Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks
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Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks

Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks

Platz 7 in der Kategorie "Tauchgebiete". 8tägige Tauchsafari mit der Mare West (Safarischiff) zum Mergui-Archipel in Burma und den Burma-Banks ...mehr
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Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

catmother

Zwischen Fischern und Fischen und bizarren Unterwasserformationen

ein Testbericht von 2003-07-30 16:15:36 vom 30.07.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: noch relativ unentdeckt, kein Überangebot an Tauchern...
Nachteile/Kritik: teuer, Dynamitfischerei
Burma wird oft als das unentdeckte Land für Taucher bezeichnet. Nach unseren tollen Erlebnissen mit einer mehrtägigen Tauchsafari zu den Similan Islands hatten wir uns auch für den diesjährigen Urlaub solch ein Erlebnis vorgenommen. Die Auswahl fiel diesmal nicht ganz so schwer, weil es nicht so viele Anbieter für das Mergui-Archipel gibt wie zu den Similans. Die berühmten Burma Banks werden sogar noch seltener angefahren. Bei sun + fun, einem Tauchreiseveranstalter sind wir dann fündig geworden.


** Anreise **
Am 22. Februar wurden wir von einem dieser typischen Taucher-Pickups von unserem Hotel in Phuket abgeholt und zur Tauchbasis DiveAsia gebracht. Dort gab es einige Formalitäten zu erledigen: Tauchererklärung mit persönlichen Angaben ausfüllen, Ausrüstung eventuell vervollständigen (ich bekam ein Jacket, da ich noch kein eigenes habe), 140 Dollar Einreisegebühr für Burma entrichten (immer nur in bar) und Pässe und 3 Paßkopien abgeben.
Mit Minibussen fuhren wir dann ca. fünf Stunden nach Ranong an der burmesischen Grenze, passierten die thailändische Grenze, wobei alle Formalitäten dort von unserem Tauchguide erledigt wurden und bestiegen das im Hafen liegende Schiff.
Anschließend überquerte die Mare West den Flußarm zur burmesischen Seite, wo dann die Einreiseformalitäten in Myanmar erfolgten.


** Das Schiff *
Die Mare West ist ein für Taucher umgestaltetes Ausflugsschiff. Mit seinen 33 m Länge und 12 m Breite gehört es schon zu den größeren unter den Tauchschiffen.

- Technische Ausstattung -
4 x 400 PS Antrieb
Stromversorgung 220/24/12 V mit 2 x 60 KW Generatoren
14000 l Frischwasser, Wasseraufbereitungsanlagen
2 Kompressoren unter Deck

- Sicherheit -
Radar, Autopilot
VHF Radio, SSB Radio Telefon
GPS, Echolot
Erste Hilfe Set
50 l Sauerstofftanks
2 Rettungsinseln
30 Rettungswesten
1 Beiboot

- Unterdeck -
Hier befinden sich die 8 Doppelkabinen mit je einem Doppelstockbett, Bordtelefon, Klimaanlage, Schrank und kleinem Schreibtisch. Bettwäsche und Handtücher sind vorhanden.
Weiterhin sind hier 4 kombinierte und vollständig geflieste Duschen und (american style) Toiletten installiert. Wie bei allen Sanitäreinrichtungen auf Booten darf man das Toilettenpapier und andere Sanitärartikel nicht in die Toilette, sondern nur in den nebenstehenden Eimer werfen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir kannten das ja schon von anderen Ausfahrten.
Ansonsten hat immer alles funktioniert, war trotz der gemeinsamen Benutzung aller 16 Taucher stets sauber.

- Hauptdeck -
Den größten Teil des Hauptdecks nimmt der klimatisierte Salon ein. Große Sitzgruppen um vier Tische herum bilden den vorderen Teil; eine weitere Sitzecke befindet sich im hinteren Teil zusammen mit einem Fernseher, DVD-Player, Musikanlage und Anschlüssen für Kameras und Computer. Hier werden die Mahlzeiten in Buffetform eingenommen. Ein großer Kühlschrank beinhaltet alkoholfreie Getränke und Bier, aber auch Milch und Butter. Daneben steht auf einer Anrichte eine Kaffeemaschine und ein Wasserkocher für Tee.

