Nach längerer Tauchpause aus finanziellen und familiären Gründe habe ich nun wieder angefangen. Meine Erlebnisse auf einer Familientauchbasis in Kroatien waren ziemlich ernüchternd. Das hat mich bewogen zum Thema Fachwissen und Tauchsicherheit einen Bericht zu schreiben.
Ich gehöre noch zu den Tauchern, die den Begriff, des Tauchcomputers erst lange Zeit nach ihrer Ausbildung zum ersten Mal gehört haben. Zunächst skeptisch, so wie die alten Taucher nun mal sind, dann aber mit Begeisterung, habe ich meinen ersten Aladin benutzt, aber immer außerdem die Uhr, den Tiefenmesser und die Tabelle nicht vergessen.
Heute findet Tauchausbildung unter ganz anderen Voraussetzungen statt wie vor 20 oder 25 Jahren. Damals mußte man lange suchen um einen Tauchlehrer zu finden, der einem das Tauchen beibringen konnte. Die Ausbildung erforderte eine gehörige Portion Fitness und auch die Theorie wurde einem richtig eingebleut. So leicht wurde es einem nicht gemacht in den eltiären Kreis der Taucher einzutreten. Heute dagegen werden Neutaucher von vielen Tauchschulen umworben. Die Taucher sind ein stark umworbener Markt auf dem die Anbieter in einem ruinösen Wettbewerb stehen, der dazu führt, dass die Ausbildungsrichtlinien zwar immer wieder überarbeitet werden, aber oft aus Gründen des Wettbewerbs und der „Kundenfreundlichkeit" nicht konsequent angewendet werden.
In der Praxis bedeutet dies, dass manchem Taucher ein Brevet ausgestellt wird obwohl er weder theoretisch noch praktisch in der Lage ist einen sicheren Tauchgang zu absolvieren. Zu einem nicht unerheblichen Teil ist dafür die Tatsache verantwortlich, dass hervorragende Ausrüstungen das Tauchen problemloser machen und man deswegen z.B. auch ohne komplizierte Rechenaufgabe mehrere Wiederholungstauchgänge relativ sicher machen kann. Das verleitet natürlich zum Leichtsinn und oft auch zu dem Irrglauben, dass das Tauchen ein völlig ungefährlicher Sport sei.
Dass diese Einstellung immer wieder zu schweren Tauchunfällen führt ist leider eine nicht wegzudiskutierende Tatsache, denn die Wirklichkeit entspricht nicht der bunten Werbewelt der Tauchartikelhersteller. Es gibt viele Faktoren, die Dekounfälle begünstigen. Diese Faktoren sollte jeder Taucher unbedingt kennen um selbst abschätzen zu können ob er seinem Dekorechner vertrauen kann oder ob es vielleicht besser ist „nicht an der Nullzeitkante entlang" zu tauchen.
Ein immer wieder unterschätzter Risikofaktor ist die körperliche Belastung. Das gilt sowohl während als auch nach dem Tauchen.
Kommt es während dem Tauchgang zu erhöhter körperlicher Belastung, etwa durch Strömung oder Arbeit unter Wasser, so verbraucht der Körper natürlich mehr Luft und nimmt dadurch auch mehr Stickstoff auf. Luftintegrierte Rechner erkennen dies und rechnen in der Regel einen Zuschlag mit ein. Verwendet der Taucher einen normalen Rechner, dann muß der Taucher seine erhöhte Belastung erkennen und selbst korrigierend einwirken, indem er seine Tauchzeit verkürzt. Fazit aus dieser Erkenntnis ist, dass man versuchen sollte auch mit Divecomputern innerhalb der Nullzeit zu bleiben.
Noch schwieriger wird es bei körperlicher Anstrengung nach dem Tauchen. Die Berechnungen der Computer sind so ausgelegt, dass die während des Aufstiegs erfolgte Entsättigung der Gewebearten so weit erfolgt, dass im Normalfall keine gesundheitlichen Risiken vorhanden sind. Zu diesem Normalfall gehört natürlich nicht die starke körperliche Belastung nach dem Tauchen. Durch verstärkte Durchblutung kann eine normalerweise ungefährliche Restsättigung lebensgefährlich oder zumindest gesundheitsschädigend wirken. Deswegen sollten entsprechende Sicherheiten berücksichtigt
werden, wenn beispielsweise nach dem Tauchgang der Rückweg zum Fahrzeug mit entsprechenden körperlichen Strapazen verbunden ist.
