiefen der Ozeane verschwanden und die Landschaften der unteren Welt – der Schattenwelt - in einem mysteriöse Kristallnebel versiegelt wurden. Da hatten wir nun den Salat. Klar ist, dass in jenen Momenten wahre Helden geboren werden. Und demzufolge kommen nun wir ins Spiel.
Jegliches Leben schien im Kampf jener gewaltigen Mächte ausgelöscht worden zu sein. Aber, oh Wunder, ein kleines Dorf in einer großen Höhle weit unter der Erde namens Krysta scheint die Katastrophe schadlos überstanden zu haben. Hurra. Umgehend lernen wir unseren kleinen Protagonisten kennen, in dessen Rolle wir von jenem Moment an selbstverständlich schlüpfen. Seitdem unsere Eltern verschwunden sind, leben wir beim Dorfältesten, der aber seine liebe Mühe hat, uns energiegeladenes Kerlchen im Zaum halten zu können. Am Liebsten verbringen wir unsere Zeit mit Melina, welche nicht ganz unansehnlich auszusehen scheint und in der Weberei des Dorfes arbeitet. Letzteres ist für uns natürlich weniger wichtig, viel bedeutender ist hingegen die Tatsache, dass wir stets dem bösen Drachen .... äh, wollte sagen der Mutter des Mädchens aus dem Weg gehen, da diese sehr streng über ihr Töchterchen wacht. Nichtsdestotrotz stellt die strenge Mama aufgrund unserer unübertrefflichen Raffinesse kein ernsthaftes Hindernis dar. Pfeif. Dass wir nicht auf den Kopf gefallen sind, verdanken wir jedenfalls primär dem Dorfältesten, der des öfteren unseren Horizont mit sehr weisen Ratschlägen erweitert.
Jedenfalls obliegt es uns, die Geschicke der
Welt wieder in die richtige Bahn lenken zu dürfen. Ohne dass wir uns dessen bewusst sind, öffnen wir eines Tages im Keller des Hauses eine ursprünglich magisch versiegelte Tür und finden im Keller eine seltsame Truhe, in welcher sich ein noch seltsameres Wesen befindet. Er hört auf den Namen Fluffy und weiht Euch in die bevorstehende Aufgabe ein. Unsere Neugier bzw. unser im Grunde vorbildlicher Pioniergeist verursacht leider Gottes jedoch das vollständige Einfrieren sämtlicher Dorfbewohner, mit Ausnahme des Dorfältesten. Hoppla. Um das Böse, welches sich wieder zu berappeln scheint, endgültig verbannen und die Bewohner „enteisen“ zu können, machen wir uns schnurstracks auf zu den fünf Türmen des Bösen, welche in der Unterwelt weit verstreut sind.
Im Erfolgsfalle macht Ihr nicht nur alle Einwohner des Dörfchens wieder „glücklich, sondern erschafft zahlreiche Kontinente. Doch damit nicht genug, als nächste Station wartet schon die Oberwelt auf Euch, in der nicht nur massig Gegner und viele Rätsel auf Euch warten, sondern auch die Möglichkeit besteht – und das ist schließlich Euer Ziel – die dort ursprünglich ansässigen Menschen nebst Pflanzen- und Tierwelt wiederzubeleben. Schließlich ist es Euch im weiteren Verlauf des Spiels möglich, eine eigene Stadt zu gründen und Schritt für Schritt aufzubauen, doch mehr wird jetzt an dieser Stelle nicht verraten. Zunächst habt Ihr die Türme des Bösen im Visier, wobei sich die einzelnen Türme erst nach erfolgreich absolvierter Mission in einem vorherigen Turm öffnen. Natürlich ist nach dem Erforschen jener Türme noch lange nicht Schluss, denn dann warten viele mysteriöse Schreine auf Euch. Also nix wie los. Auf geht’s.
Spielverlauf
Interessant ist bei „Terranigma“, dass sich der Spielverlauf als angenehm abwechslungsreich erweist. So ist es nicht damit getan, im Action-Adventure-Stil einfach auf alles draufzukloppen, was Euren Weg kreuzt, sondern es sind auch mehrere Geschicklichkeitspassagen zu überwinden und teils knifflige Rätsel zu lösen. Es gibt somit sowohl actionreiche Sequenzen als auch besinnliche Momente, in denen Ihr Eure (noch verbliebenen) grauen Zellen anstrengen dürft. Selbstverständlich spielen das Aufleveln Eures Charakters und Eure Waffen und Rüstungen eine übergeordnete Rolle, in rollenspieltypischer Manier habt Ihr primär das Erlernen und Ansteigen Eurer Fähigkeiten im Auge.