Neben der Küche und einem großen Sonnendeck mit Liegen befindet sich hier noch das Tauchdeck, das aber nicht ganz so großzügig ist, wie im Prospekt angepriesen, so daß man sich nur gruppenweise darauf aufhalten kann. Hier stehen 25 Tanks mit INT-Anschlüssen (Adapter sollte man also mitbringen), es gibt zwei Außenduschen und ein Spülbecken für die Ausrüstung.

Für die Masken ist auf der Plattform eine Stange mit Haken befestigt, an die man sie hängen kann. Auch die Flossen stecken direkt bei den Flaschen.

Anders als bei den Booten, auf denen wir schon waren, gibt es hier aber keine Kiste pro Taucher. Alle Schuhe, Schnorchel, Bleigurte etc. werden getrennt und in je eine Kiste gepackt. So muß man sich vor dem Tauchgang sein Zeug immer dort raussuchen. Nur die Schuhe werden schön in Reih und Glied aufgestellt. Da kann es schon mal zur Hektik kommen, vor allem, wenn mehrere Leute die gleichen Marken besitzen und womöglich noch die gleiche Schuhgröße haben. Das war das einzige, was mich ein wenig gestört hat.

- Oberdeck -
Auf dem Oberdeck findet sich neben Kommandostand und Unterkünften der Crew noch ein recht knapp bemessenes, überdachtes Sonnendeck mit Bänken und ein weiteres offenes mit Liegen sowie der Hangar für das Beiboot.


** Verpflegung **
Im Preis enthalten sind alle Mahlzeiten sowie nichtalkoholische Getränke. Im Salon stehen jederzeit Fanta, Sprite (aber Vorsicht, das sind die thailändischen Varianten und die sehen aus wie die pure Giftküche), Cola, stilles und Mineralwasser, Milch und Orangensaftkonzentrat zur freien Verfügung. Auch Obst, Müsli und Kekse sind immer zu finden.

Vier Mahlzeiten machen den Tag aus: das Frühstück ist eher kontinental zu bezeichnen mit Rührei, Spiegelei, Würstchen, Müsli, Toast, Marmelade und Butter; aber auch eine thailändische Suppe kann man sich zusammenstellen. Vermißt habe ich höchstens Käse, aber der ist in Asien sowieso schwer zu bekommen.

Zum Mittagessen stehen immer zwei bis drei Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichte zur Verfügung, Suppe, Reis und oft auch noch eine andere Beilage wie Nudeln, gelegentlich sogar Pommes, was ich fast abartig finde. Alles ist in ausreichender Menge vorhanden, notfalls wird nachgelegt. Was ich für eine Kunst halte, denn alle Mahlzeiten werden mit dem Wok zubereitet.

Nach dem Nachmittagstauchgang gibt es immer Kuchen oder andere Süßspeisen und Obst.

Das Abendessen, das durch den Sunset- oder Nachttauchgang immer recht spät stattfindet, ist ebenfalls warm mit Suppe, Fleisch- oder Fischgerichten.

Insgesamt fand ich das Essen stets schmackhaft, da mir die asiatische Küche sowieso zusagt. Aber man sollte natürlich aufpassen, was man sich so auf den Teller schaufelt, denn manches ist auch echt scharf.
Am Anreisetag war ich etwas erschrocken, weil es Spaghetti gab und mich das an das unsäglich eintönige Angebot auf der Sea Fair erinnerte. Aber schon am nächsten Mittag konnten wir dann beruhigt aufatmen.


