THQ MX Superfly
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 Xbox Spiel
Platz 438 in der Kategorie "Xbox Spiele". Xbox Spiel D ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

THQ MX Superfly Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Super-mittelmäßig

ein Testbericht von 2006-09-13 09:10:30 vom 13.09.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Guter Karrieremodus motiviert, zahlreiche und abwechslungsreiche Strecken, gute Kamera, teils witzige Minispiele, ansehnliche Hintergründe...
Nachteile/Kritik: Langfristig nicht motivierend, zumal im Mehrspielermodus die CPU-Fahrer fehlen, unnötig komplizierte und leicht schwammige Steuerung sorgt für Ärger, steife Animationen der Fahrer, müder Sound, sterile Spielatmosphäre
Grundsätzlich mag ich Videospiele, die sich mit Funsportarten beschäftigen. Zu dieser Art in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommenen Spielen zählen auch die Motocross-Rennspiele, ähnlich wie die Snowboard- oder Skaterspiele erfreuen sie sich einer immer größeren Beliebtheit. Ehrlich gesagt hat mich aber noch kein einziges solcher Videospiele derart überzeugen können, dass ich von einem richtigen Hit sprechen konnte. Ganz im Gegenteil, der Hype, der zum Beispiel um „Tony Hawk“ und seine unzähligen Versionen gemacht wurde, war für mich nicht ganz nachvollziehbar, hier wurde meiner Ansicht nach in Serie die „MTV-Generation“ abgezockt, auch wenn diese irgendwie selber Schuld war. So famos fand ich die Optik oft nicht, wie sie dargestellt wurde und so wahnsinnig langzeitmotivierend auch nicht, als dass man mehr als wenige Tage (wenn überhaupt) mit den oft völlig überzogenen Titeln Spaß haben konnte. Ähnlich sah es in der Vergangenheit generell bei Motocross-Spielen, dass jetzt Ricky Carmichael als großer Name der Motocross-Szene für „MX Superfly“ herhalten musste, ließ mich zudem nichts Gutes ahnen, denn: Berühmtheiten der jeweiligen Originalsportart sind oft nur Fassade, Geld für ein weit überdurchschnittliches Spiel ist dann zumeist nicht hat mehr im Budget. Blödsinnig, wenn Ihr mich fragt, aber bitte. Dass „MX Superfly“ für die X-Box (es existieren auch Versionen für den GC und die PS 2) sich dann auch tatsächlich nicht besonders vom Mittelmaß abheben kann, überraschte mich demnach weniger. Allein schon der Name dieses X-Box-Spiels lässt ahnen, dass mehr mit dem Bike durch die Gegend geflogen wird als gefahren. Ich befürchtete ein extrem unrealistisches Sprungspektakel und so ganz Unrecht hatte ich letztlich damit auch nicht. Fans ernsthafter Simulationen sollten daher einen weiten Bogen um dieses Spiel machen, überhaupt dürfte die Zielgruppe hier sowohl eindeutig als auch klein sein.

Wie oft so üblich gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Motocrossrennen, einerseits seid Ihr im Stadion unterwegs und andererseits rasen wir wie von der Tarantel gestochen durch die freie Natur. Insgesamt existieren knapp über zwanzig Stadion- bzw. Geländestrecken, wobei unser Ziel stets völlig klar ist, nämlich als Erste/r ins Ziel zu kommen. Dies geschieht in erster Linie im Kampf mit den CPU-Fahrern, denn zumindest der Karrieremodus (welcher den Schwerpunkt dieses Spiels darstellen dürfte) kann leider nur alleine bestritten werden. Im Splitscreen-Modus zu zweit fahren leider keine Computerfahrer mit, was auf Dauer nicht für besonders viel Spannung sorgt, langfristig motivierend ist dies sicher nicht. Die bereits erwähnten Rennen werden durch einige Freestyle-Wettbewerbe ergänzt, bei denen Ihr nahezu unentwegt (wann immer sich von die Möglichkeit bietet), waghalsige Sprünge und sonstige Kunststücke in der Luft vollbringen sollt, um möglichst viel Punkte zu erhalten. Je nachdem wie lange Ihr die jeweilige Taste gedrückt haltet, führt Euer Fahrer unterschiedliche Aktionen aus, eine nicht gerade geringe Eingewöhnungsphase dürfte daher erforderlich sein, ein fleißiges Üben somit unausweichlich, wollt Ihr langfristige Erfolge erzielen. Unnötig erschwert wird das Ganze durch die viel zu komplizierte Steuerung, die schnell etwas völlig Anderes als ursprünglich von Euch geplant ausführt, solltet Ihr auch nur einen Bruchteil einer Sekunde zu lange oder zu kurz auf die entsprechende Taste gedrückt haben. Dies nervt auf Dauer sehr. In der Hektik des Geschehens gelingen Euch dann einige Manöver eher durch Glück bzw. rein zufällig, als dass Ihr auf diese stolz sein könntet, umgekehrt misslingt Euch vieles, ohne dass Ihr das Gefühl habt, wirklich etwas falsch gemacht zu haben. Dies ist einfach schlecht im Hinblick auf eine konstante Spielfreude, die daher nur ziemlich selten der Fall sein dürfte. Dass die insgesamt elf Minispiele (bugsiert unter anderem einen Fußball ins Tor, fahrt Slalom oder braust über einen Golfplatz) die es größtenteils frei zu spielen gilt, für Abwechslung sorgen, ist da nur ein schwacher Trost, auch die Editorfunktion, mit der Ihr Euch Eure persönlichen Stunt-Arenen zusammenbasteln könnt, schaffen es nicht, die Schwachpunkte zu überdecken.