Immer wieder besticht „Terranigma“ durch die unterschiedlichen Aktionen, welche Ihr mit Eurem Helden ausführen könnt.
So stocht Ihr wie von einer Tarantel gestochen los und wetzt durch die Walachei, dass Euch fast schon selber schwindlig werden dürfte. In bester Jump’n Run-Manier klettert und springt Ihr umher, wobei Ihr auf Kommando bei Sprüngen aus beeindruckender Höhe eine solch butterweiche Landung hinlegt, dass jeder Geräteturner vor Neid erblassen würde. Oder fast zumindest. Im Vordergrund Eurer Aktionen steht natürlich der Umgang mit Euren Waffen, wobei Ihr bemerkenswert viele unterschiedliche Manöver ausführen könnt, so dass sogar auch Beat’em Up-Freaks zumindest phasenweise auf ihre Kosten kommen dürften. Durch das Betätigen bestimmter Tastenkombinationen lasst Ihr es ordentlich krachen, schon nach wenigen Trainingseinheiten sollten begabte Videospieler imposante Attacken wie den „Blitzstich“, „Funkenpflug“, die „Wirbelklinge“ oder den „Amoklauf“ durchführen können. Letztere Attacke war für mich wie maßgeschneidert, so empfand ich es zumindest. Flöt.
Doch auch Freunde der feinsinnigeren Künste sollten diesem Action-Adventure-Rollenspiel nicht abgeneigt sein, denn auch m Umgang mit der Magie stehen Euch zahlreiche Möglichkeiten offen. Sowohl mit unterschiedlichen Magieringen als auch Zaubermedaillen lassen sich teils mächtige magische Attacken beziehungsweise Schutzzauber bewirken, die nicht nur beeindruckend aussehen, sondern sich in der Regel auch als äußerst effektiv erweisen. Immer wieder lockern dann die zahlreich vorhandenen Rätsel den Spielverlauf auf, diese stellen des öfteren nicht nur eine willkommene Abwechslung sondern auch eine angenehme Verschnaufpause dar. Oft verschiebt Ihr Kisten oder Statuen und betätigt versteckte Schalter, beseitigt Felsensperren und lokalisiert versteckte Eingänge.
Die Gebiete an sich könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Habt Ihr Euch durch die vielen Stockwerke in den jeweiligen Türmen gekämpft, durchforstet Ihr auf den (hoffentlich) neu entstandenen Kontinenten auf der Oberwelt zum Beispiel die Steppen Südamerikas, wobei Ihr praktischerweise die Fähigkeit des Schwimmens erlernen dürft. Weiter geht’s dann für Euch ins Gebirge, wobei vergangene Erdbeben Euren Weg im wahrsten Sinne des Wortes haben steinig werden lassen. Des weiteren stattet Ihr dem Kontinent Afrika einen Besuch ab, dem Ihr allerdings angesichts der weiten Einöde erst einmal ordentlich Leben einhauchen müsst. Im Tal des Schreckens macht Ihr Euch auf die Suche nach dem verschollenen Sohn des Löwenkönigs und setzt nach erfolgreich absolvierter Mission Eure weite Reise in luftiger Höhe im Gebirge Arabiens fort. Dort macht Ihr in eisiger Kälte unerfreuliche Bekanntschaft mit Lawinen, setzt aber dort Euren Weg auf der Suche nach dem Eisblumenblatt – mit welchem Ihr dem Yeti netterweise helft – unbeirrt fort. Eure Reise ist hier aber noch lange nicht beendet, denn Ihr besucht im weiteren Verlauf des Abenteuers unter anderem die tibetanische Hauptstadt Lhasa, die Wüstenstadt Luran, die Schlösser Loire und Torronia, die düstere Gegend rund um Norfesta, Burg Drachenfels und Berugas Turm in der eisigen Schneelandschaft Sibiriens, woraufhin Euch schließlich das Grande Finale erwartet. Langeweile dürfte da bei niemandem von Euch aufkommen, schätze ich.
Einzig und allein die Tatsache, dass Ihr vergleichsweise wenig Spielraum habt und der Spielverlauf streng linear vorgezeichnet ist, trübt den ansonsten vorzüglichen Eindruck etwas. Hingegen sehr positiv überrascht war ich von den ab und an eingespielten Zwischensequenzen, welche den ohnehin schon abwechslungsreichen Spielverlauf noch mehr auflockern.