Auch das Apnoe-Tauchen verträgt sich überhaupt nicht mit dem Gerätetauchen, denn die Belastung der Körpers steigert möglicherweise die Geschwindigkeit der Sticksstoffentsättigung aus dem Blut.
Auch der körperliche Zustand des Tauchers spielt ein ganz wichtige Rolle bei der Sättigung und Entsättigung der Gewebe. Blutfettwerte, entzündliche Prozesse im Körper, Beeinträchtigung der Durchblutung durch welche Einflüsse auch immer, spielen eine wichtige Rolle bei der individuellen Berechnung der Stickstoffbelastung. Es ist lebenswichtige Fähigkeit des Tauchers seinen Körper so zu fühlen und zu kenne, dass er Risken erkennt und rechtzeitig, möglichst schon bei der Planung des Tauchgangs, berücksichtigt.
Als Fazit ist hier festzustellen, dass die modernen Ausrüstungen das Tauchen sicherer und problemloser gemacht haben. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass durch totale Technikgläubigkeit das Wissen um die Risiken verdrängt und vergessen wird und der eigene Körper nicht mehr selbst gefühlt wird, weil man dafür ja einen Computer hat. Auch heute noch, wo eigentlich jeder Taucher topausgerüstet ist, sollte die Tabelle nicht in der Schublade bleiben. Es darf nicht so sein wie beim Autofahren, dass nämlich heute ohne Syncrongetriebe keiner mehr schalten kann.
Der Taucher muß in jeder Situation souverän sein und bleiben. Der Trick dabei heißt auf Sicherheitreserven achten. Dann ist Tauchen ungefährlich, macht Spass und kann bis ins hohe Alter betrieben werden.
Gut Luft
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Tauchen lieber mit Luft
ein Testbericht von BirgitE2003-03-25 19:01:18vom 25.03.2003Empfehlung: ja
Vorteile: einfache Tips zur Sicherheit...Nachteile/Kritik: gar keins, wenn dir dein Leben lieb ist
Hallo ihr Lieben.
Ein Bericht, den ich hierzu gelesen habe liess mir keine Ruhe, daher habe ich das Thema hier einfach noch mal aufgenommen.
Es geht um Tauchsicherheit. Dazu gehört natürlich die Sicherheit des verwendeten Equipements.
Dabei richtet sich mein Augenmerk hier mal auf die Luftversorgung, noch genauer auf die Schläuche und die Blase (die Luftkammer im Jacket). Ich beschränke mich darauf, weil wohl hinreichend bekannt ist, dass man sein Zeug regelmäßig warten lässt, damit alles auch funktioniert. (etwa den Automaten/Atemregler usw.)
Schläuche sind die luftführenden Teile und halten meist ziemlich lange, weshalb man sie auch leicht beim inspizieren vergisst. Das ist schon mal der erste wichtige Tip: guck dir Deine Schläuche doch lieber öfter mal an, auch die Gummistulpen an den Anschlüssen (an der ersten Stufe und auch an den Automaten,am Jacket, an der Konsole....), die als Knickschutz dienen. Wenn der Knickschutz nämlich nicht fest genug sitzt hilt er nichts. ....Und bitte auch mal abziehen und die Befestigung selber anschauen.
Die Überprüfung der Blase gestaltet sich schwierig bei Jackets, die nicht einschalig sind. Hier ist nämlich die Blase noch mal ganz von einer zusätzlichen Stofflage umhüllt und man kann sie gar nicht sehen. Bei einschaligen Jackets kannst du natürlich regelmäßig auch eine optische Kontrolle machen: wird das Material irgendwo brüchig, ist es Zeit, dass Jacket ad Akta zu legen, denn du möchstest doch nicht plötzlich bei 40 m Tauchtiefe ohne Auftrieb dastehen? Wohl dem, der in einem solchen Fall einen Tauchpartner hat mit einem Jacket mit grossem Auftrieb, ist nämlich nicht so lustig, wenn du Blei abwerfen musst und dann zur Oberfläche hochkorkst, weil dein Auftrieb bei 15 m rasant ansteigt.