Die Einzelrennen und Splitscreenduelle zu zweit motivieren sicher nur für wenige Tage, im Optimalfall für ein paar Wochen, der Karrieremodus hält den Fan ein paar Tage bei der Stange, ein nochmaliges Durchspielen ist hingegen fraglich. Die Langzeitmotivation ist somit auch nicht unbedingt die Stärke dieses X-Box-Titels. Positives gibt es aber auch zu berichten, so dass dieses Spiel insgesamt nicht so schlecht wegkommt, wie es sich bislang wahrscheinlich vermuten lässt: die Kurse sind nicht nur zahlreich sondern sorgen in der Tat für angenehme Abwechslung, sowohl vom Streckenverlauf her als auch im Hinblick auf die nähere Umgebung. Ein Lob gilt auch der Kameraführung, die meistens wirklich auf der Höhe ist. Gerät einer der gegnerischen Fahrer zwischen Euch und der Kamera, wird dieser urplötzlich transparent, so dass Ihr stets den Überblick behalten solltet, auch bei hohem Tempo und hohem Gegneraufkommen. Haben wir im Karrieremodus ausreichend gute Platzierungen und am Besten zahlreiche Siege erreicht, ist unsere Geldbörse durch die gewonnenen Preisgelder prall gefüllt, des Weiteren winkt der Aufstieg in die nächsthöhere Liga. Zumindest in diesem Punkt wird für ausreichend Motivation gesorgt, was jedoch leider einen Ausnahmefall darstellt. Wer den doch ziemlich unrealistisch in Szene gesetzten Tricks etwas abgewinnen kann, wird voraussichtlich mehr Spaß haben als ich es hatte, ich fand das Ganze dann doch zu übertrieben und vor allem (wie schon erwähnt) durch die leicht missglückte (schwammige) Steuerung mit der Zeit richtig nervig.

Mit Blick auf das Design von „MX Superfly“ ist bei weitem nicht alles „super“: die Optik bleibt zwar konstant flüssig, nur äußerst selten gibt es Einbrüche der Bildrate oder gar böse Ruckler und auch die Spielumgebung bzw. Randbebauung sieht ganz nett aus (speziell die ein oder andere Geländestrecke im Freien), doch Fahrer und Fahrzeuge sehen nicht derart detailliert gezeichnet aus, wie ich es eigentlich von einem X-Box-Titel Ende des Jahres 2002 erwarte. Als noch störender empfand ich die Tatsache, dass die Animationen viel zu steif aussehen, sie passen nicht so recht ins Bild im Vergleich zu den oft interessant gestalteten Hintergründen. Immerhin wird der 60-Hertz-Modus unterstützt und die schwarzen Balken der europäischen Pal-Version fallen so gut wie gar nicht auf. Erfreulich ist jedenfalls, dass uns dicke Grafikfehler total erspart bleiben, etwas steril wirkt die Szenerie aber leider schon. Kann ich die Grafik noch als leicht überdurchschnittlich bezeichnen, so trifft dies auf die Musikuntermalung bzw. die Soundeffekte nicht zu. Den Soundtrack noch als durchschnittlich zu bezeichnen, fällt mir schon etwas schwer: die Hintergrundmusik kann man wirklich nur als belangloses Gedudel bezeichnen, was bei so einer Art von Videospiel aber noch als zweitrangig angesehen werden kann. Wesentlich wichtiger sind die Außengeräusche, doch leider wird uns auch in diesem Punkt nichts wirklich Berauschendes geboten: sehr spärliche und abwechslungsarme Soundeffekte, welche nicht für eine sonderlich dichte Spielatmosphäre sorgen können, so und nicht anders sieht es hier aus.

Alles in allem ist „MX Superfly“ für die Microsoft X-Box zwar ganz sicher kein schlechtes Spiel, doch selbst Anhänger der Motocross-Szene werden sicherlich zugeben müssen, dass dieses Spiel von der Bezeichnung als „Hit“ oder „Pflichtkauf“ meilenweit entfernt ist. Lobenswert ist der Karrieremodus und die (zumindest kurzfristig) ganz netten Minispiele, die Editorfunktion (wer so etwas mag), die optisch nette Gestaltung, die Anzahl und der Abwechslungsreichtum der Rennstrecken, nicht zu vergessen die gelungene Kameraführung, welche angenehm selten für unübersichtliches Chaos verantwortlich ist. Schlecht ist auf jeden Fall, dass die Steuerung zumindest bei den Sprüngen und sonstigen Tricks viel zu kompliziert und schwammig daherkommt, der Sound nicht besonders punkten kann, die Animationen steif und die Fahrer somit sehr unbeweglich erscheinen. Schließlich bricht die Langzeitmotivation nicht gerade sämtliche Rekorde, nach wenigen Wochen dürfte (spätestens) für Solospieler/innen als auch im Hinblick auf die Splitscreen-Auseinandersetzungen zu zweit Schluss sein. Kurzum, ein nicht sonderlich spektakuläres aber trotzdem noch halbwegs brauchbares Motocross-Rennspiel für die X-Box, genau darum handelt es sich bei „MX Superfly featuring Ricky Carmichael“. Hinter einem großen Namen als Pate (bzw. als Lockvogel) steckt wieder einmal relativ wenig dahinter, schade.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Binki
Binki, 18.09.2006
Liebe Grüße Binki
maus1991
maus1991, 15.09.2006
sh und lg yvonne
krullinchen
krullinchen, 13.09.2006
Nee, das wäre wohl nix für mich! Trotzdem sehr schöner Bericht!!! 9835 9834 9829 LG Bine
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Produktbeschreibung THQ MX Superfly

Technische Daten und Produkteigenschaften
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Allgemeine Informationen THQ MX Superfly
EAN: 4005209042734
HAN: 101016121
gelistet seit: 30.01.2004
Hersteller: Hersteller: THQTHQ
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