Hi,
ich habe mir meinen ersten Bericht nochmals zur Brust genommen, um meine "wh´s" eventuell zu reduzieren.
Auch ich möchte hier betonen, dass ohne Freiwillige, die unentgeltlich wichtige Vereinsarbeit verrichten, in unser Gesellschaft vieles nicht funktionieren würde.
Was mache ich?
Dazu gekommen bin ich mehr durch Zufall. Zuerst bekam ich Mangels Gegenkandidaten vorrübergehend den Posten als Geschäftsführer der Fußballabteilung. Aus vorrübergehend wurde ein Dauerzustand. Zuständig bin ich dort für den Spielbetrieb der Seniorenmannschaften sowie der sogenannten "alten Herren", und den ganzen Schreibkram mit Fußballverband, Staffelleitern, Schiedsrichtern und deren Obmann. Mitlerweile hänge ich auch schon ständig auf Vorstandsitzungen des Gesamtvereins herum. Im stetigen Bestreben unserer Abteilung Wachstum zu bescheren (omg wie geschwollen) hatte ich auf einer Abteilungsversammlung den Vorschlag gemacht, eine Mädchenmannschaft ins Leben zu rufen. Der Vorschlag wurde mit nur einer Gegenstimme (meiner) abgelehnt. Kurz danach richtete unsere Abteilung den so genennten "Sepp Herberger Tag" für den Fußballverband Niederrhein aus. Wieder mal eine zeitaufwendige und arbeitsintensive Veranstaltung. Es handelt sich dabei um einen Tag der offenen Tür, auf dem Schulkindern aller Altersklassen das Fußballspiel ans Herz gelegt werden soll. Auf dieser Veranstaltung sprach mich ein 8-köpfiges Mädchenrudel an, ob wir auch eine Mädchenmannschaft hätten? Wasser auf meine Mühlen. Kurze Rede langer Sinn. Alle 8 meldeten sich an und ich wurde zusätzlich zu dem ganzen anderen Mist auch noch Trainer. MIttlerweile sind 20 Monate vergangen. Aus den 8 Gründungsmitgliedern sind 36 geworden und zur nächsten Saison werden neben meiner U-11 (die kleenen Zicken unter 11) noch eine U-13 und U-15 an den Start gehen.
Leider
Aus zeitlichen Gründen (neuer Job) werde ich bei der nächsten Wahl meinen Posten als Geschäftsführer nach 5 Jahren wohl niederlegen. Dadurch erspare ich mir ca. 1,5 wöchentliche Arbeitsstunden mit Schreibarbeiten und Telefondienst. Die mitunter 6 - 7 Stunden pro Woche für meine Mädels werde ich aber noch so lange aufbringen können, wie man mich läßt. Da mich die Rasselbande aber in höchsten Tönen bei ihren Eltern lobt, wird das hoffentlich noch lange der Fall sein. Ihr seht, so schnell wird aus einem eigentlich netten Kerl ein absolutes Ekel und Kinderschänder ... ähhh Kinderschinder. Hätte wohl ganz gerne eine Trainerin dabei, da ich aus verständlichen Gründen die Umkleideräume nicht betrete, damit ich meine Bande vor Spielen besser einstellen könnte, aber der immense Zeitaufwand schreckt alle Kandidatinnen ab. Auch meine bessere Hälfte freut sich auf den Tag, wo ich zumindest einen Teil der Verantwortung wieder abgebe. Aber sie sieht, wieviel Spaß ich an der Sache habe, kennt aus verschiedenen Anlässen auch alle Mädchen, und weiß, wie einige an ihrem Trainer hängen. Diesen Spaß wird sie mir weiter gönnen.
Darüber sollte man sich im Klaren sein
Jeder der sich für so eine Arbeit entscheidet, sollte dieses aus tiefer Überzeugung machen, und sich gleichzeitig darüber im Klaren sein, dass seine Arbeit wahrscheinlich von den meisten Vereinsmitglieder nicht einmal bemerkt wird. Egal in welcher Art von Verein man tätig werden möchte, die Mitglieder wissen nicht, oder wollen nicht wissen, dass jedwedes Vereinsleben mit zumeist viel Arbeit verbunden ist. Es gibt eine Menge von Gesetzen zu beachten
und auch die Verbände, denen man eventuell angeschlossen ist, haben ihre Statuten und mitunter kleinlichen Vorschriften. Der einzige Dank, den ich erfahren habe, ist der, dass mir noch mehr Posten angeboten wurden. Allerdings haben wir es geschafft, die Arbeit in viele kleine Verantwortungsbereiche zu teilen und auf mehrere Schultern zu verteilen. Im E-Mailzeitalter ist es kein Problem, sich kurzzuschließen und die anstehenden Arbeiten (Verbandssitzungen usw.) gemeinsam zu erledigen. So hat jeder Mitwirkende nur relativ wenig Zeitaufwand mit dieser doch teilweise sehr lästigen Arbeit zu verbringen und kann mehr Zeit für die Früchte dieser Arbeit erübrigen. Jeder hat so seine Stärken und Talente. Sprecht Andere an, ob sie nicht aktiv werden möchten. Eine begründete Absage fällt vielen schwerer als nur stillschweigendes Nichtstun :-) Dieses sollte natürlich nicht in Nötigung ausarten, aber viele Leute sind bereit, wenn man sie höflich, ihren Fähigkeiten entsprechend fragt, sich zumindest zeitweise einspannen zu lassen.