Für Nichttaucher eine ganz kurze Erklärung: Man taucht in jeder Tauchtiefe mit möglichst neutraler Tarierung. Gemeinerweise wird man, je tiefer man kommt um so "schwerer", daher auch diese Blase, die man dann aufblasen kann, um nicht wie ein Stein abzusinken. Da der Taucher i.A. einen Neoprenanzug trägt, der wegen der vielen Gaseinschlüsse viel Auftrieb gibt (In die physikalische Formel geht das spezifische Gewicht ein), braucht er Blei, damit er die ersten Meter überhaupt runterkommt. Wers ganz genau wissen will kann bei www.taucher.net mehr dazu finden.
Was du immer tun solltest: bevor du tauchst blase dein Jacket auf, bis die Überdruckventile (die sind i.A. in die Schnellablässe integriert) abblasen. Erstens weisst du dann, dass die funktionieren und zweitens hast du wenigstens einen, wenn auch minimalen Drucktest gemacht und drittens kannst du sehen, ob die blase nicht etwa verklebt ist, was nach langem Liegen in feuchtem Zustand ja auch passieren kann.
Gut, Überprüfen ist das Eine, aber wie kann ich mein Zeug möglichst lange erhalten?
Ein Jacket ist teuer und auch die Schläuche gibt es nicht geschenkt!
Hier zwei Tips, die vor allem fürs Bootstauchen gelten:
Es ist bestimmt sinnvoll, bereits vor dem Start alles zu testen, vielleicht kann man im Hafen ja noch Ersatz besorgen, wenn etwas nicht funktioniert. Aber: Lasse nie dein Gerät unter Druck, die Fahrt zum Tauchplatz dauert..... in dieser Zeit muss ja nicht auch noch 200 bar Duck auf deinen Schläuchen sein (im Wasser
relativiert sich das ein bischen, da hält immer etwas Aussendruck dagegen.
Decke dein zeug ab (mit einem Handtuch z.B.) Normalerweise scheint nämlich reichlich Sonne, wenn man mit dem Boot zum Tauchen fährt. Da entstehen auf Schläuchen und Blase ziemlich schnell sehr hohe Temperaturen, die dann zu Materialermüdung führen. Zu gut Deutsch du lässt dein Zeug schnell altern! Muss ja nicht sein, oder?
Die Sonneneinstrahlung hat auch noch einen anderen Effekt auf unter Druck stehende Schläuche: der Druck steigt mit der Hitze kräftig an (so von wegen Ausdehnung der Luft unter Erwärmung) Da sind dann bei weitem mehr als die üblichen 200 bar auf deinem Schlauch! Muss auch nicht sein, oder?
Eine Kleinigkeit habe ich noch und möchte es der Vollständigkeit halber anmerken, obwohl erfahrene Taucher es natürlich wissen:
Bevor du ins wasser gehst kannst du leicht überprüfen, ob deine Flasche auch ganz aufgedreht ist (wenn nicht hast du unter Wasserdruck nämlich plötzlich keine Luft mehr):
nimm einen tiefen Zug aus deinem Automaten und beobachte dabei die Druckanzeige. Wenn der Zeiger beim einatmen (leicht) absinkt, lass die Flasche von jemanden aufdrehen (kommst ja selber nicht dran, wenn sie schon auf deinem Rücken hängt)
ein Testbericht von Lachesis2002-10-09 21:18:13vom 09.10.2002Empfehlung: ja
Seit ich mit elf Jahren das erste mal im Mittelmeer schnorcheln war, wusste ich ich würde irgendwann meinen Tauchschein machen. Fünf Jahre später war es dann soweit. Mitlerweile kann ich auf eine ganze Reihe Tauchgänge zurückblicken und habe gerade auf Gozo (Malta) mehrere Monate für eine Tauchbasis als Assistent und Tauchguide gearbeitet.