Grafik & Sound
„Terranigma“ merkt man deutlich an, dass es aus der Spätzeit der Supernintendo-Ära stammt. Denn sowohl die optische als auch akustische Präsentation ist zweifelsohne als sehr gelungen zu bezeichnen. Fast schon typisch für Action-Adventure bzw. Rollenspiele aus jener Nintendo-Zeit kommt die Grafik in sehr bunten, knalligen Farben daher. Letzteres gilt insbesondere für die Städte. Die Figuren sind allerdings für meinen Geschmack (immer noch) etwas zu klein geraten, aber immerhin ansehnlich gezeichnet, zudem verfügen sie über flüssige Animationen. Positiv ist des weiteren hervorzuheben, dass die zahlreich auftauchenden Gegner sich deutlich voneinander unterscheiden, Ihr habt demzufolge nicht nach wenigen Stunden das Gefühl, dass Euch die Feinde alle irgendwie schon bekannt vorkommen. Auch in puncto Detailreichtum und Qualität der Animationen hinsichtlich der Gegnerscharen braucht sich „Terranigma“ nicht vor den anderen Vertretern dieses Genres zu ver-stecken. Primär in Erinnerung geblieben sind mir dabei aber vor allem die zahlreichen, sehr gelungen umgesetzten Manöver unseres kleinen Protagonisten.
Auch der Sound braucht sich wahrlich nicht zu verstecken, denn sowohl Begleitmelodien wie auch Soundeffekte wissen das ganze Spiel über zu gefallen. Nicht nur, dass die Klänge sowohl im Kampf bei den physischen und magischen Manövern klar und deutlich zu hören sind, sondern auch die Hintergrundmelodien sind hervorragend gewählt. Von melancholischen, traurigen Klängen bis hin zu heiteren und fröhlichen Musikstücken ist alles vorhanden. So unterschiedlich wie die Gebiete sind, welche Ihr auf Eurer langen Reise erkundet, so variabel gestaltet sich auch die Auswahl der Musikstücke. Diese passen jeweils gut zur jeweiligen Spielumgebung; egal ob in düsteren Höhlen, unheimlichen Dörfern oder staubigen Wüstenstädten, ganz gleich ob in Südamerika, Afrika oder Asien, das Begleitgedudel ist gut gewählt, es passt stets zur Spielsituation. Kurzum, der vorhandene Soundtrack zu „Terranigma“ wird zu keiner Zeit langweilig.
Spieldauer, Schwierigkeitsgrad, Steuerung
Was den Spielumfang angeht, gibt es nullkommanix zu meckern, denn der Umfang dieses Abenteuers ist glasklar ein ganz dickes Plus dieses Videospiels. Ich verbrachte seinerzeit knapp 60 Stunden mit diesem Game und langweilte mich zudem so gut wie nie. Und das will schon etwas heißen. Sehr erleichtert war ich über die Tatsache, dass es sich hier bei „Terranigma“ nicht um ein kinderleichtes Abenteuerspiel handelt, na ein Segen. Es beinhaltet einen angehobenen Schwierigkeitsgrad, weist aber glücklicherweise so gut wie nie unfaire Stellen auf, lässt sich auch nicht mal so nebenbei im Schlaf bewältigen. Sehr gut. Auch die vorhandenen Rätsel sind nicht kinderleicht zu bewältigen, wenn gleich Ihr den Bogen eigentlich nach wenigen Stunden raushaben solltet. Hammerharte Kopfnüsse gibt es allerdings nicht. Nichtsdestotrotz lockern sie das Spielgeschehen auf angenehme Art und Weise auf und das war schließlich primär der Sinn des Ganzen, schätze ich.
Bemerkenswert ist, dass die Anforderungen nach und nach fast schon unmerklich ansteigen, so dass der Einstieg relativ schnell gelingt, aber sowohl aufkommende Langeweile als auch mächtige Frustmomente die Ausnahme bleiben sollten. So soll’s sein. Die Steuerung unseres Helden ist blitzsauber. Dies ist umso höher einzuschätzen, da sich Euch eine gewaltige Menge an möglichen Aktionen erschließt, eine Fülle an unterschiedlichen Tastenkombinationen Euch erwartet. Trotz der vorhandenen Komplexität solltet Ihr schon nach sehr kurzer Zeit erste zarte Erfolge im Ausführen beachtlicher Kombos erzielen können. Übersichtsprobleme werdet Ihr ebenfalls nicht haben, dafür sorgen die Übersichtskarte und eine isometrische 2D-Perspektive, welche nach heutigen Maßstäben (natürlich) etwas veraltet, aber immerhin doch sehr zweckmäßig ist. Den positiven Eindruck runden ein sehr übersichtliches und intelligent aufgebautes Optionsmenü ab. Bravo.