** Tagesablauf **
Der Tagesablauf ist durch das Tauchen recht fest geregelt: auf dem Programm stehen 4 Tauchgänge am Tag - Early morning dive, kurz vor dem Mittagessen, am frühen Nachmittag und ein Sunset- oder Nachttauchgang. Man kann sich natürlich auch ausklinken, wenn es zu anstrengend ist.
Wecken ist um 6.30 Uhr, dann hat man noch genug Zeit, sich den Schlaf aus den Augen zu wischen, das Gedränge an den Toiletten hinter sich zu lassen und eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken.
Vor jedem Tauchgang findet ein kurzes Briefing statt, bei dem der Tauchplatz, Strömung, Sehenswertes und einzuhaltende Regeln abgeklärt werden.
Bei mehrheitlich englischsprachigen Gästen, was ja durchaus vorkommen kann, sollte man sich auf ein Briefing in Englisch einstellen – es sei denn, man versteht überhaupt kein Englisch, dann ist natürlich auch eine Sonderbehandlung möglich.
Als letztes werden die Gruppen eingeteilt und dann heißt es „Let’s dive!“ Pro Gruppe ist ein Tauchguide dabei, wobei die Gruppen durchaus auch nach ihren Brevets und Fähigkeiten zusammengestellt werden.


** Tauchen **
Generell ist zu den Burma zu sagen, daß die Tauchlandschaft hier, wie auch schon auf den Similan Islands, eher aus Granitfelsen und –blöcken mit vielen Canyons und Durchgängen besteht, weniger aus den mir bisher bekannten Korallenriffen oder –blöcken. Der Bewuchs mit Hart- und Weichkorallen ist deshalb nicht ganz so spektakulär wie auf den Malediven (vor der Bleiche), aber es gibt Stellen, die wunderschön anzusehen sind mit riesigen Gorgonien, blauen und violetten Weichkorallen oder ausgedehnten Tischkorallen.
Die meisten Plätze sind nur für einigermaßen erfahrene Taucher geeignet. Die Strömung kann hier zwischen den Felsblöcken ungemein stark sein. Wir hatten manchen Spot, wo wir die Richtung nicht einhalten konnten wegen zu starker Strömung.

An Tauchplätzen fuhren wir auf unserer 8tägigen Route folgende Tauchspots an:
High Rock, Three Islets, Kyann Philar, Black Rock, Sular Nge Island, North East Little Torres, Western Torres, Tower Rock, Prinsep Island, Nearchus Rock, North Twin, Silvertip Bank in den Burma Banks und den Western Rocky. Diese Reihenfolge ist, denke ich, auch sicher vom Wetter abhängig und in Grenzen flexibel. Bei schlechtem Wetter werden die Burma Banks z. B. nicht angefahren, weil die so weit auf See liegen und es dann zu gefährlich ist.

Eigentlich sind wir ja zu dieser Safari aufgebrochen, weil es hieß, hier könnte man, ähnlich wie am Richelieu Rock, noch Großfisch en masse sehen. Das kann man sich abschminken.
Wir haben während der 7 Tauchtage eine Menge gesehen (Schwarm- und Kleinfische, Krusten- und wirbellose Tiere), aber viel Großfisch war nicht dabei.
Zwei Highlights kann man dennoch nennen:
- An den Three Islets gibt es einen Canyon, in dem regelmäßig (und wir waren immerhin vier Mal an dem Spot) große graue Riffhaie kreisen und wirklich, wirklich nahe kommen. Das war echt grandios.
- Am Tower Rock gab es Teufelsrochen (der kleine Bruder vom Manta), teilweise richtig große Schulen, aber die Sicht war auch enorm schlecht durch das Plankton.
- An der Silvertip Bank ist die Wahrscheinlichkeit auf Silberspitzen-Riffhaie sehr hoch. Hier hingen wir an der Ankerleine in der Strömung, während unser Guide Andreas in todesmutigem Einsatz Blut verströmte (na ja, es war nicht sein eigenes, sondern Fischblut). Einige Silberspitzen, darunter auch ein echt großer, waren die Ausbeute.

Schlimm sind jedoch die Auswirkungen der Dynamit-Fischerei. An zwei Tauchplätzen waren jede Menge Fischleichen zu sehen. Offiziell ist sie eigentlich verboten, aber man sagt, die Thais zahlen den Burmesen sogar noch das Dynamit, damit die dann reichlichen Fang in den Touristenzentren abliefern können. Zweimal haben wir unter Wasser die Detonation gehört; sie waren Gottseidank weit genug entfernt, um uns schaden zu können. Aber wer weiß, ob es nicht doch mal jemanden erwischt, denn die Fischerboote sind nie weit entfernt.