Für diejenigen unter euch, die am überlegen sind vielleicht einmal die Unterwasserwelt zu erkunden oder überhaupt einmal wissen möchten wie es möglich ist in zig Meter Tiefe vorzudringen, möchte ich einmal eine verständliche Einführung in die faszinierende Welt
des Sporttauchens geben.
[Eine passendere Kategorie als die Tauchsicherheit gab es bisher nicht, aber auch die sollte ja eine große Rolle spielen.]
Was ist eigentlich Sporttauchen?
Ich bin schon öfters gefragt worden, ob es eigentlich einen Unterschied gibt zwischen Tauchen und Schnorcheln. Den gibt es in der Tat. Während man beim Schnorcheln nur von der Oberfläche aus schaut was so im Wasser kreucht und fleucht und dabei durch einen Schnorchel atmet, bewegt man sich beim Tauchen in größere Tiefen. Luft erhält man aus einer Pressluftflasche. Nein, es sind keine Sauerstoffflaschen, wie viele oft glauben! Normale Luft wird geatmet, unter hohem Druck zusammengepresst.
Das normale Sporttauchen richtet sich nach bestimmten Grundregeln. Vor allem sind diese "Tauche nie alleine" und "die Tiefengrenze liegt bei 40 Metern". Tieftauchgänge haben mit dem üblichen Sporttauchen nicht mehr viel zu tun. Aber es würde zu weit führen, darüber in diesem Beitrag Ausführungen zu machen.
Kann jeder tauchen lernen?
Grundsätzlich einmal: ja. Aber Einschränkungen sind natürlich zu machen. Das Alter in dem angefangen werden darf zu tauchen, wird immer weiter gesenkt und schwankt nach Land und nach Tauchverband. Kindertauchprogramme gibt es ab fünf Jahren, richtig getaucht werden darf inzwischen meist ab zehn, in einigen Ländern (wie Malta) aber erst ab 14.
Nicht tauchen sollten Menschen, die sich im Wasser einfach nicht wirklich wohl fühlen oder nur ans Tauchen denken, weil es vielleicht ein Freund macht oder der Partner. Klaustrophobische Ängste oder Angst vor Dunkelheit können unter bestimmten Bedingungen zum Problem werden.
Bestimmte Krankheiten können ebenfalls zur Tauchuntauglichkeit führen, diese muss allerdings letztenendes ein Arzt festlegen, weshalb ohne vorherige Untersuchung auch nicht getaucht werden darf.
Bei Menschen mit Behinderungen oder auch Lähmungen kann aber durchaus die Möglichkeit bestehen im Wasser ein ganz neues Gefühl von Beweglichkeit und Freiheit zu erfahren.
Was gehört an Equipment dazu?
Viele Leute sind am Anfang erst einmal überrascht was sie alles an Ausrüstung aufbuckeln müssen. Mit der Zeit wird das alles zur Selbstverständlichkeit und wird nicht mehr viel wahrgenommen.
Natürlich ganz wichtig am Anfang: Die ABC-Ausrüstung. Damit sind Maske (das Teil heißt nicht Taucherbrille), Schnorchel und Flossen gemeint.
Und natürlich läuft nix ohne Pressluftflasche. Es gibt verschiedene Größen, die gängisten sind 10- oder 12Liter-Flaschen aus Stahl oder Aluminium. Eine mit 200bar Luft gefüllte 10Liter-Flasche enthält dabei etwa 2000 Liter Luft. Geatmet wird aus einem Atemregler, der mit der Flasche verbunden ist und die komprimierte Luft wieder auf Umgebungsdruck bringt, den man ganz normal atmen kann. Ein Druckmesser (Finimeter) informiert über die noch vorhandene Luft in der Flasche und sagt rechtzeitig wann der Rückweg angetreten werden muss.
Befestigt wird die Flasche heutzutage an einem Tarierjacket. Dieses wird auch dazu verwendet durch das Einfüllen oder Auslassen von Luft die richtige Lage im Wasser zu finden bzw. an der Oberfläche Auftrieb herzustellen und nicht gleich unterzugehen.