Urteil
Wer Besitzer eines alten (verstaubten) Supernintendos ist, muss dieses Action-Adventure-Rollenspiel einfach haben, da gibt es aus meiner Sicht keinen Zweifel. Aufgrund der zahlreich vorhandenen unterschiedlichen Spielelemente dürfte sich eine größere Zielgruppe – als sonst bei Rollenspielen üblich – angesprochen fühlen. Beeindruckend sind dabei nicht nur die qualitativ hochwertig in Szene gesetzte Grafik nebst sehr gelungenem Sound, sondern insbesondere der hochinteressante und abwechslungsreiche Spielverlauf.
Mag die Story auch damals schon x-mal da gewesen bzw. umgesetzt worden sein, so entwickelt sie doch schon nach sehr kurzer Zeit einen ganz eigenen Charme. Bemerkenswert sind die zahlreichen Örtlichkeiten, welche Ihr auf Eurer weiten Reise aufsuchen werdet und nicht zuletzt der beachtlich große Spielumfang. Ein weiteres dickes Plus ist die sehr variable Steuerung, insbesondere die zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten unterschiedlichster Manöver im Kampf. Trotz der Fülle an vorhandenen Optionen beeindruckt die Steuerung durch ihre Einfachheit bezüglich der Ausführung.
Was ein bisschen fehlt, ist allerdings die Bindung zur Story, die Identifikation mit der Handlung und den darin vorkommenden Personen und Schicksalen. Aber das ist natürlich nur meine subjektive Sicht der Dinge, gut möglich, dass dies zuweilen auch völlig anders gesehen wird. Von einer mitreißenden Storyline will ich demzufolge nicht reden, schön verpackt und nett präsentiert wird diese aber trotzdem.
Somit siedelt sich „Terranigma“ meiner bescheidenen Ansicht nach weit oben im vorderen Mittelfeld der Supernintendospiele an. Was das Genre der Action-Adventure und Rollenspiele angeht, kann es zwar nicht ganz mit „Secret of Mana“, „Chrono Trigger“, „Legend of Zelda – a Link to the past“ und „Final Fantasy II“ und insbesondere „Final Fantasy III“ mithalten, doch darf es meines Erachtens ruhig in einem Atemzug mit „Lufia“, „Secret of Evermore“ und „Illusion of Gaia“ genannt werden. So oder so stellt dieses Videospiel für jeden SNES-Besitzer einen Pflichtkauf dar, da lege ich mich eisenhart fest.
ein Testbericht von lordmiggel2004-07-17 12:30:47vom 17.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: wahrscheinlich beste Storyführung
super Soundtrack
immense Spieltiefe...Nachteile/Kritik: anfangs etwas leicht
Wie ist die Welt entstanden, woraus besteht sie und warum existieren wir eigentlich. Wie wichtig sind Pflanzen und Tiere für uns und warum existiert Politik? Terranigma scheint im Verlauf des Spieles Antworten auf alle Fragen zu geben und allein diese Tatsache reicht schon, um darzulegen, was den Hauptteil der Bewertung dieses Spieles ausmacht: die wahnsinnig gute Story!
Das Dorf Krysta gehört zur Unterwelt in der die Kraft schlummert, die die Oberwelt - die Erde als die wir sie kennen - zusammenhält. Das Geheimnis der Oberwelt ist hinter einer blauen Türe versiegelt,
und das Schicksal des Spielers - natürlich - ist es, gerade dieses Siegel zu brechen...
Durch das Brechen des Siegels werden alle nahezu alle Personen der Unterwelt in einen Käfig aus Eis gehüllt. An Ark - dem Hauptakteur des Spieles - liegt es nun, zum ersten mal in seinem Leben aus Krysta heraus zu den magischen Türmen zu reisen um seine Freunde und seine einzigen Bekannten wieder aus dem ewigen Eis zu befreien.
Nach und nach wird klar, dass die Personen der Unterwelt nicht nur einfache Personen sind, sondern auch große Bedeutung für die Geschehnisse der Oberwelt haben. Ark wird langsam klar, dass er die Oberwelt - unsere Erde - praktisch aus dem Gleichgewicht gerissen hat und alles neu schaffen muss.
Nachdem er mit seiner Reise durch die Türme die Kontinente der Erde selbst wieder aus der Versenkung der Meere holen konnte, muss er nun durch ein magisches Tor zur Oberwelt selbst reisen um das Leben auf der Erde wieder neu zu schaffen.