** Service **
Der Service der 10köpfigen Besatzung war erstklassig. Das Boot war stets sauber und aufgeräumt, fast jeder Wunsch wurde uns von den Augen abgelesen. Nur ein Beispiel: Mein Freund und ich haben vom ersten Tag an auf Deck geschlafen, weil das so schön romantisch ist. Es war eine Plackerei, die Matratzen vom Unter- aufs Oberdeck zu hieven. Am nächsten Abend lagen sie dann schon oben, und von da an immer wieder.

Beim Fertigmachen zum Tauchgang war die Ausrüstung schon fertig, man brauchte nur noch hineinschlüpfen. Auch da gab es Hilfe, wenn sie benötigt wurde. Nach dem Tauchen mußte man nur die Anzüge und Füßlinge in die Waschtonne legen, sie wurden ausgewaschen und aufgehängt. Am letzten Tag haben die Jungs sogar unsere komplette Ausrüstung gereinigt und zum Trocknen aufgereiht, so daß man alles fertig einpacken konnte.


** Kosten **
Diese Tour kostet 1390 € und ist buchbar über www.dive-asia.net selbst oder über Tauchreiseveranstalter, die das im Angebot haben. Bei uns war das Sun & Fun Tauchreisen (www.tauchreisen.de).

Weitere Kosten sind die 140 US Dollar für das Burma-Visum, 60 Baht pro Bier und Trinkgeld für die Crew (empfohlen ca. 500 Baht für die 8-Tage-Tour).
Für Ausrüstung, die man bei der Buchung vorbestellen sollte, sind noch einmal folgende Kosten pro Tag zu veranschlagen:
Lungenautomat 5 €, Maske + Schnorchel 3 €, Flossen 3 € , Tarierweste, Anzug, Computer, Lampe je 5 €, komplette Ausrüstung 18 €.


** Mein Fazit **
Nach wie vor denke ich, daß eine solche Tauchsafari sehr empfehlenswert ist. Nicht nur, daß man innerhalb kürzester Zeit unglaublich viele Tauchspots anfahren und wenigen Tagen sehr viele Tauchgänge absolvieren kann, es ist, mal abgesehen vom Tauchen, total entspannend. Zwischen den Dives kann man abhängen, und das Boot ist groß genug, um sich auch mal zurückzuziehen.
Allerdings halte ich persönlich eine Dauer zwischen 4 und 6 Tagen für ausreichend. Die 4-Tage-Tour voriges Jahr war etwas kurz, diese 7 Tage fast schon zu lang, denn 28 Tauchgänge schlauchen schon ziemlich.

Und wie gesagt, man sollte seefest sein, nicht unter Platzangst leiden und man muß in der Lage sein, mehrere Tage rund um die Uhr mit fremden Leuten auf engstem Raum zusammenzuleben und die Sanitäranlagen zu teilen.
Mit dem richtigen Schiff und guten Guides eine super Möglichkeit, intensiv die Unterwasserwelt zu genießen. Die Marke West kann ich wirklich empfehlen (wenn man nicht auf Luxus pur Anspruch erhebt). Hier stimmen Preis und Leistung.

Tauchen in Burma dagegen kann ich nur mit Einschränkungen empfehlen. Einerseits macht mir die Dynamit-Fischerei etwas Angst und zum zweiten hatten wir uns mehr davon versprochen. Wer allerdings mit Makro, Kleinfisch und Korallen zufrieden ist, der wird hier tatsächlich noch fast ein Paradies vorfinden.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks

Technische Daten und Produkteigenschaften
8tägige Tauchsafari mit der Mare West (Safarischiff) zum Mergui-Archipel in Burma und den Burma-Banks
Allgemeine Informationen Tauchsafari Mergui-Archipel und Burma Banks
gelistet seit: 02.09.2003
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