Ganz wichtig ist natürlich der Taucheranzug. Es gibt verschiedene Arten, die schon wieder ein großes Extra-Kapitel ausmachen würden. Ich möchte nur den typischen Neopren-Anzug erwähnen. Neopren ist ein Kunststoff mit, einfach gesagt, vielen Bläschen im Material, was sehr gut isoliert. Es gibt verschiedene Dicken und Ausführungen. Eine gewissen Menge Wasser darf immer eindringen zwischen Anzug und Haut, die dann von der Haut Wärme aufnimmt und schön warm hält. Es ist am Anfang sehr ungewohnt sich in das enge Material zu zwängen, aber auch das gehört mit der Zeit einfach dazu.
Damit man überhaupt runterkommt, wird ein Bleigurt benötigt. Wie viel Blei man benötigt, richtet sich nach Körpermasse, Gewässer und Erfahrung.
Auf weitere Ausrüstungsteile wie Tauchcomputer, Lampen oder Taucheruhren möchte ich nicht eingehen, weil dies hier zu weit führen würde.
Woher weiß ich ob das Tauchen richtig für mich ist?
Grundsätzlich rate ich jedem, der über das Tauchen lernen nachdenkt, einmal an einem Schnupperkurs teilzunehmen. Sowas bietet sich im Urlaub immer an. Man bekommt zunächst einiges über das Taucher erzählt, die Ausrüstung wird einem vorgestellt und dann bekommt man die Möglichkeit einmal abzutauchen. Dies ist der Punkt an dem sich häufig entscheidet wer letztendlich wirklich tauchen lernt oder wen der Respekt vor dem Wasser oder sonstige Gründe letztendlich davon abhalten.
Wo kann ich tauchen lernen?
Tauchkurse werden überall angeboten. In Deutschland in vielen Städten oder erst recht im Ausland an beliebten Urlaubsorten. Einen Urlaub zu nutzen, um seinen Tauchschein zu machen, ist die schnellste Möglichkeit. Dort dauert ein Kurs meist vier bis fünf Tage, enthält Theorie und je nach Verband mindestens vier Tauchgänge sowie Flachwassertraining. In Deutschland dauern die Kurse länger und sind intensiver. Man taucht erst im Schwimmbad, dann in einem See. Es bestehen große Unterschiede zwischen einem dunklen, kalten See und dem warmen Wasser des Mittelmeeres. Ich kann beides nicht unbedingt als schlecht empfehlen, doch letztenendes gibt es sehr viel Sicherheit in einem See zu tauchen mit schlechter Sicht und Kälte. Taucher, die sich im See zurecht finden, kann im Meer meist nicht mehr viel schrecken.
Auch an den Verbänden bei denen man seinen Schein machen kann, scheiden sich die Geister. PADI ist der weltgrößte, in Deutschland ist weiterhin CMAS sehr integriert. Es gibt einen ewigen Krieg zwischen diesen beiden. Ich muss sagen, dass ich bei beiden Organisationen bin und letztendlich sagen muss, dass es bei der Anfängerausbildung nicht am Verband liegt, was dabei herauskommt, sondern am Tauchlehrer. PADI richtet sich hauptsächlich nach Urlaubstauchern, CMAS ist sehr vereinsorientiert. Weitere Verbände mit SSI kann ich ebenfalls nicht schlecht nennen, aber die Richtlinien aller Verbände zu kennen, wäre kaum möglich.
Wichtig ist letztendlich sich zu informieren was es für Tauchschulen gibt, welchen Ruf sie haben und nach welchen Richtlinien sie ausbilden.
So, ich hoffe meine Einführung konnte euch weiterhelfen mal einen Einblick ins Tauchen zu bekommen. Wer meint es wäre den Versuch wert - Es ist eine großartige Erfahrung!!!
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ein Testbericht von mibod2002-02-14 14:25:32vom 14.02.2002Empfehlung: ja
Vorwort:
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All denen unter euch die tauchen, werden das leidige Thema der Leihausrüstungen in ausländischen Tauchbasen kennen! Zerrissene Anzüge, ausgefranste und demolierte Jackets und ausgelutschte Atemregler. Bei den ersten Beiden, ist Hopfen und Malz verloren, aber beim Atemregler könnt ihr zumindest etwas auf eure eigene Sicherheit achten, wenn ihr die nachfolgenden Punkte befolgt! Letztlich ist es eure Gesundheit und vor allem euer Leben!