Spätestens hier beginnt der Hauptkern des Spieles. Philosophisch ist es allemal, was es auch so faszinierend macht. Nachdem Ark die Pflanzen wieder auf die karge Erde geholt hat, macht er sich auf den weg, die Tiere aus ihrer "Gefangenschaft" zu befreien. Natürlich kann er sich sowohl mit Pflanze als auch mit Tier verständigen, was dem Ganzen eine Faszination ohnesgleichen verleiht.
Als Ark dann jedoch die Menschen wieder auf die Erde holt, bemerkt der Spieler, was er eigentlich getan hat. Ark verliert die Fähigkeit mit Pflanzen oder Tieren zu kommunizieren, allein der Menschen wegen. So nimmt die Geschichte ihren Lauf...
Vielleicht hört sich das Ganze etwas karg an, doch wer das Spiel gespielt hat, weiß, was dazugehört die einzelnen Lebensformen wiederzuerwecken und mit welcher Spieltiefe dies alles vonstatten geht. Es ist nicht nur ein simples Spielen, sondern auch ein Mitdenken und Mitfühlen, was das Spiel ausmacht.
Der großartige Soundtrack untermalt einzelne Stimmungen konkret und perfekt, weckt Assoziationen zum Bild sehr gelungen und schafft zusätzliche Tiefe.
Grafisch ist das Spiel ebenfalls für ein SNES Spiel sehr fortschrittlich. Es kann zwar mit einem Seiken Densetsu 3 nicht mithalten, gehört jedoch zur gehobenen Klasse und ist somit auch sehr gut.
Als Fazit lässt sich ziehen, dass Terranigma Storytechnisch wahrscheinlich neben Chrono Trigger das beste Rollenspiel ist und bleiben wird. Es ist eines der wenigen Spiele von dem man sich nur wünschen kann, dass irgendwann ein Remake auf einer moderneren Konsole geschaffen wird.
...
ein Testbericht von Raziel122003-04-24 16:46:16vom 24.04.2003Empfehlung: ja
So, hier bin ich jetzt um euch ein wenig in das Spiel Terranigma einzuweihen. Terranigma, das ist ein Rollenspiel der feinsten Art und das beste Spiel das ich jemals auf dem Super Nintendo gespielt habe.
Story
Der Junge Ark wohnt in der Unterwelt in dem Dorf namens Krysta. Als Ark im Haus des alten weisen die verbotene Blaue Tür aufbricht, findet er in einem Tiefen Keller die Kreatur Fluffy. Doch dadurch werden alle Bewohner des Dorfes abgesehen vom Alten Weisen und den Händlern eingefroren. Nun muss Ark nacheinander die 5 Türme
durchqueren, um die Kontinente auf der Oberwelt und die Seelen seiner Freunde zurück zu holen. Im fünften Turm wartet der erste Endgegner auf Ark. Wenn er ihn besiegt hat, is alles wieder im Lot, könnte man meinen. Dem ist aber nicht so. Ark wird vom Alten Weisen auf die Oberwelt geschickt um dort dafür zu Sorgen das sie wieder erblüht. So muss mann nacheinander Pflanzen, Vögel, Tiere und Menschen aus den Fängen des Bösen retten. Dannach sorgt man für die Entwicklung der Städte und der Technik. Man begegnet unter anderem den Freunden Mei Lin, Perry, Fyda, Roy und Melina, die Prinzessin von Lourie, die eine dunkle Vergangenheit hinter sich hat und ausserdem genauso heisst wie Arks feste Freundin in der Unterwelt. Mit ihnen bekämpft man auch den Bösen Wissenschaftler Beruga. Dann wird man zurück in die Unterwelt geholt um den letzten Endgegner zu bezwingen, und ziemlich viel über die Unterwelt und die Bewohner davon zu erfahren. Insgesamt sind in der perfekten Story ein Drama, eine Romanze, Action und Spaß vereinigt.
Grafik
Die Grafik ist wirklich gut und die vielen verschieden Charaktere sind gut ausgearbeitet und an die Umgebung angepasst.
Gameplay
Die Steuerung ist ganz leicht zu erlernen, und es macht einfach spaß in dieser Welt, die der unseren nachempfunden ist, herumzulaufen und die Welt zum aufblühen zu bringen.
...
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Produktbeschreibung Super Nintendo Terranigma
Technische Daten und ProdukteigenschaftenTerranigma ist ein Abwechlungsreiches Rollenspiel für den Super Nintendo. Der Spieler muss die Entwicklung der Welt fördern, und kann sie vom Mittelalter bis in die Gegenwart in ihren Entwicklungsstatus beobachten.
Allgemeine Informationen Super Nintendo Terranigma
gelistet seit: 25.09.2003Bewertung durch unsere Mitglieder