Fazit: Es gibt nichts Gutes, es sei denn ... man tut es. Wer gerne mit Menschen zusammmen ist braucht einen Verein. Aber um zu funktionieren braucht der Verein Menschen, Menschen die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit für den Verein zu opfern. Und was kann es Schöneres geben, als z.B. Kindern die eigenen sportlichen und menschlichen Wertvorstellungen zu vermitteln.
Sodele, ich hoffe, dass es sich nun etwas besser liest und ich euch einige Informationen vermitteln konnte.
Babajaga7, 18.01.2008
Find ich gut, was Du da treibst! grins LG. Christine
Bienla, 23.04.2007
Mhh mich würde interessieren in was für einen Verein du Tätig bist, und was du da machst...
vielleicht magst das noch mit rein bringen und kannst dann bescheidgeben...
Ich hab bis vor 2 Jahren viel in einem autonomen Jugendzentrum mitgearbeitet, jetzt ist das zeitlich bedingt leider nicht mehr möglich, vielleicht ist aber auch einfach die Zeit gekommen in der man von jüngeren abgelöst wird. Mir persönlich hat die Arbeit dort viel gebracht, hauptsächlich haben wir Programme für Jugendliche am Wochenende organisiert. Hip Hop Kneipe, Reggae Abende, Kickertuniere und was noch so gewünscht wurde. Durch meine Arbeit dort hab ich zum einen viel gelernt, z.B. Organisieren, Gelder vernünfig einzusetzten und sich mit verschiedensten Leuten auseinanderzusetzen. Man knüpft viele neue Freundschaften, entdeckt neue Interessen und kann auch ein Stück weit stolz drauf sein, in seiner freien Zeit etwas vernünftiges gemacht zu haben. Klar, das ist nicht für jedermann was, aber ich kann nur jedem raten, einfach mal ausprobieren, falls ihr die Möglichkeit habt, denn grad autonome Jugendzentren werden leider immer weniger.
Gründung eines Vereines für Patientenhilfe wird nicht unterstützt
ein Testbericht von Sabsi2003-04-24 16:24:50vom 24.04.2003Empfehlung: ja
Ich möchte heute über meine Erfahrung in einem
Ehrenamt berichten.
Ich habe im Januar 2002 einen Verein ins Leben gerufen
mit dem Namen "Verein für Patientenhilfe".
Wir hatten es uns zur Aufgabe gemacht, Patienten und
deren Angehörigen zu helfen. Ob es sich um
Angelegenheiten bei Behörden oder Antragsstellungen oder anderweitige Unterstützung gehandelt hätte.
Ich habe versucht, Kontakte zu Krankenhäusern
Pflegeheimen und Pflegeeinrichtungen zu knüpfen.
Das Ergebnis war, daß sich lediglich ein Krankenhaus
bereit erklärte, uns zu unterstützen. Von allen anderen Institutionen kam nicht einmal eine Resonanz.
Wir wurden manchmal sogar gemieden, als hätten wir eine ansteckende Krankheit.
Jeder hatte
anscheinend Angst, daß wir ihm irgendwelche Arbeit wegnehmen würden.
Ich habe diesen Verein mit einer großen inneren
Überzeugung gegründet. Ich mußte ihn jedoch zum Ende des Jahres 2002 wieder aufgeben, da überhaupt keine
Resonanz mehr kam. Ich habe wohlgemerkt überhaupt nichts gegen Ehrenämter, sondern ich bewundere jeden der ohne Entgeldleistung Dienst am nächsten tut.
Was ich mich jedoch frage, ist, daß diese ehrenamtlichen Tätigkeiten, bei vielen Menschen
entweder auf Unverständnis oder auch auf Ablehnung stoßen. Ich kann es mir nicht erklären und darüber
bin ich sehr traurig.
Ich wünsche allen Ehrenamtlichen, daß sie die
Akzeptanz erfahren derer sie bedürfen.