Check VOR dem Tauchgang
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Erste Stufe:
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Was wohl jeder Taucher in der Ausbildung lernt aber gerne vergisst, O-Ringe kontrollieren.
Wenn man hier nicht vorher
aufpasst, hat man möglicherweise keinen Spaß am Tauchgang, da viele Basen keine Ersatz O-Ringe an Bord ihrer Schiffe haben.
Schaut euch den Sinterfilter an. Dieser befindet sich in der Öffnung die an die Flasche montiert wird. Haltet sie ins Licht, oder nutzt eine Lampe. Sind Schmutz oder Rost vorhanden, würde ich den Automaten ablehnen...
Schläuche & Knickschutz
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Wenn eure Schläuche wie ein alter Fahrradreifen aussieht, würde ich ebenfalls die Finger von lassen. Wenn sich der Schlauch gar porös, spröde oder ungeschmeidig anfühlt ist dringender Ersatz gefragt.
Der Knickschutz ist die Schlauchabdeckung an der 1. Stufe. Zieht sie vorsichtig zurück und schaut drunter! Kontrolliert ob der Schlauch optisch vernünftig verankert ist und ob das Metallstück zur 1. Stufe rostet.
Mundstück:
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Kontrolliert das Mundstück auf Löcher und Risse. Jedes davon ist eine potentielle Gefahr um Wasser eindringen zu lassen. Zusätzlich kann Spritzwasser euch in eurer Atmung hindern.
Ein ganz leidiges Thema sind die Beißwarzen. Achtet hier besonders auf abgebrochene und abgebissene Stellen. Fordert das Basispersonal auf, ein anderes Mundstück anzubauen.
Zweite Stufe:
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Wenn ihr bis hierher gekommen seit, gibt es noch einen sinnvollen Trick bevor ihr den Automaten anbaut. Haltet mit dem Daumen die Öffnung der 1. Stufe zu (dort wo der Sinterfilter liegt). Versucht nun zu atmen, es darf keine Luft kommen (logisch, oder ;))
Sollte es wiedererwarten doch möglich sein, ist höchstwahrscheinlich die Ein- oder Ausatemmembran defekt.
Anschluss/Dichtigkeit:
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Zu guter letzt wird der Automat angeschlossen. Wenn die Luftdusche betätigt wird, darf sich der Finimeterzeiger nicht bewegen. Sobald mein ein Zischen hört, sollte ein anderer Regler bevorzugt werden. Ein ganz leichtes Zischen aus der 1. Stufe, kann aber toleriert werden, da dies öfters mal technisch bedingt ist. Betätigt den Inflator, wenn die Luft problemlos ins Jacket strömt ist alles in Ordnung.
Pflege nach dem Tauchgang
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Ein ganz wichtiger Punkt! Helft immer bei der Pflege der Ausrüstung, denkt immer daran IHR könntet der nächste sein, der einen defekten Automaten erhält! Ist euch während des Tauchganges was merkwürdiges aufgefallen informiert das Basispersonal.
Häufig sieht man, wie Taucher den Atemregler abschrauben und danach mit dem Flaschendruck die 1. Stufe „trocken pusten“. Das ist falsch! Durch den Druck werden Salz- und Schmutzpartikel in den Sinterfilter gepresst, das kann zum Defekt des Reglers führen. Lediglich die Plastikkappe darf sauber gepustet werden. Weißt die anderen Taucher darauf hin, wenn ihr so etwas seht.
Die 1. Stufe sollte nach Möglichkeit nie im Wasser liegengelassen werden, es gibt keinen Hersteller, der dafür garantiert wasserdichte Kappen zu verkaufen! Eintauchen, rausnehmen, fertig!
Zu guter Letzt dürfen die Schläuche nicht geknickt werden, wenn sie zum Trocknen aufgehangen werden.
FAZIT:
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Denkt immer dran, die Basis wird euch möglicherweise versuchen einzureden das alles in Ordnung ist... es ist EURE Gesundheit. Behaltet euer „Bauchgefühl“ IMMER im Auge!
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