Bis bald Euer Sabsi
...
ein Testbericht von Löwin492003-01-15 09:50:21vom 15.01.2003Empfehlung: ja
Jede(r) sollte einmal in seinem Leben einige Zeitlang ein Ehrenamt begleidet haben......
das ist meine Meinung!
Denn dann würden alle das Ehrenamt zu schätzten wissen.
Ehrenamt in einem Verein:
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Jeder Verein ist auf Ehrenamtliche Helfer angewiesen, sonst kann er dicht machen.
Ohne den ehrenamtlichen Helfer geht es bei einem Verein nicht. Die Kosten und die Beiträge würden imentz steigen.
Es wäre auch nicht die Zusammengehörigkeit da die das Vereinsleben im Miteinnadertun ausmacht.
Ehrenamt im sozialen Bereich:
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Ein Ehrenamt im Sozialen bereich ist möglich für alle Menschen die gerne Gutes tun wollen sich aber nicht in einem Verein
einbringen möchten.
So zum Beispiel in offenen Kinder und Jugeneinrichtungen oder im Seniorenbereich.
Was heißt das für unsere Gesellschaft:
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Wenn jeder von uns sich irgendwo ehrenamtlich einbringen würde , wäre das Verhältnis zu unseren Mitmenschen bald ein Besseres. Unsere ganze Gesllschaft würde davon provitieren. Die Menschen würden wieder näher zueinanderfinden.
Kinder würden von Kleinauf lernen wie es ist wenn ander Menschen Zeit für andere haben.
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Mein Fazit:
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Meine eigenen Erfahrungen sind leider nicht immer die Besten gewesen.
Ich hab viele Jahre ELKI- Turnen gegeben. In der Zeit bevor ich aufgehört habe , mußte ich mich immer öfter darüber ärgern daß selbst die Eltern die ja dabei waren alles bestens organisiert vorgelegt bekommen wollten . Niemand war bereit auch mal einzuspringen. Beim Geräteaufbau fühlten sie sich fast genötigt wenn sie helfen sollten.
Bei manchen hatte ich den Eindruck sie waren echt froh wenn ihr Kind so groß war daß es allein in die nächste Gruppe gehen konnte. Als auch die Übungsleiterin in dieser Gruppe drohte aufzuhören wenn bei den Eltern weiterhin die Bereitschaft nicht da wäre meldeten sich einige zum Helfen.
Ich habe lange mit mir gerungen aber dieser Mittag war der einzige wo ich frei hatte. Und so entschloß ich mich daß dieser Mittag mir gehören sollte.
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Bis vor 2 Jahren hatte ich dann auch noch Sonntags die Kinderkirche gemacht immer im Wechsel mit dem Jugendhaus . Aber da hat meine Familie Einspruch erhoben da ich ja eigendlich nie zuhause war. In der Kinderkirche hatte ich auch immer öfter bei manchen Kindern den Eindruck, daß sie nur geschickt wurden, daß sie aus dem Haus waren.Da waren auch die wenigsten Eltern bereit die Kinderkirche aktiv mitzugestalten.
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Jetzt bin ich zu 75% bei der Stadt angestellt ,
arbeite im Jugendhaus als Leiterin, in der Schule als Betreuerin der Schulkinder und nebenher organisiere ich die Kinderpielstadt bei uns.Bei den Kindern und Jugenlichen ist es auch nicht leicht jemand für ein Ehrenamt zu begeistern.
Da kann sich jeder denken daß bei einer 75% Anstellung viel Zeit für das Ehrenamt bleibt. Bei einer Wochenarbeitszeit von rund 50 Stunden kommtda im Monat ein schönes Ehrenamt zustande.
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Als ich nämlich vor Weihnachten die dafür zuständige Stelle daruf aufmerksam machte, wurde mir doch glatt erklärt daß im Sozialen Bereich ein bisschen Erhrenamt doch selbst verständlich wäre........
In diesem Sinne wünsche ich ihnen ein schöne Ehrenamt..
Nachtrag, 15.1.03
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Zum Glück gibt es noch Volker! Der kommt nämlich an zwei Tagen in der Woche um bei mir im Jugendhaus tätig zu sein. Er ist zwar Aus dem Jugendalter etwas entwachsen ,aber ist für alle ein tolles Vorbild!
antjeeule, 10.11.2005
Über Ehrenämter könnte ich dir auch eine ganze Aufzählung schreiben. Augenblicklich betreue ich ehrenamtlich einmal wöchentlich eine Demenzgruppe im Seniorenheim. Das macht mir sehr viel Spaß, weil die Senioren sich riesig freuen, wenn sie den Nachmittag m